Seit 20:03 Uhr In Concert

Montag, 17.06.2019
 
Seit 20:03 Uhr In Concert

Kulturnachrichten

Montag, 23. Juni 2014

Ägypten verurteilt Al-Jazeera-Journalisten: Haftstrafen wegen Schadens der nationalen Interessen

Reporter ohne Grenzen fordern die sofortige Freilassung von drei Al-Jazeera-Journalisten in Ägypten.

Sie wurden in Kairo zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts seien der Australier Peter Greste, sein kanadisch-ägyptischer Kolleg Mohamed Adel Fahmi und der Ägypter Baher Mohamed schuldig, durch "Veröffentlichung falscher Nachrichten zum Schaden der nationalen Interessen eine terroristische Organisation unterstützt" zu haben. Nach Auskunft von ROC wurden als Beweismaterial unter anderem Videos ohne jeden Bezug zu den Vorwürfen gegen die Journalisten vorgeführt. In der im Januar per Volksentscheid verabschiedeten Verfassung Ägyptens ist die Pressefreiheit garantiert und verboten, Journalisten wegen ihrer Veröffentlichungen zu inhaftieren. Insgesamt sitzen derzeit mindestens 14 Journalisten in Ägypten in Haft.

UNESCO: Neue Titel für Welt- und Naturkulturerbe der Menschheit verliehen

Fußspuren, die Menschen vor 30.000 Jahren in Südfrankreich hinterlassen haben, sind zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt worden.

Das teilte die UNESCO nach ihrer Sitzung in Doha mit. Die Höhle von Pont d'Arc, hieß es zur Begründung, erhalte zudem die am besten konservierten Bilder der Welt. Die Zeichnungen von Mammuts und die Fußabdrücke an den Wänden der Höhle waren 1994 entdeckt worden. Zudem wurde unter anderm auch der Himalaya-Nationalpark in Indien, die Höhlen von Marissa in Israel und der dänische Teil des Wattenmeeres in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Der Naturschutzbund WWF lobte diese Entscheidung, kritisierte aber, dass nach wie vor Ölbohrungen und militärische Übungen erlaubt seien.

Nach Facebook-Kommentar: Oper Sydney trennt sich von Sopranistin Tamar Iveri

Die Australische Oper hat sich mit sofortiger Wirkung von der Sopranistin Tamar Iveri getrennt.

"Wir betrachten die Ansichten über Homosexuelle als Verunglimpfung und unzumutbar", teilte das Haus in Sydney mit. Die Georgierin zeigte sich schockiert: Der Kommentar über eine anstehende Schwulen- und Lesbenparade in Tiflis habe ihr Mann ohne ihr Wissen auf Facebook gestellt. Sie habe ihn sofort gelöscht. Die Oper erklärte, eine Übereinkunft mit Iveri getroffen zu haben, den Vertrag zu beenden. Die Sängerin schrieb auf Facebook, sie habe sich entschlossen, von der Rolle zurückzutreten, um den Erfolg der Produktion nicht zu gefährden. Im Juli sollte sie die Desdemona singen.

Rock am Ring: Urteil im Namensstreit am 30. Juni

Ob das Festival "Rock am Ring" seinen Namen behält, entscheidet sich am kommenden Montag.

Das gab die Vorsitzende Richterin am Landgericht Koblenz bekannt. Gestritten wird über eine einstweilige Verfügung des Nürburgring-Verantwortlichen Capricorn gegen den Konzertveranstalter Marek Lieberberg. Die Ring-Besitzer wollen verhindern, dass Lieberberg ein Festival mit diesem Namen anderswo veranstaltet. Von der Eifel hatte sich Rock am Ring Anfang des Monats verabschiedet.

Potsdamer Hochschule: wird bundesweit erste Filmuniversität

Die Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen wird zur Filmuniversität.

Die Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen wird zur ersten Universität ihrer Branche in Deutschland. Mit einem Festakt soll die Umwandlung am 8. Juli erfolgen. 60 Jahre nach Gründung erhält die Einrichtung dann den Namen "Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf." Praxisorientierung und Wissenschaft sollen künftig noch enger miteinander verbunden sein.

Internationaler Literaturpreis an Dany Laferrière für "Das Rätsel der Rückkehr"

Der Internationale Literaturpreis geht in diesem Jahr an Dany Laferrière.

