Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Sonntag, 18.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 30. Mai 2017

Slowenien will Keltenmünze zurück

Streit um Kulturgut landet vor Verwaltungsgericht

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat sich mit der Herkunft einer keltischen Münze befasst. Die Republik Slowenien und ein privater Sammler streiten um das seltene Stück. Slowenien betrachtet die Münze als sein Kulturgut und möchte sie zurückhaben. Der Privatmann will das Stück aber behalten. Er hatte es 2013 in einem englischen Auktionshaus für 3000 Britische Pfund ersteigert und nach Deutschland gebracht. Slowenien argumentiert, die Münze sei in Slowenien entdeckt worden und deshalb nationales Kulturgut. Der genaue Fundort ist aber ebenso strittig wie die Frage, ob und wie die Münze aus Slowenien herausgebracht wurde. Am Freitag will das Gericht sich schriftlich zum Tenor seiner Entscheidung äußern.

Benefiz-Konzert in Manchester mit Ariana Grande

Zum Gedenken an die Opfer des Terror-Anschlags

Nach dem Anschlag bei ihrem Konzert in Manchester wird Ariana Grande gemeinsam mit anderen Popstars in der englischen Stadt ein Benefizkonzert geben. Unter anderem werden am Sonntag im Cricket-Stadion von Old Trafford auch Künstler wie Coldplay, Justin Bieber, Katy Perry und Pharrell Williams auftreten, wie eine Sprecherin Grandes mitteilte. Der Erlös des Konzerts unter dem Motto "One Love Manchester" soll an einen Nothilfefonds gehen, den die Stadt Manchester und das Britische Rote Kreuz nach dem Anschlag eingerichtet hatte. Ein Selbstmordattentäter hatte bei dem Ariana-Grande-Konzert am Montag vergangener Woche einen Sprengsatz gezündet. 22 Menschen wurden getötet und Dutzende weitere verletzt.

Offener Brief zu EU-Datenschutzgesetz

Europäische Verlagshäuser protestieren gegen Brüsseler Pläne

Rund 30 europäische Verlagshäuser wenden sich in einem offenen Brief gegen die von der EU geplanten Änderungen im Datenschutz. Die vorgeschlagene Regelung erschwere Transparenz und die Kontrolle der Nutzer über die eigenen Daten, heißt es in dem Schreiben an das Europaparlament und den EU-Ministerrat. Zu den Unterzeichnern gehören die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Der Spiegel" sowie "Le Monde" und "Financial Times". EU-Parlament und Ministerrat beraten derzeit den Entwurf einer Verordnung zum Datenschutz in der elektronischen Kommunikation, die sogenannte ePrivacy-Verordnung. Grundsätzlich begrüßen die Pressehäuser das Gesetzesvorhaben. Sie stören sich aber an der Regelung, wie die Zustimmung der Nutzer zu bestimmten Nutzungen ihrer Daten eingeholt werden soll. Konkret geht es dabei um Cookies, die jeweils Daten sammeln und zum Beispiel personalisierte Werbung erlauben.

Anwalt aus NSU-Prozeß vertritt Präsident Erdogan

Jurist Mustafa Kaplan übernimmt das Mandat gegen Böhmermann

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lässt sich in seinem Klageverfahren gegen den Satiriker Jan Böhmermann künftig von dem Anwalt Mustafa Kaplan vertreten, wie Kaplan bestätigte. Erdogans bisheriger Anwalt Michael Hubertus von Sprenger hatte sein Mandant niedergelegt. Kaplan ist im NSU-Prozess in München als Anwalt eines der Nebenkläger aufgetreten. Er vertritt eines der Opfer des Nagelbombenanschlags der Neonazi-Zelle in der Kölner Keupstraße. In seinem Klageverfahren gegen Böhmermanns "Schmähgedicht" hatte Erdogan vor dem Hamburger Landgericht zuletzt einen Teilerfolg erzielt. Das Gericht verbot dem ZDF-Mann, bestimmte "ehrverletzende" Verse des Gedichts zu wiederholen. Böhmermann ging dagegen in Berufung, nun ist der Streit am Oberlandesgericht Hamburg anhängig.

