Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 21.07.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Sonntag, 19. Juni 2016

Zu viele Menschen wollen Chistos "Floating Piers" sehen

Behörden stoppten den Zugverkehr zum Iseo-See

Schlechtes Wetter hat am Wochenende die Freude am neuesten Werk des Verpackungskünstlers Christo getrübt - doch der Ansturm war riesig und überforderte die Veranstalter. Die für die Sicherheit der Besucher auf den "Floating Piers" auf dem Iseo-See in Italien zuständigen Veranstalter riefen Christo-Fans angesichts der Besuchermassen und des schlechten Wetters auf, ihren Besuch zu verschieben. Die Behörden stoppten den Zugverkehr Richtung Iseo-See. Insgesamt kamen bereits am Eröffnungssamstag mehr als 55.000 Menschen zum See, woraufhin die Organisatoren erstmals dazu aufriefen, den Besuch zu verschieben. Die "Floating Piers" erlauben es den Besuchern, von Sulzano aus zu den Inseln Monte Isola und San Paolo zu schreiten - und dabei gleichsam über das Wasser zu wandeln - allerdings maximal 11.000 Menschen zugleich, weshalb es zu langen Wartezeiten kam. Die "Floating Piers" sollen bis zum 3. Juli zugänglich sein.

Ex-"Voice"-Sänger in Chicago erschossen

Alejandro Fuentes wurde bei einem Überfall getötet

Dem durch "The Voice" bekannt gewordenen Musiker Alejandro "Jano" Fuentes ist bei einem Überfall in Chicago drei Mal in den Kopf geschossen worden. Der 45-Jährige erlag am Samstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, die ihm am Donnerstag zugefügt worden waren. Fuentes war 2011 Teilnehmer in der mexikanischen Version der Castingshow. Erst vor einer Woche war in Orlando die amerikanische "Voice"-Teilnehmerin Christina Grimmie erschossen worden. Fuentes hatte ein Studio in Chicago. Er hatte am Donnerstag in seiner Musikschule seinen Geburtstag gefeiert, wie seine Freunde mitteilten. Als er nach der Party mit ihnen habe wegfahren wollen, sei ein bewaffneter Mann neben dem Auto aufgetaucht. Dieser habe Fuentes zum Aussteigen aufgefordert und ihm dann dreimal in den Kopf geschossen. Die Fahndung der Polizei nach dem Täter blieb zunächst ohne Erfolg. Dem Fernsehsende WGN zufolge gehen Ermittler von einem Raubüberfall aus, bei dem es der Täter auf Geld oder das Auto oder beides abgesehen hatte.

Gay Prides gedenken der Opfer von Orlando

Brandenburger Tor erstrahlt wie Bauwerke in aller Welt in Regenbogenfarben

Hunderttausende Menschen haben in Wien, Florenz, Lissabon und anderen Städten Europas an der jährlichen Gay Pride Parade teilgenommen, die dieses Jahr im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Orlando stand. Die größte Parade fand in Wien statt, wo laut den Veranstaltern 130.000 Menschen an dem Umzug teilnahmen. In Berlin erstrahlte das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben, während sich hunderte Menschen auf dem Pariser Platz versammelten. Vor der angrenzenden US-Botschaft wurden zahlreiche Kerzen angezündet und Blumen für die Opfer von Orlando niedergelegt. Die Gay Pride wird zahlreichen Ländern der Welt abgehalten und erinnert an eine Revolte von Schwulen gegen die Polizei in einer New Yorker Bar am 28. Juni 1969.

10 000 gestohlene Kunstwerke in Spanien sichergestellt

Werke wurden bei mindetstens 15 Raubüberfällen erbeutet

Die Polizei in Ostspanien hat bei einer Razzia in der Stadt Bullas rund 10 000 gestohlene Kunstwerke und Artefakte von großem historischen Wert sichergestellt. Ein Verdächtiger sei dabei festgenommen worden, gegen eine weitere Person werde wegen Verdachts auf Beteiligung an dem Diebstahl ermittelt, teilten die Behörden mit. Zum beschlagnahmten Diebesgut gehörten 4000 archäologische Artefakte, 5000 seltene Münzen, 100 paläontologische und ethnographische Stücke sowie 40 Gemälde und 30 Manuskripte aus dem 16. Jahrhundert. Bei einem der Dokumente soll es sich um ein sehr seltenes, in Latein verfasstes Manuskript mit gotischen Schriftzügen und goldüberzogenen Großbuchstaben mit dem Titel "Buch der Psalmen" handeln, wie die Polizei weiter mitteilte. Die sichergestellten Artefakte und Kunstwerke sollen bei mindestens 15 Raubüberfällen entwendet worden sein.

