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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. Juni 2015

Journalistenverband: Al-Dschasira-Moderator nicht ausliefern

DJV fordert Aufklärung über Hintergründe der Verhaftung in Berlin

Nach der Verhaftung des Al-Dschasira-Journalisten Ahmed Mansur in Berlin fordert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Aufklärung über die Hintergründe des Falls. Es müsse "schnellstens geklärt werden, auf welcher Grundlage Mansur in Berlin festgenommen worden ist", sagte der DJV-Vorsitzende Michael Konken dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Und: "Klar ist auf jeden Fall, dass man den Journalisten nicht nach Ägypten ausliefern darf." Es sei fraglich, ob das Verfahren in Ägypten nach "fairen rechtsstaatlichen Regeln" zustande gekommen sei.
Nach Angaben des katarischen Senders Al-Dschasira war Mansur 2014 in Abwesenheit verurteilt worden. Er soll während der Proteste im Jahr 2011 auf dem Tahrir-Platz in Kairo an der Folter eines Rechtsanwalts beteiligt gewesen sein. Mansur weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

Komische Oper: Musikchef Nánási geht 2017

Die Komische Oper Berlin muss sich einen neuen Generalmusikdirektor suchen. Henrik Nánási wird seinen Vertrag über die Spielzeit 2016/17 hinaus nicht verlängern, teilte das Opernhaus mit. Der 1975 geborene Nánási wolle sich verstärkt auf seine internationalen Engagements konzentrieren, hieß es zur Begründung. Der aus Ungarn stammende Dirigent hatte zusammen mit Intendant Barrie Kosky 2012 an der Komischen Oper begonnen. In den kommenden Spielzeiten dirigiert er unter anderem auch an den Opernhäusern in Chicago und an der Opéra National de Paris. Nánási wolle aber weiter an der Komischen Oper präsent sein. Es gebe bereits Gespräche über Projekte nach 2017, erklärte Kosky.

Gerhard A. Ritter gestorben

Der Historiker wurde 86 Jahre alt

Der Historiker Gerhard A. Ritter ist tot. Er starb bereits gestern nach einem langen Krebsleiden im Alter von 86 Jahren in Berlin, wie sein Kollege, der Historiker Jürgen Kocka, heute sagte. Ritter galt als einer der bedeutendsten Historiker der Bundesrepublik. Im Jahr 2007 erhielt er den Deutschen Historikerpreis. Damit wurde er vor allem für sein 2006 erschienenes, weit über die Fachgrenzen hinaus gelobtes Werk "Der Preis der Deutschen Einheit" geehrt. Ritter behandelt darin die Wirtschafts- und Sozialpolitik zwischen dem Fall der Mauer im November 1989 und der Bundestagswahl im Oktober 1994. Im Jahr 2008 wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik verliehen.

Deutscher Kamerapreis geht an zwölf Preisträger

Ehrenpreis für Kameramann Slawomir Idziak

Für herausragende Leistungen in Bildgestaltung und Schnitt ist gestern in Köln der diesjährige Deutsche Kamerapreis verliehen worden. Die Auszeichnung ging an zwölf Preisträger - darunter war der polnische Kameramann Slawomir Idziak, der einen Ehrenpreis erhielt. "Wir würdigen und fördern heute die Künstlerinnen und Künstler, die sonst nicht so sehr im Rampenlicht stehen, die uns Zuschauer aber immer wieder aufs Neue begeistern", sagte WDR-Intendant Tom Buhrow bei der 25. Preisverleihung.

Tänzer des Staatsballetts Berlin streiken erneut

Streit um Tarifvertrag führt zum Streik

Die Tänzer des Staatsballetts Berlin haben erneut einen Warnstreik angekündigt. Eine Aufführung des Balletts "Die Bajadere" in der Deutschen Oper werde heute nicht getanzt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die Oper bestätigte die Absage der Vorstellung. Im Streit um einen Haustarifvertrag für die 74 Tänzer sind in den vergangenen Monaten bereits mehrere Vorstellungen ausgefallen, darunter auch am publikumsträchtigen Karfreitag. Bei dem Tarifvertrag geht es unter anderem um eine Staffelung der Gagen, die Arbeitszeit, freie Tage und Gesundheitsschutz.

Achenbach-Auktion erlöst 6,5 Millionen Euro

Es war die größte Versteigerung von zeitgenössischer Kunst in Deutschland

Mit einem Gesamterlös von 6,5 Millionen Euro ist gestern die Versteigerung von Kunstwerken der Sammlung Achenbach in Düsseldorf und Köln zu Ende gegangen. In Köln waren am letzten Tag der historischen Auktion rund 115 Werke unter den Hammer gekommen. Darunter auch das insgesamt teuerste Los: Eine Arbeit von Gerhard Richter aus dem Jahr 2008 erzielte 316 250 Euro, wie der Auktionator Van Ham mitteilte. Jörg Immendorffs Werk "Komm Jörch wir gehen" fand für 288 750 Euro einen neuen Besitzer. Alle Lose seien verkauft worden, erklärte Van Ham. Mit rund 2300 Werken sei es die größte Auktion zeitgenössischer Kunst gewesen, die je in Deutschland stattgefunden habe. Sie dauerte vier Tage.

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Fazit

Nach dem SPD-ParteitagFortgesetzte Selbstverzwergung
Ein Schkoladen-Nikolaus steht auf einem Tisch beim SPD-Parteitag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Der SPD-Parteitag sollte der Partei Aufwind geben. Aber ist die Sozialdemokratie gerettet? SPIEGEL-Journalist Nils Minkmar hat Zweifel. Die Genossen müssten internationaler denken, die Intellektuellen zurückgewinnen und die Selbstzweifel bekämpfen. Mehr

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