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Sonntag, 18.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 10. Mai 2017

Gabriel hat Deutschen Pavillon in Venedig eröffnet

Anne Imhof bespielt das Haus mit einer fünfstündigen Performance

Kunst und Kultur müssten "Augen, Seelen und Hirne öffnen". Das erklärte Außenminister Gabriel, als er drei Tage vor der offiziellen Eröffnung der Kunst-Biennale in Venedig den deutschen Pavillon einweihte. Er wandte sich dabei gegen nationale Grenzziehungen, die gerade eine "Renaissance" feierten. Allerdings stärker in der Politik als in der Kunst, so der SPD-Politiker. Die Frankfurter Künstlerin Anne Imhof zeigt im Deutschen Pavillon eine etwa fünf Stunden lange Performance mit 40 Mitspielern. Sie heißt "Faust" und befasst sich Macht und Ohnmacht, Willkür und Gewalt, Widerstand und Freiheit. Durch das Gebäude wurden dazu dicke Glasböden gezogen, Hunde stehen in einem Zwinger vor dem Pavillon. Die große Schau zeitgenössischer Kunst steht unter dem Motto "Viva Arte Viva".

DJ Robert Miles mit 47 Jahren gestorben

Er starb an einer Krebserkrankung

"Children" war 1994 sein Debüt und verkaufte sich über fünf Milllionen Mal. Nun ist der House-DJ Robert Miles auf Ibiza gestorben. Geboren als Roberto Concina in der Schweiz, wuchs Miles in Italien auf und arbeitete dort zunächst als DJ beim Radio. Nachdem sein Album "Dreamland" mehrfach mit Platin ausgezeichnet worden war, legte er auch in Klubs in New York, London und Berlin auf. 1997 wurde Miles als bester internationaler Newcomer mit einem Brit Award ausgezeichnet. Sein Kollege Joe T Vanelli schrieb auf Facebook: "Mit ihm geht auch ein Teil meines Lebens als Künstler. Mir wird der Streit fehlen, die Raufereien, die Kritik und die Urteile, aber vor allem dein Talent unvergleichliche Sounds und Melodien zu finden."

Kunze und Mittermeier verteidigen Xavier Naidoo

"Im Zweifelsfall verteidige ich die Freiheit der Kunst" - so Kunze

Die Kritik an dem Song "Marionetten" von Xavier Naidoo ist harsch. Nun ist sein Kollege Heinz Rudolf Kunze ihm beigesprungen. Er halte den Text keinesfalls für einen Skandal, sagte Kunze der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Er "halte es für den poetischen Ausrutscher eines Songschreibers, der sich aus einer wütenden aggressiven Grundlaune heraus auf dem Papier vergaloppiert hat." Diverse Radiosender spielen das Lied wegen der als rechtspopulistisch empfunden Stellen nicht. Auch die Politik stemmt sich gegen die im Song erhobenen Vorwürfe. Kunze geht das zu weit: "Im Zweifelsfall verteidige ich die Freiheit der Kunst", sagte er. "Lasst ihn spielen und lasst ihn mit diesem Material seine Erfahrungen machen." Naidoo sei kein "besonders kompetenter politischer Sänger". Er halte ihn "für einen ziemlichen Wirrkopf, aber nicht für einen Neonazi". Auch Comedian Michael Mittermeier übt den Schulterschluss - mit Kritik an den Medien. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: "Ich verstehe nicht diese Sucht einfach Urteile zu fällen ohne wirkliche Beweise". Naidoo hat eingeräumt, dass sein Text an einigen Stellen "missverständlich" sei. Die Stadt Mannheim will über eine
weitere Zusammenarbeit vorerst keine Prognose abgeben. Oberbürgermeister Peter Kurz sagte nach einem Gespräch mit am Montag, man sei "einen wichtigen Schritt gegangen, so dass wir nichts aufkündigen".

Re:publica verzeichnet Besucher-Rekord

Die Konferenz zur digitalen Gesellschaft endet am Abend

Die Veranstalter sind zufrieden mit "Love out Loud": Mehr als 9000 Netzaktivisten, Blogger, Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Künstler und sonstige Interessierte wurden bei der elften Ausgabe der Internetkonferenz gezählt. Für re:publica-Mitveranstalter Markus Beckedahl war sie auch inhaltlich erfolgreich. "Wir sind ganz glücklich, vor der ganzen Debatte um Hate Speech oder Fake News unser Motto ausgerufen zu haben", sagte er. "Damit haben wir den Zeitgeist getroffen." Die Appelle, sich gegen Hass im Netz stark zu machen und sic stärker zu solidarisieren, seien angekommen.

