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Freitag, 13.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. Mai 2017

Art Berlin zeigt auch Kunst des 20. Jahrhunderts

Das meldet das Kunstmagazin "Monopol"

Im September werden die Art Berlin Contemporary und die Art Cologne erstmals zusammenarbeiten. Das ist seit einigen Wochen bekannt. Nun gibt es auch Einzelheiten zur Art Berlin: Im Unterschied zur ABC wird nicht nur ganz neue Kunst gezeigt, sondern auch Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Untertitel heißt die Messe nun "Fair for Modern and Contemporary Art". Auch das bisherige Format der Einzelpräsentationen wird aufgegeben. 100 Galerien nehmen an der Messe teil. Die Teilnehmerliste wird demnächst bekanntgegeben.

Facebook blockiert Holocaust-Leugnung nur in vier Ländern

Das berichten der britische "Guardian" und die "Süddeutsche Zeitung"

„Wir respektieren regionale Gesetze, wenn die Regierung deutlich gemacht hat, dass sie deren Umsetzung nachgeht“. So steht es in Schulungsunterlagen für Facebook-Mitarbeiter. Die Leugnung des Holocaust ist in 14 Ländern illegal. Aber "wir beziehen es nur auf die vier Länder, die dieses Thema bei uns aktiv verfolgen“ . Das sind laut dieser Unterlagen Deutschland, Großbritannien, Österreich und Israel. Dementsprechend entferne Facebook keine entsprechenden Inhalte „bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen“. In einer offiziellen Facebook-Mitteilung heißt es: „Wir nehmen Holocaust-Leugnung sehr ernst und entfernen diese beispielsweise in Deutschland. Wir erkennen die Bedeutung der Holocaust-Leugnung in Deutschland und in anderen Ländern und stellen sicher, dass unsere Mitarbeiter hierzu entsprechend trainiert und sensibilisiert sind.“

Dichter in Deutschland sind arme Poeten

Das besagt eine Umfrage des "Hauses für Poesie" in Berlin

200 Dichter wurden befragt. 55 Prozent antworteten auf die Frage, was sie mit ihrer Kunst im Jahr verdienen. Das Ergebnis: Nur jeder vierte Lyriker kommt mit seinen Gedichten auf mehr als 10.000 Euro im Jahr. 83 Prozent der befragten Poeten gaben an, auch mit Nebentätigen nur schlecht über die Runden zu kommen. Drei Viertel der Befragten leben demnach mit einem Jahresbruttoeinkommen unter dem Bundesdurchschnitt von 32.486 Euro. Für 77 Prozent liegen die Einnahmen jährlich bei 10.000 Euro oder weniger.

Kölner Archiv-Einsturz: Anklage nach acht Jahren

Kölner Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben

Acht Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung erhoben. Die Anklage richtet sich gegen sieben Personen, die am Ausbau der U-Bahn beteiligt waren. Es gehe um zwei Beschäftigte der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und um fünf Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Das größte deutsche Kommunalarchiv war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei Anwohner starben, der Schaden belief sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Von Anfang an war vermutet worden, dass unterirdische Bauarbeiten den Einsturz ausgelöst haben könnten. Markus Lempa, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft ARGE, in der die Baufirmen organisiert sind, teilte mit, es bleibe abzuwarten, ob das Landgericht Köln der Staatsanwaltschaft folgen werde. Die Untersuchungen am Unglücksort seien noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft steht unter großem Zeitdruck. Am 2. März 2019 endet die Zehnjahresfrist für den Fall. Sollte es bis dahin kein erstinstanzliches Urteil geben, wäre die juristische Schuld für den Einsturz verjährt.

