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Kulturnachrichten

Donnerstag, 28. Mai 2015

Schriftsteller Hans Bender ist tot

Der Mitbegründer der Literaturzeitschrift "Akzente" starb mit 95 Jahren

Seine erste Literaturzeitung finanzierte Hans Bender als Student von seinem eigenen Taschengeld: "Konturen". Wenig später gründete er mit Walter Höllerer "Akzente", eine der bedeutensten Literaturzeitschriften Deutschlands, die noch heute existiert. Jetzt ist der Herausgeber und Autor Hans Bender im Alter von 95 Jahren gestorben.
Die von ihm herausgegebenen Lyrikanthologien "Mein Gedicht ist mein Messer", "In diesem Lande leben wir" und "Was sind das für Zeiten. Deutschsprachige Gedichte der 80er Jahre" gehörten zur Pflichtlektüre der Germanistikstudenten. Hans Bender schrieb auch selber Lyrik und Prosa, seine Kurzgeschichten wurden in viele Sprachen übersetzt.

Einheitsdenkmal in der Hauptstadt verzögert sich weiter

Das teilte die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher auf Anfrage mit

Derzeit durchlaufe das seit 2007 geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal noch das Genehmigungsverfahren, heißt es. Danach sei mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren zu rechnen. Das Denkmal kann damit also frühestens 2017 fertig werden. Der Eröffnungstermin ist schon mehrfach vererschoben worden - zuletzt auf 2016.

Die Autoren der Bachmanntage 2015 stehen fest

ORF und 3Sat stellten sie auf im Robert-Musil-Museum in Klagenfurt vor

Zur Lesung des Bachmannwettbewerbs 2015 eingeladen sind: Anna Bar, Valerie Fritsch, Saskia Hennig von Lange, Falkner, Dana Grigorcea, Tim Krohn, Jürgen Halter, Nora-Eugenie Gomringer, Teresa Präauer, Katerina Poladjan, Ronja von Rönne, Sven Recker, Monique Schwitter und Peter Truschner.
Hubert Winkels, Literaturredakteur des Deutschlandfunks, übernimmt den Vorsitz der Jury. Ebenfalls neu im Gremium sind Sandra Kegel von der FAZ, der Grazer Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger und Stefan Gmündner vom österreichischen "Standard". Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2015 finden von 1. bis 5. Juli im ORF-Theater des ORF-Landesstudio Kärnten statt. Die Klagenfurter Rede zur Literatur wird Peter Wawerzinek, Gewinner des Bachmann-Preises 2010, unter dem Titel "Tinte kleckst nun einmal" halten.

Singer empört über Ausladung der phil.Cologne

Australier sollte über Veganismus sprechen

Der australische Philosoph Peter Singer hat auf die Ausladung vom Kölner Philosophie-Festival phil.Cologne verärgert reagiert. "Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?", sagte Singer dem "Kölner Stadt-Anzeiger".
Singer sollte zum Thema "Retten Veganer die Welt?" sprechen. Die Programmleitung der phil.Cologne hatte Singer nach einem Interview ausgeladen, weil er dort umstrittene Vergleiche zwischen dem moralischen Status von Embryonen und denen von Neugeborenen gezogen hatte.

Daniel Klajner soll Intendant in Nordhausen werden

Der Schweizer soll Lars Tietje ablösen

Der Schweizer Dirigent Daniel Klajner soll im August 2016 neuer Intendant des Theaters Nordhausen in Thüringen werden. Der Aufsichtsrat habe der Gesellschafterversammlung den 51-Jährigen als Nachfolger von Lars Tietje empfohlen, der nach Schwerin wechselt, teilte die Stadt Nordhausen mit. Der Stadtrat will bereits am Abend darüber abstimmen.
Klajner studierte in Wien Dirigieren und Komposition. Seit 2005 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters in Mulhouse. Zuvor war er Generalmusikdirektor in Würzburg.

Ruhrfestspiele: Intendant verlängert bis 2018

Frank Hoffmanns erfolgreiche Arbeit wird fortgesetzt

Frank Hoffmann bleibt weitere drei Jahre Intendant der Ruhrfestspiele. Hoffmann unterzeichnete am Donnerstagnachmittag im Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus eine Vertragsverlängerung bis 2018. Aufgrund der erfolgreichen künstlerischen Arbeit der vergangenen Jahre hatte der Aufsichtsrat dem Festspielleiter geschlossen sein Vertrauen ausgesprochen.

