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Kulturnachrichten

Montag, 14. Juni 2021

Jürgen Kaube erhält den Deutschen Sachbuchpreis

Der Autor und Publizist Jürgen Kaube erhält den erstmals verliehenen Deutschen Sachbuchpreis. Er bekommt den mit 25.000 Euro dotierten Preis für sein Werk "Hegels Welt", das im Berliner Rowohlt-Verlag erschienen ist, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. in Frankfurt am Main mitteilte. Der mit insgesamt mit 42.500 Euro verbundene Preis wird in diesem Jahr erstmals vergeben. Kaube, der auch einer der vier Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist, räume mit seiner Biografie über den Philosophen Georg Wilhelm Hegel mit dem Genre der Heldenerzählung gründlich auf, urteilte die Jury. "Er schildert den Philosophen so elegant wie ironisch als Mann, der die Widersprüche der Umbruchzeit um 1800 wahrnimmt, durchdenkt, und doch auch immer wieder ihr revolutionäres Potenzial verkennt, etwa wenn es um die Freiheitsansprüche der Frauen geht", so die Juroren, unter denen Buchhändler, Journalistinnen und Wissenschaftler sind.

Erstes deutsch-französisches Kulturinstitut im Ausland

Das erste von vier geplanten deutsch-französischen Kulturinstituten ist in Palermo eröffnet worden. Unter dem Namen "Kultur Ensemble" wird das Atelier in einem ehemaligen Industrie-Komplex künftig drei Mal im Jahr von einem Künstler-Duo aus Frankreich und Deutschland genutzt, wie das Goethe-Institut mitteilte. Ziel der bilateralen Initiative sei es, das kulturelle Zusammenwachsen Europas voranzubringen, sagte die Staatsministerin im Außwärtigen Amt, Michelle Müntefering (SPD), bei der Eröffnung. Die übrigen bilateralen Kulturinstitute sind in Rio de Janeiro, Erbil (Irak) und Bischkek (Kirgisistan) geplant. Das hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron vor zwei Jahren im Aachener Vertrag vereinbart.

Berlin bekommt eintrittsfreien Museumssonntag

Ab Juli können viele Berliner Museen einmal im Monat ohne Eintritt besucht werden. Der eintrittsfreie Museumstag gelte immer am ersten Sonnntag des Monats, erstmals also am 4. Juli in fast allen Ausstellungshäusern, teilte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit. Finanziert werden die erwarteten Einnahmeverluste aus dem Berliner Landeshaushalt und von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. Die Initiative der beiden Kulturbehörden und des Landesverbandes der Museen soll kulturelle Teilhabe stärken und Kultureinrichtungen für die ganze Gesellschaft öffnen. Die Wirkung des Museumssonntags soll auch wissenschaftlich untersucht werden.

Legespiel "Dragomino" ist "Kinderspiel des Jahres"

Das Legespiel "Dragomino", eine kindgerechte Adaption des beliebten Erwachsenenspiels "Kingdomino", ist das "Kinderspiel des Jahres 2021". Das gab der Verein Kinderspiel der Jahres bei der Online-Verleihung in Bielefeld bekannt. Bei "Dragomino" müssen die Spieler mit Legekarten eine eigene kleine Insel aus verschiedenen Landschaften bauen. Treffen zwei Landschaften aufeinander, haben sie sich ein Drachenei dieser Landschaft verdient. Insgesamt hatte die Jury aus Fachjournalisten gemeinsam mit Kindern und Familien rund 100 Spiele für Drei- bis Achtjährige gespielt und begutachtet. Coronabedingt wurde der Sieger in diesem Jahr im Livestream bekannt gegeben.

US-Schauspieler Ned Beatty gestorben

US-Schauspieler Ned Beatty ist tot. Der beliebte Charakter-Darsteller starb am Sonntag im Alter von 83 Jahren, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf seine Familie und sein Management. Für seine Rolle eines Medien-Konzernchefs in der schwarzen Komödie "Network" war Beatty 1977 für einen Oscar nominiert. Gefeiert wurde er bereits für seine Rolle in seinem Debütfilm "Deliverance" ("Beim Sterben ist jeder der Erste") von 1972. In den "Superman"-Verfilmungen (1978 und 1980) mit Christopher Reeve spielte Beatty den Handlanger von Bösewicht Lex Luthor.

Berlinale-Preise unter freiem Himmel verliehen

Auf der Berliner Museumsinsel sind am Abend die Preise der diesjährigen 71. Berlinale verliehen worden. Der Goldene Bär ging an den Film "Bad Luck Banging or Loony Porn" des rumänischen Filmemachers Radu Jude. Mit Silbernen Bären zeichnete die Jury "Guzen to sozo" der japanischen Regisseurin Ryusuke Hamaguchi und die Langzeitdokumentation "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth aus. Die Gewinner der Bären waren schon im März verkündet worden, als das Filmfestival rein digital für das Fachpublikum stattfand. Die Verleihung der Preise erfolgte nun im Rahmen des Berlinale Summer Specials. Noch bis zum 20. Juni werden die 126 Berlinale-Filme an 16 in der Hauptstadt verteilten Freiluftspielstätten gezeigt. Der Berlinale-Publikumspreis "Wettbewerb 2021" wird zum Abschluss des Festivals am 20. Juni verliehen.

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