Er erzählt in seinem Buch „Das Rätsel der Rückkehr", wie er nach dem Tod des Vaters in seine Heimat Haiti zurückkehrt. Jurymitglied Egon Ammann lobte im Deutschlandradio Kultur die erfrischend persönliche Erzählweise des 51jährigen als "emphatische Poesie". Der poetische Monolog, beginnend im kanadischen Exil und endend im bitterarmen Haiti, sei eine literarische Identitätssuche, in die er den Leser auf selbstverständliche Weise miteinbeziehe. Den Preis vergibt das Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die Übersetzerin Beate Thill, Jahrgang 1952, hat sich vor allem auf Literatur aus Afrika und der Karibik spezialisiert. Der in Kanada lebende Autor erhält die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung am 3. Juli. Die Festrede wird die japanisch-deutschsprachige Wortkünstlerin Yoko Tawada halten, Jurymitglied Hans Christoph Buch übernimmt die Laudatio.

Robert-Gernhardt-Preis

Ulrike Syha und Kurt Drawert erhalten den Robert-Gernhardt-Preis.

Das Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro teilen sich die beiden Schriftsteller. Der Preis wird in Erinnerung an den Autor und Zeichner Robert Gernhardt im September in Frankfurt am Main verliehen. Die 38 Jahre alte Ulrike Syha wird für ihren ersten, noch unveröffentlichten Roman «Der Korridor» ausgezeichnet, der 58jährige Lyriker Kurt Drawert für sein Werk „Verständnis und Abfall.

Off-Festival von Avignon wird nicht bestreikt

Das Off-Festival von Avignon kann stattfinden.

Die Künstler und Bühnentechniker haben ihren Streik gegen eine Reform der Arbeitslosenversicherung für ihre Berufsgruppe ausgesetzt. Seit Monaten protestieren die Mitarbeiter von Theatern in ganz Frankreich gegen die Pläne der Regierung. Sie drohen damit, die renommierten Sommerfestivals lahmzulegen. Nun haben die freien Gruppen, die mehr als 1300 Aufführungen im OFF-Programm des berühmten Theaterfestivals von Avignon planen, erklärt, dass sie nicht streiken werden. Zwar bleibe ihr Protest gegen die Regierungspläne bestehen, heißt es aus dem Festival-Büro. Sie hätten jedoch keine andere Wahl. Eine Absage der Aufführungen, für die sie zum Teil ein ganzes Jahr oder länger gearbeitet haben, würde für viele Compagnien den finanziellen Ruin bedeuten. Das Off-Festival in der südfranzösischen Stadt beginnt am 5. Juli.

Filmfestspiele Venedig: Filmkomponist leitet die Jury

Alexandre Desplat wird Jury-Präsident in Venedig

Damit steht zum ersten Mal in der Geschichte des Filmfestivals ein Komponist an der Spitze des Gremiums am Lido. „Wir können uns einiges erhoffen, denn Desplat hat ja mittlerweile mit fast allen in Hollywood und auch international zusammengearbeitet" kommentiert Patrick Wellinski aus der Filmredaktion Deutschlandradio Kultur die Wahl. "Desplats Blick auf das Kino ist anders als der Blick eines Autors oder Regisseurs oder eines Schauspielers Jetzt wird vielleicht ein Kino ausgezeichnet, das lyrisch ist. Daher finde ich, das ist eine mutige, wichtige Entscheidung." Der 53 Jahre alte Franzose hat unter anderem die Musik für die Harry-Potter-Verfilmungen, für "Monuments Men" und zuletzt für "Grand Hotel Budapest" und "Godzilla" geschrieben. Seine Kompositionen wurden häufig für einen Oscar nominiert und mehrmals mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Die diesjährigen Filmfestspiele von Venedig, deren Jury Alexandre Desplat nun also leiten wird, beginnen am 27. August.

Kulturnachrichten hören

Juni 2014
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

Fotografien von Susan MeiselasAnsichten eines Genozids
Auf diesem Bild sind Menschen zu sehen, die einer Exhumierung beiwohnen. (Susan Meiselas)

Zerfetzte Kleidungsstücke, Trümmer auf einem Hügel, Massengräber: Susan Meiselas zeigt in ihren Fotografien Spuren des Völkermords an den irakischen Kurden aus dem Jahr 1991. Ihre eindringlichen Bilder sind jetzt in Frankfurt am Main zu sehen.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur