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Kulturnachrichten

Freitag, 5. Juni 2015

Bad Hersfelder Festspiele beginnen unter Dieter Wedels Intendanz

Zum Auftakt gibt es Shakespeares "Komödie der Irrungen" zu sehen

Unter dem neuen Intendanten Dieter Wedel werden die 65. Bad Hersfelder Festspiele am Samstag eröffnet. Der Filmemacher gibt zu Beginn auch gleich sein Regie-Debüt bei dem renommierten Freilicht-Theaterfestival. In der Stiftsruine wird die Uraufführung von William Shakespeares "Komödie der Irrungen" gezeigt. Auf der Bühne stehen Schauspielstars wie Sonja Kirchberger und Cosma Shiva Hagen, Heinz Hoenig und Mathieu Carrière. Die Festspiele laufen bis zum 2. August.

Sönke Wortmann dreht "Deutschland. Made By Germany"

Dafür müssen sich die Deutschen selber filmen

Für Sönke Wortmanns neues Kinoprojekt "Deutschland. Made By Germany" sollen sich die Deutschen am 20. Juni selbst filmen. Der Film entsteht nach dem Vorbild des von Hollywoodregisseur Ridley Scotts produzierten Streifens "Life In A Day". Für den 55-jährigen Wortmann ("Das Wunder von Bern", "Frau Müller muss weg!") ist es der erste Film ganz ohne Drehbuch. Das "kollektive Selbstporträt" der Deutschen wird dann aus tausenden selbst gedrehten, von Wortmann zusammengestellten Filmen bestehen.

Arena des Kolosseums in Rom wird rekonstruiert

Die Arbeiten werden etwa 20 Millionen Euro kosten

Die Arena des Kolosseums in Rom soll in den nächsten fünf Jahren rekonstruiert werden. Die Arbeiten würden etwa 20 Millionen Euro kosten, teilte Italiens Kulturminister Dario Franceschini heute mit. Der Großteil soll aus öffentlichen Geldern finanziert werden, hieß es bei der Archäologischen Behörde Roms. Bereits seit Monaten wird über eine Rekonstruktion diskutiert. Im Winter hatte Franceschini die Idee eines Archäologen unterstützt, wonach das etwa 2000 Jahre alte Wahrzeichen Roms wieder Schauplatz von Open-Air-Spektakeln werden soll. Franceschini betonte nun, die Art der Veranstaltungen solle sehr genau geprüft werden. "Das Kolosseum darf kein Platz für irgendetwas werden." Fußballspiele sollten zum Beispiel nicht stattfinden. Das Amphitheater hatte bis zum 19. Jahrhundert eine Arena, deren Unterbau dann bei Ausgrabungen freigelegt wurde.

Festakt zur Wiedereröffnung des Dresdner Münzkabinetts

Nach dem Grünen Gewölbe kehrt nun eine weitere Schatzkammer ins Residenzschloss zurück

Mit einem Festakt wird am Samstag nach elf Jahren Schließung das Dresdner Münzkabinett wiedereröffnet. Damit kehrt nach dem weltberühmten Grünen Gewölbe eine weitere Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige ins Residenzschloss zurück. In ehemals fürstlichen Wohnräumen des Georgenbaus sind von Sonntag an rund 3300 Exponate zu sehen - etwa ein Prozent des Gesamtbestandes einer der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands von europäischem Rang. Dazu zählen die weltweit größte Kollektion sächsischer numismatischer Objekte, historische und moderne Medaillen, Orden und Ehrenzeichen, Banknoten und Wertpapiere, Münz- und Medaillenstempel, prämonetäre Zahlungsmittel sowie münztechnische Maschinen und Geräte.

