Seit 00:05 Uhr Chormusik

Mittwoch, 16.10.2019
 
Seit 00:05 Uhr Chormusik

Kulturnachrichten

Dienstag, 8. Mai 2018

Juliane Koren mit 67 Jahren gestorben

Schauspielerin war viele Jahre Ensemblemitglied am Schauspielhaus Hamburg

Die Schauspielerin Juliane Koren ist tot. Das hat das Deutsche Schauspielhaus Hamburg mitgeteilt. Von 2005 bis 2013 gehörte Koren zum Ensemble des Hamburger Theaters und spielte anschließend dort weiterhin als Gast. Im vergangenen Jahr war sie in Ingrid Lausunds Inszenierung "Trilliarden - Die Angst vor dem Verlorengehn" zu sehen. In der DDR war die gebürtige Weimarerin nach ihren Titelrollen in "Dornröschen" (1971) und "Meine Schwester Tilli" (1972) ein Publikumsliebling. Insgesamt wirkte sie in mehr als 20 Film- und Fernsehproduktionen der DEFA mit, unter anderem an der Bühnenverfilmung "Das Tagebuch der Anne Frank" (1982). Nach der Wende ging sie zunächst ans Schauspielhaus Bochum und zum Staatstheater Stuttgart. Ab 2005 wirkte sie am Hamburger Schauspielhaus. "Dass diese so liebenswerte, mutige, sensible und weise Künstlerin nun nicht mehr bei uns sein wird, ist eine Nachricht, die uns zutiefst traurig macht" erklärte die Hamburger Intendantin Karin Beier. "Nicht zuletzt mit ihrem letzten großen Monolog in 'Trilliarden', einem Monolog über das Sterben, wird sie uns in Erinnerung bleiben."

Filmfestival von Cannes hat begonnen

Eröffnungsfilm von Regisseur Asghar Farhadi

Das 71. Internationale Filmfestival Cannes ist gestartet. Vor dem Eröffnungsfilm "Everybody knows" von Asghar Farhadivon war der iranische Regisseur mit seinen beiden Hauptdarstellern Penélope Cruz und Javier Bardem über den roten Teppich vor dem Festivalpalast gelaufen. Farhadi drehte für "Everybody knows" zum ersten Mal auf Spanisch. Der Film erzählt von einer Spanierin, die in Argentinien lebt und für eine Hochzeit in ihre Heimat zurückkehrt. Ihre Tochter ist auch dabei, doch dann verschwindet diese plötzlich spurlos. Insgesamt stehen 21 Beiträge im Wettbwerb. Die Goldene Palme für den besten Film wird am 19.Mai verliehen. Vorsitzende der internationalen Jury ist die australische Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Cate Blanchett. Deutsche Filmemacher sind dieses Mal nicht im Wettbewerb vertreten.

Kennedy Center erkennt Bill Cosby Ehrungen ab

80-Jährigem drohen nach gerichtlichem Schuldspruch 30 Jahre Haft

Das Kennedy Center in Washington, DC hat dem wegen sexuelle Missbrauchs schuldig gesprochenen US-Schauspieler Bill Cosby zwei Ehrungen aberkannt. Cosbys Taten hätten "die beruflichen Erfolge, die mit den Auszeichnungen des Kennedy Centers gewürdigt werden sollen, überschattet", erklärte das renommierte Kulturzentrum. Cosby hatte 1998 den Kennedy-Preis erhalten und 2009 den ebenfalls vom Kennedy Center vergebenen Mark-Twain-Preis für amerikanischen Humor. Die Aberkennung der Ehrungen erfolgte wenige Tage, nachdem Cosby von der Oscar-Akademie ausgeschlossen wurde. Für einen Missbrauchsfall aus dem Jahr 2004 wurde der 80-Jährige in der vergangenen Woche schuldig gesprochen. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft.