Grammy-Gala kehrt nach New York zurück

Die nächste Verleihung im Madison Square Garden ist am 28. Januar

Nach 18 Jahren hat sich New York den Grammy zurückgeholt: Das Magazin "Billbord" berichtet, ist darüber mehrere Jahre zwischen Bürgermeister de Blasio, der Recording Academy und dem Sender CBS verhandelt worden. In einem Werbevideo hatten unter anderem Spike Lee, Q-Tip, Tony Bennett und Grandmaster Flash gewonnen für das Apollo Theater, die Strawberry Fields im Central Park, die Electric Lady Studios, das Chelsea Hotel und den ehemaligen Club CBGB geworben, in dem die Ramones, Patti Smith und die Talking Heads berühmt wurden. Die Stadt New York erhofft sich von der Veranstaltung direkte Einnahmen in Höhe von 82 Millionen Dollar und indirekte Einnahmen von 120 Millionen Dollar. Über 30 Jahre war die Gala für den wichtigsten Preis der US-Musikbranche zwischen New York und Los Angeles gependelt. In den letzten 15 Jahren wurde sie nur noch in Los Angeles ausgerichtet.

Netflix löst Regeländerung in Cannes aus

Wettbewerbsbeiträge dürfen nicht in Kinos gezeigt werden

"The Meyerovitz Stories" von US-Regisseur Noah Baumbach und "Okja" des Südkoreaners Bong Joon Ho: Diese beiden Kandidaten für die Goldene Palme bleiben Netflix-Abonnenten vorbehalten. Die Leitung des internationalen Filmfests in Cannes teilte mit, der US-Streamingdienst habe sich nicht erweichen lassen, die Filme ins Kino zu bringen. Deshalb würden die geltenden Regelungen ab dem kommenden Jahr zu ändern. Zukünftig muss jeder Wettbewerbsfilm auch in die französischen Kinosäle kommen.

Türkische Literaturwissenschaftlerin Gülmen im Hungerstreik

Die 35jährige protestiert damit seit zwei Monaten gegen ihre Entlassung

Im November demonstrierte Nuriye Gülmen zusammen mit anderen Akademiker-Kollegen vor dem Menschenrechtsdenkmal in Ankara gegen ihre Entlassungen. Sie sammelte Unterschriften. Doch für Präsident Erdogan ist sie eine Gülen-Anhängerin. Der "Spiegel" meldet nun, dass sich die Literaturwissenschaftlerin seit zwei Monaten im Hungerstreik befindet. Vor dem Denkmal kampiert Gülmen gemeinsam mit einem aus dem Staatsdienst entlassenen Lehrer. In Köln wollen am Sonntag Mitglieder der Organisation "AkademikerInnen für den Frieden" aus Solidarität mit den beiden auf die Straße gehen.

Peter Schäfer kritisiert Idee einer Fakultät der Theologien

Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin, äußert sich in der FAZ

Eine Fakultät in der Christen, Muslime und Juden zusammen Theologie studieren. Die Idee evangelischer Professoren der Humboldt-Universität ist von jüdischer Seite kritisiert worden. Sie "beruhe auf einem "Verständnis von Theologie, das vom Christentum bestimmt wird", schreibt der Chef des Jüdischen Museums in Berlin. Die Verfechter eines solchen Fakultäten-Modells seien "vom staatskirchenähnlichen Charakter der christlichen Theologien in Deutschland geprägt". Dies missachte jedoch die Situation in den anderen Religionen. Zwar weise der Islam in manchen Strömungen eine systematische Theologie auf, zumindest im orthodoxen und konservativen Judentum sei "Theologie" jedoch "hochproblematisch". Das Judentum verstehe sich nicht als eine Religion, die den rechten Glauben lehre, sondern als solche, die die richtige Praxis vermittle.

Deutschland Partnerland auf Warschauer Buchmesse

Ehrengast wird Nobelpreisträgerin Herta Müller sein

Politisch ist die Stimmung zwischen Polen und Deutschland weiterhin unterkühlt. Die Literatur arbeitet weiter zusammen. So wird vom 18. bis 21. Mai auf der Buchmesse in der polnischen Hauptstadt Deutschland als Gast groß präsentiert. Unter dem Motto "Worte bewegen" werden 66 Aussteller aus Deutschland nach Warschau reisen. Im Rahmenprogramm soll die Presse- und Meinungsfreiheit erörtert werden. Insgesamt werden nächste Woche rund 800 Verlage aus 32 Ländern in Polen ausstellen.

Kritische US-Medien nach Trump-Wahl im Aufwind

Jetzt hat auch das "Wall Street Journal" interne Zahlen veröffentlicht

Das US-Wahljahr 2016 hat den amerikanischen Zeitungen hunderttausende neue Abonnenten beschert. Nach der "New York Times" hat auch das "Wall Street Journal" gezählt: Es kommt nach einem Bericht des Senders CNN auf 300.000 neue Dauer-Leser. Berechnet wurden sowohl die Print-Abos als der digitale Abruf. beruft sich auf eine interne Präsentation des Blatts. Der Zuwachs betrifft kombinierte digitale und Print-Abos. Aus der Aufschlüsselung der Abo-Zahlen des "Wall Street Journal" lässt sich allerdings nicht genau ableiten, ob die Presse für die Gesamtbevölkerung in den USA an Bedeutung gewonnen hat. Die Leserschaft des Blatts sei nach Angaben von CNN 79 Prozent männlich, 88 Prozent seien älter als 50, und 70 Prozent verdienten mehr als 100.000 Dollar im Jahr.

