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Kulturnachrichten

Donnerstag, 11. Juni 2015

Christopher Lee gestorben

"Dracula"-Darsteller tot

Der britische Schauspieler Christopher Lee, berühmt geworden in seiner Rolle als "Graf Dracula", ist tot. Lee starb im Alter von 93 Jahren, berichtet der "Guardian" unter Berufung auf seine Familie. Der "Daily Telegraph" veröffentlichte eine Kopie der Sterbeurkunde Lees. Demnach starb er am vergangenen Sonntag in einem Londoner Krankenhaus. Lee spielte auch in Kinoerfolgen wie "Herr der Ringe" und "Star Wars". Londons Bürgermeister Boris Johnson würdigte den Verstorbenen als "einen der größten britischen Schauspieler" und "Meister des Makabren".

"Überflieger" im Blick der Kulturminister

Kultusministerkonferenz in Berlin

"Überflieger" sollen sich an deutschen Schulen künftig weniger langweilen und dazu frühzeitig besser gefördert und stärker gefordert werden. Das sieht eine neue "Förderstrategie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler" vor, mit der sich die Bildungsminister der 16 Länder seit heute bei der zweitägigen Sommersitzung der Kultusministerkonferenz in Berlin befassen. Die amtierende KMK-Präsidentin, Sachsens Ressortchefin Brunhild Kurth, tritt schon länger für die Belange begabter Schüler ein: Eine gute Schule fördere die benachteiligten Kinder, lasse aber auch die Talente nicht verkümmern sagt sie. Außerdem behandelt die Konferenz das Thema Abitur. So soll ein Pool von Abiturprüfungsaufgaben entwickelt und ab 2017 von möglichst allen Ländern genutzt werden.

Wolfgang Jeschke tot

Science-Fiction-Autor starb in München

Nach Angaben des Heyne-Verlages starb Jeschke gestern im Alter von 78 Jahren in München."Großmeister der deutschen Science-Fiction" nennt ihn der Verlag, für den er jahrelang auch als Herausgeber gearbeitet hat. Jeschke wurde 1936 im heutigen Tschechien geboren und wuchs in Baden-Württemberg auf. Beim Heyne-Verlag baute er die Science-Fiction-Reihe auf, brachte ausländische Zukunftsvisionen nach Deutschland und förderte gleichzeitig deutsche Science-Fiction-Autoren. 19 mal gewann er den renommierten Kurd-Laßwitz-Preis für Science-Fiction-Literatur, seit 2002 war er im Ruhestand. Außerdem verfasste er Dutzende von Kurzgeschichten und Erzählungen sowie mehrere Hörspiele.

Rundlingsverein im Wendland erhält europäischen Kulturerbe-Preis

Verleihung des Europa Nostra Award

Heute Abend wird in Oslo der renommierte Kulturerbepreis Europa Nostra verliehen. Als einziges deutsches Projekt gewinnt der Rundlings-verein aus dem niedersächsischen Wendland den Preis für sein ehrenamtliches Engagement. Der Verein kümmert sich um den Erhalt der Siedlungslandschaft im Hannoverschen Wendland. Die Jury war beeindruckt von dem Engagement von drei Generationen ehrenamtlicher Bürger, die zusammen daran gearbeitet haben, diese faszinierende mittelalterliche Siedlungsform zu retten. In Kategorien wie Denkmalschutz, Forschung und Digitalisierung oder Ehrenamtliches Engagement und Bildung gab es insgesamt 28 Gewinner aus 29 Ländern.

Trauerfeier für Pierre Brice am 18. Juni in München

Termin für Zeremonie

Angehörige, Freunde und Weggefährten wollen am 18. Juni in München Abschied von Schauspieler Pierre Brice nehmen. Die Beisetzung sei zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis geplant, teilte der Sprecher von Brice, Thomas Claaßen, mit. Die öffentliche Zeremonie findet um 14.00 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael statt. Der "Winnetou"-Darsteller starb am vergangenen Samstag in der Nähe von Paris an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde 86 Jahre alt.