Kunst- und Kulturfestival in Magdeburgs ehemaligem Knast

Gärtner haben das Außengelände begrünt, Künstler die Fassade bunt gestaltet

250 Künstler haben das ehemalige Magdeburger Gefängnis übernommen und gestalten dort für 16 Wochen ein Kunst- und Kulturfestival. Gärtner haben das Außengelände begrünt, Künstler die Fassade teilweise bunt gestaltet. Die Zellen, in denen bis vor zwei Jahren noch Häftlinge saßen, werden auf ganz verschiedene Weise künstlerisch genutzt: Zu sehen sind Malerei, Installationen, Videoinstallationen oder Fotografie. Viele Künstler kommen aus der näheren Umgebung oder anderen deutschen Regionen, manche haben aber auch einen langen Weg auf sich genommen und kommen aus Saudi-Arabien oder Venezuela. Der Verein Kulturanker, der schon viele unkonventionelle Kunstfestivals, etwa in einem leerstehenden Krankenhaus, veranstaltet hat, rechnet an 16 Wochenenden bis zum 20. September mit insgesamt rund 30 000 Besuchern.

Vier von zehn Internetnutzern nutzen Musik-Streaming

Jeder fünfte zahlt für Angebote

Beim Musikhören greifen vier von zehn Internetnutzern in Deutschland einer Umfrage zufolge auf Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Soundcloud zu. Dies entspreche 20 Millionen Menschen. Das erklärte der Branchenverband Bitkom heute in Berlin. Vor allem bei jüngeren Internetnutzern sei Audio-Streaming beliebt, 53 Prozent der 14- bis 29-Jährigen hörten auf diese Weise Musik. Von den 30- bis 49-Jährigen nutzen demnach 39 Prozent Streamingdienste, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 28 Prozent. Von den über 64-Jährigen hören laut Bitkom 15 Prozent auf diese Weise Musik. Jeder fünfte zahlt der Umfrage zufolge für Musikstreaming, die Mehrzahl nutzt kostenlose Angebote, bei denen zwischen den Liedern Werbespots laufen. "Streaming hat den Musikmarkt revolutioniert. Immer mehr Nutzer greifen über schnelle Datennetze auf riesige digitale Musikarchive zu", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Für die repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbandes wurden 1014 Menschen ab 14 Jahren befragt.

New Yorker Museum of Modern Art kauft deutsche Foto-Sammlung

Das Museum besitzt bereits rund 80 Sander-Fotos

Das New Yorker Museum of Modern Art hat mehr als 600 Bilder des deutschen Fotografen August Sander (1876-1964) gekauft. Die Bilder seien in einem Zeitraum von rund 60 Jahren aufgenommen worden und stellten "eine der ambitioniertesten Unternehmungen in der Geschichte der Fotografie" dar, teilte das Museum am Freitag mit. Mit der "Menschen des 20. Jahrhunderts" betitelten Sammlung habe der in Rheinland-Pfalz geborene Sander eine "optische Untersuchung der deutschen Gesellschaft" geschaffen. Zuvor waren die Bilder im Besitz der Nachfahren von Sander. Wieviel das Museum, das bereits rund 80 Sander-Fotos besitzt, dafür bezahlt hat, wurde nicht mitgeteilt.

"Goldene Spatzen" beim Kindermedienfestival in Erfurt verliehen

Um die Preise konkurrierten insgesamt 37 Beiträge

Beim 23. Deutschen Kindermedienfestival "Goldener Spatz" hat die Kinderjury am Freitag in Erfurt ihre Preise verliehen. Bester Spielfilm wurde "Shana - The Wolf's Music" von Nino Jacusso über ein Indianermädchen, das nach dem Verlust seiner Mutter ins Leben zurückfindet. Den Preis als beste Darstellerin erhielt Isolda Dychauk aus dem Märchenfilm "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen". Insgesamt wurden neun "Goldene Spatzen" unter anderem in den Kategorien Animation, Information und Unterhaltung vergeben. Die Kinderjury bestand aus 24 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 13 Jahren aus Deutschland, Südtirol, der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein, aus Österreich und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Das Festival geht am Samstag in Erfurt mit Vorführungen der Preisträgerfilme zu Ende.

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