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Kulturnachrichten

Dienstag, 23. Juni 2015

Schriftstellerin Gabriele Wohmann ist tot

Der Aufbau Verlag trauert um "große Autorin"

Wie heute bekannt wurde, ist die Schriftstellerin Gabriele Wohmann gestern im Alter von 83 Jahren nach längerer schwerer Krankheit in Darmstadt gestorben. Das teilte der Aufbau Verlag heute mit, bei dem ihre Texte seit zehn Jahren erschienen. Gabriele Wohmann gehörte zu den wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation, ihr umfangreiches Werk umfasst Erzählungen, Romane, Gedichte, Hör- und Fernsehspiele sowie Essays. Gabriele Wohmann galt vor allem als eine Meisterin der Kurzgeschichte. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Bremer Literaturpreis, dem Hessischen Kulturpreis, und sie erhielt das Große Bundesverdienstkreuz.

Herta Müller erhält Heinrich-Böll-Preis

"Große literarische Chronistin"

Die Schriftstellerin Herta Müller erhält in diesem Jahr den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. Wie Heinrich Böll sei Müller eine große literarische Chronistin der Abgründe des 20. Jahrhunderts, erklärte die Stadt heute. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 20. November im Historischen Rathaus in Köln verliehen. Herta Müller wurde 1953 in der deutschsprachigen Region Banat in Rumänien geboren und lebt seit 1987 in der Bundesrepublik. Mit ihrem 1982 noch in Rumänien geschriebenen Roman "Niederungen" habe sie ihre Heimat als literarischen Ort neu für die deutsche Sprache gewonnen, erklärte die Jury in ihrer Begründung. Als Höhepunkt von Müllers Werks gilt ihr 2009 erschienener Roman "Atemschaukel" über den Alltag in einem sowjetischen Gulag. Im selben Jahr erhielt sie den Literaturnobelpreis. Der Heinrich-Böll-Preis wird seit 1985 an Autoren mit herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur verliehen. Zu den Preisträgern zählen etwa Ralf Rothmann, Jürgen Becker, Rainald Goetz und Ulrich Peltzer. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung ging zuletzt 2013 an die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse.

US-Schauspieler Dick Van Patten gestorben

Er begann seine Karriere als Kinderstar

US-Schauspieler Dick Van Patten, Star zahlreicher Fernsehserien, ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren im kalifornischen Santa Monica. Bekannt war er vor allem für seine Rolle als Vater in der 70er-Jahre-Serie "Eight is Enough". Er spielte auch in Serien wie "The Love Boat", "Arrested Development" und "That '70s Show" mit. Patten trat auch vor die Filmkamera, unter anderem in Komödien wie "Ein ganz verrückter Freitag", "Mel Brook's Höhenkoller", "Spaceballs" und "Robin Hood - Helden in Strumpfhosen". Der gebürtige New Yorker begann seine Karriere als Kinderstar und am Broadway.

Indonesien stellt Programm für Frankfurter Buchmesse vor

Inselstaat wird mit mehr als 60 Autoren vertreten sein

Indonesien will sich als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse vom 13. bis 18. Oktober auch seiner politischen Vergangenheit stellen. Vor allem jüngere Autorinnen beschäftigen sich in ihren neuen Romanen mit dem Militärputsch vor 50 Jahren und den anschließenden Massakern, wie die Organisatoren des Auftritts heute in Frankfurt ankündigten. Insgesamt wird der Inselstaat mit mehr als 60 Autoren in Frankfurt und anderen deutschen Städten vertreten sein. Sie sollen die ganze literarische Bandbreite repräsentieren, vom Comic bis zum Kinder- und Reisebuch. Die etwa 200 Völker Indonesiens verständigen sich in der Amtssprache Bahasa Indonesia, die auf dem Malaiischen basiert. Das überwiegend muslimische Indonesien gehört mit 250 Millionen Einwohnern zu den vier bevölkerungsreichsten Ländern der Welt.

