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Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. Mai 2015

Terrormiliz IS erobert Archäologische Stätten bei Palmyra

Experten befürchten Zerstörung

Die berühmten archäologischen Stätten nahe der syrischen Oasenstadt Palmyra sind in der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat. Die Extremisten überrannten das zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Gelände am frühen Morgen, wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte und weitere Aktivisten mitteilten. Bislang seien die Ruinen nicht beschädigt worden. Es gibt aber Befürchtungen, dass die Extremisten die Stätten zerstören könnten. Ähnlich waren sie bereits mit archäologischen Anlagen im Irak verfahren, die sie erobert hatten. Die archäologische Anlage bei Palmyra ist bekannt für ihre 2000 Jahre alten Kolonnaden, die aus der Zeit des alten Roms stammen. Darüber hinaus gibt es dort etliche andere Ruinen und unschätzbar wertvolle Artefakte. Arbeiter hätten zuvor Hunderte Statuen und Meisterwerke sicher nach Damaskus transportieren können.

Deutscher Architekturpreis für Kirchenbau in Köln

Gewinner: Das Architekturbüro Sauerbruch Hutton

Für seinen Kirchenbau in Köln-Stammheim erhält das Berliner Architekturbüro den mit 30 000 Euro dotierten Deutschen Architekturpreis 2015. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, das prämierte Gemeindezentrum sei ein eindrucksvolles Beispiel für nachhaltige und zukunftsfähige Architektur. "Durch die Anordnung des Gebäude-Ensembles öffnet die Kirchgemeinde ihr Grundstück für die Öffentlichkeit und leistet so einen Beitrag für eine lebendige Stadt", so die Ministerin. Der Preis wird durch das Bundesbauministerium und die Bundesarchitektenkammer ausgelobt.

Künstler fordern Freilassung für Badawi und Ai Weiwei

Demonstation in Berlin

Die US-Sängerin Patti Smith und der designierte Volksbühnen-Intendant Chris Dercon haben heute in Berlin für die Freilassung des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi demonstriert. Zusammen mit Badawis Ehefrau Ensaf Haida forderten sie am Potsdamer Platz auch die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Am Abend wollten sie bei einem Konzert von Amnesty International die amerikanische Folk-Sängerin Joan Baez und den abwesenden Ai Weiwei als "Botschafter des Gewissens" auszeichnen.

Asisi will Panorama zu Luther mit Wittenbergern gestalten

Der Künstler gestaltet Bild zum 500. Jubiläum der Reformation

Yadegar Asisi möchte die Wittenberger eng in die Entstehung seines neuen Panoramas zu Martin Luther einbeziehen. Die Statisten für sein neues Rundumbild sollen möglichst zahlreich aus Wittenberg kommen, sagte Asisi. Das Panorama selbst solle die Stadt und die Gesellschaft zur Zeit von Luthers Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche im Jahr 1517 zeigen. Asisi plant dafür ein 15 Meter hohes und 75 Meter breites Bild mit Szenen aus der Stadt. Konkreteres solle zum großen Foto-Shooting mit den Statisten im Oktober feststehen. Das Rundbild soll Teil der Wittenberger Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 werden.

Akademie der Künste wählt Führungsspitze neu

Jeanine Meerapfel und Kathrin Röggla im Gespräch

Die Berliner Akademie der Künste, eines der ältesten europäischen Kulturinstitute, wählt am 30. Mai die gesamte Führungsspitze neu. Wie das Haus am heute mitteilte, scheiden nicht nur der bisherige Präsident Klaus Staeck und seine Stellvertreterin Nele Hertling aus dem Amt. Auch die Direktorinnen und Direktoren der sechs Sektionen werden neu bestimmt. Zusammen mit dem Präsidentenduo bilden sie den Senat der Akademie, das leitende und beschlussfassende Gremium. Nach Informationen der dpa sind für die Präsidentenposten die deutsch-argentinische Filmemacherin Jeanine Meerapfel (71) und die Schriftstellerin Kathrin Röggla (43) im Gespräch. Der Plakatkünstler Staeck, der seit 2006 an der Spitze der Akademie steht, darf nach drei Amtszeiten laut Satzung nicht erneut kandidieren. Nach der geheimen Wahl will sich die neue Führungsspitze am 31. Mai der Öffentlichkeit vorstellen.

