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Kulturnachrichten

Freitag, 29. Mai 2015

Hamburger Kultursenatorin Kisseler neue Präsidentin des Bühnenvereins

Kisseler löst Klaus Zehelein ab

Die Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler ist neue Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins. Sie wurde heute in Potsdam auf der Jahreshauptversammlung in das Ehrenamt gewählt. Als erste Frau an der Spitze des Bühnenvereins tritt sie die Nachfolge von Klaus Zehelein an, der das Ehrenamt zwöf Jahre lang innehatte. Sie werde sich insbesondere für die finanzielle Absicherung der Häuser einsetzen, betonte Kisseler. "Trotz ihrer unabweisbaren Bedeutung für unsere Gesellschaft sind die Theater immer wieder von anhaltenden Budgetkürzungen bedroht."

Neuer Siegfried - Umbesetzungen bei Bayreuther Festspielen

Stefan Vinke übernimmt den Part von Lance Ryan

Die Bayreuther Festspiele bekommen einen neuen Siegfried. Lance Ryan, der die tragende Rolle in Richard Wagners Mammutwerk "Der Ring des Nibelungen" in den vergangenen beiden Jahren sang, wird in diesem Jahr nicht mehr auf der Bühne des Grünen Hügels stehen. Den Part übernimmt nach Angaben auf der Festspiel-Homepage der Tenor Stefan Vinke. "Man hat sich nicht auf einen Vertrag geeinigt", sagte Ryans Agent Marcus Carl am Freitag. Zu den Gründen wollte er sich nicht äußern. Vinke wird laut Homepage sowohl den jungen Helden in "Siegfried" als auch den älteren Siegfried in der "Götterdämmerung" singen. In diesem Jahr wird nach Angaben auf der Festspiel-Homepage nicht nur der Siegfried ausgetauscht. Zahlreiche Rollen werden neu besetzt, darunter Loge, Mime, Fafner, Floßhilde und Freia.

Stiftung Zentrum für Kulturgutverluste stellt 1,15 Millionen Euro bereit

Die Stiftung war erst zum Jahresbeginn 2015 gegründet worden

Für Projekte zur Suche nach Raubkunst hat das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste 17 Institutionen zusammen 1,15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Suche nach NS-Raubkunst habe für Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände als Träger der Stiftung oberste Priorität, hieß es heute in Magdeburg. Erstmals erhielten beispielsweise das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, das Landesmuseum Mainz und das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck eine Unterstützung. Zahlreiche weitere Einrichtungen erhielten eine fortgesetzte Förderung für laufende oder neue Projekte. Die Stiftung Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste war zum Jahresbeginn gegründet worden und hatte im April in Mai ihren Sitz bezogen. Ziel der Stiftung ist es, Raubkunst aus der Zeit des Nationalsozialismus schneller zu ermitteln.

Rolf Hoppe erhält Deutschen Schauspielpreis für Lebenswerk

Die Laudatio hält der Regisseur István Szábo

Der Deutsche Schauspielpreis wird heute im Zoopalast in Berlin in neun Kategorien vergeben. Rolf Hoppe bekommt den Ehrenpreis für das Lebenswerk. Er wird für sein wegweisendes und inspirierendes darstellerisches Schaffen ausgezeichnet. Die Laudatio auf Hoppe hält der Regisseur István Szabó. Beide arbeiteten gemeinsam am Film "Mephisto" nach Klaus Manns gleichnamigen Roman. Hoppe stand vor, Szabó hinter der Kamera. 1982 wurde der Film mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Hoppe gab 1964 sein Leinwanddebüt und war seitdem in mehr als 200 Kino- und Fernsehfilmen zu sehen.

Jochen Golz als Präsident der Goethe-Gesellschaft wiedergewählt

Vizepräsidentin bleibt die Direktorin des Goethe-Museums in Frankfurt/Main Anne Bohnencamp

Der Germanist Jochen Golz bleibt weitere vier Jahre Präsident der Goethe-Gesellschaft Weimar. Die Mitgliederversammlung wählte den 73-Jährigen heute mit dem neuen Vorstand. Der Literaturwissenschaftler, der bis zu seiner Pensionierung das Goethe- und Schiller-Archiv der Klassiker Stiftung leitete, führt seit 1999 die literarische Vereinigung. Sie feiert in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen. Laut Satzung muss der Präsident oder der Vize-Präsident aus Weimar kommen. Zur Vizepräsidentin wurde erneut die Direktorin des Goethe-Museums in Frankfurt/Main, Anne Bohnencamp, gewählt. Die 1885 gegründete Goethe-Gesellschaft lädt alle zwei Jahre zur Hauptversammlung in die Klassiker-Stadt ein. Noch bis Samstag wollen rund 300 Wissenschaftler, Theaterleute und Dichter-Freunde über "Goethe und die europäische Romantik" diskutieren. Der literarischen Vereinigung gehören weltweit 2600 Mitglieder an.

Kinderbuchautorin Käthe Recheis gestorben

Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt

Die österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin Käthe Recheis ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Die 61 Bücher von Recheis wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Sie erhielt unter anderem den Katholischen Kinderbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz, den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur sowie zweimal den Österreichischen Staatspreis für Jugendliteratur. Recheis, deren Werk vom Bilderbuch über die Kinderlyrik bis hin zum Jugendroman reichte, engagierte sich lebenslang für indigene Völker in Nord- und Südamerika, die sie auch in zahlreichen Büchern thematisierte.

Wettbewerb für Berliner Bauhaus-Museum startet

Das denkmalgeschützte Berliner Bauhaus-Museum bekommt einen Erweiterungsbau

Das Land startete jetzt den internationalen Architekturwettbewerb für das Projekt. "Erwartet werden Entwürfe, die sich architektonisch mit dem Bestandsgebäude von Walter Gropius auseinandersetzen und es respektieren, aber zugleich eine eigenständige Architektur entwickeln", teilte die Senatsbauverwaltung heute mit. Bis zum 11. Juni können sich Architekturbüros weltweit um eine Teilnahme bewerben, im Oktober soll der Siegerentwurf gekürt werden. Das Berliner Bauhaus-Archiv besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte der wegweisenden Kunstschule. Das vom Gründer Gropius entworfene und 1979 eröffnete Haus ist für die vielen Besucher längst zu klein. Die Kosten für Neubau und Sanierung teilen sich Bund und Land.

Unesco will Great Barrier Reef vorerst nicht auf rote Liste setzen

Dennoch muss Australiens Regierung bald wieder zum Rapport.

Die Unesco will das bedrohte australische Great Barrier Reef vorerst nicht auf seine rote Liste für gefährdetes Welterbe setzen. Diese Empfehlung gab die UN-Kulturorganisation für die Sitzung des Welterbekomitees Ende Juni in Bonn.
Gleichzeitig muss die australische Regierung aber bis Ende 2016 einen neuen Bericht vorlegen. Das weltberühmte Riff ist seit Jahren von Korallenschwund, sinkender Wasserqualität und Hafenausbau bedroht. Die Welterbe-Schützer setzen auf die Umsetzung eines bis 2050 konzipierten Langzeitplans. Dieser müsse nun in konkreten Regelungen umgesetzt werden.

Verbandsvertreter: Bibliotheken sollen sonntags öffnen

Lohn- und Freizeitausgleich für die Beschäftigten gefordert

Als Kultur- und Bildungseinrichtungen müssten Bibliotheken in Deutschland auch sonntags geöffnet sein. Dafür hat sich zum Abschluss des Deutschen Bibliothekartag in Nürnberg Tom Becker, Bundesvorstandsmitglied im Berufsverband Information Bibliothek, ausgesprochen. Bei einer Podiumsdiskussion erklärte, die Beschäftigten brauchten aber adäquate Rahmenbedingungen bei der Entlohnung und dem Freizeitausgleich.

Künstlerin verurteilt Attacken auf Teppich-Installation in Dresden

Unbekannte hatten in der Nacht zum Montag die Teppiche beschmiert

Ein riesiges Teppich-Portal der Künstlerin Nezaket Ekici vor dem Dresdner Landgericht ist gut eine Woche nach dem Aufbau mit einer islamfeindlichen Parole besprüht und dann von der Feuerwehr teildemontiert worden. Ekici sei über den "doppelten Akt der Missachtung der künstlerischen Integrität" ihres Werkes entsetzt, sagte Kurator Thomas Eller am Freitag in Dresden. Sie verurteilte die Zerstörung als "barbarischen Akt" und protestierte gegen die "hektische Demontage" durch die Polizei. Unbekannte hatten in der Nacht zum Montag mit schwarzer Farbe "Scheiß Islam" auf die Rückseite von sechs der 34 Teppiche gesprüht. Die Behörden ließen sie schnell entfernen.

Neustart in der Krise - "Leipziger Zeitung" erscheint

Lokale Wochenzeitung will ohne Online-Angebot auskommen

Der Zeitungskrise zum Trotz erscheint heute in Leipzig eine neue, lokale Wochenzeitung: Die "Leipziger Zeitung". Gegründet wurde sie von einer Gruppe von Journalisten und wird ganz klassisch auf Papier gedruckt, ein Online-Angebot gibt es nicht. Finanziert wird das Projekt vor allem durch Abonnenten und Straßenverkauf. Bislang sind 52 Ausgaben geplant. Cesare Stercken, einer der Gründer, ist das bisherige Angebot von einer Tageszeitung, dem Lokalteil der "Bild"-Zeitung und einem monatlichen Stadtteilmagazin zu wenig:
"Wir wünschen uns eine vielfältige Medienlandschaft und wir sehen, dass es einen Bedarf danach in der Stadt gibt"

Überreste eine zweiten Titusbogens in Rom entdeckt

Außergewöhnlicher Fund im Circus Maximus

Archäologen haben bei Ausgrabungen auf dem Circus Maximus in Rom die Überreste eines zweiten Titusbogens entdeckt. Zu dem außergewöhnlichen Fund gehörten unter anderem Fragmente von Marmorsockeln und einem Travertinsteinboden, vermeldete das Kulturdezernat der Stadt. Der im ersten Jahrhundert nach Christus regierende Kaiser Titus ist für die Eroberung Jerusalems bekannt. Auf dem Forum Romanum befindet sich bereits ein Triumphbogen zu seinen Ehren.
Nach Angaben des Kulturdezernates sollen die Überreste des zweiten Bogens zu ihrem eigenen Schutz zunächst wieder zugeschüttet werden, bis Rom das Geld für eine vollständige Ausgrabung und die Zusammenführung der Fragmente aufgebracht hat.

Nach Kunst-Streit in New York: Wohl größter Picasso der USA zieht um

Der bemalte Vorhang hängt jetzt in der New York Historical Society

Nach mehr als 50 Jahren im berühmten Seagram-Hochhaus an der New Yorker Park Avenue ist das wohl größte Picasso-Werk in den USA umgezogen. Der etwa sechs mal sechs Meter große bemalte Theatervorhang "Le Tricorne" ist ab heute in der New York Historical Society direkt am Central Park zu sehen. Als der Besitzer des Seagram-Hochhauses, der Immobilien-Mogul Aby Rosen, im vergangenen Jahr angekündigt hatte, den Vorhang loswerden zu wollen, sorgte er für einen Skandal in der New Yorker Kunstszene. Die Denkmalkommission der Millionenmetropole, der der Picasso gehörte, schenkte das Werk daraufhin der Historical Society.

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