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Kulturnachrichten

Mittwoch, 10. Juni 2015

James Last ist tot

Der Bandleader starb mit 86 Jahren in Florida

Der Musiker James Last starb gestern mit 86 Jahren in Florida (USA), wie sein langjähriger Konzertveranstalter Semmel Concerts in Berlin mitteilte. Last sei im Beisein seiner Familie nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Eine öffentliche Trauerfeier sei in Hamburg geplant, der Termin ist aber noch offen. Der Bandleader, Komponist und Musikproduzent prägte mit seinem vierzigköpfigen Orchester den sogenannten "Happy Party Sound", eine Stilrichtung des Easy Listening. Damit wurde er der erfolgreichste deutsche Bandleader nach dem Zweiten Weltkrieg. Der 1929 in Bremen als Hans Last geborene Künstler tourte mit seinem Orchester weltweit. Mit seiner lässigen Art und den Pop-Klängen im Big-Band-Format traf er den Nerv der Nachkriegsgeneration. Seit mehr als 30 Jahren lebte Last in den USA. Er verkaufte Millionen Platten und CDs.

Gesamtschule in Barmen erhält Deutschen Schulpreis

Auszeichnung für beste Schule

Der Deutsche Schulpreis zeichnet jedes Jahr die beste Schule Deutschlands aus. Bundeskanzlerin Merkel hat den Preis heue in Berlin an die Gesamtschule Wuppertal-Barmen überreicht. Die Jury hat nach eigenen Angaben vor allem beeindruckt, dass hier seit Jahren kein Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen hat. Obwohl die Gesamtschule in einem sozialen Brennpunkt liegt und nur jeder sechste Schüler mit einer Gymnasialempfehlung auf die Schule kommt, wechseln im Laufe der Schulzeit mehr als die Hälfte der Schüler in die gymnasiale Oberstufe. Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung verliehen. Die Gesamtschule Barmen setzte sich in der Endrunde gegen 14 andere Schulen aus ganz Deutschland durch. Der Deutsche Schulpreis ist mit 100 000 Euro dotiert.

Design für neuen Wolkenkratzer in New York enthüllt

Däne Bjarke Ingels ist der Architekt

Das Geheimnis um das Design eines Turms auf dem Gelände des World Trade Centers in New York ist gelüftet. Der künftige Wolkenkratzer namens 2 World Trade Center werde 405 Meter hoch sein und wie sieben aufeinander gestapelte Boxen aussehen, sagte der Architekt Bjake Ingels. Das futuristisch anmutende Gebäude wird 80 Stockwerke haben und soll 2020 eröffnet werden. Ingels hatte sich mit seinem Entwurf gegen den britischen Altmeister Norman Foster durchgesetzt. Der neue Wolkenkratzer wird das dritthöchste Gebäude New Yorks sein.

Ehrung für Nike Wagner zum 70. Geburtstag

Auch Bundeskanzlerin Merkel gratuliert

Zu ihrem gestrigen Geburtstag haben Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland Nike Wagner, Intendantin des Beethovenfestes Bonn, Glückwünsche überbracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel schrieb: "Sie zählen zu den profiliertesten Persönlichkeiten des deutschen Kulturlebens. Das Kunstfest in Weimar haben Sie über ein Jahrzehnt mit Ihrer unverkennbaren Handschrift geprägt. Mit Ihrem Wirken stellen Sie seit vielen Jahren unter Beweis, dass es sich lohnt, über die Grenzen der Sparten und Disziplinen hinaus zu denken. Ich bin sicher, dass diese Fähigkeit auch das Beethovenfest in Bonn in besonderer Weise bereichern wird." Nike Wagner ist die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner und gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen der Bayreuther Festspiele.

Russlands Kunsttempel Garage wiedereröffnet

Wiedereröffnung im Gorki-Park

In kulturpolitisch nicht einfachen Zeiten in Russland hat die Garage - das landesweit größte Museum für zeitgenössische Kunst - ihr neues Gebäude im Moskauer Gorki-Park bezogen. Museumsgründerin Dascha Schukowa, Freundin des Oligarchen Roman Abramowitsch, präsentierte mit dem niederländischen Architekten Rem Koolhass das Gebäude heute erstmals der Weltöffentlichkeit. Ziel sei es, bei der Bildung eines neues Kunstverständnisses in Russland zu helfen, sagte die 33-jährige Schukowa. Das Museum soll zeigen, dass es trotz bisweiligem politischem Druck auch Freiräume für Künstler gebe. Der silbergrau glänzende kastenförmige Bau mit einem Eingang im Stil einer Garageneinfahrt wird an diesem Freitag offiziell eröffnet.

Dokumentarfilmer fordern festen Sendeplatz in der ARD

AG DOK will Anne Wills Platz mittwochs um 22:45

Deutschlands Dokumentarfilmer erheben Anspruch auf den frei gewordenen ARD-Sendeplatz am Mittwoch Abend. "Ein regelmäßiger Sendeplatz für den Dokumentarfilm gehört zum Programmauftrag der ARD", sagte Thomas Frickel, Vorsitzender des Dokumentarfilmer-Verbands AG Dok der Deutschen Presse-Agentur. Gestern hatte die ARD mitgeteilt, dass Talkerin Anne Will, die bisher immer mittwochs um 22.45 Uhr zu ihrer Gesprächsrunde im Ersten lädt, die Nachfolge von Günther Jauch am Sonntag antritt. Über die Zukunft des frei werdenden Sendeplatzes sei jedoch noch nicht entschieden. Frickel sagte weiter, dass in Deutschland jährlich rund 70 Dokumentationen deutscher Herkunft mit rund 90 Minuten Länge in die Kinos gelangten - "Filme, die ohnehin schon zum Teil mit Mitteln der öffentlich-rechtlichen Anstalten produziert worden sind". Dokumentationen seien, so Frickel, günstiger zu produzieren als Talks oder gar Fußballübertragungen.

Leonardo Padura erhält Prinzessin-von-Asturien-Preis

Kubanischer Autor wird mit dem wichtigsten spanischen Literaturpreis ausgezeichnet

Der Erfolgsautor Leonardo Padura erhält den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur. Dies gab die Jury in Oviedo in Nordspanien bekannt. Der 59-jährige Padura ist ein Kritiker des Castro-Regimes und einer der erfolgreichsten zeitgenössischen kubanischen Autoren. Viele seiner Werke - darunter auch seine beliebten Kriminalromane - wurden ins Deutsche übersetzt. Die nach der spanischen Thronfolgerin benannten Prinzessin-von-Asturien-Preise werden alljährlich in acht Sparten vergeben und sind mit jeweils 50 000 Euro dotiert.

Goethe-Institut unterstützt Flüchtlinge

Hilfe durch Bildung

Mit Intensiv-Deutschkursen will das Goethe-Institut Flüchtlinge in der Türkei, im Irak und in Ägypten unterstützen. Das Angebot richtet sich speziell an Jugendliche ab 14 Jahren, die nach Deutschland einreisen werden. Unterstützt werden sie unter anderem bei einem Studium oder bei der beruflichen Qualifizierung. In diesem Jahr sollen rund 400 Flüchtlinge sprachlich auf das Leben in Deutschland vorbereitet werden. In den syrischen Anrainerstaaten startet das Goethe-Institut eine ganze Reihe von Programmen. Mit Mitteln aus dem neuen Kulturproduktionsfonds werden syrische Filmregisseure, Schauspieler und Tänzer unterstützt, die im Libanon, in Jordanien, Ägypten, im Irak und in der Türkei leben. Bildung und Unterhaltung für Kinder im Grundschulalter wird es außerdem mit der „Sendung mit der Maus geben. Mehrere Folgen sollen ab September in Jordanien gezeigt werden.

Internationaler Hochschulgipfel

Beratungen zur Universität der Zukunft

Die Präsidenten der weltweit 50 Top-Hochschulen beraten ab heute in Hamburg über die Entwicklung der Hochschulsysteme - mit dem Ziel gemeinsam ein Welthochschulsystem zu gründen. Diskutiert wird unter anderem über die Frage, welches der drei Hochschulmodelle sich durchsetzen kann und wird. Das kontinentaleuropäische, das asiatische oder das anglo-amerikanische Modell? Die Tagung geht bis 12.6. 2015. Die ersten Beratungsergebnisse sollen am Freitag bekanntgegeben werden.

1.500 Jahre alte Kirche in Israel entdeckt

Wegstation für Reisende

Israelische Archäologen haben zwischen Jerusalem und Tel Aviv die Überreste einer Kirche aus byzantinischer Zeit entdeckt. Die Funde nahe Abu Gosch sind Teil einer alten Wegstation für Reisende zwischen der Mittelmeerküste und Jerusalem; sie wurden bei Autobahn-Arbeiten gefunden, wie die Israelische Antikenbehörde mitteilte. Die Kirche unweit der Quelle Ein Naka'a hatte eine Länge von 16 Metern und umfasste eine 6,50 mal 3,50 Meter große Seitenkapelle sowie ein Baptisterium in Form eines vierblättrigen Kleeblatts. Überreste von rotem Gips lassen darauf schließen, dass die Kirche innen mit Fresken verziert war. Die Kirche ist eine von zahlreichen Wegstationen entlang der Straße, die Jerusalem mit der Mittelmeerküste verbindet.

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