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Kulturnachrichten

Donnerstag, 4. Juni 2015

Edith Hancke in Berlin gestorben

Die Schaupielerin wurde 86 Jahre alt

Die Schauspielerin und Synchronsprecherin Edith Hancke ist mit 86 Jahren in Berlin gestorben. Ihre erste Filmhauptrolle spielte sie schon 1949 im ‚Biberpelz‘. Mit Heinz Rühmann drehte sie den "Hauptmann von Köpenick". Sie war die Mimi in "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett", sie trat auch im Tatort auf, bei "Meister Eder und sein Pumuckl" und in unzähligen weiteren Film- und Filmproduktionen. Obwohl sie in ernsten Rollen überzeugte, wurde sie meistens als die kleine Lustige besetzt. Sie stand vor allem auch als Theaterschauspielerin auf der Bühne. 1987 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Und im Jahr 2000 bekam sie die Goldene Kamera für ihr Lebenswerk.

Hindemith-Preis 2015 für Komponist David Philip Hefti

Preis ist mit 20.000 Euro dotiert

David Philip Hefti (40), Schweizer Komponist und Dirigent, wird mit dem diesjährigen Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik-Festivals geehrt. Das Votum der Jury fiel einstimmig, teilte die Festival-Pressestelle heute in Lübeck mit. "David Philip Hefti ist ein Komponist, dem es gelungen ist, aufbauend auf der klassischen Moderne neue Klangwelten zu erschaffen", sagte Festival-Intendant Christian Kuhnt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 26. August verliehen. Der vielfach preisgekrönte Hefti studierte Komposition, Dirigieren, Klarinette und Kammermusik. Der Hindemith-Preis wird seit 1990 beim Schleswig-Holstein Musik Festival an herausragende zeitgenössische Komponisten verliehen.

Miró-Möbel auf Dachboden entdeckt

Der Gobelin-Hocker zum Akt

Auf dem Dachboden der Familie Miró in Spanien ist ein Gobelin-Hocker entdeckt worden, der im Werk des spanischen Meisters Joan Miró verewigt ist. Im Akt von 1919, ein Gemälde im Besitz der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, posiert das Aktmodell auf jenem Hocker mit der markanten Schmetterlings-Stickerei. Der "Akt mit Spiegel" in kubistischem Stil und erstmals auch der Hocker werden ab dem 12. Juni in der großen Miro-Ausstellung in Düsseldorf gezeigt, berichtete ein Sprecher der Kunstsammlung NRW. Die Familie habe den Hocker zur Verfügung gestellt. Düsseldorf ist nach Hamburg die zweite Station der großen Miró-Schau "Malerei als Poesie". In NRW werde sie aber in einer deutlich erweiterten Fassung gezeigt. Die Ausstellung widmet sich dem Wechselspiel zwischen der Kunst des Spaniers und der avantgardistischen Literatur seiner Generation. Die rund 110 Gemälde, Zeichnungen und Malerbücher aus allen Schaffensphasen Mirós sind bis 27. September zu sehen.

Van-Gogh-Gemälde in Berlin für 600 000 Euro versteigert

Das Bild gehört zu einer Serie von Charakterstudien von Bauern und ihren Frauen

Vincent van Goghs Gemälde "Kopf einer Bäuerin: Profil nach rechts" ist in Berlin für 600 000 Euro versteigert worden. Das Bild des holländischen Malers ging heute im Auktionshaus Villa Grisebach an einen anonymen Bieter. Der Schätzpreis lag zwischen 600 000 und 800 000 Euro. Es war das erste Van-Gogh-Werk, das in Deutschland nach langer Zeit wieder unter den Hammer kam, wie Grisebach mitteilte. Das 41 mal 30,5 Zentimeter große Gemälde gehört zu einer Serie von Charakterstudien von Bauern und ihren Frauen, die van Gogh zwischen 1884 und 1885 in der südholländischen Provinz Brabant zeichnete und malte. Sie entstanden vor dem Höhepunkt von van Goghs Schaffen und dokumentieren seine Entwicklung vom Autodidakten zum autonomen Künstler.

Neue deutsche Buchhandlung in Paris

Eröffnung im Quartier Latin

Fünf Monate nach Schließung der traditionsreichen
Buchhandlung "Marissal Bücher" hat die deutschsprachige Gemeinschaft in der französischen Hauptstadt einen neuen Anlaufpunkt. Im alten Studentenviertel Quartier Latin eröffnete Iris Mönch-Hahn ihre "Librairie Allemande". Auf 40 Quadratmetern will sie mit Werken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nebst einigen französischen Übersetzungen der Internet-Konkurrenz trotzen. Die Zukunft deutschsprachiger Literatur in Paris scheint damit vorerst gesichert. Denn im "Buchladen" im Viertel Montmartre, letzter Vertreter eines einstigen Trios deutscher Buchläden, wird schon länger von Schließung gesprochen.

