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Kulturnachrichten

Samstag, 13. Mai 2017

17 Mumien bei Grabungen in Ägypten entdeckt

Archäologen legen Katakomben in Mittelägypten frei

Bei Grabungen in Mittelägypten sind 17 Mumien gefunden worden. Die Mumien wurden in freigelegten Katakomben in der Provinz Minja entdeckt, teilte das ägyptische Antiken-Ministerium mit. Die Archäologen stießen in der Region Tuna al Gabal, südlich der Hauptstadt Kairo auf den Fund. Erst Anfang Mai hatten Archäologen nahe Luxor erstmals die Reste eines symbolischen Grab-Gartens aus der Zeit der Pharaonen entdeckt und Mitte April fanden Experten in einem gut erhaltenen Grab aus der Zeit der Pharaonen acht Mumien, farbenprächtige Holzsarkophage sowie rund eintausend Tonfigürchen als Grabbeigabe. Die ägyptischen Behörden hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe ehrgeiziger archäologischer Projekte angestoßen - in der Hoffnung, neue Entdeckungen könnten mehr Touristen anlocken. Unter anderem suchten sie im Grab von Tutanchamun nach einer geheimen Kammer, in der die Mumie seiner Stiefmutter Nofretete vermutet wurde.

Deutschland großer Sieger auf Kunst-Biennale

Zwei Mal Goldener Löwe

Sowas gab es noch nie: Deutschland darf auf der Kunst-Biennale in Venedig doppelt jubeln. Sowohl der Pavillon von Anne Imhof als auch der Künstler Franz Erhard Walther werden ausgezeichnet. Die Jury lobt radikale Arbeiten. Deutschland hat damit die beiden wichtigsten Preise auf der diesjährigen Kunst-Biennale in Venedig gewonnen. Der von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon bekam den Goldenen Löwen als bester nationaler Beitrag. Der Konzeptkünstler Franz Erhard Walther aus Fulda wurde mit dem Goldenen Löwen als bester Künstler ausgezeichnet. Die Biennale wurde heute eröffnet und gehört zu den wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst.

Till Brönner fordert mehr Geld für Kultur in Berlin

Berlins höchstes Gut müsse gefördert werden

Startrompeter Till Brönner fordert mehr Geld für die Kultur in Berlin. Kultur sei Berlins höchstes Gut, deshalb solle man dort das meiste Geld investieren, sagte Brönner n der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Startrompeter, der in der Hauptstadt ein "House of Jazz" plant, stieß zuletzt auf Widerstand bei Kultursenator Lederer. Lederer will sich stattdessen beim Bund für eine Umwidmung des Haues zu einem "Haus der Basiskultur" einsetzen. Der Bund hatte bereits 12,5 Millionen Euro für das Jazz-Haus bewilligt. Brönner sagte, Berlin sei "eine Stadt, die sich immer wieder und immer mehr peinigende und schmerzhafte Fragen zum Thema Weltstadt stellen lassen muss". Er habe oft das Gefühl, Berlin wolle gar nicht Weltstadt sein, könne es aber nicht verhindern.

Riesige Ballerina von Jeff Koons in New York enthüllt

14 Meter hohes Kunstwerk ziert Rockefeller Center

Der Meister des Kitsch, Jeff Koons, hat in New York sein neues Kunstwerk enthüllt: eine aufblasbare Ballerina. Bis zum 2. Juni dominiert die 14 Meter hohe Tänzerin den Platz vor dem Rockefeller Center. Die silber-metallische Ballett-Tänzerin mit blonden Haaren, blauen Augen und einem roten Mund lächelt von oben auf die goldenen Prometheus-Statue hinab, die vor dem Rockefeller Center in Manhattan steht. Die Installation soll auf den Monat der vermissten Kinder aufmerksam machen, der im Mai begangen wird. Die metallische Farbe der Sitzenden Ballerina ist eine Anspielung auf die berühmten Balloon Dogs, mit denen Koons weltberühmt wurde. Bei einer Auktion im Jahr 2013 erzielte ein orangefarbener Balloon Dog den Rekord für den höchsten Preis, der je für das Werk eines lebenden Künstlers gezahlt wurde: 58,4 Millionen Dollar (53,4 Millionen Euro).