Nominierte des Bachmann-Wettbewerbs stehen fest

Die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 5. bis 9. Juli statt

Die Nominierten für den 41. Ingeborg-Bachmann-Preis sind bekannt gegeben worden: vierzehn Autorinnen und Autoren treten bei den Literaturtagen in Klagenfurt gegeneinander an. Aus Deutschland sind Jörg-Uwe Albig, Eckhart Nickel, Noemi Schneider und Jackie Thomae nominiert. Außerdem werden Verena Dürr, Karin Peschka, Ferdinand Schmalz und Björn Treber aus Österreich sowie die Schweizer Daniel Goetsch, Urs Mannhart und Gianna Molinari Texte vortragen, ebenso wie die serbische Schriftstellerin Barbi Markovic und Maxi Obexer aus Südtirol. Mit Obexer, Schmalz und Goetsch sind gleich drei Dramatiker unter den nominierten Autoren. Eine Ausnahme bildet in diesem Jahr der US-amerikanische Schriftsteller John Wray, der zwar eine österreichische Mutter hat, aber auf englisch schreibt. Seine in Deutschland erschienenen Werke sind Übersetzungen. Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2017 wird am 9. Juli in Klagenfurt verliehen.

Käpt'n Blaubär-Erfinder Walter Moers ist 60

Auch an seinem runden Geburtstag hält er sich bescheiden zurück

"Das kleine Arschloch" wurde Mitte der 90er Jahre zum Renner. Der sexbesessene Junge mit der Knollennase verkaufte sich innerhalb weniger Monate fast eine Million Mal. Ins öffentlich-rechtliche Kinderprogramm brachte Walter Moers aber seinen Käpt'n Blaubär. Der 1999 erschienene, skurrile Fantasy-Roman, der auf dem Kontinent Zamonien mit viel Seemannsgarn spielt, wurde inzwischen in 14 Sprachen übersetzt. Aber auch an seinem 60. Geburtstag hält sich Walter Moers versteckt - wie schon seit 20 Jahren. Der gebürtige Mönchengladbacher brachte sich alles, was er kann, selbst bei. Vielleicht auch seinen Namen.

Fritz the Cat teuerster amerikanischer Comic

Bei einer Auktion erzielte er 717.000 US-Dollar

Ein Katzen-Comic hat bei einer Auktion in den USA einen Rekord aufgestellt. Das von Robert Crumb gezeichnete Cover für eine "Fritz the Cat"-Ausgabe des Jahres 1969 erzielte den höchsten Preis, der jemals für einen US-Comic gezahlt wurde. Das teilte das Auktionshaus Heritage Auctions mit. Fritz the Cat ist die legendäre faule Katze, die süchtig nach Sex und Drogen ist. Insgesamt erzielte die dreitägige Comic-Auktion in New York rund 8,3 Millionen US-Dollar.

Sachsen-Anhalt digitalisiert sein archäologisches Erbe

Das Projekt "Digital Heritage 2017/2018" wird mit 1,6 Millionen Euro unterstützt

Sachsen-Anhalts archäologisches Erbe wird digitalisiert. Wie das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und die Staatskanzlei in Halle mitteilten, werden Sammlungsbestände und Dokumentationen digitalisiert. Ziel sei es, das kulturelle Gedächtnis des Landes zu sichern, weiter zu erschließen und die Arbeit von Wissenschaftlern zu erleichtern. Angaben zu archäologischen Funden etwa gebe es derzeit zu einem Großteil nur auf Karteikarten. "Mit dem Digitalisierungsprojekt wird es uns gelingen, die vielfältigen Daten des Landesamtes dauerhaft zu sichern und auch viel schneller und effizienter Zugang dazu zu haben", erklärte Landesarchäologe Harald Meller. Zum Sammlungsbestand des Landesamtes gehören 15 Millionen Fundobjekte.