Deutsche Staatsphilharmonie: Auch der Intendant geht

Gründe von Michael Kaufmann noch unklar

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Chefdirigenten und Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens hat nun auch Intendant Michael Kaufmann angekündigt, dass er seinen Vertrag nicht verlängert. Das teilte das Kulturministerium in Mainz mit. 2015 hatte das Ensemble den Echo Klassik als "Orchester des Jahres" erhalten. Weshalb Kaufmann nach August 2018 nicht mehr in Ludwigshafen weitermachen möchte, war zunächst unklar. Die Zeitung "Rheinpfalz" berichtete, es sei nicht gelungen, zwischen Kaufmann und Teilen des Orchesters zu vermitteln. Kaufmann habe wie Steffens über mangelnde finanzielle Rückendeckung geklagt.

Solidarität mit Kirill Serebrennikow

Bühnenverein setzt sich für russischen Theatermacher ein

In einem offenen Brief hat der Deutsche Bühnenverein gegen das Vorgehen der russischen Staatssicherheit gegen das renommierte Moskauer Gogol Zentrum und dessen Leiter, Kirill Serebrennikow, protestiert. Maskierte und bewaffnete Sicherheitskräfte hatten am 23. Mai das Theater und die Wohnung des Regisseurs durchsucht und ihn festgenommen. "Angesichts bedrohter Freiräume für unabhängige und kritische Kunst in Russland hoffen wir auf eine umgehende und faire Aufklärung der erhobenen Vorwürfe und die uneingeschränkte Fortsetzung der krativen und mutigen Arbeit von Kirill Serebrfennikow", hieß es in dem Offenen Brief, der vom Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon unterzeichnet wurde. Die Ermittlungsbehörde hatte das Vorgehen damit begründet, dass es um die Veruntreuung öffentlicher Gelder gehe. Serebrennikow werde nicht als Verdächtiger, sondern als Zeuge geführt.

Retrospektive von Carolee Schneemanns Werk

Frankfurter MMK würdigt Pionierin der Performance-Kunst

Carolee Schneemann gilt mit ihren körperbezogenen Happenings als Pionierin der Performance-Kunst. Jetzt widmet das Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) der US-amerikanischen Künstlerin eine große Retrospektive. Vom 31. Mai bis 24. September ist das facettenreiche Werk der heute 77-Jährigen zu sehen, die in vielen künstlerischen Genres zu Hause ist. Erst vor wenigen Tagen hatte die Künstlerin auf der Biennale in Venedig einen Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk erhalten. In der Frankfurter Ausstellung sind rund 270 Arbeiten zu sehen. Die von Sabine Breitwieser aus Salzburg kuratierte Schau spannt einen Bogen von der früheren Malerei Schneemanns bis zu zeitgenössischen Installationen.

Kompromissvorschlag für Museum Moyland

Richter schlägt gütliche Einigung für Direktoren-Vertrag vor

Im Rechtsstreit um die künstlerische Leitung des renommierten Beuys-Museums Schloss Moyland am Niederrhein hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf eine gütliche Einigung vorgeschlagen. Sollten die Parteien nicht binnen zehn Tagen einem Verfahren unter Vermittlung eines Güterichters zustimmen, werde er ein Urteil verkünden, sagte der Vorsitzende Richter Alexander Schneider. Die langjährige künstlerische Direktorin Bettina Paust hatte in erster Instanz erfolgreich gegen ihre Rückversetzung auf den Posten der Vize-Direktorin geklagt. Die Stiftung Museum Moyland war dagegen in Berufung gegangen. Die Stiftung hatte den bis April 2016 befristeten Direktoren-Vertrag der 55-Jährigen nicht verlängert, aber auch keine neue Leitung präsentiert. Schneider ließ erkennen, dass er die Befristung des Vertrages für rechtens ansehe. Eine Rückversetzung Pausts auf den früheren Posten diene aber keiner Seite.

Kulturpreis Deutsche Sprache für Norbert Lammert

Auszeichnung für die Redekunst des Bundestagspräsidenten

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erhält den diesjährigen Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache. Lammert bekomme den Preis für die beispielhafte sprachliche Qualität seiner Reden, teilte der Sprecher der Jury, Helmut Glück mit. Für Lammert sei die Bedeutung der deutschen Sprache für das Gemeinwesen stets eine Leitlinie seines politischen Handelns gewesen. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird Lammert am 11. November in Kassel von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache verliehen. Lammert beherrsche die Kunst des politischen Argumentierens in Rede und Gegenrede wie kaum ein zweiter, heißt es in der Begründung der Jury.

