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Kulturnachrichten

Sonntag, 14. Mai 2017

Englands größte Pfarrkirche zum Münster erhoben

Die Dreifaltigkeitskirche in Kingston upon Hull wurde zwischen 1320 und 1500 erbaut

Englands größte Pfarrkirche im nordostenglischen Kingston upon Hull ist zum Münster erhoben worden. Wie die BBC berichtet, führte der anglikanische Erzbischof von York, John Sentamu, eine Schiffsprozession auf dem Fluss Humber an, um mit einer Laterne Kerzenlicht in die 700 Jahre alte Dreifaltigkeitskirche von Hull zu bringen. Mit dem Ehrentitel "minster" (Münster) kennzeichnet die anglikanische Kirche große Kirchen von regionaler Bedeutung. Das zwischen 1320 und 1500 erbaute Gotteshaus ist laut Bericht die größte Pfarrkirche des Landes, bezogen auf den Grundriss. Derzeit wird der Innenraum für mehrere Millionen Euro neu gestaltet. Zwischenzeitlich hatten Bürger der Stadt die Kirche vor der drohenden Schließung bewahrt. Die Dreifaltigkeitskirche ist die Taufkirche von William Wilberforce (1759-1833), des britischen Anführers im Kampf gegen Sklaverei und Sklavenhandel.

Skulptur im Museum Barberini mit Farbe beschädigt

Mann befestigte an Mattheuer-Skulptur ein Kreppband, das durch Regen abfärbte

Die Skulptur "Jahrhundertschritt" von Wolfgang Mattheuer (1927-2004) im Innenhof des Kunstmuseums Barberini in Potsdam ist mit roter Farbe beschädigt worden. Ein 74-jähriger Mann befestigte am Samstag an der Plastik ein circa 20 Meter langes rotes Kreppband, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Weil es regnete, habe das Rot den Sockel der Skulptur und Marmorplatten im Umfeld verfärbt. Den Beamten habe der Mann gesagt, dass er eine "Kunstaktion" vorhatte. Unklar blieb, ob er auch die Färbung beabsichtigte. Dem Polizeisprecher zufolge bekam der Mann ein Hausverbot und es wurde ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Im Sommer 2016 war die Bronzestatue mit einem Kran in dem Hof platziert worden. Von dem fünf Meter großen und 700 Kilogramm schweren Kunstwerk existieren sechs Fassungen.

Portugal gewinnt erstmals beim ESC

Sänger Salvador Sobral überzeugt Jury und Zuschauer

Portugal hat erstmals den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Sänger Salvador Sobral holte beim Finale in Kiew sowohl bei der Jury als auch bei der Zuschauerabstimmung die meisten Punkte und ließ das in beiden Wertungen zweitplatzierte Bulgarien deutlich hinter sich. Deutschland enttäuschte erneut: Levina wurde Vorletzte mit nur sechs Punkten und damit lediglich einem Punkt mehr als der Letzte Spanien. Sobral gewann den 62. ESC mit der ungewöhnlichen Jazzballade "Amar Pelos Dois", die seine Schwester geschrieben hat. Im Gegensatz zu den oft schrillen und auf Effekte setzenden ESC-Liedern handelte es sich um ein melancholisches Lied, das der 27-jährige Musiker mit reduzierten Gesten und Bewegungen vortrug. Überlagert wurde der Wettbewerb vom Konflikt zwischen Gastgeber und Vorjahressieger Ukraine und Russland. Wegen eines Auftrittsverbots für die russische Sängerin verzichtete Russland auf seine Teilnahme. Kurz vor dem Finale sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seine Teilnahme am ESC-Finale ab. Wegen Bombenangriffen auf die Stadt Awdijiwka und des Todes von Zivilisten habe er entschieden, nicht zuzuschauen, schrieb Poroschenko am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite.

Grundsteinlegung für Maria-Theresia-Denkmal in Prag

Anlass war der 300. Geburtstag der Monarchin am 13. Mai

Im Park an der Prager Pulverbrücke ist am Wochenende der Grundstein für ein künftiges Maria-Theresia-Denkmal gelegt worden. Die symbolischen Hammerschläge für das Denkmal der österreichischen Kaiserin und Königin von Böhmen (1717 - 1780) machte Oberbürgermeisterin Adriana Krnacova, wie Radio Prag berichtet. Die Zeremonie wurde demnach mit mehreren Salven aus den Gewehren der Habsburger Garde abgeschlossen. Die militärische Einheit wurde von Darstellern in zeitgenössischen Uniformen nachgestellt. Das Denkmal soll fünfeinhalb Meter Höhe erreichen. Die Baukosten werden derzeit mit umgerechnet gut 110.000 Euro beziffert. Der 13. Mai war der 300. Geburtstag der Fürstin aus dem Hause Habsburg. Maria Theresia war von 1740 bis zu ihrem Tod 1780 regierende Erzherzogin von Österreich sowie Königin von Ungarn und Böhmen. Sie zählte zu den prägenden Monarchen der Epoche des aufgeklärten Absolutismus.

Deutschland großer Sieger auf Kunst-Biennale

Zwei Mal Goldener Löwe

Sowas gab es noch nie: Deutschland darf auf der Kunst-Biennale in Venedig doppelt jubeln. Sowohl der Pavillon von Anne Imhof als auch der Künstler Franz Erhard Walther werden ausgezeichnet. Der von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon bekam den Goldenen Löwen als bester nationaler Beitrag. Der Konzeptkünstler Franz Erhard Walther aus Fulda wurde mit dem Goldenen Löwen als bester Künstler ausgezeichnet. Deutschland hat damit die beiden wichtigsten Preise auf der diesjährigen Kunst-Biennale in Venedig gewonnen. Jurypräsident Manuel Borja-Villel lobte Imhofs fünfstündige düstere und provokative Performance "Faust" als "kraftvolle und verstörende Installation, die drängende Fragen über unsere Zeit aufwirft". Dabei wälzen sich die Darsteller zwischen Gullys und verstreuten Ketten in Glaskäfigen, auf denen die Besucher gehen. Bewacht werden sie von Dobermännern. Die Kunst-Biennale hat am Samstag eröffnet und dauert bis zum 26. November. Sie gilt als eine der wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst.

17 Mumien bei Grabungen in Ägypten entdeckt

Archäologen legen Katakomben in Mittelägypten frei

Bei Grabungen in Mittelägypten sind 17 Mumien gefunden worden. Die Mumien wurden in freigelegten Katakomben in der Provinz Minja entdeckt, teilte das ägyptische Antiken-Ministerium mit. Die Archäologen stießen in der Region Tuna al Gabal, südlich der Hauptstadt Kairo auf den Fund. Erst Anfang Mai hatten Archäologen nahe Luxor erstmals die Reste eines symbolischen Grab-Gartens aus der Zeit der Pharaonen entdeckt und Mitte April fanden Experten in einem gut erhaltenen Grab aus der Zeit der Pharaonen acht Mumien, farbenprächtige Holzsarkophage sowie rund eintausend Tonfigürchen als Grabbeigabe. Die ägyptischen Behörden hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe ehrgeiziger archäologischer Projekte angestoßen - in der Hoffnung, neue Entdeckungen könnten mehr Touristen anlocken. Unter anderem suchten sie im Grab von Tutanchamun nach einer geheimen Kammer, in der die Mumie seiner Stiefmutter Nofretete vermutet wurde.

Älteste Fragmente in deutscher Sprache entdeckt

Sensationsfund in Österreich

Ein Handschriftenexperte und Bibliothekar hat im österreichischen Benediktinerstift Admont einen Sensationsfund gemacht. Der Bibliothekar entdeckte die Schriftstücke, weil er aus reiner Neugier in eine Mappe aus dem Depot schaute, die vermutlich seit mehr als 50 Jahren nicht mehr geöffnet worden war. Wie der "Spiegel" vorab berichtet, handelt es sich dabei um zwei Pergamentfragmente, die möglicherweise die ältesten Schriftstücke in deutscher Sprache sind, die jemals entdeckt wurden. Nach einer Expertise sind die beiden Dokumente etwa 1200 Jahre alt und Ausrisse aus einem frühmittelalterlichen Wörterbuch aus dem Lateinischen ins Althochdeutsche. Wahrscheinlich erstellten Mönche aus dem Kloster Mondsee das Wörterbuch, möglicherweise wurde es sogar von Karl dem Großen beauftragt. Die Dokumente wurden heute einer Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Riesige Ballerina von Jeff Koons in New York enthüllt

14 Meter hohes Kunstwerk ziert Rockefeller Center

Der Meister des Kitsch, Jeff Koons, hat in New York sein neues Kunstwerk enthüllt: eine aufblasbare Ballerina. Bis zum 2. Juni dominiert die 14 Meter hohe Tänzerin den Platz vor dem Rockefeller Center. Die silber-metallische Ballett-Tänzerin mit blonden Haaren, blauen Augen und einem roten Mund lächelt von oben auf die goldene Prometheus-Statue hinab, die vor dem Rockefeller Center in Manhattan steht. Die Installation soll auf den Monat der vermissten Kinder aufmerksam machen, der im Mai begangen wird. Die metallische Farbe der "Sitzenden Ballerina" ist eine Anspielung auf die berühmten Balloon Dogs, mit denen Koons weltberühmt wurde. Bei einer Auktion im Jahr 2013 erzielte ein orangefarbener Balloon Dog den Rekord für den höchsten Preis, der je für das Werk eines lebenden Künstlers gezahlt wurde: 58,4 Millionen Dollar (53,4 Millionen Euro).

Till Brönner fordert mehr Geld für Kultur in Berlin

Berlins höchstes Gut müsse gefördert werden

Startrompeter Till Brönner fordert mehr Geld für die Kultur in Berlin. Kultur sei Berlins höchstes Gut, deshalb solle man dort das meiste Geld investieren, sagte Brönner der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Startrompeter, der in der Hauptstadt ein "House of Jazz" plant, stieß zuletzt auf Widerstand bei Kultursenator Lederer. Lederer will sich stattdessen beim Bund für eine Umwidmung des Haues zu einem "Haus der Basiskultur" einsetzen. Der Bund hatte bereits 12,5 Millionen Euro für das Jazz-Haus bewilligt. Brönner sagte, Berlin sei "eine Stadt, die sich immer wieder und immer mehr peinigende und schmerzhafte Fragen zum Thema Weltstadt stellen lassen muss". Er habe oft das Gefühl, Berlin wolle gar nicht Weltstadt sein, könne es aber nicht verhindern.

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