"Skulptur Projekte" greift 2017 erstmals Digitalisierung auf

Weltweit bedeutendste Skulpturen-Ausstellung

Mit mehr Künstlerinnen und erstmals mit dem Thema Digitalisierung will Kasper König die Ausstellung "Skulptur Projekte" 2017 in Münster angehen. Der Kurator der mit rund vier Millionen Euro ausgestatteten Schau stellte heute Konzept und Mitarbeiter vor. Die Ausstellung "Skulptur Projekte" zeigt alle zehn Jahre moderne Kunst im Öffentlichen Raum. Sie gilt weltweit als die bedeutendste Skulpturen-Ausstellung. Angefragt sind zwei Jahre vor dem nächsten Start unter anderen die Rumänin Alexandra Pirici und der französische Tänzer Xavier Le Roy sowie die türkische Bildhauerin Ayse Erkmen, Konzeptkünstler Aram Bartholl und Andreas Bunte aus Berlin. 2007 hatten mehr als eine halbe Millionen Menschen die Schau in Münster besucht.

Pariser Architekten bauen Guggenheim-Museum in Helsinki

Zeitplan für den Bau aber noch nicht klar

Das Guggenheim-Museum in der finnischen Hauptstadt Helsinki wird nach den Plänen des Architektenbüros Moreau Kusunoki Architectes aus Paris errichtet. Das teilte die Solomon Guggenheim-Stiftung heute mit. Der Entwurf war aus mehr als 1700 Einreichungen aus 77 Ländern ausgesucht worden. Der Zeitplan für den Bau ist noch nicht klar. Die finnischen Behörden müssen sich noch verpflichten, das Gros der geschätzt 160 Millionen Euro an Kosten zu übernehmen. Das Museum, das aus mehreren Pavillons und einer Art Leuchtturm besteht, soll am Ufer des finnischen Meerbusens errichtet werden. Die in New York beheimatete Guggenheim-Stiftung betreibt Museen in aller Welt, unter anderem in Spanien und Italien. Sie widmet sich der Förderung insbesondere moderner und zeitgenössischer Kunst.

Schauspieler Helmuth Lohner ist tot

Bekannt wurde der Österreicher mit Unterhaltungsfilmen wie "Das Wirtshaus im Spessart"

Der österreichische Schauspieler und Regisseur Helmuth Lohner ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren. Das bestätigte das Wiener Theater in der Josefstadt, dessen künstlerischer Direktor Lohner 1997 bis 2006 war. Lohner spielte in den 1950er Jahren zuerst als Darsteller in Unterhaltungsfilmen wie "Hotel Adlon" und "Das Wirtshaus im Spessart". Dann stand er in den großen Häusern wie in München, Berlin und Zürich auf der Bühne und spielte lange am Wiener Burgtheater. Bei den Salzburger Festspielen war er viele Jahre im "Jedermann" zu sehen. Später inszenierte er auch Opern und Operetten. Zu seinen Auszeichnungen zählen die Kainz-Medaille (1980) und der Titel Österreichischer Kammerschauspieler (1993).

Herzog & de Meuron bauen Tacheles um

Haus steht seit der Räumung vor drei Jahren leer

Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron soll das seit drei Jahren leerstehende Kulturhaus Tacheles in Berlin historisch wiederherrichten. Das Projekt werde sich an den gültigen Bebauungsplan halten, der eine denkmalgerechte Sanierung vorsieht, sagte Peter Strieder von der beauftragten PR-Agentur Ketchum Pleon. Das einstige Kulturhaus war lange eine der größten Szene-Attraktionen in der Stadt. Seine jüngste Geschichte steht exemplarisch für die Gentrifizierung in Berlins Mitte. Das Haus solle weiter kulturell genutzt werden, sagte Strieder, der früher SPD-Landesvorsitzender und Stadtentwicklungssenator war. Ein mit der Investmentfirma Perella Weinberg Partners verbundener Fonds hatte das Tacheles-Areal nach dpa-Informationen für 150 Millionen Euro gekauft. Auf dem Gelände rund um das Tacheles sollen Gebäude mit einer gemischten Nutzung von Büros, Gewerbe und Wohnungen entstehen. Das Gebäude wurde 1908 als Einkaufspassage errichtet und später lange von Künstlern genutzt.

"Titanic"-Filmkomponist stirbt bei Flugzeugabsturz

Hollywood trauert um James Horner

Der US-Filmkomponisten James Horner ist mit seinem Kleinflugzeug in Kalifornien abgestürzt. Das teilte seine Assistentin mit. Horner wurde 61 Jahre alt. Für "Titanic" bekam er gleich zwei Oscars: Für die beste Filmmusik und für den Song "My heart will go on". Die Filmmusik gilt als meistverkaufter Soundtrack aller Zeiten. Auch zu "Braveheart", "A Beautiful Mind", "Avatar" und "Apollo 13" schrieb James Horner die Musik.

Tänzer und Musiker erhalten Bayerischen Kunstförderpreis

"Beeindruckende künstlerische Nachwuchstalente"

Die Tänzer Jonah Cook und Theophilus Jeremias Vesely, das Goldmund Quartett sowie der Jazzmusiker Leo Betzl erhalten den diesjährigen Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte "Musik und Tanz". Die Preisträger seien "beeindruckende künstlerische Nachwuchstalente", erklärte Kunstminister Ludwig Spaenle in München. Zugleich repräsentierten sie die große Bandbreite dieses Bereichs der Kunstszene im Freistaat. Die Auszeichnungen sind mit 6.000 Euro für Einzelkünstler und 10.000 Euro für Ensembles dotiert. Die Preisverleihung findet im November statt. Jonah Cook stammt aus England und ist beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Der Österreicher Theophilus Vesely gehört seit 2013 als festes Ensemblemitglied zum Ballett Augsburg. Das Goldmund Quartett wurde 2009 von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München gegründet. Leo Betzl wurde in Rosenheim geboren und arbeitet als Jazzpianist und -komponist.

Juli Zeh erhält Kulturgroschen

Schriftstellerin wird für besondere kulturpolitische Dienste geehrt

Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh wird am heutigen Dienstagabend mit dem Kulturgroschen des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Der Spitzenverband der Kulturwirtschaft ehrt damit Zehs "herausragendes kultur- und gesellschaftspolitisches Engagement". Die in Bonn geborene Autorin setze sich "im digitalen Zeitalter nicht nur für das Urheberrecht, sondern auch für Menschenrechte, Freiheit und gegen die staatliche und mediale Überwachung ein", so die Jury. Die Laudatio hält Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD)

Haitis Hauptstadt hat wieder ein Kino

Das letzte Kino in Porte au Price schloß 2010 nach dem Erdbeben

Nach mehr als fünf Jahren gibt es wieder ein Kino in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Das letzte Kino schloss kurz vor dem verheerenden Erdbeben von 2010, weshalb das neue Kino auch als kleines Symbol der Hoffnung gilt. Das von Präsident Michel Martelly nun wiedereröffnete "Triomphe"-Kino war seit 1988 geschlossen. Es soll jetzt auch als Konferenzgebäude, für Konzerte und andere künstlerische Auftritte genutzt werden.

Steinmeier würdigt neuen TV-Kanal der Deutschen Welle

Das sei ein wichtiger Schritt für internationalen Erfolg

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Start des neuen englischsprachigen TV-Kanals der Deutschen Welle begrüßt. Dies sei ein wichtiger Schritt, um international erfolgreich zu bleiben, sagte der Minister in einer Videobotschaft, die heute auf dem Global Media Forum des deutschen Auslandssenders in Bonn ausgestrahlt wurde. Gestern hatte die Deutsche Welle den neuen Kanal gestartet. Das neue 24-stündige Programm strahlt Reportagen, Magazine und Nachrichten in englischer Sprache aus. Erklärtes Ziel des Senders ist es, zu den großen TV-Sendern CNN und BBC aufzuschließen. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass das mit dem vergleichsweise kleinen Budget der Deutschen Welle schwer möglich sein wird. Am Global Media Forum beteiligen sich bis Mittwoch mehr als 2.000 Diplomaten, Wissenschaftler, Medienmacher und Aktivisten aus 130 Ländern.

Rapper P. Diddy nach Angriff mit Kugelhantel festgenommen

Bei Vorfall in Los Angeles wurde niemand ernsthaft verletzt

Der US-Rapmogul P. Diddy ist in Los Angeles wegen eines Angriffs mit einer tödlichen Waffe festgenommen worden. Bei der Waffe handelte es sich um eine Kugelhantel, wie die University of California auf ihrer Website mitteilte. Damit soll P. Diddy, der mit bürgerlichem Namen Sean Combs heißt, auf den Fitnesscoach seines Sohnes losgegangen sein, nachdem der den Jungen angebrüllt hat. Bei dem Vorfall ist allerdings niemand ernsthaft zu Schaden gekommen. Der 45-Jährige sollte den Angaben zufolge in eine Haftanstalt gebracht werden.

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