Frank Castorf inszeniert "Les Miserables"

Intendant Oliver Reese stellt Programm für Berliner Ensemble vor

Der unfreiwillig scheidende Volksbühnen-Intendant Frank Castorf inszeniert am Berliner Ensemble als erstes Stück Victor Hugos sonst am Musicaltheater gespieltes Drama "Les Misérables", das Anfang Dezember Premiere hat. Das kündigte der neue Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, bei der Vorstellung seines Spielplans an. Castorf werde in den nächsten Jahren jährlich eine Inszenierung am Berliner Ensemble realisieren. Der vom Schauspiel Frankfurt kommende Reese löst am Berliner Ensemble den Theaterpatriarchen Claus Peymann ab, der die Bühne nach 18 Jahren verlässt. Castorf wiederum räumt den Chefposten an der Berliner Volksbühne für den umstrittenen Museumsmann Chris Dercon. Reese setzt für das neue Berliner Ensemble auf zeitgenössische Stücke und ein starkes Schauspieler-Ensemble. Der preisgekrönte Michael Thalheimer wird neuer Hausregisseur des Theaters.

Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen beschmiert

Protestaktion gegen traditionellen Walfang

Die Statue der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen ist mit roter Farbe beschmiert worden. Die Aktion war offenbar als Protest gegen die Waljagd auf den Färöer-Inseln gedacht. Den Bewohnern der Färöer-Inseln ist es erlaubt, in den Sommermonaten Grindwale in seichtes Wasser zu treiben und dort zu töten. Das Walfleisch und das Fett der Tiere werden unter den Bewohnern verteilt und nicht verkauft. Diese Tradition reicht zurück bis ans Ende des 16. Jahrhunderts. Die Kleine Meerjungfrau wurde vom dänischen Bildhauer Edvard Eriksen zu Ehren des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen entworfen. Seit 1913 sitzt sie auf einem Stein am Kopenhagener Hafen und ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in der dänischen Hauptstadt. Stadtangestellte begannen umgehend damit, die Farbe zu entfernen.

Katholische Uni zeigt Sammlung früher Schallplatten

Ausstellung mit 31 Raritäten der Tonkunst

Eine aktuelle Ausstellung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zeigt die wohl weltgrößte Sammlung von Schallplatten aus der Frühphase dieser Tonträger. Die Schau versammelt 31 Raritäten aus den Jahren 1890 bis 1893.
Die Tonträger sind Arbeiten des in Hannover geborenen Emil Berliners (1851-1929). Er wanderte 1870 in die USA aus und machte sich dort als Tüftler einen Namen. Dabei wurde er zum Erfinder von Schallplatte und Grammophon. Bei seinen in Eichstätt ausgestellten Werken handelt es sich um einseitig bespielte Platten aus Hartgummi, die eine Abspielzeit von etwa einer Minute haben. Die Exponate stammen ursprünglich aus dem Eichstätter Priesterseminar und wurden 1983 in den Bestand der Staats- und Seminarbibliothek der Universität übernommen.

Bibliothekartag fordert zeitgemäßes Urheberrecht

Abhängigkeit von großen Verlagen beklagt

Der Deutsche Bibliothekartag fordert, dass der Bundestag noch in dieser Legislaturperiode ein neues und zeitgemäßes Urheberrechts für die Wissenschaft verabschiedet. Man erwarte von dem im April beschlossenen Gesetzentwurf zur Reform des Urheberrechts klare und verständliche Regelungen, die in der Praxis umsetzbar seien, betonten der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und der Berufsverband Information und Bibliothek (BIB) zum Auftakt des von ihnen veranstalteten Bibliothekartages. Sie beklagten einen enormen Druck auf die Bibliotheken. Viele gäben bereits jetzt das meiste Geld für Lizenzen großer internationaler Verlage aus. Die Abhängigkeit werde zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Nutzung von Scans aus gedruckten Büchern und vertragliche Regelungen bei der Fernleihe unklar seien. Gedruckte Bücher seien wichtige Quellen für die Wissenschaft. Ihre Nutzung müsse durch das Urheberrecht praktikabel geregelt werden.

