Mittwoch, 28.07.2021
 

Kulturnachrichten

Freitag, 28. Mai 2021

Iris Hanika gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse

Die Schriftstellerin Iris Hanika hat den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Die 58-Jährige wurde in der Sparte Belletristik für ihren Roman "Echos Kammern" ausgezeichnet. In der Kategorie Sachbuch/Essayistik ging der Preis an die Ethnologin Heike Behrend für ihre Lebenserinnerung "Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung". Den Übersetzer-Preis erhielt Timea Tankó für die Übertragung von "Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus" aus dem Ungarischen. Der Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert. Für den Sieg gibt es in jeder Kategorie 15 000 Euro, die fünf Nominierten in jeder Sparte erhalten jeweils 1000 Euro. Nach der erneuten Absage der Buchmesse fand die Preisvergabe unter Corona-Bedingungen im Rahmen einer Sonderausgabe des Lesefestes "Leipzig liest" statt.

Tobias Hans gegen Verbot von Gendersprache

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat die Forderung seines CDU-Kollegen Ploß aus Hamburg nach einem Verbot genderneutraler Sprache an staatlichen Stellen zurückgewiesen. Hans sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", bisher habe man immer nur zu Männern geredet und Frauen einfach ungesagt einbezogen. Dies werde nun endlich geändert, und das sei gut so. Der Ministerpräsident warnte davor, die Diskussion zu ideologisieren. Der Vorsitzende der Hamburger CDU, Ploß, hatte zuletzt im "Spiegel" erklärt, er erwarte von Beamten, Lehrkräften und Dozenten, dass sie im Dienst gültige Regeln und Normen einhielten. Ploß kritisierte genderneutrale Sprache als künstlich, ideologisch motiviert und das Trennende betonend.

Hessischer Verlagspreis geht nach Frankfurt und Kassel

Die Frankfurter Verlagsanstalt erhält den mit 15.000 Euro dotierten Hessischen Verlagspreis 2021. Den Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro bekommt der Furore Verlag in Kassel. Das literarische Programm der Frankfurter Verlagsanstalt schenke "mit beeindruckender Konsequenz" junger Literatur wie etablierten Stimmen das Vertrauen, würdigte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn den Hauptpreisträger. Weltweit einzigartig und damit zurecht ausgezeichnet sei der auf Musiknoten von Komponistinnen spezialisierte Furore Verlag aus Kassel. Die Auszeichnung wird seit 2018 gemeinsam mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben.

Wiederentdecktes Meisterwerk von Bernini zu sehen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentieren seit Freitag ein bisher verloren geglaubtes Meisterwerk des Vatikan-Künstlers Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) in einer Ausstellung. Der Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor sei zufällig in der Dresdner Skulpturensammlung entdeckt worden, sagte Kuratorin Claudia Kryza-Gersch. Es galt als verschollen. Die Zuschreibung des kunstvollen Totenkopfs sei wegen der besonderen Provenienz des Stücks möglich gewesen, hieß es. Der Schädel stammt aus der Sammlung der Familie Chigi in Rom, die der sächsische Kurfürst August der Starke im Jahr 1728 ankaufen ließ. Das detailliert gearbeitete Werk zeige die große Virtuosität Berninis. Die Ausstellung "Bernini, der Papst und der Tod" ist bis zum 5. September in der Sempergalerie am Zwinger zu sehen.

Hongkong: Medienunternhemer Lai muss erneut in Haft

In Hongkong ist der chinakritische Medienunternehmer Jimmy Lai wegen seiner Rolle bei den Protesten gegen die Regierung und den wachsenden Einfluss Pekings erneut zu einer Gefängnisstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Er habe trotz der absehbaren Gefahr gewaltsamer Ausschreitungen am chinesischen Nationalfeiertag am 1. Oktober 2019 zu einer Demonstration aufgerufen, befand das Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Lai und neun weitere angeklagte Aktivisten der Demokratiebewegung hatten sich kürzlich schuldig bekannt, eine nicht genehmigte Kundgebung organisiert zu haben. Die anderen Aktivisten erhielten Haftstrafen von bis zu 18 Monaten.

Brexit-Minister lehnt Verantwortung für ESC-Pleite ab

Das miserable Abschneiden Großbritanniens beim Eurovision Song Contest (ESC) hat das britische Parlament erreicht. Brexit-Minister David Frost musste sich im Oberhaus fragen lassen, ob er Verantwortung übernehme für die "Demütigung" beim ESC. Frost, der den Brexit-Handelspakt mit der EU ausgehandelt hatte, wies das zurück. Großbritannien mit Sänger James Newman hatte beim ESC ohne einen einzigen Punkt den letzten Platz belegt. In sozialen Netzwerken machten Kommentatoren nur halb im Spaß den Brexit für das schlechte Abschneiden des Mutterlands des Pop verantwortlich. Auch fast ein halbes Jahr nach dem endgültigen Austritt aus der Europäischen Union gibt es noch immer keine Vereinbarung mit der EU über Arbeitsvisa für Kunstschaffende.

Schauspieler stoßen Rassismus-Debatte in Mexiko an

Mit einer Kampagne in sozialen Netzwerken wollen nicht-weiße Filmstars in Mexiko für Respekt und Vielfalt im eigenen Land werben. Schauspieler und Schauspielerinnen wie die mit einer Oscar-Nominierung ausgezeichnete Indigene Yalitza Aparicio ("Roma") veröffentlichen seit Tagen Fotos von sich selbst mit dem Hashtag #PoderPrieto (Dunkle Power). José Aguilar, der Leiter der Plattform RacismoMX, sagte der Deutschen-Presse Agentur, dass die Mehrheit der Mexikaner dunkle Haut habe, aber viele würden diskriminiert.

Oscar-Gala 2022 findet erst im März statt

Die Oscar-Trophäen sollen im kommenden Jahr nicht wie ursprünglich geplant im Februar, sondern erst Ende März vergeben werden. Die Filmakademie in Beverly Hills gab die Eckdaten für Hollywoods wichtigste Preisverleihung
bekannt. Die 94. Academy Awards sollen demnach am 27. März 2022 im
traditionellen Dolby Theatre in Hollywood über die Bühne gehen.
Zunächst hatten die Veranstalter Ende Februar terminiert. Die Oscar-Nominierungen sollen am 8. Februar verkündet werden. Die 93. Verleihung der Academy Awards Ende April hatte wegen Corona in einem deutlich kleineren Rahmen stattgefunden.

Holocaust-Ausstellung auf Arabischer Halbinsel

In Dubai ist die erste Ausstellung zum Holocaust auf der Arabischen Halbinsel eröffnet worden. "We Remember" heißt die Schau im Museum Crossroads of Civilizations, die nach Worten der Betreiber zu einer Dauerausstellung werden soll.
Das 2012 gegründete und privat geführte Museum befasst sich unter anderem mit Themen rund um Toleranz und Multikulturalismus.

Mit dem Broadway kommeb die Tony Awards zurück

Mit den Theaterstücken und Musicals des New Yorker Broadway kommen nach der Corona-Pause auch die Tony Awards zurück. Die Theaterpreise, die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie nicht verliehen wurden, sollen bei einer Gala am 26. September wieder vergeben werden, teilten die Organisatoren mit. Die Theater des Broadways sind wegen der Pandemie seit März 2020 größtenteils geschlossen. Ab dem 14. September dürfen die Säle aber wieder mit einer Kapazität von 100 Prozent genutzt werden.

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