Letzte Late Night von US-Talker David Letterman

Komiker Stephen Colbert übernimmt CBS-Show

Nach 33 Jahren hat US-Talker David Letterman am Mittwoch seine letzte "Late Show" im Sender CBS moderiert. "Danke und gute Nacht", waren die Abschiedsworte des 68-Jährigen in seiner 6028. Sendung. Eröffnet wurde die Abschlussshow mit einer Überraschung für das Publikum: "Unser langer nationaler Alptraum ist zu Ende", sagten in Einspielern nacheinander die früheren US-Präsidenten George Bush, George W. Bush und Bill Clinton sowie der amtierende Staatschef Barack Obama. Letterman hatte vor gut einem Jahr angekündigt, sich als Late-Night-Moderator zurückzuziehen. Die Sendung hatte er seit 1993 ununterbrochen präsentiert. Letterman gewann ein Dutzend Emmys, insgesamt wurde die Show mehr als hundert Mal für den Fernsehpreis nominiert. Lettermans Markenzeichen waren seine bohrenden und oft unbarmherzigen Fragen. In seine Fußstapfen soll im September der Komiker Stephen Colbert treten.

US-Jazzmusiker Bob Belden gestorben

Gab erstes US-Konzert im Iran seit 1979

Der Jazzmusiker Bob Belden, der im Februar mit einem Konzert im Iran Musikgeschichte geschrieben hatte, ist tot. Belden starb gestern nach einem Herzinfarkt in einem New Yorker Krankenhaus, meldete das Fachblatt "Jazz Times". Belden wurde 58 Jahre alt. Er war ein Ausnahmetalent, spielte mehrere Instrumente, komponierte, arrangierte und produzierte. Im Februar war er mit seiner Band in den Iran gereist - als erster US-Musiker seit dem Umsturz 1979. Das Konzert war Berichten zufolge ausverkauft, das Publikum jubelte den Musikern zu. Belden arbeitete besonders gern mit Nachwuchs- musikern zusammen.

Überraschungsauftritt der Rolling Stones in LA

Klubkonzert für fünf Dollar Eintritt

Die Rolling Stones haben ein Überraschungskonzert in einem kleinen Club in Los Angeles gegeben, für das sie nur fünf Dollar (ca. 4,50 Euro) Eintritt verlangt haben. Das Konzert vor 1.200 Fans in der vergangenen Nacht sollte daran erinnern, dass sie im Juni ihr 1971er Album "Sticky Fingers" erneut auf den Markt bringen. Die Tickets des kurzfristig angekündigten Club-Konzerts waren binnen weniger Minuten ausverkauft. Am Sonntag starten die Rolling Stones eine Nordamerika-Tour in San Diego. Die Tickets dafür kosten zwischen 65 und 395 Dollar (59 bis 356 Euro).

Kunsthistoriker Didi-Huberman erhält Adorno-Preis

Preis wird alle drei Jahre vergeben

Der französische Kunsthistoriker Georges Didi-Huberman erhält den Theodor-W.-Adorno-Preis 2015. Der 61-Jährige habe in seinem Werk "in exemplarischer Weise den kritischen Ansatz Adornos in die Gegenwart" fortgeschrieben, teilte die Stadt Frankfurt am Main mit. Sie vergibt den mit 50.000 Euro dotierten Preis alle drei Jahre für hervorragende Leistungen in Philosophie, Musik, Theater und Film. Er ist nach dem Philosophen Theodor W. Adorno (1903-1969) benannt. Die Auszeichnung soll Didi-Huberman am 11. September, dem Geburtstag Adornos, in der Paulskirche übergeben werden.

Österreich gibt Maori-Überreste an Neuseeland zurück

Fundstücke sind 120 Jahre alt

Das Weltmuseum Wien gibt mumifizierte sterbliche Überreste von Maoris an Neuseeland zurück. Das bestätigte ein Sprecher des neuseeländischen Te Papa-Museums. Zugleich lobte er das Engagement des Museums und der Regierung in Wien. Dadurch könne Neuseeland eine sehr dunkle Periode seiner Geschichte aufrollen. Der österreichische Tierpräparator Andreas Reischek hatte die Überreste von vier Maori vor mehr als 120 Jahren in Neuseeland gesammelt. Sie sollen am kommenden Montag in ihre Heimat zurückkehren. Das neuseeländische Museum bemüht sich seit Jahren, alle sterblichen Reste zurückzubringen und zu bestatten. Mindestens 550 weitere Schädel seien noch überwiegend in europäischen Museen, teilte das Te Papa mit.

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