Kölner Glocken läuten für 23.000 tote Flüchtlinge

Zum Gedenken an die im Mittelmeer Verstorbenen

Zum Welttag der Flüchtlinge am 20. Juni will der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ein Zeichen setzen. An 230 Kirchen des Erzbistums Köln sollen am Vorabend die Totenglocken jeweils 100 Mal läuten, sagte Woelki dem WDR. Das wäre ein Glockenschlag für jeden gestorbenen Flüchtling. Woelki sagte wörtlich: "Die Totenglocken sollen bis zu den Politikern in Berlin schallen, damit diese endlich eine europäische Flüchtlingspolitik machen, die einen legalen Weg für Flüchtlinge nach Europa schafft." Auch der "Dicke Pitter", die 24 Tonnen schwere Glocke im Kölner Dom, wird geschlagen. Er läutet sonst nur zu besonderen Anlässen, etwa an hohen kirchlichen Feiertagen, zum Tod und zur Wahl eines Papstes oder eines Kölner Erzbischofs. Mit der Aktion wird der Kölner Dom erneut auch zu einem politischen Symbol. Zu Jahresbeginn hatte die Verdunkelung des Doms aus Protest gegen eine Demonstration der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung international Schlagzeilen gemacht.

Deutsche Unesco-Stätten bieten zum Welterbetag buntes Programm

Die außergewöhnlichsten Denkmäler Deutschlands im Blickpunkt

Die deutsche Unesco-Kommission in Deutschland feiert an diesem Sonntag zum elften Mal den Welterbetag. Er steht unter dem Motto "Unesco-Welterbe verbindet". Angesichts der Angriffe auf Welterbestätten im Nahen Osten solle der völkerverbindende Charakter des gemeinsamen Erbes in Erinnerung gerufen werden. Das erklärte die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Verena Metze-Mangold, im Vorfeld. Das Welterbe verbinde über nationale Grenzen hinweg. Fast alle 39 deutschen Welterbestätten vom Aachener Dom bis zur Zeche Zollverein in Essen haben Veranstaltungen vorbereitet. Das Angebot reicht von Sonderführungen und Ausstellungen bis zu Vorträgen und Veranstaltungen für Kinder. Erwartet werden mehr als 100 000 Besucher. Die zentrale Auftaktveranstaltung zum Unesco-Welterbetag findet in diesem Jahr im baden-württembergischen Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee statt. Die Pfahlbauten in Unteruhldingen gehört zum internationalen Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Ali Smith gewinnt Frauen-Literaturpreis

Die britische Auszeichnung geht an eine Schottin

Die schottische Autorin Ali Smith hat den mit umgerechnet knapp 41 000 Euro dotierten Baileys Frauen-Literaturpreis gewonnen. Sie wurde gestern abend in London für ihren Roman "How To Be Both" ausgezeichnet, der aus Sicht eines italienischen Renaissance-Malers und einer 16-Jährigen im heutigen Cambridge in England erzählt ist. Smith hatte es mit dem Buch, für das noch keine deutsche Übersetzung vorliegt, auch in die engere Auswahl des Man-Booker-Preises geschafft. "Das Alte und das Moderne treffen aufeinander und kommunizieren in diesem liebevollen, brillanten und geistreichen Roman über Trauer, Liebe, Sexualität und Identität, die ihre Gestalt verändert". So begründete die Jury ihre Entscheidung. Den Baileys Frauen-Literaturpreis, früher als Orange-Preis gekannt, können Frauen aller Nationalitäten gewinnen, die auf Englisch schreiben. Zu früheren Gewinnerinnen zählen Zadie Smith und Lionel Shriver.

Händel-Preis wird an Philippe Jaroussky verliehen

Halles OB Bernd Wiegand überreicht undotierten Preis heute abnd

Der Franzose Philippe Jaroussky erhält am Donnerstag (20.00 Uhr) den Händel-Preis 2015 in Halle. Der Sänger zählt zu den bedeutendsten Countertenören der Welt, teilten die Initiatoren der Händel-Festspiele in Halle mit. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand wird in seiner Rolle als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Händel-Haus die undotierte Auszeichnung überreichen. Jaroussky erhielt bereits zahlreiche Preise - unter anderem mehrmals den Echo Klassik.

Van Rompuy wird Haiku-Botschafter für Japan

Ehemaliger EU-Ratspräsident dichtet selbst

Japan hat den früheren EU-Ratspräsidenten Hermann Van Rompuy zu seinem neuen Haiku-Botschafter ernannt. Nach Angaben der japanischen Regierung versprach Van Rompuy bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, er werde sich als langjähriger Haiku-Poet und Freund Japans für eine Vertiefung der Beziehungen zwischen dem ostasiatischen Land und der EU einsetzen. Der 67-jährige Belgier ist glühender Verehrer der traditionellen japanischen Gedichtsform, er veröffentlichte schon Bände mit eigenen Gedichten und war bekannt dafür, die Dreizeiler auf Pressekonferenzen oder diplomatischen Empfängen zu rezitieren. Eine seiner Aufgaben als Haiku-Botschafter wird es sein, für Austauschprogramme zwischen europäischen und japanischen Poesie-Fans zu werben.

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