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Kulturnachrichten

Dienstag, 18. Mai 2021

US-Schauspieler Charles Grodin gestorben

Der US-Schauspieler Charles Grodin ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren in seinem Haus im US-Staat Connecticut an Krebs. Das berichtet die "New York Times". Grodin trat als Schauspieler zunächst am New Yorker Broadway auf. Erste Rollen vor der Kamera hatte er in Filmen wie "Rosemaries Baby". Bekannt wurde er vor allem in den 1980er Jahren durch Komödien wie "Die Frau in Rot" und an der Seite von Robert De Niro in der Action-Comedy "Midnight Run". Erfolg hatte er auch mit dem Familienfilm "Ein Hund namens Beethoven", in dem er den Vater spielte.

Chöre befürchten Mitgliederschwund wegen Corona

Chöre in Deutschland, Österreich und der Schweiz befürchten nach einer Online-Befragung einen dauerhaften Mitgliederschwund wegen der Corona-Pandemie. Fast 60 Prozent der befragten 4.300 Chöre erwarten, dass sie nach der Pandemie weniger Sängerinnen und Sängern haben werden, teilte die Universität Frankfurt am Main mit. Nur weniger als ein Drittel der Chöre konnte die Mitgliederzahl halten. Besonders gravierend ist die Lage bei den mehr als 580 befragten Nachwuchschören. Fast jeder achte Kinder- und Jugendchor existiert nicht mehr. Allein in Deutschland gibt es mehr als vier Millionen aktive Chorsängerinnen und -sänger.

Leipziger Bach-Wettbewerb erneut abgesagt

Der Internationale Bach-Wettbewerb in Leipzig kann wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht ausgetragen werden. Die Veranstalter sähen das auf dem regen Austausch der Beteiligten beruhende Konzept akut gefährdet, teilte das Leipziger Bach-Archiv mit. Hinzu kämen Reisebeschränkungen und mögliche Quarantäneauflagen. Insgesamt hatten sich 114 junge Musikerinnen und Musiker aus 23 Ländern für den Wettbewerb qualifiziert. Sie hatten ursprünglich schon im Juli 2020 an die einstige Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs kommen sollen.

Italienischer Liedermacher Franco Battiato gestorben

Der italienische Musiker, Liedermacher und Filmregisseur Franco Battiato ist gestorben. Das bestätigte die Gemeinde Milo auf Sizilien, wo der Künstler gelebt hatte. Battiato wurde 76 Jahre alt. Er wurde in den 70er Jahren zu einer der herausragenden Persönlichkeiten der italienischen Musik. 1984 vertrat er als Teil des Popduos Alice & Battiato sein Land beim Eurovision Song Contest. Battiato komponierte auch für andere Stars, etwa für Milva.

Kritik an Facebook-News

Das soziale Netzwerk Facebook hat in Deutschland einen gesonderten Bereich für journalistische Inhalte gestartet. In den "Facebook News" wird ab sofort eine Auswahl von Nachrichteninhalten von derzeit 35 Verlagen mit mehr als 100 Medienmarken präsentiert. Der Verleger Wolfram Weimer warnte vor einem Monopol von Facebook und Google. Der gesamte Werbemarkt wachse den US-Giganten zu, so Weimer im Deutschlandfunk Kultur. "Es findet eine Machtverschiebung im Geld und dann auch im publizistischen Einfluss statt hin zu den amerikanischen Digitalkonzernen", so Weimer. "Die bauen die großen Nachrichten-Informations-Highways der Zukunft, und wir können auf den Grünstreifen gerade noch unsere Gänseblümchen pflanzen."

Staatliche Museen zu Berlin öffnen wieder

Wegen der sinkenden Zahl an Corona-Infektionen öffnen die Staatlichen Museen zu Berlin größtenteils am Freitag wieder ihre Häuser für Publikum. Zugänglich sein werden die Alte Nationalgalerie, das Neue Museum, das Pergamonmuseum und das Bode-Museum sowie die James-Simon-Galerie und die Friedrichswerdersche Kirche, wie die Museen mitteilten. Am Kulturforum öffnen demnach die Gemäldegalerie, das Kupferstichkabinett, die Kunstbibliothek sowie die Sonderausstellungshalle für Besucher. Ebenso werden der Hamburger Bahnhof, das Museum Berggruen, die Sammlung Scharf-Gerstenberg, das Museum für Fotografie und das Museum Europäischer Kulturen wieder geöffnet. Der Besuch ist nur mit einem tagesaktuellen und negativen PCR- oder Schnelltestergebnis, einer FFP2-Gesichtsmaske sowie einem vorab online gebuchten Zeitfenster-Ticket möglich.

ZDF-Intendant gegen gemeinsame Internet-Plattform

ZDF-Intendant Thomas Bellut lehnt eine gemeinsame öffentlich-rechtliche Plattform im Internet ab. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er, ARD, ZDF und Deutschlandradio bräuchten auch künftig eigene Adressen und gebündelte Angebote, um sich im Wettbewerb mit privaten Anbietern und globalen Plattformen behaupten zu können. Das schließe allerdings eine "sehr enge Zusammenarbeit" nicht aus. Einer langfristigen Fusion von ARD, ZDF und Deutschlandradio erteilte Bellut eine eindeutige Absage. Solche Überlegungen hatten die Mittelstandsvereinigung der Union und Teile der FDP angestellt.

Pham Doan Trang ist Ehrenmitglied des deutschen PEN

Das deutsche PEN-Zentrum ernennt die unabhängige Journalistin Pham Doan Trang zum Ehrenmitglied und fordert deren sofortige Freilassung. Sie gilt als eine der bekanntesten Kritikerinnen der vietnamesischen Regierung und wurde vor sieben Monaten in ihrer Wohnung in Ho-Chi-Minh-Stadt festgenommen. Wegen angeblicher Propaganda gegen den Staat drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft. Das deutsche PEN-Zenrum teilte mit, Trang sei der Kontakt zu ihrer Familie und zu ihrem Anwalt untersagt. Man fordere ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und versichere ihr die uneingeschränkte Solidarität. Trang hat das Onlinemagazin Luât Khoa gegründet und ist Redakteurin bei thevietnamese. Beide Medien erleichtern es den vietnamesischen Bürgerinnen und Bürgern, die Gesetze des Landes zu verstehen, ihre Rechte zu verteidigen und sich gegen die autoritäre Herrschaft der Kommunistischen Partei zu widersetzen.

Weitere Festnahme nach Juwelendiebstahl

Die Polizei hat einen weiteren Verdächtigen des Juwelen-Diebstahls aus dem Grünen Gewölbe in Dresden gefasst. Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte mit, der Mann sei in Berlin-Neukölln bei einer Razzia festgenommen worden. Nach dem 22-Jährigen war international gefahndet worden, er wurde umgehend nach Dresden gebracht. Dort sitzt er nun in Untersuchungshaft. Bei dem spektakulären Coup in dem sächsischen Schatzkammer-Museum vor eineinhalb Jahren hatten die Täter Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert erbeutet. Von der Beute fehlt bislang jede Spur.

Dichter Said im Alter von 73 Jahren gestorben

Der aus dem Iran stammende Dichter Said ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren, wie das PEN-Zentrum am Montag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte. Said, der seit Jahrzehnten in München lebte, ist vor allem als Verfasser von Gedichten, aber auch Hörspielen, Aufsätzen und Reden bekannt. Sein erster Gedichtband erschien 1981. Von 1995 bis 1996 war er Vizepräsident und Beauftragter des westdeutschen PEN-Zentrums für das "Writers in Prison Committee". In dieser Zeit vermittelte er iranische Literatur an deutschsprachige Verlage. In seinen Texten verarbeitete Said häufig sein Leben im deutschen Exil. Ein Hauptmotiv seiner Gedichte war die Liebe. Für sein schriftstellerisches Werk, aber auch seinen politischen Einsatz erhielt Said zahlreiche Auszeichnungen.

Große Fusion rund um HBO und Warner Bros.

In der US-Medien-Branche haben sich mehrere große Unternehmen zusammengeschlossen, um besser mit den Streaming-Diensten von Netflix und Disney konkurrieren zu können. Das Hollywood-Studio Warner Bros. sowie TV-Sender wie HBO und CNN kommen unter einem Dach mit Kanälen wie Eurosport zusammen. Der Telekommunikations-Konzern AT&T spaltet dafür seine Sparte WarnerMedia ab und legt sie mit dem TV-Konzern Discovery zusammen. AT&T soll davon unter anderem mit 43 Milliarden Dollar in bar sowie Aktien profitieren. Die Anteilseigner von AT&T sollen zudem eine Mehrheit von über 70 Prozent an der neuen Firma erhalten. Ihr Name ist noch nicht bekannt. Das Fernseh- und Filmgeschäft befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel mit dem Vormarsch von Streaming-Diensten. Dieser wird durch Corona-Pandemie noch einmal beschleunigt.