Solidarität mit Regisseur Serebrennikow

Chef des Moskauer Bolschoi-Theaters und viele Künstler halten zu dem Regisseur

Nach den Ermittlungen wegen angeblicher Veruntreuung hat sich der Generaldirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters, Wladimir Urin, mit dem russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow solidarisiert. Die Vorwürfe gegen seinen Kollegen seien falsch und nicht tragbar, sagte er in Moskau. "Er ist ein Künstler", sagte Urin. "Er ist nicht für die Finanzen zuständig." Der Bolschoi-Chef habe das auch in einem Brief an Präsident Wladimir Putin geschrieben, in dem er die Art und Weise der Ermittlungen und der Veröffentlichung anprangerte. Serebrennikow wurde am Dienstag verhört. Polizisten durchsuchten das Theater und seine Wohnung in Moskau. Es gehe um die Veruntreuung von 200 Millionen Rubel (rund 3,1 Millionen Euro) öffentlicher Gelder durch eine von Serebrennikow gegründete Firma zwischen 2010 und 2014, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee mit. Der Regisseur sei aber in dem Verfahren nur Zeuge, nicht Verdächtiger. In der Nacht auf Mittwoch wurden der ehemalige Generaldirektor und die Ex-Buchhalterin der Firma festgenommen. Künstler werteten das Vorgehen der Justizbehörde als Versuch, den Leiter des Moskauer Gogol-Theaters unter Druck zu setzen. Serebrennikow gilt als kritischer Theatermacher und könnte deshalb ins Visier der russischen Sicherheitsbehörden geraten sein, so die Vermutungen.

Änderung des EU-Rechts für Rundfunk und Fernsehen

Digitale Technologien werden zukünftig einbezogen

Eine "zukunftstaugliche Medienregulierung", die überfällig war: Mit diesen Worten hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Einigung des EU-Ministerrats zur Änderung der sogenannten AVMD-Richtlinie begrüßt. Deutschland und die übrigen EU-Länder hatten sich zuvor darauf verständigt, das EU-Recht auf nicht-lineare Angebote auszuweiten. So sollen künftig zum Beispiel auch On-Demand-Dienste verpflichtet sein, mindestens 30 Prozent europäische Inhalte anzubieten, um hiesige Werke zu fördern. Darüber hinaus sollen künftig beispielsweise auch YouTuber die Werbung auf ihren Kanälen klarer kennzeichnen. Die Reform ist damit aber noch nicht unter Dach und Fach. Der nächste Schritt ist die Kompromisssuche mit dem Europäischen Parlament.

Schuhenn neuer Rektor des Salzburger Mozarteums

Reiner Schuhenn setzte sich gegen Elisabeth Gutjahr und Regula Rapp durch

Der Universitätsrat hat sich in geheimer Abstimmung für den Dirigenten und ehemaligen Rektor der Kölner Hochschule für Musik und Tanz entschieden. Die Entscheidung für den 55jährigen als neuen Chef des Mozarteums soll im Laufe des Tages offiziell bekannt gegeben werden, meldet der österreichische "Standard". Derzeit ist Schuhenn künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs Köln.

DW-Reporter Niragira wieder frei

Der Journalist aus Burundi war im Kongo festgehalten worden

Einen Tag nachdem Antéditeste Niragira im Kongo aus der Haft entlassen wurde, kann er sich nun auch in seinem Heimatland wieder frei bewegen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur aus Bujumbura. Niragira war am Mittwoch vor einer Woche bei Recherchen in Gewahrsam genommen worden. Als Grund für seine Festnahme habe ihm der kongolesische Geheimdienst das Fehlen eines Schreibens genannt, das ihn als DW-Mitarbeiter identifizierte, sagte Niragira der Deutschen Presse-Agentur. Er habe vergessen, vorher solch ein Schreiben einzuholen. Der Journalist beschrieb die Zustände in dem Gefängnis in der ostkongolesischen Stadt Uvira als "katastrophal". Am Montag sei er dann freigelassen und an die Grenze von Burundi gebracht worden. In Burundi war 2015 eine politische Krise ausgebrochen, als sich Präsident Pierre Nkurunziza entgegen den Bestimmungen der Verfassung eine dritte Amtszeit gesichert hatte. Seither sind nach UN-Angaben mehr als 410 000 Menschen in Nachbarländer geflohen.

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