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Kulturnachrichten

Mittwoch, 8. Juni 2016

Choreograph Van Manen lehnt türkische Ehrung ab

Niederländer kritisiert unterdrückte Meinungsfreiheit in der Türkei

Der niederländische Choreograph Hans van Manen hat eine türkische Auszeichnung wegen des Vorgehens gegen die Meinungsfreiheit in dem Land abgelehnt. Im niederländischen Radio begründete der 83 Jahre alte Meister des modernen Tanzes seine Entscheidung mit dem Vorgehen gegen Zeitungen und der Verhaftung von Journalisten in der Türkei. Nach seinen Angaben wollte ihn die türkische Staatsoper und das Ballett ehren.

Stararchitekt Calatrava muss Schadenersatz zahlen

Er wurde zu knapp 3 Millionen Euro verurteilt

Stararchitekt Santiago Calatrava ist vom Obersten Gericht in Madrid wegen Mängeln am Kongresspalast der nordspanischen Stadt Oviedo zur Zahlung eines Schadenersatzes von 2,96 Millionen Euro verurteilt worden, wie die Nachrichtenagentur efe heute unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Damit wurde ein Urteil des Landgerichts in Oviedo von 2014 bestätigt. Calatrava hatte dagegen Berufung eingelegt. Der Kongresspalast wurde 2011 eingeweiht. Während der Bauphase waren 2006 in Oviedo wegen eines Konzeptionsfehlers Dachteile des "Palacio de Congresos" eingestürzt. Calatrava ist für technisch spektakuläre, futuristische Bauwerke bekannt. Er entwarf zahlreiche Bahnhöfe und Brücken und in New York auch die neue U-Bahn-Station World Trade Center an der Stelle der Terroranschläge vom 11. September 2001. Wegen hoher Kostenvoranschläge und Baumängeln hatte er aber auch mehrfach Ärger.

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Achenbach

Ehemaliger Kunstberater bleibt sechs Jahre in Haft

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Strafurteil gegen den seit zwei Jahren inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach nach Angaben seines Verteidigers bestätigt. Der zuständige Senat habe die Revision gegen das Urteil im Wesentlichen verworfen, teilte Achenbachs Anwalt Thomas Elsner mit. Die verhängte Freiheitsstrafe von sechs Jahren bleibe bestehen. Das Urteil sei damit rechtskräftig. Sein Mandant habe hat sich innerlich schon darauf eingestellt. Sein Blick sei nach vorne gerichtet, sagte Elsner. Das Landgericht Essen hatte den Kunstberater Mitte März 2015 wegen Millionenbetrugs an dem Aldi-Erben Berthold Albrecht und dem Pharma-Unternehmer Christian Boehringer zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der 64-jährige Achenbach sitzt seit Juni 2014 in Untersuchungshaft.

Aktionskünstler Pawlenski zu Geldstrafe verurteilt

Moskauer hatte Tür der Geheimdienstzentrale in Brand gesetzt

Weil er am Hauptsitz des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau Feuer legte, ist der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski zu einer Geldstrafe von 500 000 Rubel (rund 6850 Euro) verurteilt worden. Pawlenski hatte die Aktion vom November 2015 als Symbol gegen staatlichen Terror bezeichnet. Ein Gericht in Moskau verurteilte den 32-Jährigen wegen der Beschädigung eines Kulturdenkmals, wie die Agentur Interfax meldete. Außerdem soll Pawlenski für eine demolierte Eingangstür 481 000 Rubel Schadenersatz zahlen. Die Verteidigung kündigte Widerspruch an. Nach dem Urteil wurde Pawlenski aus der monatelangen Haft entlassen. Er kündigte an, das Strafgeld nicht zu zahlen, auch wenn er es hätte.

Deutscher Schulpreis 2016 geht nach Niedersachsen

Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf gewinnt Hauptpreis

Der Deutsche Schulpreis 2016 geht ins westliche Niedersachsen, und er belohnt ausgeprägte kreative Mitbestimmung im Schulalltag: Die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf hat die mit 100 000 Euro dotierte Auszeichnung gewonnen. "Wo Mitbestimmung erlebbar und erfahrbar ist, gilt auch Willy Brandts Wort von der 'Schule der Nation'", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei der Preisverleihung in Berlin. Vier zweite Preise in Höhe von je 25 000 Euro erhalten die Schule für Erwachsenenbildung Berlin, das Humboldt-Gymnasium Potsdam, die Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule in Neumünster und die Schule St. Nicolai auf Sylt. Der erstmals ausgeschriebene, ebenfalls mit 25 000 Euro dotierte Sonderpreis für Auslandsschulen geht an die Deutsche Internationale Schule Johannesburg in Südafrika.

Hollywood-Regisseur Emmerich warnt vor Wahl Trumps

Trump als Präsident wäre "größte Katastrophe für USA"

Der vor allem für sein Katastrophenwerk "Independence Day" bekannte Hollywood-Regisseur Roland Emmerich hat eine mögliche Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten mit einer drohenden Naturkatastrophe verglichen. "Es wäre für die USA schlimmer als ein großes Erdbeben, sagte der 60-Jährige dem rscheinenden Magazin "Playboy". "Das könnte wirklich die größte Katastrophe sein, die Amerika je erlebt hat", ergänzte er. Der aus Deutschland stammende Emmerich sieht in Trump einen Hetzer und Aufwiegler. "Der Mann ist ein Demagoge, und das ist das Gefährliche an ihm." Die Popularität Trumps erkläre er sich als "Gegenreaktion zur politischen Korrektheit". "Heute kannst du in den Medien überhaupt nichts mehr sagen, ohne jemandem auf die Füße zu treten, da kommt dieser Mann daher mit seinem komischen Haar und sagt, was er sich so denkt, und die Leute finden es gut", sagte Emmerich.

Ines Pohl wird Chefredakteurin der Deutschen Welle

Sie tritt im März 2017 die Nachfolge von Alexander Kudascheff an

Die frühere "taz"-Chefin Ines Pohl wird Chefredakteurin der Deutschen Welle (DW). Wie der öffentlich-rechtliche Sender heute in Bonn mitteilte, soll Pohl zum 1. März kommenden Jahres die Nachfolge von Alexander Kudascheff antreten, der dann in den Ruhestand wechselt. Seit Ende 2015 arbeitet Pohl als Washington-Korrespondentin der Deutschen Welle, zuvor leitete sie sechs Jahre lang die "tageszeitung" ("taz") in Berlin. "Ines Pohl ist eine hervorragende Journalistin und erfahrene Managerin", würdigte DW-Intendant Peter Limbourg die künftige Chefredakteurin. Den scheidenden Kudascheff nannte Limbourg den besten Chefredakteur, den die DW sich für die Zeit der internen Reformen und des Umbruchs habe wünschen können.

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