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Kulturnachrichten

Dienstag, 9. Juni 2015

Anne Will übernimmt 2016 ARD-Talk am Sonntagabend

Das teilt der NDR mit

Anne Will wird ab 2016 Nachfolgerin von Günther Jauch als ARD-Polittalkerin am Sonntagabend. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk heute mit. Für die 49-Jährige, die derzeit am Mittwochabend um 22.45 Uhr in der ARD talkt, wäre das vier Jahre nachdem die den Sonntagabend-Sendeplatz an Jauch abgeben musste, Genugtuung und Rehabilitation zugleich. Günther Jauch hatte vergangene Woche seinen Rückzug für Ende 2015 angekündigt. Er nannte berufliche und private Gründe.

Niederlande: "Saul und David" ist echter Rembrandt

Expertenteam hat die Herkunft nachgewiesen

Nach über 50 Jahren ist das berühmte Gemälde "Saul und David" endgültig als echter Rembrandt anerkannt worden. "Wir haben einen Rembrandt, der in zwei Phasen gemalt wurde", sagte die Direktorin des Mauritshuis in Den Haag, Emilie Gordenker. In einer besonderen Ausstellung präsentiert das niederländische Museum ab Donnerstag das vollständig restaurierte Gemälde, das Rembrandt von etwa 1650 bis 1655 gemalt hatte. Das Gemälde war erst 1830 bei einer Versteigerung in Paris aufgetaucht und kam 1898 ins Mauritshuis. Bis Ende der 1960er Jahre galt es als eines der schönsten Werke Rembrandts. Dann hatten jedoch führenden Experten die Herkunft bezweifelt.

Minuswachstum im Buchhandel

Umsatzrückgang

Der Umsatz im deutschen Buchmarkt ist im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent geschrumpft. Insgesamt fielen 2014 die Erlöse in der Branche auf 9,32 Milliarden Euro, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte. Das Minus begründete der Verband mit dem Mangel an Top-Bestsellern. Der Internet-Buchhandel fiel zum zweiten Mal in Folge um 3,1 Prozent. Dagegen kam der klassische Einzelhandel mit einem Rückgang von 1,2 Prozent glimpflich davon. "Es gibt eine Rückbesinnung auf den stationären Buchhandel", sagte Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller. Jedes zweite Buch werde von den traditionellen Sortimentern verkauft.

Kostendebakel beim Bau der Elbphilharmonie ohne juristische Folgen

Ermittlungsverfahren eingestellt

Das Kostendebakel beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie wird für die Verantwortlichen kein juristisches Nachspiel haben. "Das Vorermittlungsverfahren wurde eingestellt. Wir haben keine Anhaltspunkte für Straftatbestände wie Untreue, Betrug oder etwaige Korruptionsdelikte gefunden", teilte die Hamburger Staatsanwaltschaft mit. Vor gut einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingeleitet, das klären sollte, ob der Bericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Hinweise auf Straftaten enthält. Laut Abschlussbericht sind eine unfertige Planung, mangelnde Kontrolle vonseiten der Politik und ein Chaos auf der Baustelle schuld am Desaster beim Bau der Elbphilharmonie. Die Kosten für den Steuerzahler stiegen von 77 Millionen auf 789 Millionen Euro, die Eröffnung wurde von 2010 auf 2017 verschoben.

Sanierung des Stuttgarter Opernhauses droht teurer zu werden

Kostensteigerung

Die Sanierung des Opernhauses in Stuttgart droht deutlich teurer zu werden. "Wir nähern uns der nächsten Hunderterzahl", sagte der Geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks - ohne die Zahl 400 Millionen in den Mund zu nehmen. Nach einem Gutachten war von Kosten für die Sanierung samt Erweiterung des über hundert Jahre alten Gebäudes von 300 bis 320 Millionen Euro die Rede. Zu optimistische Flächenberechnungen, Sicherheitszuschläge und Veränderungen im sogenannten Baukostenindex je später man baue, könnten die Kosten auf eine Summe treiben, "die ich jetzt hier nicht aussprechen mag", sagte Hendriks.

Stuttgarter Schauspielhaus braucht neue Sanierungspause

Sanierungsdrama nimmt kein Ende

Das aufwendig sanierte Haus muss 2016 nochmal für gut drei Monate geschlossen werden, um Fehler aus den letzten Jahren endgültig zu beheben. Man habe sich von der Baufirma getrennt und mache jetzt einen "neuen Anlauf", vor allem um Probleme mit der Software und der Steuerung für die Drehbühne zu lösen, sagte Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater. Geht alles gut, werde man 2016 da sein, wo man 2012 sein wollte. Und anfangs auf 24 Millionen Euro geschätzten Kosten, lägen am Ende bei 40 Millionen.