Britischer Schauspieler Ron Moody gestorben

Er starb heute in London mit 91 Jahren

Den Tod des Schauspielers bestätigte heute Moodys Agent. Der britische Schauspieler Ron Moody ist wurde er durch seine Rolle als Fagin in der Charles-Dickens-Verfilmung "Oliver!" bekannt, für die er 1969 auch als Bester Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert war. Moody war als Schauspieler ein Spätberufener. Der Sohn jüdischer Einwanderer studierte zunächst an der London School of Economics, bevor er sich der Bühne zuwandte. Den Fagin spielte er zunächst in einer Theateradaption von Dickens Roman "Oliver Twist" im West End und auf dem Broadway, bevor er damit auch im Kino erfolgreich war. Später trat Moody vor allem im Fernsehen auf, unter anderem spielte er in der Seifenoper "EastEnder". Moody hinterlässt seine Frau und sechs Kinder.

Muslim soll Passionsspiele 2020 mitleiten

Karaca soll neben Stückl zweiter Spielleiter werden

Ein Regisseur muslimischen Glaubens soll die nächsten Oberammergauer Passionsspiele 2020 mitleiten. Abdullah Kenan Karaca wird dem Gemeinderat des bayerischen Alpendorfs als zweiter Spielleiter neben Christian Stückl vorgeschlagen. Der 1989 geborene Karaca wuchs als Sohn türkischer Eltern in Oberammergau auf. 2009 wurde er Regieassistent am Münchner Volkstheater und arbeitete in weiteren Produktionen mit Stückl zusammen, etwa bei den Salzburger Festspielen in "Jedermann". In Oberammergau stand er schon als Kind auf der Bühne.

Jazz-Musiker Ornette Coleman gestorben

Der Free Jazz Pionier wurde 85 Jahre alt

Der Jazz-Musiker Ornette Coleman ist tot. Der Saxofonspieler und Komponist sei heute im Alter von 85 Jahren in New York an Herzstillstand gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Der Musiker sei "einer der stärksten und umstrittensten Innovatoren in der Geschichte des Jazz" gewesen, schrieb die Zeitung. Der 1930 in Texas geborene Coleman hatte sich das Saxofonspielen als Kind selbst beigebracht. Nachdem er sich einige Zeit mit kleineren Auftritten in Los Angeles durchschlug, schaffte er in den 50er Jahren den Durchbruch und bekam Plattenverträge. Vor allem sein Album "Free Jazz: A Collective Improvisation" machte ihn weltbekannt und zu einem Pionier des Free Jazz.

Deutschland wird Thema niederländischer Buchwoche

Motto ist eine Songzeile von Reinhard Mey

Deutschland wird erstmals Thema der Buchwoche in den Niederlanden 2016. Die Wahl ist eine direkte Antwort auf das Thema der Frankfurter Buchmesse, bei der im kommenden Jahr die Niederlande und Flandern Gastland sein werden, teilten die Organisatoren in Amsterdam mit. Als Motto wurde eine Zeile aus dem Lied "Gute Nacht, Freunde" von Reinhard Mey gewählt: "Was ich noch zu sagen hätte". Die jährliche Buchwoche ist das wichtigste literarische Ereignis der Niederlande und findet im März 2016 zum 81. Mal im ganzen Land statt. Mit Lesungen, Debatten und Ausstellungen wollen Verleger, Buchhändler und Bibliotheken den Verkauf von Büchern und das Lesen stimulieren.