Musiker Abi Ofarim beigesetzt

80-Jähriger in München bestattet

Der am vergangenen Freitag gestorbene Musiker Abi Ofarim ist auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in München beerdigt worden. Ein Trauermarsch mit den Söhnen Tal und Gil Ofarim an der Spitze geleitete den Sarg zum Grab. Zu der Beisetzung waren auch Prominente wie Schauspieler Max Tidof und der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) gekommen. Der Sänger war im Alter von 80 Jahren in München gestorben. Ofarim hatte in den 1960er Jahren mit seiner ersten Frau Esther große Erfolge gefeiert ("Cinderella-Rockefella", "Morning of my Life"). 59 Goldene Schallplatten gewann er in seiner Karriere.

Aachener Friedenspreis-Träger bekanntgegeben

Preis geht nach Kolumbien und Berlin

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an die kolumbianische Menschenrechts- und Entwicklungsorganisation "Concern Universal Colombia". Nationaler Preisträger ist das Berliner Aktivistenkollektiv "Peng!", wie die Friedenspreisinitiative am Dienstag in Aachen mitteilte. Die mit jeweils 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Antikriegstag, am 1. September, verliehen. Mit dem Aachener Friedenspreis werden seit 1988 Menschen geehrt, die sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Er wird von rund 50 Gruppen sowie von etwa 350 Einzelpersonen getragen, die im Verein "Aachener Friedenspreis" zusammengeschlossen sind.

Belgische Chansonsängerin Maurane gestorben

57-Jährige hatte Pläne für eine Comeback-Tour

Die belgische Chansonsängerin Maurane ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Sie wurde am Montagabend tot in ihrem Haus in ihrer Heimatstadt Brüssel gefunden worden, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Brüsseler Staatsanwaltschaft berichtet. Die Todesursache ist noch unklar, Hinweise auf Fremdverschulden gab es nicht. Zu den bekanntesten Liedern von Maurane gehören "Sur un prélude de Bach" und "Toutes les mamas". Ihr letztes Album "Ouverture" erschien 2014. Zwei Jahre später musste sie sich wegen Problemen mit ihren Stimmbändern zurückziehen. Am vergangenen Wochenende
feierte Maurane ihr Comeback bei einem Konzert in Brüssel. Im März 2019 sollte ihre neue Tour starten.

Römische Basilika Santa Maria restauriert

Arbeiten wurden nach 16 Monaten beendet

Die Fassade der römischen Basilika Santa Maria in Trastevere ist wieder vollständig zu bewundern. Gearbeitet wurde vor allem an den Fresken des Giebels und der seitlichen Fassadenteile, die durch Witterungseinflüsse stark verwaschen waren. Auch das zentrale Mosaik aus dem 13. Jahrhundert, das die Muttergottes flankiert von den törichten und klugen Jungfrauen zeigt, wurde restauriert. Für den künftigen Erhalt der Fassade soll ein neues Ableitsystem für das Regenwasser sorgen. Zudem wurden die Fresken chemisch konserviert. Die Kosten der Restaurierung beliefen sich auf knapp 400.000 Euro.

Oberhausener Festival ehrt Deimantas Narkevicius

Kurzfilmtage-Hauptpreis geht an litauischen Filmemacher

Der litauische Filmemacher Deimantas Narkevicius hat für seine Arbeit "Flecken und Kratzer" den Hauptpreis der 64. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen erhalten. Ausgezeichnet wurde seine experimentelle 3D-Arbeit, die mit der "Polarität zwischen dem Abgebildeten und den physischen Spuren auf dem Bildträger - Kratzer und Flecken - spielt", wie die Festivalleitung mitteilte. Der "Große Preis der Stadt Oberhausen" ist mit 8000 Euro dotiert. Einen weiteren Preis erhielt die griechische Filmemacherin Eva Stefani für ihren Film "Hirografo", ein Portrait der Stadt Athen. Ebenfalls für ein Stadtporträt – über Moskau - wurde der russischen Regisseur Dimitri Venkov ausgezeichnet. Der mit 5000 Euro dotierte Preis des Landes NRW ging an den indischen Filmemacher Sorahrab Hura- für eine "faszinierend verdichtete und explosive Zustandsbeschreibung vom heutigen Indien".

