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Kulturnachrichten

Mittwoch, 4. Mai 2016

Blomstedt wird Ehrendirigent der Dresdner Staatskapelle

Der Schwedische Musiker war 10 Jahre Chefdirigent des Orchesters

Die Sächsische Staatskapelle Dresden ernennt ihren früheren Chef Herbert Blomstedt zum Ehrendirigenten. Damit würdige man die Verdienste des 88-Jährigen um das Orchester, teilte die Staatskapelle mit. Der Schwede ist nach Sir Colin Davis (1927-2013) erst der zweite Dirigent, dem dieser Ehrentitel zuteil wird. "Die Begegnung mit der Staatskapelle Dresden war vielleicht der größte Glücksfall in meinem Leben", erklärte der Maestro. Blomstedt war von 1975 bis 1985 Chefdirigent in Dresden. Auch danach kehrte er regelmäßig an das Pult des Orchesters zurück.

Künstler Carl Fredrik Reuterswärd gestorben

Berühmte Skulptur "Non Violence" steht vor UN Gebäude in New York

Der schwedische Künstler Carl Fredrik Reuterswärd ist tot. Das bestätigte die Gemeinde Landskrona, wo er zuletzt gelebt hatte. Reuterswärd ist vor allem durch die Skulptur "Non Violence" (Keine Gewalt) bekannt geworden. Die überdimensionale Bronze-Pistole mit einem Knoten im Lauf steht seit 1988 vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Kopien davon sind in 30 Städten der Welt zu finden, darunter in Los Angeles, Peking, Lausanne, Malmö und vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Die Idee zu der verknoteten Pistole sei ihm nach der Ermordung des Musikers John Lennon gekommen, hatte der Künstler zuvor in einem Interview gesagt. Sie sollte eine Ehrung für Lennons Vision vom Frieden sein. Reuterswärd wurde 1934 in Stockholm geboren, studierte in den 50-er Jahren bei Fernand Legér in Paris und experimentierte mit verschiedenen Techniken. Seine Werke sind in vielen Sammlungen moderner Kunst vertreten, so im Pariser Centre Pompidou und im Sprengel-Museum in Hannover. 200 seiner Zeichnungen, Malereien und Skulpturen stiftete er dem Landskrona Museum in Südschweden. Carl Fredrik Reuterswärd starb mit 81 Jahren.

Grütters fordert Finanzsicherheit für Theater

Kulturstaatsministerin mahnt Länder und Kommunen zu Erhalt der Bühnen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sieht keinen Sinn in finanziellen Kürzungen der Zuschüsse für Theater und Bühnen: "Kulturausgaben sind immer Investitionen in die Zukunft. Mit Kürzungen dort löst man keine Haushaltsprobleme", sagte Grütters in Berlin anlässlich des Berliner Theatertreffens. Es müsse alles für die finanzielle Absicherung der Kulturstätten getan werden. Theater seien "Orte demokratischer Öffentlichkeit, an denen eine Gesellschaft ihre Werte mit der Wirklichkeit konfrontiert, ihre glücklichen Ereignisse und Konflikte verhandelt und sich ihren Defiziten und Widersprüchen stellt", erklärte Grütters. Kultur sei der stärkste Integrationsmotor, auch hinsichtlich der vielen Menschen, die ihre Heimat in Krisenregionen verlassen hätten, in der Hoffnung, im friedens- und wohlstandsverwöhnten Europa Zuflucht zu finden, so die Staatsministerin. Das Berliner Theatertreffen findet in diesem Jahr vom 6. bis 22. Mai statt.

Maria Furtwängler erhält Preis für Schauspielkunst

Preis des Ludwigsburger Filmfestivals geht auch an Ulrich Tukur

Maria Furtwängler erhält den Preis für Schauspielkunst des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen. Das 12. Festival ehre damit eine "großartige Schauspielerin", sagte Festivaldirektor Michael Kötz. Als Kommissarin Charlotte Lindholm erziele Furtwängler im ARD-Tatort regelmäßig Rekordquoten. Zudem sei die ausgebildete Ärztin vielseitig sozial engagiert. Furtwängler erhält den Preis am 25. Juni. Außerdem wird Ulrich Tukur mit dem Preis für Schauspielkunst ausgezeichnet. Tukur habe neben seiner Rolle als Tatort-Kommissar Felix Murot viele prominente Charaktere in Filmen dargestellt, sagte Kötz. Daneben sei er Sänger der Rhythmus-Boys, spiele Theaterrollen, schreibe Hörspiele und Erzählungen. Tukur wird der Preis am 19. Juni verliehen.

Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Und jetzt: Die Welt!"

Sibylle Bergs Theaterstück wurde in Hörspiel umgesetzt

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden ehrt in diesem Jahr "Und jetzt: Die Welt!" von Sibylle Berg mit Sprecherin Marina Frenk. Den Text über vier junge, gut ausgebildete Frauen voller Selbstzweifel, die in prekären finanziellen Verhältnissen leben, würdigte die Jury als ein "wildes furioses, atemloses Stück, voll ätzender Komik und tiefer Verzweiflung", wie die Film- und Medienstiftung in NRW in Düsseldorf mitteilte. Das vom Mitteldeutschen Rundfunk realisierte Stück sei "zum Lachen, wenn man denn nicht heulen muss, grandios dargeboten von Marina Frenk". Ihr gelinge es, mit ihrer unglaublich vielseitigen Stimme das Theaterstück des Jahres 2014 in ein Hörspiel zu verwandeln. Die Auszeichnung wird am 11. Mai im WDR in Köln verliehen. Das ausgezeichnete und die nominierten Hörspiele können auf der Website der Film- und Medienstiftung abgerufen werden.

TV-Talker Heiner Bremer hört auf

Anchorman und Politik-Experte wird 75 Jahre alt

Heiner Bremer, 23 Jahre lang Nachrichtenmoderator und Talker bei RTL und n-tv, beendet seine Fernsehkarriere. Der Journalist und Politik-Experte nehme seinen 75. Geburtstag am 11. Juli zum Anlass, um in Zukunft beruflich kürzer zu treten, teilte n-tv mit. Am 6. Juni werde seine letzte Sendung "Das Duell bei n-tv" ausgestrahlt. Bei Großereignissen will Bremer dem Nachrichtensender aber weiterhin zur Verfügung stehen. Bremer, in Pinneberg bei Hamburg geboren, gehörte unter anderem von 1986 bis 1989 der "Stern"-Chefredaktion an. Im Januar 1994 hob er das "RTL Nachtjournal" aus der Taufe, von dem er sich 2004 nach zehn Jahren verabschiedete. Ab 2003 trat er bei n-tv auf.

Ruhrfestspiele Recklinghausen eröffnet

Auftakt der Jubiläums-Festspiele mit Goldoni-Stück

In Recklinghausen sind die Jubiläums-Ruhrfestspiele mit Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren" eröffnet worden. Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters und Leiter der Oberammergauer Passionsspiele, arbeitete in seiner Inszenierung am Dienstagabend im Großen Festspielhaus die Aktualität der Komödie heraus und wurde mit seinem Ensemble mit begeistertem Beifall und Jubel gefeiert. Die Ruhrfestspiele thematisieren zu ihrem 70. Geburtstag in zahlreichen Aufführungen das Thema Migration im Allgemeinen und die Flüchtlingskrise im Besonderen. Unter dem Motto "Mittelmeer - Mare Nostrum?" (lateinisch für "Unser Meer?") zeigt das Festival im Ruhrgebiet mehr als 100 Produktionen in über 300 Vorstellungen.

Rockgiganten kündigen Auftritt bei Festival an

"DesertTrip" findet im Oktober in Kalifornien statt

Die Rockgrößen Bob Dylan, Paul McCartney, Roger Waters, Neil Young, The Who und die Rolling Stones wollen erstmals alle bei einem Festival auftreten, teilten die Veranstalter mit. Das Spektakel mit dem Titel "DesertTrip" solle vom 7. bis 9. Oktober in Indio im US-Bundesstaat Kalifornien stattfinden, dort wo im Frühjahr das Festival Coachella eher jüngere Musikfans anlockt. Die günstigsten Tickets gibt es für rund 200 Dollar (etwa 170 Euro).

Aus für Salzburger "Servus TV"

Qualitätsprogramm wirtschaftlich ohne Erfolg

Der vom Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz (71) gegründete Fernsehsender "Servus TV" stellt seinen Betrieb ein. Der Kanal mit Sitz in Salzburg sei für das Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden, hieß es in einer kurzen Pressemitteilung. "Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten", so die Begründung. Über 260 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Zudem soll auch der Plan der Mitarbeiter einen Betriebsrat zu gründen, ein Argument für die Schließung gewesen sein. Das bestätigte der Unternehmer Mateschitz. Allerdings erklärten mehr als 200 betroffene Mitarbeiter in einem offenen Brief, dass nie geplant gewesen sei, einen Betriebsrat zu gründen. "Servus TV" ist für seine aufwendigen und kostspieligen Wissenschafts- und Naturdokumentationen bekannt. Ziel von Mateschitz soll es gewesen sein, den Sender mit hohem qualitativen Anspruch ohne Quotendruck wachsen zu lassen. Laut Medienberichten soll Ende Juni das Programm von "Servus TV" eingestellt werden.

"Christival" beginnt in Karlsruhe

Bundesweites Jugendfestival erwartet 13.000 Teilnehmer

In Karlsruhe wird heute das sechste "Christival" eröffnet. Bei dem bundesweiten Jugendfestival sind nach Angaben der Veranstalter bis zum Abschlussgottesdienst am Sonntag etwa 500 Einzelveranstaltungen geplant. Dem gemeinnützigen Verein "Christival" gehören mehr als 130 Mitglieder aus christlichen Werken, Verbänden und evangelischen Landes- und Freikirchen an. Das erste "Christival" fand 1976 in Essen statt.

Wander-Ausstellung gibt Synchronstimmen ein Gesicht

Sprecher-Porträts werden auf Hauptbahnhöfen gezeigt

Eine Ausstellung am Münchner Hauptbahnhof gibt den Synchronstimmen der großen Hollywood-Stars ein Gesicht. "Faces Behind The Voices" (Gesichter hinter den Stimmen) heißt die Schau. Der 25 Jahre alte Fotograf Marco Justus Schöler tourt in den kommenden Wochen damit durch die Hauptbahnhöfe von Berlin über Lübeck, Mannheim, Frankfurt, Kiel und Bremen bis Braunschweig. Gezeigt werden 30 Porträt-Fotos - unter anderem von den Synchronsprechern der Stars wie Brad Pitt, Angelina Jolie und Leonardo DiCaprio. Zu jedem Sprecher gibt es auch eine kurze Audio-Sequenz, in der die Sprecher sich vorstellen können - oder einfach Szenen aus berühmten Filmen zitieren.

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