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Kulturnachrichten

Sonntag, 17. Mai 2015

Reger Andrang beim Internationalen Museumstag

Tausende nutzen Angebote der Häuser

Beim Internationalen Museumstag haben in Deutschland erneut zahlreiche Museen ihren Besuchern Kunst und vieles mehr gezeigt. Rund 1800 Häuser hatten sich laut Deutschem Museumsbund für die 38. Ausgabe am Sonntag angemeldet, praktisch so viele wie im Vorjahr. Bei meist freiem Eintritt gab es Sonderführungen, Workshops, Aktionen und Vorträge. Das Motto in diesem Jahr lautete "Museum.Gesellschaft. Zukunft." Bundesweit gibt es rund 6500 Museen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte bei der bundesweiten Eröffnung in Darmstadt: "Die Kultur ist für die Gesellschaft das, was für den Einzelnen die Erinnerung ist." Bouffier ist als derzeitiger Bundesratspräsident Schirmherr des Museumstages.

Ausgerufen wird der Museumstag jährlich im Mai weltweit vom Internationalen Museumsrat (ICOM). Damit soll auf die Bedeutung und Vielfalt der Ausstellungshäuser aufmerksam gemacht werden.

Alfred-Kerr-Darstellerpreis für Gala Winter

Zwei Preise gehen nach Hamburg

Die Schauspielerin Gala Winter ist zum Abschluss des 52. Berliner Theatertreffens mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet worden. Die 24-Jährige vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde vom diesjährigen Kerr-Preis-Juror, dem Schauspieler Samuel Finzi, aus dem Kreis der zum Festival eingeladenen Künstler ausgewählt. Der Kerr-Preis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers ist mit 5000 Euro dotiert.

Winter wurde mit der begehrten Auszeichnung für ihre Rolle der "Frida Foldal" in Karin Henkels Ibsen-Inszenierung "John Gabriel Borkman" geehrt. Zuvor war bereits eine andere Schauspielerin aus der Hamburger Ibsen-Inszenierung mit einem Theatertreffen-Preis ausgezeichnet worden: Die 34-jährige Lina Beckmann nahm für ihre Darstellung der Ella den mit 10 000 Euro dotierten 3sat-Preis für eine besonders innovative Leistung entgegen.

Beim 52. Theatertreffen wurden zweieinhalb Wochen lang die bemerkenswertesten Inszenierungen der Saison gezeigt. Zum Abschluss stand am Sonntagabend Frank Castorfs Brecht-Inszenierung "Baal" vom Residenztheater München auf dem Programm. Die Inszenierung sollte in Berlin ein allerletztes Mal gezeigt werden. Weitere Aufführungen hat die Brecht-Erbin wegen des ihrer Ansicht nach zu massiven Eingriffs in den Originaltext gerichtlich stoppen lassen.

Gerhard Roth bekommt Bremerhavener Literaturpreis

Österreichischer Schriftsteller beschäftigt sich mit Nationalsozialismus

Der österreichische Schriftsteller Gerhard Roth (72) ist mit dem Bremerhavener Jeanette-Schocken-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Roths Werke über die Auswirkungen von Holocaust und Nationalsozialismus auf das tägliche Leben seien eine "Welt- und Menscherkundung von Shakespeareschem Ausmaß", begründete die fünfköpfige Jury ihre Entscheidung. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wurde dem Autor insbesondere für sein Buch "Orkus, Reise zu den Toten" zugesprochen.

Die Bremerhavener Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben. Sie erinnert an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 und dient der Ermutigung verfolgter Literaten. Benannt ist der Preis nach der Bremerhavener Jüdin Jeanette Schocken, die im November 1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet wurde.

Amsterdamer Reichsmuseum ist "Europäisches Museum des Jahres"

Jury würdigt umfangreiche Modernisierung.

Der Umbau des Reichsmuseums sei außerordentlich gut gelungen, befand die Jury des Europäischen Museumsforums und lobte: "Die atemberaubende Restauration originaler Wandbilder, die elegante Neuplatzierung seiner weltberühmten Gemälde, die neuen historischen Galerien, die alle Sammlungen integrieren, den neuen Pavillon für Asiatische Kunst und die neue Mittelalter-Gallerie- mit all dem werden der Umfang und die Tiefe der Sammlungen eindringlich gefeiert."

Das 1885 erbaute Rijksmuseum war im April 2013 nach einer zehn Jahre langen Umbauphase wiedereröffnet worden. Sie dauerte sechs Jahre länger und koste mit 375 Millionen Euro rund 30 Prozent mehr als geplant. Das Museum ist vor allem für seine Sammlung alter holländischer Meister berühmt. Weltbekanntes Glanzstück ist "Die Nachtwache" von Rembrandt.

Mit dem "European Museum of the Year Award" wird jährlich ein neu eröffnetes oder umfassend neu gestaltetes Museum ausgezeichnet.

Mülheimer Theatertage eröffnet

Dramatikerpreis ist mit 15.000 Euro dotiert

In Mülheim an der Ruhr sind am Samstagabend die 40. Mülheimer Theatertage "Stücke" eröffnet worden. Zum Auftakt des Festivals der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik wurde das Kriegsstück "Die lächerliche Finsternis" von Wolfram Lotz in einer Inszenierung des Wiener Akademietheaters gezeigt. Insgesamt sieben Aufführungen konkurrieren bis zum 6. Juni um den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreis.

Zu den nominierten Stücken gehören "Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute" von Dirk Laucke am Schauspiel Stuttgart, "Wunsch und Wunder" von Felicia Zeller vom Theater Saarbrücken, "Homo Empathicus" von Rebekka Kricheldorf in der Version des Deutschen Theaters Göttingen, "Common Ground" von Yael Ronen, "Die Schutzbefohlenen" von Elfriede Jelinek und das Drei-Generationen-Drama "Die Unverheiratete" von Ewald Palmetshofer.

Bei den Mülheimer Theatertagen werden seit 1976 jährlich sieben oder acht Produktionen gezeigt. Die Jury wählte die nominierten Beiträge in diesem Jahr aus 98 Uraufführungen aus.

Hauptpreis beim Münchner Dokumentarfilmfestival vergeben

Gewinner ist "Something Better to Come"

In München ist am Samstagabend der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis des 30. Internationalen Dokumentarfilmfestivals verliehen worden. Die vom Bayerischen Rundfunk und Global Screen gestiftete Auszeichnung "VIKTOR Main Competition" ging an die dänisch-polnische Produktion "Something Better to Come".

In dem Film begleitet Regisseurin Hanna Polak ihre Protagonistin Yula über 14 Jahre. Der Teenager lebt mit anderen Mittellosen auf Europas größter Mülldeponie, die sich bis in die Vororte Moskaus hinein erstreckt.

Eine lobende Erwähnung hatte die Jury außerdem für den polnisch-deutschen Dokumentarfilm "The Queen of Silence" von Agnieszka Zwiefka. Darin wird die Geschichte der zehnjährigen Denisa erzählt, die taub ist und wunderschön tanzen kann. Sie hat nie sprechen gelernt und schlägt sich doch mit einem breiten Lachen durch ihren harten Alltag in einer Roma-Community in Polen.

Jacob Jensen gestorben

Dänischer Design-Pionier wurde 89 Jahre alt

Der dänische Industriedesigner Jacob Jensen ist tot. Er sei bereits am Freitag gestorben, teilte eine von ihm gegründete Designfirma mit. Jensen war für seine ultramodernen, minimalistischen Entwürfe von Radios, Spielzeug, Küchenzubehör, Uhren und Telefonen bekannt. In den 1940er und 1950er Jahren war er Teil der goldenen Ära der dänischen Designer, der unter anderem Hans J. Wegner, Arne Jacobsen, Finn Juhl und Poul Kjærholm angehörten.
Einige von Jensens Arbeiten sind dauerhaft im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt.

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