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Kulturnachrichten

Freitag, 12. Juni 2015

Richtfest für Berliner Schloss

Unter dem Namen Humboldtforum soll das Schloss ein Kunst- und Kulturzentrum werden

Zwei Jahre nach Baubeginn wird heute Richtfest für das wiederaufgebaute Berliner Stadtschloss gefeiert. Unter dem Namen Humboldtforum soll die Schloss-Kopie von 2019 an ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Unter anderem sollen dort die außereuropäischen Sammlungen der Berliner Museen unterkommen. Der Wiederaufbau geht auf eine Entscheidung des Bundestags zurück. Beim Richtfest werden unter anderem Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sprechen. Am Abend ist auf der Baustelle ein Konzert mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin geplant. Am Samstag und Sonntag gibt es einen Tag der Offenen Tür.

Bach-Porträt in Leipzig

Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert

Eines der berühmtesten Porträts des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist nach Leipzig zurückgekehrt. Am Abend wurde das Werk des Kunstmalers Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahr 1748 anlässlich der Eröffnung des Bachfestes in der Nikolaikirche präsentiert. Bereits ab morgen können Besucher des Bach-Museums das wertvolle Gemälde in der Ausstellung besichtigen. Das Haußmann-Porträt gilt als das einzig authentische, nach dem lebenden Objekt gemalte Bildnis Bachs. Sämtliche Bilder, die heute vom Komponisten bekannt sind, gehen auf dieses Gemälde zurück. Das Bach-Archiv hat das Gemälde aus dem Nachlass des amerikanischen Musikwissenschaftlers William H. Scheide erhalten, der im November 2014 verstorben war. Der Wert wird mit 2,5 Millionen Euro beziffert.

Ausstellung nach israelischen Protesten abgesagt

Köln beugt sich israelischer Botschaft

Nach Protesten der israelischen Botschaft hat die Stadt Köln eine Ausstellung der israelischen Organisation "Breaking the Silence" abgesagt. Mehrere christlich-jüdische Organisationen hätten außerdem davor gewarnt, dass die Ausstellung antisemitische Reaktionen hervorrufen könnte, heißt es zur Begründung. Darüberhinaus passe die Schau nicht zu den Feiern des Jubiläumsjahres, die vor allem das Versöhnliche betonen sollten. "Breaking the Silence" ist ein Zusammenschluss ehemaliger israelischer Soldaten, die das Vorgehen ihrer eigenen Streitkräfte gegen die Palästinenser kritisieren. Die Volkshochschule Köln wollte die Ausstellung Mitte Oktober im Rahmen des 50. Jubiläumsjahres der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zeigen. Zurzeit ist die Ausstellung in Zürich zu sehen.

Unesco verurteilt Angriff auf historische Altstadt von Sanaa

Eines der ältesten Juwele islamischer Kultur zerstört

Die Generaldirektorin der Weltkulturorganisation Unesco, Irina Bokova, hat den Luftangriff der arabischen Streitkräfte auf die historische Altstadt der jemenitischen Hauptstadt Sanaa scharf verurteilt. Das Al-Qasimi-Viertel sei „eines der ältesten Juwelen der islamischen Kultur, erklärte Bokova in Paris. Bei dem Angriff wurden mindestens fünf Menschen getötet und drei Häuser zerstört. Die Altstadt von Sanaa steht seit 1986 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Diese Zerstörung werde die humanitäre Lage nur weiter verschlimmern, erklärte Bokova und appellierte an alle Parteien, das Kulturerbe des Jemen zu respektieren und zu schützen.

Gemeinsame Werte für globale Hochschulentwicklung

Protokoll der Hochschulrektorenkonferenz

Ein gemeinsames Grundverständnis über Kernfragen der Universität fordern Hochschulrektoren aus vier Kontinenten. Nur auf dieser Basis könnten Universitäten auch künftig ihre zentrale Rolle bei der Entwicklung von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft spielen, heißt es in einem Protokoll zum Abschluss des ersten Transnational University Leaders Council, der in Hamburg stattfand. 50 Universitätspräsidenten aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika sprachen seit Mittwoch über die zunehmenden Auswirkungen der Globalisierung auf den Hochschulsektor. Zu den gemeinsamen Werten gehörten die Auseinandersetzung mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen sowie Chancengleichheit beim Hochschulzugang, unabhängig von den individuellen sozialen und finanziellen Hintergründen. Zu der Konferenz hatten die Hochschulrektorenkonferenz, die Körber-Stiftung und die Uni Hamburg eingeladen.

Neues Grass-Archiv wird mit Ausstellung eröffnet

Verleger Steidl zeigt Material zum letzten Buch von Grass

Mit einer Ausstellung zum letzten Buch des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass wird heute das neue "Günter Grass Archiv" in Göttingen eröffnet. Verleger Gerhard Steidl präsentiert Manuskripte, Zeichnungen und Layout-Entwürfe zu dem Werk "Vonne Endlichkait", das im August erscheint. Im Grass-Archiv befindet sich das umfangreiche Material, das Steidl während der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Grass gesammelt hat. Das Archiv wird Fachbesuchern für die Grass-Forschung offen stehen.

Ruhrfestspiele gehen zu Ende

Bilanz

Die 69. Ruhrfestspiele in Recklinghausen haben in diesem Jahr mit einem Frankreich-Schwerpunkt und Stars wie Juliette Binoche, Michel Piccoli oder Ute Lemper wieder Zehntausende Zuschauer angelockt. Mehr als 81 300 Besucher seien seit Anfang Mai bis zwei Tage vor Abschluss zu den verschiedenen Spielstätten gekommen, teilten die Veranstalter mit. Das entspreche einer Auslastung von rund 80,6 Prozent. Insgesamt waren bei dem bis Sonntag dauernden Festival 107 Produktionen in mehr als 300 Aufführungen zu sehen. Darunter waren elf Uraufführungen. Die meisten der insgesamt 18 Koproduktionen der Ruhrfestspiele werden an renommierten Theatern in Deutschland und international weitergespielt.

Axel Honneth erhält Bloch-Preis 2015

Ehrung für Sozialphilosoph

Der Frankfurter Sozialphilosoph Axel Honneth erhält den mit 10.000 Euro dotierten Ernst-Bloch-Preis 2015. Wie bei keinem anderen bedeutenden Denker der Gegenwart stünden Leben und Werk von Axel Honneth in der Tradition der Kritischen Theorie von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, die er für die heutige gesellschaftliche Wirklichkeit philosophisch neu interpretiere, würdigte die Jury den 65-Jährigen. Honneth ist seit 2001 geschäftsführender Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. Seit 2011 ist er zudem Jack C.Weinstein-Professor of the Humanities an der Columbia University in New York. Der mit 2.500 Euro verbundene Ernst-Bloch-Förderpreis geht an die 1982 in den USA geborene und in Berlin lebende Schriftstellerin Ann Cotten. Die Preise werden am 20. November in Ludwigshafen verliehen.

"Faust"-Musical von Wilson und Grönemeyer eröffnet Theaterfestival

Auftaktstück

Das spektakuläre "Faust"-Musical von Robert Wilson und Herbert Grönemeyer vom Berliner Ensemble wird das diesjährige Hamburger Theaterfestival eröffnen. "Es ist atemberaubend zu sehen, wie sich die Bilder innerhalb von Sekunden abwechseln und wie sich Wilson auch inhaltlich mit dem Werk auseinandersetzt", heißt es von der Festivalsleitung in Hamburg. Insgesamt sind zehn wegweisende Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum vom 5. Oktober bis zum 11. November auf verschiedenen Bühnen in Hamburg zu sehen. Eingeladen sind Produktionen vom Deutschen Theater Berlin, Schauspielhaus Zürich und von den Wiener Festwochen. "Faust I und II" von Goethe hatte am 22. April Premiere in Berlin.

Medienpreise für deutsch-amerikanische Verständigung

Preise für TV, Radio und Online

Der Dokumentarfilm "Ein Hauch von Freiheit - schwarze GIs, Deutschland und die US-Bürgerrechtsbewegung" von Arte und dem MDR hat den TV-Preis der Rias Berlin Kommission gewonnen. Der Radiopreis geht in diesem Jahr an die Journalistin Nora Sobich für einen Beitrag im RBB-Kulturradio mit dem Titel "Der Mythos des Salesman - ich verkaufe, also bin ich". Erik Olsen von der New York Times bekommt für eine Reihe von Online-Reportagen zur Energiewende den Digitalen Medienpreis. Die seit 1995 jährlich vergebenen Auszeichnungen sind jeweils mit 2000 Euro dotiert. Sie würdigen herausragende Beiträge zur deutsch-amerikanischen Verständigung. Die Preise heute im Roten Rathaus in Berlin verliehen.

Countrystar Jim Ed Brown ist tot

Er starb kurz nach der Aufnahme in die "Hall of Fame"

Nur eine Woche nach seiner Aufnahme in die Ruhmeshalle der Countrymusik ist der Sänger Jim Ed Brown gestorben. Brown, der seit langem gegen Krebs kämpfte, wurde 81 Jahre alt. Der Musiker war in Franklin, einem Vorort von Nashville in Tennessee, gestorben. Brown hatte seine Karriere in den 50er Jahren mit seinen beiden Schwestern als "The Browns" begonnen. Mit dem Nummer-Eins-Hit "The Three Bells" hatten sie 1959 ihren größten Erfolg. Später machte er eine Solokarriere und hatte auch eine beliebte Radiosendung und eine Fernsehshow aus Nashville.

Görlitz will weiter Welterbe werden

2017 ist die nächste Möglichkeit

Görlitz will weiter an der Aufnahme in die Welterbe-Liste der Unesco arbeiten. "Wir sind wieder am Anfang, aber wir sehen das Potenzial", sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinige (parteilos) bei einer Informationsveranstaltung. Im Mittelpunkt der Welterbe-Bewerbung sollen die Handelshäuser an der Via Regia in der Altstadt stehen - als Zeugnisse des zentraleuropäischen Handelswesens der frühen Neuzeit. Görlitz hatte 2014 den Sprung auf die deutsche Vorschlagsliste für das Welterbe nicht geschafft. Ein nächster Anlauf für die Aufnahme auf die Liste wäre 2017 bis 2019 möglich.

Deutscher Star-Architekt Scheeren baut in Vancouver

Kühnes Hochhaus für Kanada

Der deutsche Star-Architekt Ole Scheeren baut im kanadischen Vancouver ein ungewöhnliches Hochhaus, das sich in der Höhe auch horizontal ausbreitet. Wie aus dem Entwurf hervorgeht, den der Karlsruher heute in Peking vorlegte, falten sich viereckige Module mit Apartments seitlich aus dem 150 Meter hohen Turm heraus. "Das Hochhaus soll den Wohnraum des Gebäudes in die Stadt und die atemberaubende Landschaft Vancouvers hinauskatapultieren", sagte der 44-Jährige, der in Peking wohnt. Es ist das erste Projekt außerhalb Asiens für Scheeren, der spektakuläre Bauten entworfen und dafür mehrere Preise gewonnen hat.

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