Anbau von Museum Berggruen wieder offen

Gebäude war 2013 wegen Schimmels geschlossen worden

Nach zweieinhalbjähriger Sanierung ist der Erweiterungsbau des Museums Berggruen wieder geöffnet. Der Neubau war im Oktober 2013 kurz nach seiner Eröffnung wegen Schimmels wieder geschlossen worden. Der historische Bau des Museums nahe dem Schloss Charlottenburg blieb in der Zeit jedoch geöffnet. Nach der Sanierung seien rund 70 Werke von Paul Klee wieder zu sehen, teilten die Staatlichen Museen mit. Zur Wiedereröffnung bietet das Museum bei einem Tag der Offenen Tür kostenlose Führungen und Workshops für Kinder an. Das Museum, gestiftet vom Sammler und Kunsthändler Heinz Berggruen (1914-2007), versammelt Werke der Klassischen Moderne, unter anderem von Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Georges Braque, Paul Klee und Henri Matisse. Das Museum hat nun eine Ausstellungsfläche von 1250 Quadratmetern.

Neue Hall of Fame für Rhythm & Blues geplant

Prince, The Supremes, Jimi Hendrix und Dionne Warwick werden aufgenommen

Mit einer neuen Hall of Fame des Rhythm & Blues wird Legenden wie Prince im Sommer ein Denkmal gesetzt. Die offizielle Einführungsfeier der Ruhmeshalle ist für den 21. August im Vorort Dearborn im Südwesten von Detroit geplant, wie die Organisatoren mitteilten. Als Moderatorin der Gala fungiere Mary Wilson, deren frühere Band The Supremes bei der Gelegenheit in die Hall of Fame aufgenommen werde. In die Ruhmeshalle werden neben dieser Gruppe und Superstar Prince auch Smokey Robinson, Fats Domino, Jimi Hendrix, Dionne Warwick, Bootsy Collins und Bettye LaVette vertreten sein. Ziel sei es, dem Rhythm & Blues eine ständige Heimat zu geben, die über die Geschichte der Musikrichtung aufkläre, hieß es.

Spanischer Fotograf erhält "Stern Grant"

Auch der Freelans Award und der Lumix Multimedia Award wurden verliehen

Der erstmals vergebene "Stern Grant" für jungen Fotojournalismus geht an Sebastian Liste aus Spanien. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis soll es jungen Fotografen ermöglichen, eine von ihnen entwickelten Reportage-Idee zu verwirklichen. Das Magazin "Stern" verleiht die Auszeichnung in Kooperation mit dem Lumix Festival für Junge Fotografie in Hannover. Liste setzte sich mit seinem Themenvorschlag "Mexiko. Vertraute Seuche" gegen 221 Mitbewerber durch, wie die Veranstalter mitteilten. Beim Lumix Festival gewann zudem der Fotograf Robert Wresch den mit 10 000 Euro dotierten Freelens Award für die Reportage "Kolumbiens Weg zum Frieden". Der zweite Hauptpreis, der Lumix Multimedia Award, ging an Christian Werner, der die Jury mit einer Produktion über eine Pest-Epidemie in Madagaskar beeindruckte. 40 000 Besucher kamen zu dem Festival für jungen Fotojournalismus auf dem ehemaligen Expo-Gelände.

Australischer Regisseur Paul Cox gestorben

"Vater" des Arthouse-Kinos stammte aus Venlo

Der australische Filmemacher Paul Cox ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das teilte die Vereinigung Australischer Regisseure heute mit. Die Todesursache nannte sie nicht, erwähnte aber, dass Cox im sich 2009 einer Lebertransplantation unterzog und an Krebs litt. In dem 2015 veröffentlichten Film "Force of Destiny" mit David Wenham erzählte Cox Stationen aus dem Leben eines Mannes, der seine große Liebe findet, während er auf eine lebensrettende Lebertransplantation wartet. Cox schrieb das Drehbuch und führte Regie in dem Film mit autobiografischen Zügen. In Australien galt der 1940 in Venlo geborene Cox als Vater des "Arthouse Cinemas". Cox kam 1965 als professioneller Fotograf nach Australien. Er drehte 19 Spielfilme und zwölf Dokumentarfilme und gewann mehrere Preise.

Kulturnachrichten hören

Juni 2016
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur