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Samstag, 15.05.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 15. Mai 2021

Der Tänzer Raimund Hoghe ist gestorben

Der Choreograph, Tänzer, Filmemacher und Autor Raimund Hoghe ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Er sei einer der "wichtigsten Protagonisten des zeitgenössischen Tanzes" gewesen, teilte das Tanzhaus NRW in Düsseldorf mit. Hoghe sei in den 1980er Jahren als Dramaturg für die renommierte Wuppertaler Choreographin Pina Bausch tätig gewesen. Hoghes Stücke befassten sich mit gesellschaftspolitischen Themen, wie dem Umgang mit Geflüchteten. Für seine Arbeiten hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis geehrt.

Deutschland vor Abkommen mit Namibia

Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia über den Umgang mit den Verbrechen des Kolonialismus stehen kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen des Deutschlandfunks gibt es in den wichtigsten Punkten eine Einigung. Offen war demnach zuletzt noch die Höhe der Wiedergutmachungszahlungen, mit denen die Bundesregierung die sozialen Folgen des Vernichtungskriegs gegen die Volksgruppen der Herero und Nama abmildern will. Die Bundesregierung ist zudem bereit, die Tötung zehntausender Menschen in der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika aus heutiger Sicht als Völkermord anzuerkennen. Ein Aussöhnungsabkommen beider Staaten könnte laut Deutschlandfunk noch an diesem Wochenende fertiggestellt werden.

Japanische Architektin Sejima leitet Biennale-Jury

Die Japanerin Kazuyo Sejima wird 2021 die Preisjury bei der Architekturbiennale in Venedig leiten. Das gaben die Veranstalter in der Lagunenstadt bekannt. Die Präsentation der 17. Internationalen Architekturbiennale unter dem Motto "How will we live together?" (Wie wollen wir zusammenleben?) startet am 22. Mai für das Publikum. Zur Ausstellung, die bis 21. November läuft, soll trotz Corona-Beschränkungen auch Publikum Zutritt haben. Sejima wurde 2010 mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet und war im selben Jahr selbst Kuratorin der Architekturbiennale. Die Fachjury vergibt unter anderem den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag und den Goldenen Löwen für den besten Teilnehmer der internationalen Schau.

Picasso-Bild für 103,4 Millionen Dollar versteigert

Bei einer Auktion in New York hat ein Bild des spanischen Malers Pablo Picasso für 103,4 Millionen Dollar (85,4 Millionen Euro) den Eigentümer gewechselt. Das 1932 vollendete Werk "Sitzende Frau am Fenster (Marie-Thérèse)" ist damit das fünfte Picasso-Werk, das die Marke von 100 Millionen Dollar überschritten hat. Der bisherige Eigentümer hatte das Gemälde erst vor acht Jahren erworben. Damals hatte er dafür in London weniger als die Hälfte des nun erzielten Preises gezahlt.

Aquarell von Kandinsky wieder aufgetaucht

Nach über 70 Jahren ist das Kunstwerk "Gebogene Spitzen" des russischen Malers Wassily Kandinsky wieder aufgetaucht. Experten konnten die Arbeit mit einem Schätzpreis von rund 300 000 Euro zweifelsfrei zuordnen, teilte das Münchner Kunst-Auktionshaus Ketterer Kunst mit. Das Aquarell stamme aus dem Nachlass einer rheinländischen Privatsammlung und soll nun Mitte Juni in der bayerischen Landeshauptstadt versteigert werden. Das Aquarell soll bereits zu Lebzeiten Kandinskys (1866-1944) ausgestellt gewesen sein - etwa in Berlin, Paris oder Stockholm. 1932 endete die Ausstellungshistorie, wie das Auktionshaus mitteilte. Später soll Kandinsky das Werk einem Kunsthändler gegeben haben, der es nach aktuellem Kenntnisstand der Experten 1949 verkaufte. Anschließend verlor sich die Spur des Kunstwerks.

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