Reinhard-Mohn-Preis für Rita Süssmuth

Ehrung für ehemalige Bundespräsidentin

Für ihre Verdienste um die Integration von Zuwanderern ist die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth mit dem Reinhard-Mohn-Preis geehrt worden. Mit der Auszeichnung würdigt die Bertelsmannstiftung die CDU-Politikerin als Wegbereiterin einer modernen Einwanderungspolitik. Süssmuth leitete unter anderem eine von der Bundesregierung eingesetzte Zuwanderungskommission, die wichtige Impulse für ein neues Ausländerrecht erarbeitete. Der Preis ist mit 200-tausend Euro dotiert und wurde in Gütersloh überreicht. Das Preisgeld will Süssmuth Projekten stiften, die sich für Rechte, Bildung und Wohlergehen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland einsetzen.

Spanien würdigt Cervantes

Ehrung mit formellem Begräbnis

Knapp 400 Jahre nach seinem Tod hat Spanien seinen größten Schriftsteller, Miguel de Cervantes ("Don Quijote"), mit einem formellen Begräbnis geehrt. Dabei wurde ein Denkmal enthüllt, in dem Gebeine enthalten sind, die Cervantes zugeschrieben werden. Die Bürgermeisterin von Madrid, Ana Botella, legte einen Lorbeerkranz am Fuß des Denkmals nieder. An der Gedenkfeier nahmen auch Militärangehörige teil, da Cervantes seiner Heimat auch als Soldat gedient hatte.

Griechischer Staatssender nimmt Sendebetrieb wieder auf

Anstalt wurde vor zwei Jahren als Sparmaßnahme geschlossen

Zwei Jahre nach seiner Schließung im Zuge von Sparmaßnahmen hat Griechenlands öffentlich-rechtlicher Fernsehsender ERT seinen Sendebetrieb heute wieder aufgenommen. Das Programm startete mit der Nationalhymne. In der folgenden Informationssendung versprachen zwei Moderatoren "Fernsehen für die Griechen, das von keiner Regierung kontrolliert werden wird". Die Schließung des Senders hatte vor zwei Jahren für einen Aufschrei gesorgt. Ende April beschloss das Parlament vor allem mit den Stimmen der neuen Regierungsmehrheit seine Wiedereröffnung. Für den Sender wurde ein Jahresetat von 60 Millionen Euro festgelegt, der durch eine Rundfunkgebühr von drei Euro pro Monat erbracht werden soll.

"Rocky"-Produzent Robert Chartoff gestorben

Chartoff wurde 81 Jahre alt

Der Produzent von Filmen wie "Rocky" und "Wie ein wilder Stier", Robert Chartoff, ist tot. Wie seine Tochter Miranda Chartoff dem Sender CNN mitteilte, starb der Filmemacher gestern in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica. Chartoff wurde 81 Jahre alt. Der gebürtige New Yorker produzierte zahlreiche Filme mit seinem Kollegen Irwin Winkler, angefangen 1968 mit dem Krimi "Bullen- wie lange wollt ihr leben?". Ihren größten Erfolg feierten sie mit der Boxer-Reihe "Rocky". Der erste Film mit dem damals kaum bekannten Schauspieler Sylvester Stallone holte 1977 auf Anhieb zehn Oscar-Nominierungen. Als Produzenten gewannen Chartoff und Winkler den Oscar für den besten Film. Für den Box-Film "Wie ein wilder Stier" mit Robert De Niro gab es für das Produzententeam 1981 eine weitere Oscar-Nominierung.

Wieland-Preis für Comic-Übersetzer

Zum ersten Mal Wieland-Preis für Comic

Der Freiburger Übersetzer und Buchhändler Ulrich Pröfrock (59) erhält den diesjährigen Christoph Martin Wieland- Übersetzerpreis. Er werde für seine Übertragung des französischen Comics "Quai d'Orsay" von Christophe Blain und Abel Lanzac ins Deutsche ausgezeichnet, teilte die Wieland-Stiftung heute mit. Der Preis würdige damit erstmals einen Comic. Die Auszeichnung ist mit 12 000 Euro verbunden. Sie wird am 2. Oktober in Biberach an der Riß, der Heimatstadt von Martin Wieland, übergeben.

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