Theater Cottbus: Stiftungsrat für Entlassung von Christ

Generalmusikdirektor soll nach Beschwerden gehen

Nach Vorwürfen über den Führungsstil des Generalmusikdirektors des Cottbusser Staatstheaters hat sich auch der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) für eine vorzeitige Beendigung der Anstellung ausgesprochen. Die Mitglieder des Gremiums seien betroffen über die Vorwürfe der Musiker gegen Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ, hieß es in einer Mitteilung nach einer außerordentlichen Sitzung des Stiftungsrates. Christ sei ein herausragender Dirigent und habe dem Orchester des Staatstheaters zu überregionalem Renommee verholfen. Trotzdem unterstütze man die Absicht von Intendant Martin Schüler, die Anstellung von Christ vorzeitig zu beenden. Der Vorstandsvorsitzende der Kulturstiftung, Martin Roeder, hatte Ende April mitgeteilt, Christ sei bis zum Ende der Spielzeit beurlaubt - und es werde die Beendigung des Arbeitsverhältnisses angestrebt. In den vergangenen Wochen war Kritik über Christs Führungsstil immer lauter geworden. Die Rede ist von cholerischen Ausfällen und Beleidigungen im Arbeitsalltag, über Jahre. Die Theaterleitung regte eine Auszeit Christs und einen Mediationsprozess an. Der Generalmusikdirektor dagegen habe eine Vertragsauflösung ins Spiel gebracht, hieß es.

Raubkunst-Werk aus Sammlung Stern zurückgegeben

Nach der Rückgabe hat es die Stadt Weinsberg gleich wieder gekauft

Die baden-württembergische Stadt Weinsberg hat ein Raubkunst-Gemälde aus der Sammlung des von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Kunstsammlers Max Stern zurückgegeben - und gleich wieder gekauft. Es handelt sich um "Die Weiber von Weinsberg" des Niederländers Gerrit Claesz. Bleker aus dem Jahr 1624, das im Weibertreu-Museum der Stadt hängt. Man sei sehr glücklich, da das Bild ein Kernstück der Sammlung sei und eng mit der Geschichte Weinsbergs verwoben, sagte der stellvertretende Bürgermeister Uwe Grobshäuser in München. Der Kaufpreis liege im fünfstelligen Bereich.

Schwedische Akademie bewilligt vier Austritte

Sitze können jetzt neu besetzt werden

Die krisengeplagte Schwedische Akademie macht Platz für neue Mitglieder in der Jury für den Literaturnobelpreis. Vier Rücktritte seien genehmigt worden, teilte das Gremium mit. Die Mitglieder Lotta Lotass, Klas Östergren, Sara Stridsberg und Kerstin Ekman seien nun offiziell ausgetreten. Damit können ihre Sitze neu besetzt werden. Möglich wurde das erst durch das Eingreifen von Schwedens König Carl XVI. Gustaf, der die jahrhundertealten Statuten der Akademie um ein Rücktrittsrecht ergänzte. Zuvor wurden die Plätze auf Lebenszeit vergeben und durften erst nach dem Tod eines Mitglieds neu besetzt werden - unabhängig davon, ob sich das Mitglied noch aktiv engagierte oder nicht. Aktuell sind in der Schwedischen Akademie nur noch 10 der einst 18 Mitglieder aktiv. Mehrere legten ihre Arbeit aus Protest dagegen nieder, wie die Akademie mit einem Belästigungs- und Korruptionsskandal umging. In Folge dessen wird in diesem Jahr kein Literaturnobelpreis vergeben. Die Jury verschob die Verleihung in der vergangenen Woche um ein Jahr auf 2019.

Kulturnachrichten hören

Mai 2018
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur