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Kulturnachrichten

Donnerstag, 5. Mai 2016

Gysi erster Gast bei Böhmermann nach Pause

Nächstes "Neo Magazn Royale" wird am 12. Mai gesendet

Der Linke-Politiker Gregor Gysi wird Gast in der ersten Satire-Show von Jan Böhmermann nach der Erdogan-Affäre sein. Das sagte ein Sprecher Gysis der Deutschen Presse-Agentur. Böhmermann hatte den Auftritt eines Politikers vorher in einem Facebook-Video angekündigt. Zu Gast sei "ein kleiner, lustiger, deutscher Politiker, in dessen Gegenwart man nicht das Wort Stasi sagen darf", sagte der Satiriker. Gysi, der bis vergangenen Herbst Oppositionsführer im Bundestag war, hat sich vor Gericht mehrfach erfolgreich gegen Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit dem DDR-Geheimdienst Staatssicherheit gewehrt. Das nächste "Neo Magazin Royale" wird am Donnerstag, 12. Mai, ausgestrahlt und am Tag zuvor aufgezeichnet.

Zeitung "The New Day" nach nur neun Wochen eingestellt

Letzte Ausgabe soll am Freitag erscheinen

Nur neun Wochen nach ihrem Start wird die britische Zeitung "The New Day" wieder eingestellt. Am Freitag solle die letzte Ausgabe der Zeitung erscheinen, schrieb ein Sprecher des Verlags Trinity Mirror, der auch den "Daily Mirror" herausgibt, in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur in London. Zum Start der Zeitung hatte der Verlag erklärt, der " The New Day" sei die erste eigenständige, landesweit erscheinende Tageszeitung seit dem "Independent"-Start 1986. Der "Independent" hatte seine Druckausgabe nach sinkenden Verkaufszahlen im März eingestellt. Mit dem "The New Day" wollte Trinity Mirror eine Auflage von 200 000 pro Tag erreichen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge sollen die Verkaufszahlen aber bei 40 000 Exemplaren gelegen haben.

Französischer Karikaturist Siné gestorben

87-jähriger starb nach einer Operation im Krankenhaus

Der französische Karikaturist Siné, früher Mitarbeiter der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", ist tot. Der 87-Jährige starb nach einer Operation in einem Pariser Krankenhaus, wie seine Zeitschrift "Siné Mensuel" auf ihrer Facebookseite bekanntgab. Siné, mit bürgerlichem Namen Maurice Sinet, war für provokante Zeichnungen und markige Sprüche bekannt. In zwei Phasen arbeitete Siné mehr als 20 Jahre für "Charlie Hebdo", bis die Satirezeitschrift ihn 2008 entließ. Ihm war wegen einer bissigen Bemerkung über einen Sohn von Nicolas Sarkozy vor dem Hintergrund von dessen bevorstehender Hochzeit mit einer Jüdin Antisemitismus vorgeworfen worden. Siné startete daraufhin seine eigene Satirezeitung. Den Vorwurf des Antisemitismus wies er stets zurück und wurde auch vor Gericht freigesprochen - "Charlie Hebdo" musste ihm später Schadenersatz zahlen.

Rolling Stones verbieten Trump Nutzung ihrer Songs

Republikaner sei aufgefordert worden, dies künftig zu unterlassen

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump darf künftig keine Songs der Rolling Stones mehr bei seinen Wahlkampfauftritten spielen. Sie hätten dem Milliardär "zu keinem Zeitpunkt erlaubt, ihre Songs zu nutzen", erklärte die Band. Trump sei daher aufgefordert worden, dies künftig zu unterlassen. Der umstrittene Immobilienmagnat hatte die Stimmung bei seinen Wahlkampfauftritten unter anderem mit dem Stones-Klassiker "You Can't Always Get What You Want" angeheizt. Vor der britischen Band hatten sich bereits zahlreiche andere Musiker von Trump distanziert, der nach dem Ausscheiden seiner Rivalen inzwischen als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner feststeht. Der US-Rapper Everlast wehrte sich dagegen, dass Trump den Titel "Jump Around" seiner früheren Band House of Pain auf der Bühne spielt. Auch der Musiker Neil Young, die Band R.E.M und die britische Sängerin Adele wehrten sich dagegen, dass ihre Musik im Wahlkampf eingesetzt wird.

Rockband Midnight Oil wiedervereinigt

Tournee für nächstes Jahr geplant

Rund 14 Jahre nach ihrer Auflösung kommt die australische Rockband Midnight Oil wieder zusammen. Im nächsten Jahr sei eine Tournee geplant, kündigte sie auf Facebook an. Mit dabei seien die Original-Mitglieder Peter Garrett, Rob Hirst, Jim Moginie, Bones Hillman und Martin Rotsey. Midnight Oil wurde zwar schon 1976 gegründet, hatte die größten Erfolge aber erst in den 80er Jahren. Ihr größter internationaler Hit war 1987 "Beds are Burning" aus dem Album "Diesel and Dust". Die Gruppe war bekannt für ihr Umweltbewusstsein und gestaltete unter anderem einen Teil der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000. Die Band löste sich 2002 auf, weil es Sänger Peter Garrett als Umweltaktivist in die Politik zog. Als die linke Labor-Partei von 2007 bis 2013 an der Macht war, wurde er erst Umwelt- und dann Erziehungsminister.