Philip-Roth-Biograf Bailey findet neuen Verlag

Der mit Übergriffsvorwürfen konfrontierte US-Autor Blake Bailey hat einen neuen Verlag für seine Philip-Roth-Biografie gefunden. Die Taschenbuch-Ausgabe werde ab 15. Juni zu haben sein, teilte der Verlag Skyhorse Publishing mit. Eine Hörbuchausgabe und ein E-Book sollten schon ab Mittwoch zur Verfügung stehen. Bailey hatte seit 2012 an seiner Biografie des 2018 verstorbenen Roth gearbeitet, mit dem er ausgiebige Gespräche führte. Anfang April kam das Buch bei Norton and Company heraus und schaffte es auf die Bestsellerliste der "New York Times". Zwei Wochen danach berichteten mehrere Medien über Vorwürfe von Frauen, die der Englischlehrer Bailey in den 90er Jahren als Schülerinnen unterrichtet hatte. Zwei ehemalige Schülerinnen und eine Verlagsleiterin warfen Bailey vor, er sei sexuell übergriffig geworden. Obwohl Bailey die Vorwürfe bestritt, stoppte Norton den Druck des Buches und stellte die Zusammenarbeit ein. Die Chefin des Autorenverbandes PEN America, Suzanne Nossel, warnte davor, das Vorgehen des Verlags zur Norm zu machen. Dann müssten möglicherweise tausende von Büchern aus dem Verkehr gezogen werden.

Händel-Festspiele 2021 in Halle digital

Nach der Absage der Händel-Festspiele in Halle wegen der Corona-Pandemie gibt es für Fans der Barockmusik ein digitales Angebot. Vom 28. Mai bis 13. Juni 2021 werden online Konzerte und Operninszenierungen gezeigt, wie die Organisatoren mitteilten. Unter "www.haendel.digital" stehen verschiedene Video-Angebote auf dem Programm des Festivals unter dem Motto "Helden und Erlöser". Das Musikfest in der Geburtsstadt des Komponisten Georg Friedrich Händel war bereits im vergangenen Jahr abgesagt worden. Normalerweise kommen jährlich Zehntausende von Besuchern und Musikern aus der ganzen Welt zu dem Klassik-Festival.

Bund fördert Orchester mit 7,4 Millionen Euro

Der Bund unterstützt Orchester auch weiterhin auf neuen Wegen der Erarbeitung, Präsentation und Vermittlung von Musik. Das Förderprogramm "Exzellente Orchesterlandschaft" werde in diesem Jahr mit 7,4 Millionen Euro fortgesetzt, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin mit. Die Hilfe richtet sich an öffentlich und frei finanzierte Orchester und Ensembles vergleichbarer Größe. Für einzelne Klangkörper sind bis zu 400.000 Euro Förderung über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren möglich. Über das seit 2017 bestehende Programm wurden bis 2019 unter anderem die Südwestdeutsche Philharmonie in Konstanz, das Philharmonische Orchester Vorpommern und das Ensemble Musikfabrik aus Köln gefördert. Im vergangenen Jahr wurden die Mittel wegen der Corona-Krise als Soforthilfe für die freie Orchesterszene genutzt.

Udo Lindenberg soll Ehrenbürger Hamburgs werden

Udo Lindenberg soll Ehrenbürger seiner Wahlheimatstadt Hamburg werden. Dies teilte der Senat der Hansestadt am Montag zum 75. Geburtstag des Rockmusikers mit. "Er hat Hamburg geprägt und Hamburg ihn", begründete Regierungschef Peter Tschentscher (SPD) den Beschluss des Senats. In Anerkennung seiner großen künstlerischen Leistungen und seines Lebenswerks, das unter anderem auch das Engagement für Freiheit sowie gegen Diskriminierung umfasse, solle Lindenberg daher die Ehrenbürgerschaft verliehen werden. Tschentscher erklärte: "Seine Persönlichkeit und seine Musik haben ganze Generationen geprägt." Lindenberg wurde am 17. Mai in Gronau geboren, hat seinen Lebensmittelpunkt aber seit Jahrzehnten in Hamburg. Er wohnt dort im Luxushotel "Atlantic".

"Luchs"-Kinderbuchpreise für Steinhöfel und Nilsson

Die "Luchs"-Preise für das beste Kinder- und Jugendbuch der Jahre 2019 und 2020 werden digital verliehen. Aufgrund des pandemiebedingt entfallenen Festaktes im vergangenen Jahr sei die Veranstaltung nun als Doppelpreisverleihung geplant, teilten die Organisatoren am Montag mit. Den "Luchs" 2020 bekommt der deutsche Schriftsteller Andreas Steinhöfel für sein Kinderbuch "Rico, Oskar und das Mistverständnis". Für 2019 geht der Preis an die schwedische Schriftstellerin Frida Nilsson sowie die Übersetzerin Friederike Buchinger für das Kinderbuch "Sasja und das Reich jenseits des Meeres". Die Auszeichnungen sind mit jeweils 8.000 Euro dotiert. Der Preis wird seit 1986 von der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" und dem Sender Radio Bremen vergeben.

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