Neuanfang für Pina Bausch Tanztheater

Erstmals neue Stücke.

Sechs Jahre nach dem Tod der legendären Choreographin Pina Bausch bringt das Tanztheater Wuppertal erstmals neue Stücke auf die Bühne. Zur Spielzeiteröffnung im September wird ein dreiteiliger Tanzabend präsentiert, den vier internationale Choreographen entwickeln. Das kündigte die Führung des Tanztheaters in Wuppertal an. Bei der Auswahl der Choreographen wurde das Tanztheater von einem dreiköpfigen Expertengremium beraten. Dazu gehören der Leiter des Tanzzentrums PACT Zollverein, Stefan Hilterhaus, der britische Intendant Alistair Spalding und die Antwerpener Tanzkünstlerin Myriam De Clopper. In der darauffolgenden Spielzeit 2016/17 sollen dann andere Choreographen für die Pina Bausch Compagnie neue Stücke erarbeiten. Pina Bausch wäre am 27. Juli 75 Jahre alt geworden.

Kündigung für Leiterin des Frankfurter Weltkulturen-Museums

Fristlos entlassen

Frankfurt hat die Direktorin des städtischen Museums der Weltkulturen, Clémentine Deliss, fristlos gekündigt. Das bestätigte das städtische Kulturdezernat. Die Gründe für die Vertragsauflösung seien vertraulich, das werde bei städtischen Personalentscheidungen grundsätzlich so gehandhabt. Der Frankfurter Kulturdezernent, Felix Semmelroth, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Magistrat habe sich zu diesem Schritt "gezwungen gefühlt". Die Anthropologin Deliss führte die ethnologische Sammlung der Stadt Frankfurt seit April 2010. Der nun aufgekündigte Vertrag lief bis März 2018. Kommissarisch leitet ihre bisherige Stellvertreterin Eva Raabe das Museum. Das Kulturdezernat sieht für eine dauerhafte Neubesetzung des Postens erst einmal "keine Eile geboten".

Dockville-Festival-Absage an Ten Walls

Grund sind homophobe Äußerungen

Das Hamburger Dockville-Festival hat einen Auftritt des litauischen Produzenten Ten Walls nach dessen homophoben Äußerungen auf Facebook abgesagt. Der Kommentar, den der Produzent in dem sozialen Netzwerk zum Thema Homosexualität veröffentlicht hatte, sei absolut nicht mit der Idee eines weltoffenen und friedlichen Festivals vereinbar, teilten die Veranstalter mit. Auf der Facebook-Seite von Walls finden sich die kritisierten Äußerungen nicht mehr. In einem neuen Eintrag entschuldigt er sich stattdessen. Das Kunst- und Musikfestival MS Dockville auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg geht in diesem Sommer vom 21. bis zum 23. August über die Bühne.

Mexiko kritisiert Pariser Artefakte-Auktionen

Fälschungsvorwurf und Kulturerbe-Anspruch

Die wichtigste archäologische Behörde Mexikos hat zwei geplante Auktionen von Artefakten in Frankreich kritisiert. Die meisten der Gegenstände seien Fälschungen, der Rest gehöre zum kulturellen Erbe Mexikos, erklärte das nationale Institut für Anthropologie und Geschichte. Das Auktionshaus Christophe Joron-Derem in Paris will am 10. Juni sieben Gegenstände der Maya und anderer Kulturen versteigern. Nach Angaben des Instituts handelt es sich bei sechs der sieben Teile um Fälschungen. Eine Maya-Vase sei hingegen authentisch und gehöre der mexikanischen Nation. Am 19. Juni plant das Pariser Auktionshaus Binoche et Giquello eine Auktion von 39 Gegenständen aus früheren mexikanischen Kulturen. Auch hier seien 24 Stücke "vor kurzem hergestellte" Fälschungen. Experten hätten festgestellt, dass die 15 anderen echt seien.

