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Kulturnachrichten

Mittwoch, 27. Mai 2015

Bundespräsident stärkt literarischen Übersetzern in Deutschland den Rücken

Joachim Gauck lud zu einem festlichen Abend ins Schloss Bellevue

Bei der Veranstaltung würdigte der Bundespräsident die Arbeit von literarischen Übersetzern als wichtigen Beitrag für das Verständnis der Kulturen. Die literarische Übersetzung sei "Voraussetzung für Toleranz und Weltoffenheit", sie mache deutlich: "Es gibt keine absolute Fremdheit, kein absolutes Nicht-Verstehen".Zugleich forderte er mehr Wertschätzung für Übersetzerinnen und Übersetzer. "Das Verdienst und der Verdienst" stünden in keinem gerechten Verhältnis. "Übersetzung ist auch Handwerk, Knochenarbeit", so Gauck.

Frau von "Ekel Alfred" - Elisabeth Wiedemann ist tot

Die Schauspielerin starb mit 89 Jahren in Bayern

Die Schauspielerin Elisabeth Wiedemann ist tot. Sie starb in der Nacht zu Mittwoch, wie ihre Nichte der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Wiedemann spielte die Frau von "Ekel Alfred" in der ARD-Kultserie "Ein Herz und eine Seele". Sie war mit 89 Jahren die letzte Überlebende des legendären Serienquartetts, zu dem außer ihr Heinz Schubert, Hildegard Krekel und Diether Krebs gehörten. Das Altenheim im oberbayerischen Marquartstein, in dem die Schauspielerin zuletzt lebte, bestätigte ihren Tod ebenfalls.

Klaus Staeck plädiert für Nachfolgerin an der Berliner Akademie der Künste

Am 30. Mai wird gewählt

Klaus Staeck hat sich für eine Präsidentin der Berliner Akademie der Künste ausgesprochen. "Erst einmal wünsche ich mir, dass nach 300 Jahren hier endlich eine Frau Präsidentin wird. Wir werden sehen, ob diese männerlastige Institution bereit ist, diesem Gedanken näherzutreten." Der 77jährige Klaus Staeck, der seit neun Jahren an der Spitze der Akademie steht, darf laut Satzung nicht erneut für dieses Amt kandidieren. Über seine Nachfolge entscheidet die Mitgliederversammlung.

Hans-Joachim Grote neuer Präsident des Deutschen Bibliotheksverbandes

Der Oberbürgermeister von Norderstedt wurde einstimmig gewählt

Hans-Joachim Grote stehe für eine moderne Bibliothekspolitik, wurde nach dessen Wahl zum neuen Präsidenten des Deutschen Bibliotheksverbandes mitgeteilt. Dies zeige unter anderem das 2007 gegründete "Bildungswerk Norderstedt", mit dem das Stadtoberhaupt ein modernes kulturelles Bildungszentrum aus Stadtbücherei und Volkshochschule geschaffen habe. Der CDU-Politiker, der auch Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ist, tritt die Nachfolge von Gudrun Heute-Blum an, die das Präsidentenamt 2014 wegen beruflicher Veränderungen niedergelegt hatte. Im Deutschen Bibliotheksverband sind nach eigenen Angaben 2100 deutsche Bibliotheken zusammengeschlossen.

Fotografin Mary Ellen Mark in New York gestorben

Sie wurde 75 Jahre alt, melden US-Medien

Mary Ellen Mark arbeitete für "Life", "Vogue", "Time, "Rolling Stone" und "Vanity Fair". Bekannt wurde sie nicht nur durch ihre Bilder von Prominenten und Politikern, sondern vor allem durch ihre einfühlsamen Porträts von Straßenkindern, Prostituierten und Drogenabhängigen im Swinging London der 60er Jahre. Zuletzt arbeitete sie für CNN an einem Projekt in New Orleans anlässlich des zehnten Jahrestags von Hurrikan "Katrina". Mary Ellen Mark veröffentlichte überdies mehr als ein Dutzend Bücher.

Europäisches Hansemuseum in Lübeck eröffnet

Bau des Hamburger Architekten Andreas Heller kostete mit 50 Millionen Euro doppelt soviel wie geplant

Das Museum zeigt die Entwicklung der Hanse in Europa vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die beim Bau des Hauses im Norden der Lübecker Altstadt entdeckten archäologischen Funde wurden in den Neubau einbezogen. Im Jahr 1193 hatten sich niederdeutsche Händler an den Ufern der Newa zu einem losen Bündnis zusammen zusammengeschlossen. Das war der Grundstein der Hanse, die bis ins 17. Jahrhundert hinein das Wirtschaftsleben in weiten Teilen Europas prägte. Finanziert wurde das Europäische Hansemuseum mit rund 40 Millionen Euro der Lübecker Possehl-Stiftung sowie 9,4 Millionen von der Europäischen Union. Bundeskanzlerin Merkel war bei der heutigen Eröffnung anwesend.

