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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. Juni 2015

WDR will 50 Bilder in London versteigern lassen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist empört

Der Westdeutsche Rundfunk will etwa 50 Bilder bei Sotheby's in London versteigern lassen.
Staatsministerin Monika Grütters (CDU) kritisierte die geplante Auktion. Gerade nach der Empörung über die Verkäufe von Warhol-Bildern aus NRW-Besitz sei sie irritiert darüber, "wie hemmungslos auch hier Kunstwerke zu reinen Spekulationsobjekten degradiert werden", schrieb sie in einem Brief an den Intendanten Tom Buhrow.
Der WDR hatte den Verkauf der Bilder schon vor einiger Zeit im Rahmen seiner Sparanstrengungen angekündigt. In einer Mitteilung wies der Sender darauf hin, dass es sich nicht um eine zielgerichtet aufgebaute Kunstsammlung handele.

Menschenrechtler fordern: Ermittlungen im Fall Mansur

Forderung nach Druck auf die Bundesregierung

Human Rights Watch hat die deutschen Behörden nach der umstrittenen Festnahme des ägyptischen Journalisten Ahmed Mansur "dringend" zur Einleitung von Ermittlungen aufgefordert. Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation rief den Bundestag dazu auf, Druck auf die Bundesregierung auszuüben, die genauen Umstände der Festnahme des prominenten Reporters des katarischen Senders Al-Dschasira am Berliner Flughafen Tegel zu erläutern. Mansur war nach zwei Tagen Haft entlassen worden und reiste am Montagabend nach Katar aus. Deutschlands Abgeordnete müssten die Regierung zu Ermittlungen anhalten und dafür sorgen, dass sich ein derartiger Vorfall nicht wiederhole, forderte der Direktor von HRW Deutschland, Wenzel Michalski. Aus deutschen Regierungskreisen hatte es geheißen, Mansur sei nicht sofort als Journalist identifiziert worden. Am Wochenende sei die Bundesregierung nach Auswertung aller Unterlagen dann zu dem Schluss gekommen, dass eine Auslieferung des 52-Jährigen an Kairo "absolut ausgeschlossen" sei.

Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit gegründet

Zentrum soll Verstöße dokumentieren und Journalisten helfen

Journalisten, Verbände und Medienhäuser setzen sich künftig gemeinsam für die Pressefreiheit in Europa ein. Rund 20 Organisationen gründeten in Leipzig das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit. "Das ist ein Alarmzentrum. Wir müssen die wesentlichen, gravierenden Verletzungen der Pressefreiheit registrieren, und wir müssen die Öffentlichkeit alarmieren", sagte Vize-Vorstand und "Stern"-Journalist Hans-Ulrich Jörges.
Das Zentrum ist als europäische Genossenschaft organisiert. 20 Verbände und Gewerkschaften, Medienunternehmen, aber auch investigative Journalisten aus europäischen Ländern traten der Genossenschaft auf der Gründungsversammlung bei. Im ersten Jahr soll die Zahl der Mitglieder auf 50 anwachsen. Finanziert wird das Projekt unter anderem von der Europäischen Kommission, dem Auswärtigen Amt und dem Freistaat Sachsen. Im ersten Jahr habe das Zentrum ein Budget von 1,2 Millionen Euro.

Nach Protesten: Bayerisches Fernsehen streicht Ramadan-Logo

Auch CSU-Abgeordnete hatten kritisiert

Der Bayerische Rundfunk hat nach Protesten ein Ramadan-Logo aus dem Programm genommen. Im Bayerischen Fernsehen war bei Sendungen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan ein Logo mit islamischem Halbmond zu sehen. Kritiker liefen im Internet dagegen Sturm. "Das Logo war die ersten Tage drin, um den Themenschwerpunkt Ramadan einzuläuten, aber wir wollten verhindern, dass es Verwirrungen auslöst bei den Zuschauern und dadurch von der Sache ablenkt", sagte eine BR-Sprecherin. "Wir haben gemerkt, dass Zuschauer auch beim Zuschauerservice anrufen und sich fragen und sich wundern." Programmlich ändere sich nichts, betonte die Sprecherin. Auch in der heutigen CSU-Fraktionssitzung gab es nach Teilnehmerangaben von manchen Abgeordneten scharfe Kritik, unter anderem wurde die Forderung nach einem Protestbrief an BR-Intendant Ulrich Wilhelm laut.