BVG beendet Streit zwischen Broder und Mendelsohn

Der Publizist muss keine Entschädigung zahlen

Er nannte sie "kleines Luder vom Lerchenberg". Weil sie ihn zuvor als "armen Mann" bezeichnet hatte, der sich als „Mühlstein der Vergangenheitsbewältigung“zur Verfügung gestellt habe. Nun hat das oberste Gericht in Deutschland den Streit zwischen Henryk M. Broder und Tina Mendelsohn mit einem Urteil beendet. Der Publizist habe gegenüber der "Kulturzeit“-Moderatorin zwar eine schwere Persönlichkeitsverletzung begangen, heißt es in der Begründung. Eine Geldentschädigung hätte allerdings nur dann zugebilligt werden können, wenn diese nicht auf andere Weise befriedigend ausgeglichen werden könne. Broder habe aber zuvor eine Unterlassungserklärung unterzeichnet.

Martin Roth verteidigt Engagement für Aserbaidschan

Ehemaliger Museumschef glaubt an jegliche Freiheit

Er war Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Danach Chef des Victoria and Albert Museums in London. Nun kuratiert Martin Roth den Pavillon von Aserbaidschan auf der Kunst-Biennale in Venedig - und verteidigt das: Der "Berliner Zeitung" sagte der 57jährige, natürlich wisse er, dass Aserbaidschan eine autoritäre Diktatur" sei. "Aber man muss es nicht bei jeder Gelegenheit sagen." Ihm ginge es um die Menschen, die dort leben. Er habe sich ausbedungen, bei der Gestaltung des Pavillons "jegliche Freiheit in Bezug auf die Themenwahl sowie bei der Auswahl der Künstler zu haben", so Roth. Redeverbote werde er nicht akzeptieren. Die Biennale in Venedig wird an diesem Samstag eröffnet.

Kapelle der Gedächtniskirche wieder geöffnet

Die Arbeiten hatten 16 Monate gedauert

Die Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin kann wieder besucht werden. Das durch Abnutzung und Umwelteinflüsse stark beschädigte Gebäude auf dem Breitscheidplatz war mit 1,4 Millionen Euro saniert worden. Am Donnerstag gibt es einen Gottesdienst mit dem evangelischen Berliner Landesbischof Markus Dröge. Das um 1960 erbaute Kirchenensemble, ein Hauptwerk des Architekten Egon Eiermann, ist eines der bedeutendsten in Deutschland. Zugleich gilt es mit der Kathedrale von Coventry als eindrücklichstes Mahnmal des Zweiten Weltkriegs in Europa. Beide Komplexe kombinieren Schlüsselwerke der Nachkriegsmoderne mit den Ruinen der durch Bombenangriffe zerstörten Kirchengebäudes.

Nach dem 1. Akt im ESC Halbfinale

18 weitere Kandidaten gehen am Donnerstag an den Start

Favoriten für die Qualifikation im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests sind Bulgarien und Italien. Francesco Gabbani wählte als Hingucker ein Gorilla-Kostüm. Das erste Halbfinale absolvierten erfolgreich der 17jährige Isaiah aus Australien und Blanche aus Belgien. Zu den 26 Teilnehmern der Endrunde am Samstag gehören auch der Geheimtipp aus Portugal, Salvador Sobral. Er konnte sich mit seiner gefühlvollen Jazz-Ballade "Amor pelos dois" platzieren. Ebenso Armenien, Griechenland, Polen, Moldau, Schweden und Zypern. Ausgeschieden sind Albanien, Finnland, Island, Georgien, Lettland, Slowenien, Tschechien und Montenegro. Sänger Slavko Kalezic überzeugte trotz Highheels und eines meterlangen, schwingenden Zopfes nicht. Levina aus Deutschland ist gesetzt.

Bislang unbekannte Meerechse sieht aus wie Godzilla

Das teilte die Technische Universität Braunschweig mit

Ein internationales Forscherteam um den Zoologen Sebastian Steinfartz hat auf Galapagos fünf Unterarten von Meerechsen entdeckt. Eine davon wurde auf den Namen "Amblyrhynchus cristatus godzilla" getauft, weil es dem Kino-Monster "Godzilla" ähnlich sehen soll. Die Wissenschaftler untersuchten genetische Unterschiede zwischen Meerechsen im gesamten Galapagos-Archipel vor der Küste Südamerikas und konnten dabei elf verschiedene Unterarten bestimmen. Für sie steht außerfrage, dass die Meerechse als Art in ihrem Bestand bedroht ist. Hauptgründe hierfür seien verwilderte Katzen, Ölverschmutzung durch Tanker-Havarien und der Bau von Hotel-Anlagen an den Küsten.

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