Morricone sagt krankheitsbedingt Konzerte ab

87-jähriger hat Probleme an der Wirbelsäule

Der legendäre italienische Filmkomponist Ennio Morricone hat wegen Gesundheitsproblemen geplante Konzerte in Rom und mehreren anderen Städten Europas abgesagt. Die Ärzte hätten dem 87-Jährigen ("Spiel mir das Lied vom Tod") wegen "eines schweren Problems an der Wirbelsäule" bis Ende Juni Bettruhe verordnet, teilte die römische Musikakademie Santa Cecilia auf ihrer Webseite mit. Im Mai waren Konzerte in Santa Cecilia sowie in Belgien, Großbritannien und Frankreich geplant. "Die neuen Daten der Konzerte, die leider verschoben werden mussten, werden sobald wie möglich festgesetzt", teilte Morricone mit.

Lütticher Museum La Boverie feiert Wiedereröffnung

Eröffnungsausstellung mit Pariser Louvre konzipiert

Nach mehrjähriger Schließung hat das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Lüttich wieder seine Türen geöffnet. Das Gebäude aus dem Jahr 1905 wurde für rund 25 Millionen Euro erweitert und herausgeputzt. Die bestehende Architektur im Louis-seize-Stil wurde von Rudy Ricciotti um einen 1200 Quadratmeter großen modernen Glasbau erweitert. Der 63-jährige französische Stararchitekt ist bekannt für seinen Entwurf des Potsdamer Nikolaisaals und des Museums MuCEM in Marseille. Die Eröffnungsausstellung «En plein air" (etwa: Unter freiem Himmel) vereint Werke von Jean-Baptiste Camille Corot, Marc Chagall und Pablo Picasso. Konzipiert wurde die bis zum 15. August dauernde Werkschau in Zusammenarbeit mit dem Louvre.

Kurzfilmtage Oberhausen eröffnet

62. Ausgabe zeigt so viele Filme wie noch nie

In Oberhausen haben die diesjährigen Kurzfilmtage begonnen. Bis Dienstag werden 550 Filme aus aller Welt gezeigt - vom Einminüter bis zum 48-Minuten-Werk. 151 von ihnen treten in fünf Wettbewerben gegeneinander an. Jeder zweite davon ist laut Veranstalter eine Weltpremiere. Insgesamt werden 41 750 Euro Preisgelder vergeben, ausgewählt wurde aus rund 5500 Einsendungen. Im Themenprogramm geht es um Kurzfilme aus Lateinamerika. Unter dem Titel "El pueblo" (Das Volk) sind rund 50 neuere Arbeiten aus knapp 15 Ländern zu sehen.

Blomstedt wird Ehrendirigent der Dresdner Staatskapelle

Schwedischer Musiker war 10 Jahre Chefdirigent des Orchesters

Die Sächsische Staatskapelle Dresden ernennt ihren früheren Chef Herbert Blomstedt zum Ehrendirigenten. Damit würdige man die Verdienste des 88-Jährigen um das Orchester, teilte die Staatskapelle mit. Der Schwede ist nach Sir Colin Davis (1927-2013) erst der zweite Dirigent, dem dieser Ehrentitel zuteil wird. "Die Begegnung mit der Staatskapelle Dresden war vielleicht der größte Glücksfall in meinem Leben", erklärte der Maestro. Blomstedt war von 1975 bis 1985 Chefdirigent in Dresden. Auch danach kehrte er regelmäßig an das Pult des Orchesters zurück.

Künstler Carl Fredrik Reuterswärd gestorben

Berühmte Skulptur "Non Violence" steht vor UN Gebäude in New York

Der schwedische Künstler Carl Fredrik Reuterswärd ist tot. Das bestätigte die Gemeinde Landskrona, wo er zuletzt gelebt hatte. Reuterswärd ist vor allem durch die Skulptur "Non Violence" (Keine Gewalt) bekannt geworden. Die überdimensionale Bronze-Pistole mit einem Knoten im Lauf steht seit 1988 vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Kopien davon sind in 30 Städten der Welt zu finden, darunter in Los Angeles, Peking, Lausanne, Malmö und vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Die Idee zu der verknoteten Pistole sei ihm nach der Ermordung des Musikers John Lennon gekommen, hatte der Künstler zuvor in einem Interview gesagt. Sie sollte eine Ehrung für Lennons Vision vom Frieden sein. Reuterswärds Werke sind in vielen Sammlungen moderner Kunst vertreten, so im Pariser Centre Pompidou und im Sprengel-Museum in Hannover. Carl Fredrik Reuterswärd starb mit 81 Jahren.

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