Werbetöchter der Landesrundfunkanstalten zahlen für "Gottschalk live"

Die Honorarzahlungen für Thomas Gottschalk seien somit ordnungsgemäß, erklärte der WDR

Der Westdeutsche Rundfunk erklärte nach Prüfung der Vorgänge aus den Jahren 2011 und 2012, die so sogenannten Abbruchkosten für die ARD-Vorabendshow "Gottschalk live" hätten die Werbetöchter der Landesrundfunkanstalten übernommen. Somit seien keine Gebührengelder eingesetzt worden. Auch die Fortzahlung des Moderatorenhonorars bis zum Ende der Vertragszeit sei darin enthalten gewesen. Wie der WDR weiter mitteilte, schloss die ARD-Tochter Degeto für die ARD-Werbegesellschaften mit der Produktionsfirma Grundy Light Entertainment den Vertrag über die Produktion mit Gottschalk als Moderator ab. Darin sei auch das Honorar für Gottschalk vereinbart worden, "das aus Sicht der damals Beteiligten seiner Bekanntheit und seinem Marktwert als einer der beliebtesten Moderatoren in Deutschland und der exklusiven Zusammenarbeit Rechnung trug". Da die Sendung "ausschließlich über Werbeeinnahmen finanziert" wurde, "war auch keine Gremienzustimmung einzuholen, denn es bestand keine finanzielle Verpflichtung der Landesrundfunkanstalten, sondern der Werbetöchter". Nach der Hälfte der vereinbarten Folgen hätten die ARD-Intendanten von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) hatte kritisiert, dass bis zu 2,7 Millionen Euro an Gottschalk ohne Gegenleistung geflossen seien und hatte darüber Aufklärung verlangt.

Genf verbietet Schülern Auftritt in religiöser Oper

Mitsingen von Brittens Kinderoper verletze die vorgeschrieben Laizität

Grundschüler dürfen nicht bei einer Aufführung von Benjamin Brittens Kinderoper "Noahs Sintflut" des Genfer Kammerchores mitsingen. Lediglich anhören sei für Primarschüler erlaubt, entschied die zuständige Bildungsbehörde des Kantons Genf. Das berichtete das Portal "kath.ch".
Das Bildungsdepartmement beruft sich unter anderem auf Artikel 15 der Bundesverfassung, nach dem niemand gezwungen werden darf, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen. Aus Sicht der Behörde ist das "Singen eines biblischen Werkes, insbesondere von Texten mit starker religiöser Konnotation" vergleichbar mit dem "Vollzug einer religiösen Handlung", erklärte die stellvertretende Generalsekretärin Teresa Skibinska.

Dritte Phil.Cologne in Köln gestartet

Griechischer Außenminister wird mit Spannung erwartet

Zum dritten Mal lockt seit diesem Mittwoch die Phil.Cologne Vordenker und Nachdenker zum Festival der Philosophie nach Köln. Den Auftakt machte die Veranstaltung "Vergeben und vergessen?". Dabei ging es um die Frage, ob man Missetätern immer verzeihen sollte oder ob es auch unverzeihliches Unrecht gibt. Mit besonderer Spannung erwartet wird der griechische Außenminister Nikos Kotzias - er soll am Freitag die Frage beantworten "Wie rette ich ein Land?"
Weitere prominente Gäste sind der US-Philosoph Michael J. Sandel und die Schriftstellerin Siri Hustvedt.

China geht gegen Plünderung von Ausgrabungsstätten vor

Die Polizeit nahm in Niuehliang 175 Tatverdächtige fest

Die Männer sollen Artefakte aus einer Ausgrabungsstätte geraubt haben. Bei der Razzia wurden 1168 Objekte im Wert von umgerechnet 73 Millionen Euro sichergestellt teilte das Ministerium für Öffentliche Sicherheit in Peking mit. Laut offiziellen Angaben gilt der Fund
als der bisher größte von gestohlenen Kunstgegenständen in China. Der Ausgrabungsort Niuehliang in der Provinz Liaoning im Norden des Landes birgt Entdeckungen, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Die 175 festgenommenen Männer sollen aus 10 Banden stammen, die vom Ausgraben der Artefakte bis hin zu deren Verkauf alles organisiert hätten, hieß es. Wann genau die Polizeiaktion stattfand, wurde nicht mitgeteilt.

Berlinische Galerie öffnet nach fast einjähriger Sanierung

Museum der Moderne zeigt vier neue Ausstellungen

Die Berlinische Galerie, das Landesmuseum der Moderne in der Hauptstadt, öffnet nach elfmonatiger Sanierung mit gleich vier neuen Ausstellungen. Im Mittelpunkt steht neben der eigenen Sammlung eine Schau über die Architektur der 60er Jahre in Ost und West. "Das ganze Haus ist neu bespielt", sagte Museumsdirektor Thomas Köhler vor der offiziellen Wiedereröffnung am Donnerstag. Die Sanierung der früheren Industriehalle war wegen des mangelnden Brandschutzes nötig geworden.

Ulrike Sych neue Rektorin der Wiener Universität für Musik

Die designierte Rektorin Regula Rapp hatte zuvor das Handtuch geworfen

Die deutsche Dramaturgin, Chefin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, war im April nach Wien berufen worden. Doch Lehrende und Studierende protestierten dort gegen die Entscheidung für Rap, denn sie hatten dem obersten Gremium der Universität vorgeschlagen, die amtierende Vizerektorin Ulrike Sych zur Rektorin zu befördern. Das ist am Abend geschehen, teilte die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit.

Georg Baselitz ist jetzt Österreicher

Seit 2013 wohnt der weltberühmte Maler in Salzburg

Der Maler Georg Baselitz hat jetzt auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie sei ihm "im besonderen Interesse der Republik Österreich" überreicht worden, teilte die Landesregierung von Salzburg mit. Der 77-Jährige wohnt seit 2013 in Salzburg. Ministerpräsident Wilfried Haslauer (ÖVP) gab sich überzeugt, "dass sich Professor Baselitz als Persönlichkeit von internationalem Format und als neuer österreichischer Staatsbürger sehr fördernd in Land und Gesellschaft einbringen wird". Baselitz wurde in Sachsen geboren. Seinen Durchbruch erlebte er 1969 mit seinen ersten Kopfstand-Bildern, die zu seinem Markenzeichen wurden. Er gilt als einer der teuersten Künstler der Gegenwart.

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