Macron Fortschritte bei Mehrheitssuche

En Marche-Bewegung kommt voran

In Frankreich macht die "En Marche"-Bewegung des künftigen Präsidenten Macron offenbar Fortschritte im Bemühen um eine Regierungsmehrheit bei der kommenden Parlamentswahl. Die Partei des Zentrumspolitikers Bayrou teilte gestern Abend in Paris mit, dass sie sich mit "En Marche" auf gemeinsame Kandidaten verständigt habe. Die Spitzen beider Seiten hatten zuvor vier Stunden lang beraten. Der frühere konservative Ministerpräsident Juppé dementierte Meldungen, wonach er sich mit Macron auf eine Regierungsbildung geeinigt habe. Eine solche Übereinkunft gebe es nicht, sagte Juppé. Macron wird morgen als Präsident vereidigt und reist am Montag zu seinem Antrittsbesuch nach Deutschland.

Älteste Fragmente in deutscher Sprache entdeckt

Sensationsfund in Österreich

Ein Handschriftenexperte und Bibliothekar hat im österreichischen Benediktinerstift Admont einen Sensationsfund gemacht. Der Bibliothekar entdeckte die Schriftstücke, weil er aus reiner Neugier in eine Mappe aus dem Depot schaute, die vermutlich seit mehr als 50 Jahren nicht mehr geöffnet worden war. Wie der "Spiegel" vorab berichtet, handelt es sich dabei um zwei Pergamentfragmente, die möglicherweise die ältesten Schriftstücke in deutscher Sprache sind, die jemals entdeckt wurden. Nach einer Expertise sind die beiden Dokumente etwa 1200 Jahre alt und Ausrisse aus einem frühmittelalterlichen Wörterbuch aus dem Lateinischen ins Althochdeutsche. Wahrscheinlich erstellten Mönche aus dem Kloster Mondsee das Wörterbuch, möglicherweise wurde es sogar von Karl dem Großen beauftragt. Die Dokumente wurden heute einer Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Historisches Grab in der Türkei für Damm verlegt

600 Jahre altes Grab weicht Bau am Tigris

Im Südosten der Türkei ist ein riesiges und 600 Jahre altes Grab für den Bau eines hydroelektrischen Damms am Tigris verlegt worden. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, das 1100 Tonnen schwere Zeynel-Bey-Grab aus dem 15. Jahrhundert sei in einem Stück bewegt worden. Das Grab des gefallenen Soldaten hatte sich in der antiken Siedlung Hasankeyf befunden. Dort droht die Mehrheit von Dörfern und historischer Stätten unter Wasser gesetzt zu werden, wenn der Ilisu-Damm fertiggestellt ist. Nach Angaben von Kritikern gefährdet der Damm das archäologische und kulturelle Erbe. Er verändere das Ökosystem und mache Menschen zu Vertriebenen. Der Bau des Damms und die Umsiedlung des Grabs sind passiert, während am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein Fall dazu läuft.

Harry Potter Manuskript gestohlen

Autorin Joanne K. Rowling hatte Kurzgeschichte für Wohltätigkeitsorganisation verfasst

Eine von Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling handschriftlich verfasste Kurzgeschichte ist in England gestohlen worden. Rowling hatte die 800-Wort lange Geschichte auf eine Karte geschrieben. Sie erzählt von der Welt drei Jahre vor Harry Potters Geburt. Die beschriebene Karte wurde 2008 bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für umgerechnet etwa 49.000 € versteigert. Zusammen mit Schmuck wurde das Schriftstück Ende April bei einem Einbruch in England gestohlen. Rowling und die britische Polizei bitten Harry Potter Fans zu melden, falls ihnen das Schriftstück zum Kauf angeboten werden sollte.

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