Erste große US-Ausstellung für Albert Oehlen

Der Maler wird in New Yorker New Museum gezeigt

Albert Oehlen bekommt seine erste große Ausstellung in den USA. Das New Yorker New Museum zeigt ab morgen zahlreiche Bilder und Installationen des 61-Jährigen. Oehlen gehöre zu den wichtigsten Malern der Gegenwartskunst, habe aber weltweit noch nicht die Anerkennung bekommen, die er verdiene, sagte Kurator Massimiliano Gioni. Der 1954 in Krefeld geborene Oehlen hatte bei Sigmar Polke in Hamburg studiert. Anfang der 80er Jahre mischte Oehlen mit seinen Freunden Martin Kippenberger und Werner Büttner mit wie hingeschmiert aussehenden Bildern den Kunstbetrieb auf. Die New Yorker Schau "Albert Oehlen: Home and Garden" ist bis zum 13. September zu sehen.

Echte Picasso-Postkarte unter dem Hammer

Schätzwert mehr als 100 000 Euro

Die fast hundert Jahre alte Postkarte soll in Bietigheim-Bissingen versteigert werden.
Pablo Picasso hatte den Gruß am 5. September 1918 an seinen Freund und Dichter Guillaume Apollinaire nach Paris geschickt, wie das Auktionshaus Gärtner mitteilte. Eine Untersuchung des französischen Experten Christian Riga bestätige die Echtheit. Die Schwarz-Weiß-Postkarte zeigt einen Blick auf die südfranzösische Stadt Pau. Der Clou ist aber die Rückseite: Anstelle eines Textes versah Picasso die Postkarte mit einer Zeichnung, die seiner kubistischen Zeit "La nature morte" zuzuordnen sei. Die Karte wurde zwischen Bedous und Pau aufgegeben. Sie hat Apollinaire jedoch nie erreicht, sie trägt den Aufdruck "REBUT". Die Versteigerung soll am 20. Juni stattfinden. Das Ausgangsangebot liegt bei 100 000 Euro.

Harper Lee in neuer Gedenkhalle in Alabama

Schriftsteller-Ehrung

Die mit ihrem Roman "Wer die Nachtigall stört" weltberühmt gewordene US-Autorin Harper Lee wird als eine der ersten Künstlerinnen in der neu geschaffene Gedenkhalle Alabama Hall of Fame verewigt. Insgesamt will die Einrichtung zwölf Künstler ehren. Davon sind außer der 89-jährigen Harper Lee der Autor Rick Bragg, die Poeten Sonia Sanchez und Andrew Glaze und die Romanautorin Sena Jeter Naslund noch am Leben. Die Ehrung kommt für Lee Wochen vor der Publikation ihres zweiten Buches "Go Set a Watchman", das vor "Wer die Nachtigall stört" beendet war, aber 20 Jahre später spielt als das Drama um Rassenungerechtigkeit im tiefen Süden der USA in den 1930er Jahren.

Augen von Zar Samuil leuchten in Sofia

Umstrittenes Denkmal

Die leuchtenden Augen eines Denkmals für den mittelalterlichen Zaren Samuil haben Diskussionen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ausgelöst. Vize-Bürgermeister Todor Tschobanow deutete noch vor der Einweihung des Denkmals gestern an, die umstrittenen Augen des 1014 gestorbenen Königs könnten ersetzt werden. Kritiker bemängeln den Standort des Monuments neben der zentral gelegenen Basilika Sweta Sofia (Heilige Sofia). Zusammen mit seinem Sockel ist das Denkmal 6,2 Meter hoch. Das Denkmal soll an den tragischen Tod des Herrschers erinnern: Beim Anblick seiner Soldaten starb er an einem Herzanfall – nach einer Niederlage in Byzanz waren den Männern die Augen ausgestochen worden. Der im Jahr 958 geborene Samuil war einer der letzten Könige des ersten bulgarischen Reiches.

Robert-Schumann-Preis geht an Düsseldorfer Forschungsstelle

Ehrung für Schuhmann-Forschung

Die Forschungsstelle Düsseldorf ist im sächsischen Zwickau mit dem Robert-Schumann-Preis geehrt worden. Die 1986 gegründete Institution erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Zwickau für ihre besonderen Verdienste bei der Erforschung des Lebens und Schaffens des Komponisten Robert Schumann (1810-1856) sowie seiner Frau Clara, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Neben dem Robert-Schumann-Haus in Zwickau ist die Düsseldorfer Forschungsstelle die bedeutendste wissenschaftliche Einrichtung, die sich dem Werk des Komponisten und Musikers widmet. Der Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau wird seit 1964 verliehen.

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