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Kulturnachrichten

Sonntag, 7. Mai 2017

Besucherplus beim Trickfilm-Festival Stuttgart

Festival erreicht Besucherrekord trotz schlechten Wetters

Trotz regnerischen Wetters ist das 24. Internationale Trickfilm-Festival in Stuttgart mit einem Besucherplus zu Ende gegangen. Gut 90 000 Menschen besuchten seit Dienstag die Innenstadtkinos, das Open-Air-Kino vor dem Schloss und die auf 2000 Quadratmeter erweiterte sogenannte Gamezone im Kunstmuseum, wie Organisator Dittmar Lumpp zum Abschluss mitteilte. Im vergangenen Jahr kamen 80 000 Menschen. Am Samstagabend schauten Tausende Trickfilmfans draußen auf dem Schlossplatz den Oscar-Film "Zoomania". Auch Gastspielstätten waren demnach meist gut besucht.

Beratungen in Ägypten über Verlegung von Museumsgütern

Tutanchamun-Exponate sollen in neuem Giseh-Museum ausgestellt werden

Archäologen und Konservierungsexperten aus mehreren Ländern haben in Kairo über einen sicheren Transport von Besitztümern des Königs Tutanchamun aus dem Ägyptischen Museum in der Innenstadt in ein neues Museum auf der anderen Seite der Stadt gesprochen. Das Treffen brachte Experten aus Ägypten, Frankreich, Spanien, Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Japan zusammen. Es wurde vom ägyptischen Antiquitätenministerium organisiert. Ein Termin für die Verlegung der unbezahlbaren Gegenstände, darunter Tutanchamuns Thron, Truhen und Bett, wurde noch nicht festgelegt. Die Gegenstände sollen in zwei Hallen in dem neuen Giseh-Museum ausgestellt werden, das sich im Bau befindet. Die Hallen sollen Ende 2017 öffnen. Das Grab von Tutanchamun, der in Ägypten vor mehr als 3000 Jahren herrschte, war 1922 in der südägyptischen Stadt Luxor entdeckt worden.

Dirigent der Deutschen Radio Philharmonie tritt zurück

Karel Mark Chichon begründet Schritt mit angekündigten Kürzungen im Budget

Der Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Karel Mark Chichon, hat nach Angaben des Saarländischen Rundfunks (SR) seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Wie der SR mitteilte, begründete Chichon den Schritt knapp drei Monate vor dem Ende seines Engagements mit den in der vergangenen Woche angekündigten Kürzungen im Orchesterbudget für 2019. Chichon war seit 2011 Chefdirigent des Orchesters. Sein Nachfolger steht bereits fest: Von der kommenden Spielzeit an wird der Finne Pietari Inkinen das Orchester leiten. Der SR plant aufgrund zu geringer Beitragseinnahmen im Rahmen eines größeren Sparpakets, etwa 100 000 Euro bei dem Orchester einzusparen. SR-Intendant Thomas Kleist und SWR-Intendant Peter Boudgoust bedauerten Chichons Entscheidung und dankten ihm für eine erfolgreiche und künstlerisch wertvolle Zusammenarbeit.

Schlöndorff beschwört Zusammenhalt Europas

Regisseur nimmt Teil an einer Kundgebung von "Pulse of Europe"

Der Regisseur Volker Schlöndorff hat die Bürger und die Politik aufgerufen, für den kulturellen Zusammenhalt von Europa zu kämpfen. "Der gemeinsame Kulturraum Europa besteht seit mehr als 2000 Jahren, nachdem die Römer über die Alpen gezogen sind, um Gallien und Germanien zu erobern", sagte der 78-jährige Oscar-Preisträger ("Die Blechtrommel") in Potsdam auf einer Kundgebung der Bewegung "Pulse of Europe" mit rund 250 Teilnehmern. "Europa ist mehr als ein Wirtschaftsraum mit einer gemeinsamen Währung." Die europafreundliche Bewegung demonstriert schon seit Anfang März in Potsdam sowie in vielen anderen deutschen und europäischen Städten jede Woche für Frieden und Völkerverständigung. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich inzwischen 120 Städte, darunter mit mehr als 80 die meisten in Deutschland. Ursprünglich sollten die Aktionen zum Tag der Präsidentenwahl in Frankreich beendet werden. "Aber wir wollen weitermachen, denn es gibt nun ja auch die Wahl in England und die Bundestagswahl", sagte der Sprecher der Gruppe, Volker Gustedt. Daher wolle man die Kundgebungen bis Ende September fortsetzen - allerdings nur noch an jedem ersten Sonntag im Monat.

Herbert Fritsch mit Theaterpreis Berlin ausgezeichnet

Auszeichnung erfolgt für "außerordentliche Verdienste" um das deutschsprachige Theater

Regisseur Herbert Fritsch ist mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet worden. Der 66-jährige Theatermacher nahm die Ehrung beim Berliner Theatertreffen entgegen. Die Jury sprach ihm die Auszeichnung für seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zu. Der Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung ist mit 20 000 Euro dotiert. "Im Zentrum seiner Regiekunst stehen der von ihm gestaltete Raum und die Körper seiner Spieler und Spielerinnen - in ihrer komischen bis grotesken Überzeichnung, in ihrem Verhältnis zum Bühnenbild, aber auch in ihren physischen Besonderheiten und Formalisierungen durch die Kostüme und Masken von Victoria Behr", erklärte die Jury. Fritsch selbst sagte einmal: "Bei mir dürfen die Schauspieler all das machen, was ihnen schon auf der Schauspielschule verboten wurde." Die Laudatio auf Fritsch hielt der scheidende Volksbühnen-Intendant Castorf.