VdÜ-Vorsitzender Schmidt-Henkel dankt dem Bundespräsidenten für Wertschätzung

Joachim Gauck hatte auf schwierige ökonomische Situation von Übersetzern hingewiesen

Im Schloss Bellevue hatte der Bundespräsident die literarische Übersetzung als "Voraussetzung für Toleranz und Weltoffenheit" bezeichnet und gesagt: "Das Verdienst und der Verdienst" stehen in keinem gerechten Verhältnis. Es sei "großartig, dass er das sagt, erklärte der Vorsitzende des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ), Hinrich Schmidt-Henkel, im Deutschlandradio Kultur. "Das Schlimme" sei, dass Gauk "damit Roman Herzog mit einem Wort zitiert, das bereits 1997 gefallen ist. Dass sich seitdem an der unzureichenden wirtschaftlichen Situation der Literaturübersetzer nicht grundsätzlich etwas verändert hat". Das sei "skandalös", so Schmidt-Henkel.

Förderverein: Über 50 Millionen für Berliner Schloss

Verein hat die Hälfte der zugesagten Spenden zusammen

Der Förderverein Berliner Schloss hat eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 50 Millionen Euro für das Mammutprojekt gesammelt. Rund acht Millionen Euro seien in Sachleistungen an die für den Bau verantwortliche Stiftung gegangen, der Rest in bar, sagte Vereinspräsident Wilhelm von Boddien in Berlin. "Wir sind im Plan, was den Baufortschritt angeht. Und wir sind im Plan, was die Kosten angeht." Ursprünglich hatte der Verein zugesagt, 80 Millionen Euro für die historischen Fassaden zu sammeln. Inzwischen habe man die Zusage auf 105 Millionen Euro erhöht, so Boddien. Mit dem zusätzlichen Geld solle vor allem die historische Kuppel rekonstruiert werden.
Das rekonstruierte Schloss soll ab 2019 unter dem Namen Humboldtforum ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Den Löwenanteil der auf insgesamt 590 Millionen Euro veranschlagten Baukosten trägt der Bund. Der Rohbau ist inzwischen fast fertig, am 12. Juni ist Richtfest.

Uni Bonn erhält Humboldt-Professur für Islamwissenschaftlerin

Judith Pfeifer soll von Oxford nach Bonn wechseln

Die Universität Bonn kann dank einer Humboldt-Professur eine renommierte Islamwissenschaftlerin an die Hochschule holen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung habe ihr den Zuschlag gegeben, mit Professorin Judith Pfeiffer Berufungsverhandlungen aufzunehmen, teilte die Uni am Donnerstag mit. Pfeifer ist seit 2003 am St.
Cross College der University of Oxford und gehört zu den international renommiertesten Islamwissenschaftlern. Sie gilt als weltweit führende Spezialistin der iranisch-mongolischen Ideen- und Geistesgeschichte vom 13. bis 16. Jahrhundert.
Die mit bis zu 3,5 Millionen Euro ausgestattete Humboldt-Professur ist der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Mit ihm werden renommierte Wissenschaftler aus dem Ausland gewonnen, um langfristig an deutschen Hochschulen zu forschen.

Medienarbeit des Vatikan soll grundlegend reformiert werden

Das berichtet die katholische Webseite "Catholicherald.co.uk"

Derzeit sei die Medien- und Pressearbeit des Heiligen Stuhls nicht fit fürs digitale Zeitalter, sagte Chris Patten, der Ex-Chefaufseher des britischen Rundfunks BBC, der vor einem Jahr mit der Reform beauftragt wurde. Die verschiedenen Zeitungs- und Radioredaktionen sowie die Pressestelle müssten effizienter und moderner gemacht werden. Derzeit sei Papst-Sprecher Federico Lombardi allein für Medienanfragen aus aller Welt zuständig. Die Öffnungszeiten der Pressestelle glichen denen einer Behörde, so Patten.

Aus für Oslos Opernchef entfacht Proteste

Deutschsprachige Opernkonferenz: "Völlig kunstferne Entscheidung"

Die Trennung der Norwegischen Staatsoper von ihrem künstlerischen Chef Per Boye Hansen hat in Deutschland heftige Proteste entfacht. Der Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe als
Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz forderte die
norwegische Kulturministerin in einem offenen Brief auf, die "völlig kunstferne Entscheidung" rückgängig zu machen. Boye Hansen habe dem Haus den Sprung in die internationale Opernliga ermöglicht.
Boye Hansen hatte die künstlerische Leitung des Hauses 2012 übernommen. Zuvor war der Norweger unter anderem Direktor der Komischen Oper in Berlin. Sein Handwerk lernte an der Essener Folkwanghochschule. Boye Hansen ist Chef der Jury für den renommierten Ibsen-Preis.

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