Verloren geglaubte Fayence-Stele aufgetaucht

Rückgabe an das Ägyptische Museum in Berlin

Ein gut 3000 Jahre altes Fragment einer ägyptischen Fayence-Stele soll wieder aufgetaucht sein, berichtet die Kunstzeitschrift "Weltkunst". Das Relief aus dem Ägyptischen Museum Berlin galt seit 1945 als im Krieg verschollen. Nun sei das Fragment in einem US-amerikanischen Museum wieder gefunden worden und sei nach Berlin zurückgegeben worden. Der Physiker und Soldat, Samuel Goudsmit,der als Leiter der sogenannten Alsos-Mission im Auftrag der US Army nach deutschen Atomlabors suchte, habe die blau glasierte Fayence-Stele aus dem 13. vorchristlichen Jahrhundert von Berlin aus nach Michigan mitgenommen, berichtet die "Weltkunst". Ab Juni wird das verschollene Fragment wieder auf der Museumsinsel ausgestellt.

Spotify richtet Millionen-Fonds ein

Einigung im Streit um Verwertungsrechte

Der Musikstreamingdienst Spotify hat in einem Streit mit US-Musikern um Verwertungsrechte eingewilligt, einen Fonds in Höhe von umgerechnet 38,88 Millionen Euro aufzulegen. Damit wendet Spotify eine Sammelklage ab, die zwei Musiker im Namen vieler Kollegen eingereicht hatten: Folksängerin Melissa Ferrick und der Sänger der Rockbands Camper Van Beethoven und Cracker, David Lowery, werfen dem Musikstreamingdienst vor, viele Songs und Stücke anzubieten, ohne sich beim jeweiligen Komponisten das Wiedergaberecht gesichert zu haben. Ferrick klagte auf 200 Millionen Dollar Entschädigung, Lowery auf 150 Millionen Dollar. Die Einigung auf den Fonds gaben Anwälte bekannt. Sie muss aber noch von einem Bundesrichter in New York abgesegnet werden. Spotify und andere Streamingdienste zahlen Künstlern und Komponisten Lizenzgebühren. Bei wenig bekannten oder älteren Songs sind diese aber oft schwierig aufzufinden. Sie sollen nun die ihnen zustehenden Lizenzgebühren aus dem Spotify-Fonds erhalten. Das Unternehmen verpflichtet sich außerdem, eine Stelle zu unterstützen, die dabei hilft, die Urheber aufzuspüren.

Kulturkanal Arte feiert 25-jähriges Bestehen

Am 30. Mai 1992 ging Arte auf Sendung

Mit einer Auswahl seiner erfolgreichsten Serien, Reportagen, Dokumentationen, mit Musikevents und ausgewählten Spielfilmen feiert der deutsch-französische Kulturkanal Arte diese Woche sein 25-jähriges Bestehen. Am 30. Mai 1992 um 17 Uhr ging Arte in Deutschland und Frankreich auf Sendung, heute hat sich der Kultursender, wenn auch in einer Nische, etabliert. Regelmäßig schalten 544.000 französische und 178.000 deutsche Zuschauer ein. In Zukunft sollen Zuschauer in ganz Europa erreicht werden, der Sender setzt dafür vor allen Dingen auf den Ausbau seiner Mediathek.

Wolf Erlbruch erhält Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis

Kinderbuchautor kann sich über mehr als 500.000 Euro freuen

Der deutsche Illustrator und Kinderbuchautor Wolf Erlbruch ist am Abend mit dem diesjährigen Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. Bei einem Festakt im Stockholmer Konzerthaus überreichte die schwedische Kronprinzessin Victoria dem Künstler die Auszeichnung. Der Preis ist mit fünf Millionen schwedischen Kronen (rund 517.000 Euro) dotiert und wird vom staatlichen schwedischen Kulturrat verwaltet. In der Begründung der Jury hieß es, Erlbruch erschließe Lesern aller Altersgruppen die großen Themen des Lebens. Zutiefst verwurzelt in einer humanistischen Grundhaltung zeige sein Werk mit Humor und Wärme das Kleine im Großen auf. Er sei ein Meister der Zeichenkunst. Der 1948 in Wuppertal geborene Erlbruch arbeitete nach einem Grafikdesignstudium überwiegend als Illustrator für Zeitschriften wie den "Stern". Sein erstes gestaltetes Kinderbuch war 1985 "Der Adler, der nicht fliegen wollte". 1989 folgte "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat". Das Buch wurde in 27 Sprachen übersetzt und erreichte eine weltweite Gesamtauflage von rund drei Millionen Exemplaren.

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