Philosoph verteidigt Herausgeberschaft von Heidegger-Notizen

Die "Schwarzen Hefte" hatten wegen antisemitischer Notizen für Aufsehen gesorgt

Die zum Teil antisemitischen Notizbücher von Martin Heidegger sorgen weiter für Streit. Der Wuppertaler Philosophie-Professor Peter Trawny wehrt sich gegen den Versuch, ihm die Herausgeberschaft der "Schwarzen Hefte" zu entziehen. Das berichtet heute der "Kölner Stadt-Anzeiger". Der emeritierte Philosophie-Professor und ehemalige Heidegger-Privatassistent Friedrich-Wilhelm von Herrmann, der die Gesamtausgabe Heideggers im Verlag Vittorio Klostermann betreut, hat angekündigt, Trawny von seiner Funktion entbinden zu wollen. Die Veröffentlichung der "Schwarzen Heften" hatte Heideggers Ruf erschüttert.
Trawny sagte, von Herrmann könne ihn gar nicht absetzen, da er selbst einen Herausgeber-Vertrag mit dem Verlag habe. Von Herrmann hatte Trawny, der das erste "Martin-Heidegger-Institut" im deutschsprachigen Raum an der Uni Wuppertal gegründet hatte, vorgeworfen, ihm gehe es nur um das Geldverdienen und Selbstvermarktung.

Bachfest-Intendant Schwerdtfeger wechselt nach Bonn

Zusammen mit Nike Wagner soll er das Beethovenfest neu ausrichten

Der Intendant des Leipziger Bachfestes, Dettloff Schwerdtfeger, wechselt nach Bonn. Der 41-Jährige übernimmt 2016 den Posten des Kaufmännischen Geschäftsführers des Internationalen Beethovenfestes, teilte die Stadt Bonn mit. Zusammen mit Intendantin Nike Wagner solle er an der Neuausrichtung des Beethovenfestes arbeiten.
Schwerdtfeger ist seit 2006 Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig. Er prägte in den vergangenen Jahren das Bachfest, das in diesem Jahr mehr als 74 000 Besucher aus aller Welt anzog.

Restituiertes Bild aus Gurlitt-Sammlung wird versteigert

Bild war im Mai an Erben zurückgegeben worden

Ein Gemälde aus der umstrittenen Sammlung des verstorbenen Kunsterben Cornelius Gurlitt wird heute bei Sotheby's in London versteigert. Das Bild "Zwei Reiter am Strand" des Impressionisten Max Liebermann war im Mai an den 90-jährigen Erben des einstiegen jüdischen Besitzers zurückgegeben worden. Dieser will es nun versteigern lassen. Das Auktionshaus schätzt den Wert auf mindestens 480.000 Euro. "Zwei Reiter am Strand" ist eines von hunderten Kunstwerken, die 2012 in Gurlitts Wohnungen in München-Schwabing und Salzburg gefunden und von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Die Behörden bestätigten, dass es sich bei dem Gemälde um NS-Raubkunst handelte. Gurlitt war im Mai 2014 gestorben, die rechtmäßig in seinem Besitz stehenden Bilder vererbte er dem Kunstmuseum Bern.

Früherer EKD-Ratsvorsitzender Eduard Lohse gestorben

Er wurde 91 Jahre alt

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und ehemalige hannoversche Landesbischof Eduard Lohse ist tot. Er starb am Dienstag in Göttingen im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie. Der Theologieprofessor aus Göttingen führte von 1979 bis 1985 den Vorsitz im Rat der EKD und war damit höchster Repräsentant der evangelischen Kirche in Deutschland. In seine Amtsperiode fielen unter anderem die friedenspolitischen Debatten um den Nato-Nachrüstungsbeschluss. Von 1971 bis 1988 leitete Lohse als Bischof die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Drei Jahre lang stand Lohse als Leitender Bischof auch an der Spitze der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Zwölf Jahre leitete er die Deutsche Bibelgesellschaft als Vorsitzender. Der Weltbund der Bibelgesellschaften wählte ihn 1988 zu seinem Präsidenten.

Studie: Mehrheit der Deutschen hat kein Vertrauen in Medien

Zutrauen in die Medien ist in den letzten Jahren gesunken

Die Mehrheit der Deutschen hat kein Vertrauen in die politische Berichterstattung der Medien. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der "Zeit". Demnach haben lediglich vier von zehn Deutschen "sehr großes" oder "großes" Vertrauen in die Berichterstattung. Die Mehrheit hat hingegen "wenig" (53 Prozent) oder "gar kein" (7 Prozent) Vertrauen. Rund ein Viertel der Befragten sagte zudem, ihr Zutrauen in die Medien sei in den vergangenen Jahren gesunken. Bemängelt werden bewusste Fehlinformation oder Manipulation, Einseitigkeit, sowie schlechte Recherchen und eine vermeintlich fehlende Unabhängigkeit der Medien.

Radio Vatikan geht auf Facebook

Bislang 3.000 Likes für den päpstlichen Sender

Radio Vatikan hat den "Gefällt mir"-Button: Die Redaktion der deutschsprachigen Abteilung ist jetzt auch über Facebook erreichbar. Über die eigene Internetseite hinaus will das Radio nun auch In dem sozialen Netzwerk über "die wichtigsten Ereignisse aus dem Vatikan und der Weltkirche" berichten.
Redaktionsleiter Bernd Hagenkord sagte, dies sei ein "längst überfälliger Schritt".
Bis Mittwochmittag hatten mehr als 3.000 Nutzer den Button "Gefällt mir" angeklickt und empfehlen die Seite damit auf ihrem eigenen Facebook-Profil.

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