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Kulturnachrichten

Sonntag, 25. Juni 2017

Michael Köhlmeier mit Literaturpreis geehrt

Die Auszeichnung der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 vergeben

Michael Köhlmeier ist der 25. Literaturpreisträger der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der 67-jährige österreichische Autor gilt als bedeutender Erzähler mit einer großen Bandbreite - von Romanen und Novellen über Hör- und Drehbücher bis zu Nachdichtungen antiker Mythen oder österreichischer Sagen.Er erhielt die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnungam am heutigen Sonntag im Weimarer Schloss Belvedere vom Vorsitzenden der Stiftung, Hans-Gert Pöttering. Die Konstanzer Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann bezeichnete Köhlmeier vor etwa 400 Gästen in ihrer Laudatio als "großen Erfinder und Erzähler". Seit 1993 werden von der CDU-nahen Stiftung Autoren geehrt, die der Freiheit das Wort geben. Zu den Preisträgern gehörten Sarah Kirsch, Günter de Bruyn, Herta Müller, Wulf Kirsten oder Daniel Kehlmann.

40 000 Menschen auf Berliner Schlossbaustelle

Am Wochenende durfte besichtigt werden

Das Berliner Stadtschloss ist noch gar nicht fertig, dennoch hat es am Wochenende schon knapp 40 000 Besucher angezogen. Diese Zahl nannte Bernhard Wolter, Sprecher der Stiftung Humboldt Forum. Für die Besucher gab es neben Einblicken in unfertige Räume auch ein Programm mit Kunst, Kultur und kulinarischen Genüssen. Allerdings war nur ein Teil der Baustelle für die Öffentlichkeit begehbar. Geöffnet war die 30 Meter hohe Eingangshalle mit dem barocken Eosanderportal. Das auffällige Eingangstor wird nach historischen Plänen neu aufgebaut. "Bis Ende des Jahres sollen die Fassaden fertig sein. Für Ende 2018 möchten wir den Innenausbau fertig haben. Danach können dann die Museen und Veranstalter in das Schloss einziehen", so Bernhard Wolter.

"OST"-Zeichen auf Volksbühne ist weg

Demontage der Ära-Castorf

Er ist weg: der Schriftzug "OST" auf dem Dach der Berliner Volksbühne. Ein Kran hat die Buchstaben am Samstagabend während der letzen Vorstellung von "Die Brüder Karamasow" entfernt. Die Volksbühne hatte das auf Twitter angekündigt. Die Berliner Volksbühne ist - eine Woche vor dem Ende der Ära Castorf - nun um ein Wahrzeichen ärmer. Auch die bekannte Rad-Skulptur auf dem Platz vor dem Theater soll noch abgebaut werden, wie das Theater wissen ließ. Die Idee für das Speichenrad mit den Beinen stammte damals von Bühnenbildner Bert Neumann, der das Rad zum Logo für die Volksbühne machte. Die Spielzeit und die 25 Jahre dauernde Intendanz von Frank Castorf gehen am kommenden Samstag mit einem Straßenfest zu Ende. Neuer Leiter des Theaters wird der Belgier Chris Dercon. Er war zuletzt Direktor des Londoner Museums Tate Modern.

Trump-Sohn: Disney soll Johnny Depp entlassen

Der Schauspieler hatte einen 'schlechten Witz' auf Kosten Trumps gemacht

Der amerikanische Schauspieler Johnny Depp hatte auf einem Filmfestival im englischen Glastonbury einen "Witz" über einen Mordanschlag auf Donald Trump gemacht. Jetzt hat Donald Trump jr., der ältesteste Sohn des US-Präsidenten, darauf scharf reagiert. Er twitterte: "Ich würde glauben, es wird schwer für Disney, ihn zu halten." Danach verwies er auf den Hashtag "#FireDepp". Depp hatte auf dem Festival gefragt, wann ein Schauspieler das letzte Mal einen Anschlag auf einen Präsidenten verübt habe. Damit spielte er offenbar auf den Anschlag auf den ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln durch den Schauspieler John Wilkes Booth im Jahr 1865 an. Am Tag danach hatte sich Depp entschuldigt und mitgeteilt: "Es kam nicht wie beabsichtigt rüber, und ich beabsichtigte keine Bosheit". Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte in Washington, der Mangel an Empörung über Depps Äußerung und ähnliche Bemerkungen von Prominenten sei beunruhigend. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass alle Formen von Gewalt verurteilt werden sollten.

Schalck-Golodkowski-Nachlass versteigert

Im Angebot waren unter anderem Orden und eine Agentenbrille

Ein Teil des Nachlasses des früheren DDR-Devisenhändlers, SED-Wirtschaftsfunktionärs und Leiter des geheimen Bereichs für "Kommerzielle Koordinierung", Alexander Schalck-Golodkowski, ist in Hamburg versteigert worden. Orden, Auszeichnungen, eine Agentenbrille, der Diplomatenpass: insgesamt etwa 40 Gegenstände standen zum Verkauf. Der Politiker hatte 1983 mit dem damaligen CSU-Chef Franz Josef Strauß einen Milliardenkredit in D-Mark für die DDR ausgehandelt, womit das Land vor dem Staatsbankrott bewahrt wurde. Im Juni 2015 war Schalck-Golodkowski im Alter von 82 Jahren gestorben.

'Museum gratis' für Jugendliche in Sachsen-Anhalt

49 Häuser im Süden des Bundeslandes sind an der Aktion beteiligt

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben -mit dem Museumspass des Vereins Erlebniswelt Museen aus Sangerhausen - während der Sommerferien freien Eintritt in 49 Museen im Süden Sachsen-Anhalts. Und zwar egal, ob sie dort wohnen, oder als Tourist kommen. Zu den teilnehmenden Museen gehören unter anderem Luthers Geburts- und Sterbehaus in Eisleben oder das Stadtmuseum in Halle. Der Schwerpunkt liege zwar auf dem Landkreis Mansfeld-Südharz, so ein Sprecher. Es seien aber auch Einrichtungen im Harz und weiteren Landkreisen im Süden Sachsen-Anhalts vertreten. Schüler aus dem Kreis Mansfeld-Südharz haben den Pass am letzten Schultag bekommen. Alle anderen können ihn in den Tourist-Informationen oder den beteiligten Museen selbst erhalten. Freien Eintritt gibt es bis zum 9. August.

Karl-May-Festspiele in Elspe und Bad Segeberg eröffnet

Freilichtbühnen zeigen "Winnetou I" und "Old Surehand"

Die Blutsbrüder reiten wieder: Im sauerländischen Elspe hat die diesjährige Inszenierung der Karl-May-Festspiele "Winnetou I - Die Geschichte einer großen Freundschaft" ihre Premiere gefeiert. Höhepunkt des Stücks ist der Moment, in dem Bösewicht Santer brennend einen 20 Meter hohen Wasserfall hinabstürzt. Neben mehr als 60 Darstellern und 40 Pferden ist diesmal auch ein Weißkopf-Seeadler dabei. In der Rolle des Winnetou ist Jean-Marc Birkholz zu sehen, als Old Shatterhand kämpft Kai Noll für das Gute. Ebenfalls an diesem Wochenende starten auch die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg mit "Old Surehand" in ihre 66. Saison. Titelheld ist diesmal Ex-"DSDS"-Gewinner und Musicaldarsteller Alexander Klaws, den Part des Apachenhäuptlings Winnetou übernimmt erneut Jan Sosniok. Auch Sila Sahin und Mathieu Carrière gehören zu den Gaststars. Bis zum 3. September stehen 72 Vorstellungen in dem Freilichttheater am Kalkberg auf dem Programm.

Kohl-Requiem auf Großbildschirm im Domgarten

Bei der Trauerfeier selbst sind nur geladene Gäste zugelassen

Auch die Öffentlichkeit darf an dem Requiem für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl am kommenden Samstag in Speyer teilhaben. Auf einem Großbildschirm soll der Gottesdienst in den südlichen Domgarten übertragen werden. Das teilte das Bistum Speyer mit. Rund 3.000 Stehplätze stünden zur Verfügung, eine Anmeldung sei nicht erforderlich. Im Inneren des Domes könnten aus Sicherheitsgründen ausschließlich geladene Gäste an dem Requiem teilnehmen. Die genaue Uhrzeit für den Beginn werde bekanntgegeben, sobald der Gesamtablauf der Trauerfeiern feststehe. Laut dem Protokoll der Bundesregierung ist dies für 18.00 Uhr geplant. Der Trauerakt solle voraussichtlich etwa eineinhalb Stunden dauern.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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