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Kulturnachrichten

Sonntag, 1. Juni 2014

NSA sammelt Millionen von Bildern für Gesichtserkennung

Der US-Geheimdienst NSA sammelt nach neuen Erkenntnissen auch jeden Tag Millionen von Fotos.

Darüber berichtet die "New York Times" und beruft sich auf Dokumente des Informanten Snowden. Demnach erfasst die NSA täglich Bilder in E-Mails, sozialen Medien und Videokonferenzen. Die Fotos werden dann mit Gesichtserkennungsprogrammen untersucht, um Verdächtige zu identifizieren. Die Programme können sogar die gleiche Person mit Haarschnitt oder Glatze erkennen - nur mit Bärten haben sie dem Bericht zufolge noch Probleme.

Brücke-Museum hat keine Raubkunst mehr

Das Brücke-Museum in Berlin-Dahlem hat nach eigenen Nachforschungen keine NS-Raubkunst mehr in seinem Bestand.

Das geht aus einer Antwort des Berliner Kulturstaatssekretärs Renner auf eine Anfrage der Grünen hervor. Das Museum hatte von 2010 bis 2013 seine Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle überprüft. 2006 hatte das Land Berlin das Gemälde "Berliner Straßenszene" von Ernst Ludwig Kirchner - das im Brücke-Museum hing - an die Erbin des früheren Besitzers zurückgegeben. Darüber gab es viele Debatten. Später wurde das Bild für 30 Millionen Euro versteigert.

Eisenman wusste seit Jahren von Rissen im Mahnmal

"Kleine Risse sind erwartbar. Aber große Risse sind ein Problem."

Das hat der Architekt Peter Eisenman über das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt. Er hatte das Feld aus Beton-Stelen entworfen. Eisenman sagte "Zeit online", er habe schon seit einigen Jahren von den Rissen gewusst, über die seit kurzem berichtet wird. Er sehe aber nicht, dass er selbst Schuld an dem Zustand der Stelen sei. Wörtlich sagte er: "Schuld könnte das Bauverfahren sein, die Pflege, eine Vielzahl anderer Dinge." Mehrfach verweist er in dem Interview auf die Stiftung und deren Kuratorium, die hier zuständig seien. Eisenman hatte schon vor einigen Tagen bei stern.de das Kuratorium als verantwortlich für die Schäden bezeichnet.

Und hier können Sie das Interview nachlesen.

CNN-Reporter bei laufender Kamera abgeführt

Auch in der Türkei geht die Polizei nicht zimperlich mit der Presse um.

Der Reporter Ivan Watson war gerade live auf CNN zu sehen, als er abgeführt wurde. Watson sprach vor laufender Kamera über den Polizei-Einsatz rund um den Taksim-Platz in Istanbul. Vor laufender Kamera fragen ihn Sicherheitskräfte nach seinem Presseausweis. Er zückt ihn, aber die Beamten sind nicht zufrieden. Dann wird Watson weggezogen. "Ich werde festgenommen", sagt er noch, und: "Ich werde getreten". 30 Minuten später wird er wieder freigelassen, und die Polizei entschuldigte sich dafür, ihn ins Hinterteil getreten zu haben.

Met-Direktor: "Wir sind eine Monarchie auf föderaler Basis"

Das Metropolitan Museum ist eine Art Monarchie auf föderaler Basis.

Das hat Direktor Thomas Campbell der "Welt am Sonntag" gesagt. Sein Haus erstreckt sich über acht Blocks in Manhattan und ist nach seinen Worten "die größte kunstgeschichtliche Fakultät der Welt", weil die Besucher inzwischen auch online mit Kuratoren und Konservatoren in Kontakt treten, Vorträge hören und Essays lesen können. Besonders mag Campbell die islamische Abteilung: Dort habe man versucht, das Schwarz-Weiß der Schlagzeilen zu überwinden und Feinheiten darzulegen. Täglich, so Campbell, kämen allein in diese Abteilung 3.000 Besucher.

Soziologe Hartmann: Wirkliche Eliten bei Bilderberg-Konferenz kaum vertreten

Zu einer Elite zählt, wer die gesellschaftliche Entwicklung maßgeblich beeinflussen kann.

So hat der Soziologe Michael Hartmann im Deutschlandfunk den Terminus "Elite" auf den Punkt gebracht. Anlass ist die Bilderberg-Konferenz, die an diesem Wochenende in Kopenhagen stattfindet und 140 Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Medien versammelt. Hartmann betont, die tatsächliche Wirkung des Treffens werde weit überschätzt, weil die wirklichen Eliten kaum dort vertreten seien, sondern vor allem ehemalige Spitzenkräfte wie Mario Monti oder Jean-Claude Trichet. Hartmann ging auch auf die aktuelle Debatte um den Vorsitz der EU-Kommission ein. Dort zeige sich, dass die Entscheidung am Ende in sehr kleinen Kreisen getroffen werde, wo Angela Merkel das letzte Wort habe. Das schüre Misstrauen, und zwar zurecht.

"Tatort"-Koordinator: Krimi geht generell gut

Krimis haben im Moment Hochkonjunktur - quer durch die Medien.

Das sagt der Koordinator der "Tatort"-Reihe. Gebhard Henke betont, der Anteil von Krimistoffen steige und steige - und das Phänomen ziehe sich durch alle Bildungsschichten. Vor allem Frauen läsen die brutalsten Dinge und gruselten sich. Der "Tatort" selbst ziehe inzwischen immer mehr junge Zuschauer an. Das sei insofern erstaunlich, als diese Generation gern unabhängig von festen Zeiten fernsehe. Der "Tatort" sei davon ausgenommen - der werde zur gewohnten Zeit geschaut, und das auch gern in einer Gruppe.

Welterbetag: Schlossterrasse in Brühl wieder zugänglich

38 Welterbestätten der UNESCO gibt es in Deutschland.

Heute machen alle ein besonderes Programm, denn es ist "Welterbetag". Im Brühler Schloss Augustusburg bei Köln etwa ist die restaurierte Terrasse wieder für alle zugänglich, im Potsdamer Park Sanssouci gibt es szenische, historische Führungen, und die zentrale Veranstaltung läuft dieses Mal in Sachsen - im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Er wurde 2004 durch einen länderübergreifenden Antrag zum Welterbe, liegen doch zwei Drittel des 830 Hektar großen Parks in Polen.

Israelische Schauspielerin Hanna Maron ist tot

Hanna Maron spielte schon 1931 in Fritz Langs Klassiker "M - eine Stadt sucht einen Mörder" mit.

Jetzt ist die Schauspielerin im Alter von 90 Jahren in Tel Aviv gestorben. Nach der Machtergreifung der Nazis wanderte ihre Familie in das damalige Palästina aus. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte sie als Soldatin in der jüdischen Brigade der britischen Armee, bevor sie später im neu gegründeten Staat Israel eine der bekanntesten Bühnenschauspielerinnen wurde.

Landart: Die Welt aus Gras von Michael Granger

Es gibt nicht nur Street Art, es gibt auch Land Art.

Der französische Künstler Michel Granger hat sich für sein neues Werk einen Flugplatz in Frankreich ausgesucht. Dort hat er auf 1,5 Hektar Grünfläche den Planeten Erde entstehen lassen. Er hat mit Plane, Nägeln und Heringen Teile des Rasens abgedeckt, so dass er gelblich wurde. Diese gelblichen Flächen ergaben im Kontrast zum umgebenden frischen Grün des Rasens eine Landkarte der Welt. Michel Granger erschafft seit vielen Jahren solche Naturkunstwerke. Er ist auch deshalb bekannt, weil er einst das Cover der berühmten Platte "Oxygène" des Elektro-Musik-Tüftlers Jean-Michel Jarre entwarf.

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