Familiendrama "Die Tochter" gewinnt Filmkunstfest MV

In vier Wettbewerben wurden 150 Filme aus 17 Ländern gezeigt

Das Spielfilmdebüt "Die Tochter" der Regisseurin Mascha Schilinski hat den Hauptpreis des 27. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern gewonnen, den mit 10000 Euro dotierten "Fliegenden Ochsen". Die Jury, zu der Schriftsteller Lutz Seiler gehörte, kürte den Film einstimmig zum Sieger des größten Publikumsfestivals in Ostdeutschland, wie ein Sprecher mitteilte. "Die Tochter" erhielt außerdem den Preis für die beste Musik- und Tongestaltung. Seit Dienstag wurden 150 Filme aus 17 Ländern in vier Wettbewerben und acht Themenreihen gezeigt. Im Zentrum steht traditionell der engagierte, deutschsprachige Film. Gastland des Filmfestes war Dänemark, das mit einer eigenen Filmreihe gewürdigt wurde.

Längste gemalte Bibel der Welt in Magdeburg

Das Kunstwerk hat eine Länge von 1517 Metern

In Magdeburg ist die nach Veranstalterangaben längste gemalte Bibel der Welt komplett entfaltet worden. Das Kunstwerk habe eine Länge von 1517 Metern erreicht, sagte der Sprecher des Vereins "Reformationsjubiläum 2017", Stephan von Kolson. Mehr als 350 Freiwillige halfen, es vorsichtig hochzuhalten. Das Rekordwerk stammt vom Künstler Martin Wiedmann, der die Bibel mit ihren 3333 Illustrationen in 16 Jahren Arbeit angefertigt hatte. Die Heilige Schrift der besonderen Art war erstmals 2015 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart vorgestellt worden. Die Menschenkette in Magdeburg reichte vom Dom bis zur Johanniskirche. Die Aktion in Magdeburg ist Teil der Feiern anlässlich des Reformationsjubiläums, 500 Jahre nach Martin Luthers legendärem Thesenanschlag in Wittenberg.

Basler eröffnen Berliner Theatertreffen

Radikal modernisierter Tschechow-Klassiker mit viel Applaus bedacht

Das Theater Basel hat das 54. Berliner Theatertreffen eröffnet. Zum Auftakt des Festivals zeigte Regisseur Simon Stone seine radikal modernisierte Fassung von Anton Tschechows Klassiker "Drei Schwestern". Das Publikum feierte das energiegeladene Ensemble mit viel Applaus. Unter den Zuschauern waren auch zahlreiche prominente Schauspieler und Theatermacher wie Lars Eidinger, Nina Hoss, Burghart Klaußner und Claus Peymann. Bis zum 21. Mai zeigt das Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen die von einer Jury ausgewählten "bemerkenswertesten" Inszenierungen der Saison. An der "Leistungsschau der Bühnen" nehmen unter anderem Regisseure wie Herbert Fritsch, Ersan Mondtag und Milo Rau teil.

Diane Keaton wird für ihr Lebenswerk geehrt

Höchste Auszeichnung des American Film Institute

US-Schauspielerin und Regisseurin Diane Keaton erhält die höchste Auszeichnung des American Film Institute. Die 71-Jährige erhalte den Preis für ihr Lebenswerk, gab das Institut bekannt. Keaton hatte 1978 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle als Annie Hall in Woody Allens "Stadtneurotiker" erhalten. Anschließend war sie noch dreimal für den Preis nominiert, zuletzt 2004 für ihre Rolle in "Was das Herz begehrt" mit Jack Nicholson und Keanu Reeves. Die Auszeichnung wird am 8. Juni in Los Angeles überreicht. Frühere Preisträger waren George Lucas, Tom Hanks, Meryl Streep, Mel Brooks und Jane Fonda.

TV-Moderator Dieter Thoma gestorben

Der ehemalige WDR-Chefredakteur und TV-Moderator wurde 90 Jahre alt

Dieter Thoma, langjähriger Chefredakteur des WDR-Hörfunks ist im Alter von 90 Jahren gestorben. WDR-Intendant Tom Buhrow erinnert an Thoma, der seit 1963 beim WDR beschäftigt war: "Mit seiner Liebe zur Sprache, seinem Mut, Neues auszuprobieren, und seiner Kunst, Politik unterhaltsam zu verkaufen, bleibt er uns ein Vorbild". Begonnen hat Dieter Thoma seine Karriere als Zeitungsjournalist. "Aachener Volkszeitung" und "Kölner Stadt-Anzeiger" hießen seine ersten Stationen. Dann ging Thoma zum WDR, wo er ab 1978 bis zu seiner Pensionierung 1992 Chefredakteur war. Auch im Fernsehen war er präsent: von 1977 bis 1983 moderierte er die WDR-Gesprächssendung "Kölner Treff", erst mit Alfred Biolek, später mit Elke Heidenreich. Von Januar 1988 bis März 1993 leitete er den "Presseclub" im Ersten am Sonntagmittag.

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