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Kulturnachrichten

Freitag, 23. Mai 2014

"Un certain regard": Wenders beim Filmfest Cannes ausgezeichnet

Der deutsche Filmregisseur Wim Wenders ist beim Filmfestival in Cannes ausgezeichnet worden.

Für die Dokumentation "The Salt of the Earth" über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado gab es am Abend den Spezialpreis der Sektion "Un Certain Regard". Wenders hatte den Film zusammen mit Salgados Sohn Juliano gedreht.

Der 68-jährige Wenders hatte mit seinen Dokumentationen wie "Buena Vista Social Club" und "Pina" wiederholt Erfolge gefeiert. Den Hauptpreis des Wettbewerbs in Cannes, die Goldene Palme, hatte er 1984 mit "Paris, Texas" gewonnen.

Holocaust-Mahnmal: Architekt Eisenman weist Verantwortung für Schäden von sich

Die Betonstelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin sind maroder als gedacht.

Das hatte die Süddeutsche Zeitung gestern berichtet. Jetzt hat sich der Architekt des Denkmals, Peter Eisenman, zu Wort gemeldet. Er sagte der Online-Ausgabe des "Stern", er habe nicht damit gerechnet, dass die Stelen brechen könnten. Er werde aber ganz sicher nicht für die Schäden aufkommen. Der Fehler liege beim Denkmal-Kuratorium. Offenbar seien Dinge geändert worden, um Geld zu sparen.

Uwe Neumärker, Direktor der Träger-Stiftung des Denkmals, wies Eisenmans Kritik zurück. Alle am Bau Beteiligten hätten von der Bauweise gewusst, sagte er der dpa. Viele der teilweise als Hohlkörper geformten Stelen haben Risse und müssen mit Eisenmanschetten gesichert werden.

Kurator Lilienthal über Mannheim als Gastgeber des Festivals "Theater der Welt"

Er hofft, dass die Bewohner Mannheims 17 Tage nicht zum Schlafen kommen:

Matthias Lilienthal, Kurator des Festivals "Theater der Welt", das heute eben dort eröffnet wird und bis 8. Juni geht. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, in den Theatern in und um Mannheim gebe es schon extrem gute Arbeit in Richtung neuer Stücke und narrativer Formate. Das Festival erkläre hingegen die Performance zum zentralen Bestandteil von Kunst - und das mit merkwürdigen Gender-Wesen. Das werde sicher ein paar Spuren in der Region hinterlassen.

Lilienthal erzählte, die Mannheimer hätten begeistert von seinem Angebot Gebrauch gemacht, ihnen das Festival-Programm zuhause persönlich vorzustellen. Nur in Berlin seien ein paar Leute verschnupft gewesen, dass er das nicht auch dort gemacht habe.

"Fazit am Abend" sendet heute nach 23 Uhr live aus Mannheim. Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Fotografin Digne Meller Marcovicz gestorben

Die Fotografin Digne Meller Marcovicz ist tot.

Nach Informationen aus ihrem Umfeld starb sie in der Nacht zu Donnerstag in Berlin. Digne Meller Marcovicz wurde 79 Jahre alt. Sie porträtierte in den 60er- bis 80er-Jahren zahlreiche Größen aus dem kulturellen Leben der Bundesrepublik - darunter Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Gerhard Richter, Hanna Schygulla oder Rudi Dutschke. Bekannt sind auch die Fotografien, die Meller Marcovicz für den "Spiegel" von Martin Heidegger in seiner Hütte im Schwarzwald machte. 2012 gab die Fotografin unter dem Titel "Der ewige Augenblick" ein Buch mit ihren Lieblingsbildern heraus.

William Forsythe gibt Leitung seines Frankfurter Ballett-Ensembles auf

Der Meister zieht sich zurück - aber seine Kompanie tanzt weiter.

William Forsythe hat seinen Posten als Choreograf des nach ihm benannten Frankfurter Ballett-Ensembles aufgegeben. Eine Sprecherin sagte, der 64-Jährige reduziere aus gesundheitlichen Gründen sein Arbeitspensum, bleibe aber künstlerischer Berater. Sein Nachfolger werde Jacopo Godani. Der Fortbestand der Forsythe Company ist den Angaben zufolge bis 2018 gesichert. Der US-Choreograf hatte sie 2004 gegründet, nachdem das von ihm geleitete Ballett der städtischen Bühnen in Frankfurt am Main abgeschafft wurde.

Schriftsteller Kermani fordert mehr Offenheit für Flüchtlinge und Einwanderer

"Dies ist ein gutes Deutschland, das beste, das wir kennen. Statt sich zu verschließen, darf es stolz darauf sein, dass es so anziehend geworden ist."

Mit diesen Worten hat der Schriftsteller Navid Kermani mehr Offenheit gegenüber Flüchtlingen und Einwanderern gefordert. Bei der Feierstunde zu 65 Jahren Grundgesetz sagte er, die Verantwortung für politisch Verfolgte dürfe nicht auf sogenannte Drittstaaten abgewälzt werden. Viele Menschen seien auf die Offenheit demokratischer Länder existenziell angewiesen - Edward Snowden genauso wie jene, die jeden Tag im Mittelmeer ertränken.

Mit der Änderung von Artikel 16 im Jahr 1993 sei Asyl als Grundrecht praktisch abgeschafft worden, kritisierte Kermani. Er wünsche sich, dass das Grundgesetz bis zu seinem 70. Jahrestag von diesem "hässlichen, herzlose Fleck" gereinigt werde.

"Glücksatlas" veröffentlicht - Deutschland nur im Mittelfeld

Wirtschaftskraft und Lebensstandard mögen vorbildlich sein -

aber in diesem Ranking findet sich Deutschland nur im oberen Mittelfeld: Das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup hat erhoben, wie glücklich die Menschen in verschiedenen Ländern sind. Im Glücksatlas kommt Deutschland auf Rang 46 von rund 140 untersuchten Nationen. Damit liegt es in etwa gleichauf mit Ländern wie dem Senegal und Kenia und knapp vor Sri Lanka, Vietnam, Tansania und Ghana.

Spitzenreiter des Glücks-Rankings ist Paraguay. Auf den ersten zehn Plätzen finden sich außerdem acht weitere südamerikanische Länder. Einzige Ausnahme ist Dänemark auf Rang acht. Schlusslicht ist das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien.

Japaner bekommen einen neuen Feiertag: "Tag des Berges"

An diesem Tag soll die Bevölkerung den Bergen näherkommen und ihnen für ihren Segen danken.

So hat das japanische Parlament die Einführung eines neuen Feiertags begründet - den "Tag des Berges". Er wurde auf den 11. August gelegt, soll 2016 eingeführt werden - und erhöht die Zahl der gesetzlichen Feiertage auf 16. Der Juni ist dann der einzige Monat ohne Feiertag.

Viele japanische Arbeitnehmer nehmen nur einen Teil der Urlaubstage in Anspruch, die ihnen zustehen würden. Darunter leidet aber der Konsum. Deshalb versucht die Politik seit längerem, ihn durch Feiertage anzukurbeln.

Norwegen: Diskussion um Aufführung mit nordkoreanischen Kindern

Bei den Musikfestspielen in Bergen standen gestern sieben Kinder und Jugendliche auf der Bühne und führten Lieder aus dem Kinderbuchklassiker "Die Räuber von Kardemomme" auf.

Das klingt nach einem harmlosen und völlig unpolitischen Auftritt - und sorgt doch für Diskussionen: Denn die jungen Darsteller kommen von einer Musikschule in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang - und der Auftritt wurde gemeinsam mit den dortigen Behörden organisiert. Die norwegische Denkfabrik "Civita" setzte deshalb eine Gegenveranstaltung an: eine Podiumsdiskussion über die Situation der Menschenrechte in Nordkorea. Der Historiker Bård Larsen erklärte, durch die Geschichten aus dem Kinderbuch würden die Grausamkeiten des nordkoreanischen Regimes relativiert. Kritisiert wurde außerdem, dass für das Projekt Geld aus Norwegen verwendet wurde. Organisiert hat den Auftritt der Künstler Morten Traavik. Er wies die Kritik zurück und betonte, es sei nur sein Ziel gewesen, die kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Deshalb verstehe er die Aufregung nicht.

Norwegischer Radiosender berichtet stundenlang live von herrenloser Kloschüssel

"Slow TV" ist in Norwegen ausgesprochen beliebt:

Stundenlang wird gezeigt, wie im Kamin ein Feuer brennt oder ein Zug durch die Gegend fährt. Ein Radiosender hat das Konzept jetzt auf die Schippe genommen - und stundenlang live von einer Kloschüssel berichtet, die jemand im Grünen abgeladen hatte. Damit es den Hörern nicht zu langweilig wurde, konnten sie in einem Ratespiel schätzen, wie lange die Keramikschüssel wohl stehen bleiben würde. Fazit: Nach dreieinhalb Stunden wurde das Klo entfernt.

Radioreporter auf den Philippinen erschossen

Der philippinische Journalist Samuel Oliverio hatte vor allem lokalen Behörden immer wieder unbequeme Fragen gestellt.

Jetzt ist der 57-Jährige im Süden des Landes von Unbekannten erschossen worden. Die Polizei teilte mit, über das Motiv wisse man noch nichts. Oliverio hatte für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet. Er ist nach Angaben einer philippinischen Journalistenvereinigung der 24. Reporter, der seit dem Amtsantritt von Präsident Benigno Aquino 2010 getötet wurde. Seit dem Mord an 32 Journalisten 2009 gelten die Philippinen als eines der gefährlichsten Länder für Medienvertreter.

Englischer König Richard III. soll in Leicester begraben werden

2012 wurden die sterblichen Überreste von König Richard III. unter einem Parkplatz im englischen Leicester entdeckt.

Und in Leicester soll der 1485 gestorbene Monarch auch seine endültige Ruhestätte finden. Das hat jetzt ein britischer Gerichtshof angeordnet und damit einen Streit beendet: Entfernte Verwandte des Königs hatten behauptet, Richard hätte sich gewünscht, in der nordenglischen Stadt York beerdigt zu werden. Auch die Stadt selbst hatte Ansprüche angemeldet - schließlich sei Richard III. einer der berühmtesten Söhne Yorks.

Dem hat das Gericht jetzt eine Absage erteilt: Die Gebeine des Königs sollen in der Kathedrale von Leicester aufbewahrt werden. Richard III. wurde in der Nähe der Stadt bei einer Schlacht getötet. Er war übrigens der bisher letzte englische König, der auf dem Schlachtfeld ums Leben kam.

Brief des Papstes an argentinische Präsidentin entpuppt sich als Fälschung

In einem Brief an die argentinische Präsidentin bittet Franziskus Gott um ein friedliches Zusammenleben aller Argentinier.

Das ist zwar durchaus im Sinne des Papstes - aber trotzdem eine Fälschung. Das hat der Protokollchef des Vatikans, Guillermo Karcher, klargestellt. Das Präsidialamt hatte den Brief an Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner anlässlich des argentinischen Nationalfeiertags veröffentlicht. Aus dem Vatikan hieß es: Der Inhalt sei durchaus vertretbar, aber das täuschend echt aussehende Schreiben bleibe die "Collage eines Künstlers".

Türkische Justiz gegen Journalisten: Anklage wegen veröffentlichtem Sicherheitsrats-Papier

Ab ins Gefängnis - und zwar für bis zu 52 Jahre.

So will die türkische Justiz einen regierungskritischen Journalisten bestrafen, weil er ein geheimes Dokument veröffentlicht hat. Das berichtet die unabhängige Zeitung "Taraf" und bezieht sich auf die Anklageschrift gegen ihren Reporter Mehmet Baransu und einen weiteren Kollegen. Baransu hatte im November berichtet, die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen überwachen lassen. Das belegte der Reporter mit einem Dokument des Nationalen Sicherheitsrates. Die Erdogan-Regierung betont aber, dass die Überwachung nie umgesetzt worden sei. Der Anwalt der Zeitung erklärte, in der türkischen Verfassung werde Pressefreiheit garantiert und davon hätten die Reporter Gebrauch gemacht.

Türkisches Sprachinstitut bringt erstes Kurdisch-Wörterbuch heraus

Die Arbeit an einem Wörterbuch ist oft aufwendig und dauert entsprechend lange.

In der Türkei ging nun alles ganz schnell: Dort ist nach anderthalb Jahren Arbeit das erste Kurdisch-Wörterbuch erschienen. Herausgegeben wurde es vom Türkischen Sprachinstitut; daran mitgewirkt hat auch eine Kommission aus kurdisch-stämmigen Hochschullehrern und Doktoranden. In dem Nachschlagewerk sind mehr als 12.000 kurdische und türkische Wörter mit ihren jeweiligen Übersetzungen zu finden. - Gebraucht wird das neue Wörterbuch, weil es in der Türkei inzwischen an den Schulen auch Kurdisch als Wahlfach gibt. Gedruckt wurden zunächst 50.000 Exemplare.

Körperwelten-Ausstellung in Berlin vor Problemen

Wer präparierte Leichen ausstellen will, der braucht dafür eine Ausnahmegenehmigung vom Gesundheitsamt.

Die fehlt aber offenbar noch für das geplante Museum des Plastinators Gunther von Hagens. Das berichtet der Sender RBB. Von Hagens will am Berliner Alexanderplatz wie in seinen Körperwelten-Ausstellungen menschliche Leichen in alltäglichen Situationen zeigen. Normalerweise ist das Zurschaustellen von Toten laut Bestattungsgesetz verboten, um ihre Würde zu schützen. - Gunter von Hagens' umstrittene Plastinate waren bisher nur als Wanderausstellung in verschiedenen Städten zu sehen. Das Berliner Museum soll die erste dauerhafte Ausstellung werden. Eigentlich soll sie laut Plan noch im Sommer eröffnen. Die Baugenehmigung war vor ein paar Wochen erteilt worden.

Mannheimer Kunsthalle: Architekt verteidigt umstrittenen Entwurf

"Dieser Entwurf ist wirklich eine Chance für Mannheim."

Nikolaus Goetze, der leitende Architekt des geplanten Kunsthallenneubaus, verteidigt das Vorhaben gegen Kritik. Goetze sagte gestern bei der Präsentation eines Fassadensegments in Mannheim, Gesellschaft und Museumsarchitektur seien im Wandel. Der Neubau müsse sich diesem Wandel anpassen. Kritiker bemängeln, die geplante Kunsthalle sehe aus wie ein Parkhaus und koste zu viel. Deshalb fordern sie, dass der rund 30 Jahre alte Mitzlaff-Bau nicht abgerissen, sondern saniert wird. - Nach offiziellen Angaben soll der Bau bis August abgerissen werden, weil er zu klein sei und zu viel Energie verbrauche. Dagegen hat sich in Mannheim eine Bürgerinitiative formiert, die eine Abstimmung fordert.

Hier geht es zur Homepage der Kunsthalle Mannheim und hier zur Seite der Bürgerinitiative|http://kunsthallemannheim.blogspot.de/].

Stier, Ziege, Bogenschütze: Höhlenmalereien in Spanien entdeckt

Solche Momenten sind für Archäologen immer ein Traum: die Entdeckung von prähistorischen Spuren.

Jetzt sind Wissenschaftler in Spanien fündig geworden. Sie stießen in einer kleinen Höhle im Osten des Landes auf Malereien an einer Wand. Zehn Figuren schlummerten dort unter einer Schicht von Staub und Schmutz, darunter Stiere, eine Ziege und Bogenschützen. Die Zeichnungen werden auf ein Alter von 7.000 Jahren geschätzt. Die Archäologin Inés Domingo Sanz von der Universität Barcelona sagte, einige Details seien im gesamten Mittelmeerraum einzigartig. - Der genaue Fundort in der Region Vilafranca wird vorerst geheimgehalten, weil Vandalen im April im Süden Spaniens eine 5.000 Jahre alte Felszeichnung verunstaltet hatten.

65 Jahre Grundgesetz: Navid Kermani spricht im Bundestag

Das deutsche Grundgesetz feiert heute seinen 65. Geburtstag - unter anderem mit Bildern des Künstlers Markus Lüpertz.

Seine Illustrationen der 19 Grundrechte sind erstmals in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen, und zwar in einem Zelt nahe dem deutschen Bundestag in Berlin. Die Werke zeigen jeweils einen Torso vor verschiedenen Landschaften. Außerdem findet am heutigen Jahrestag des Inkrafttretens der Verfassung ab 9 Uhr eine Feierstunde im Bundestag statt. Dabei soll auch der Schriftsteller und Islamwissenschaftler Navid Kermani sprechen. Der 46-Jährige will zum Verhältnis von Verfassung und Gesellschaft Stellung nehmen.

Die Grundgesetz-Bilder von Markus Lüpertz können Sie hier sehen.

Universität Rostock: Keine Ehrendoktorwürde für Edward Snowden

Für eine Ehrendoktorwürde muss man wissenschaftliche Leistungen erbringen - und die kann der Rektor der Universität Rostock in diesem Fall nicht erkennen.

Deswegen erklärte Wolfgang Schareck, dass es keinen Titel für den Whistleblower Edward Snowden geben wird. Zuvor hatte die Philosophische Fakultät der Universität Rostock beschlossen, Snowden die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Er habe mit seinen Enthüllungen die klassische Arbeit eines Aufklärers geleistet und eine wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Debatte in Gang gesetzt. Die Fakultät will nun die Ablehnung des Rektors prüfen. Wenn keine Einigung gefunden wird, soll das Landesbildungsministerium in Schwerin hinzugezogen werden.

Europäische Filmakademie erhält die Karlsmedaille

Die Europäische Filmakademie EFA hat den Europäischen Medienpreis, die Karlsmedaille, erhalten.

Ihr Präsident, der deutsche Regisseur Wim Wenders, nahm die undotierte Auszeichnung im Aachener Rathaus entgegen. In der Laudatio hieß es, die EFA habe mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, das Ansehen des europäischen Films zu mehren und die Verständigung in Europa zu verbessern. In der Filmakademie sind etwa 3.000 Filmschaffende vereint. Ihr Ziel ist es, die Filmkultur in Europa zu fördern und die Interessen der europäischen Filmindustrie zu vertreten.

docmenta-Chef Szymczyk offen für Begleitausstellungen

Der neue docmenta-Chef Adam Szymczyk grenzt sich klar von seiner Vorgängerin Carolyn Christov-Bakargiev ab und zeigt sich offen für parallele Ausstellungen.

Eine Skulptur in der Nähe des Museums Fridericianum würde ihn nicht stören, sagte Szymczyk in Kassel. Die documenta solle nicht Kunst verhindern, sondern Anregungen geben. Szymczyks Vorgängerin hatte 2012 erfolglos versucht, eine Figur auf dem Turm der katholischen Elisabethkirche entfernen zu lassen, deren Gemeinde eine eigene Ausstellung gezeigt hatte. Die Evangelische Kirche in Kassel hatte schon im Vorfeld der documenta auf eine Begleitausstellung verzichtet, weil es Unstimmigkeiten mit der damaligen documenta-Leiterin Christov-Bakargiev gab.

Nergal und Behemoth in Jekatarinenburg festgenommen

Nergal - so heißt nicht nur eine babylonische Gottheit, sondern es ist auch der Künstlername des polnischen Musikers Adam Darski.

Er und seine Death-Metal-Band Behemoth haben regelmäßig Ärger mit der katholische Kirche seines Landes, die ihnen Gotteslästerei vorwirft. Härter wurden die Künstler jetzt allerdings in Russland angegangen: Dort mussten sie eine Tournee auf einer der ersten Stationen, in Jekaterinenburg, abbrechen. Angeblich hatten sie das falsche Visum und kamen dafür ins Gefängnis. Inzwischen sind die polnischen Musiker zwar wieder frei, werden aber aus Russland abgeschoben und bekommen fünf Jahre Einreiseverbot. Nergal sagte polnischen Medien, die Band fühle sich "moralisch vergewaltigt"; die Nacht im Gefängnis sei "wie in Guantanamo" gewesen. - In Russland hatte sich besonders die orthodoxe Kirche über Behemoth und ihren angeblichen Satanismus empört. Demnächst wollen die Musiker in Weißrussland auftreten.

Wissenschaftler warnt: Zu viele Vorteile für zu wenige bekannte Forscher

Wer hat, dem wird gegeben.

Diese Volksweisheit gilt offenbar nicht nur für Erfolg oder Reichtum, sondern auch für die Wissenschaft. Das schreibt zumindest ein Forscher in der Zeitschrift "Science". Dabei bezieht er sich auf den so genannten Matthäus-Effekt, der die Konzentration von Erfolg erklärt. Der Autor Yu Xie sieht diesen Effekt aber auch in der Wissenschaft: Bekannte Forscher bekämen höhere Aufmerksamkeit, mehr Gelder und könnten dadurch verstärkt forschen. Dadurch bekämen die Forscher dann noch mehr Aufmerksamkeit und würden öfter zitiert. Dieses wachsende Ungleichgewicht der Chancen werde durch das Internet noch verstärkt. Deshalb fordert der Autor, Ressourcen sollten so verteilt werden, dass die Ungleichgewichte nicht zu stark werden.

Medienanalyse: EU-Berichterstattung durchgehend negativ

Die europäische Finanzkrise hat Gräben zwischen den EU-Mitgliedsländern aufgerissen und das seit langem negative Medienbild weiter verschlechtert.

So lautet die Analyse des Unternehmens Media Tenor, das die EU-Berichterstattung der deutschsprachigen Medien in den vergangenen anderthalb Jahren ausgewertet hat. Der Anteil positiver Berichte lag demnach bei unter 10 Prozent. Außerdem hätten die Spitzenkandidaten der anstehenden Wahl keinen erhofften Popularitätsschub für die EU gebracht. Die kritische Medienberichterstattung spiele aber den Gegnern in die Hände, schreiben die Medienanalysten. Sie prognostizieren deshalb, dass die Wahlbeteiligung zurückgeht und rechts-konservative Parteien gestärkt werden.

150 Euro-Ölgemälde entpuppt sich als Frühwerk Dalís

Das Ölgemälde wurde 1988 noch für 150 Euro von einem Antiquitätenhändler verkauft.

Heute dürfte es ein Vielfaches wert sein. Denn das Bild hat sich als Frühwerk des spanischen Malers Salvador Dalí entpuppt. Nach jahrelanger Untersuchung gaben Kunstexperten in Madrid bekannt, dass es sich wohl um Dalís erstes surrealistisches Werk handle. Darauf deuteten vor allem die Pinseltechnik, aber auch eine Handschrift auf dem Ölgemälde hin. Es trägt den Titel "Die intrauterine Geburt des Salvador Dalí". - Ein Kunsthistoriker hatte das Bild 1988 erworben und geahnt, dass es ein Original sein könnte. Nun hat er es weiterverkauft - zu welchem Preis ist nicht bekannt.

Diebe schicken Aschenbrödel-Ballkleid wieder zurück

Aschenbrödel hat ihr Ballkleid wieder.

Vor drei Monaten war das Gewand aus einer Ausstellung zum Märchenfilm-Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gestohlen worden. Die originalgetreue Kopie des pink-hellblauen Ballkleids ist mit Strass und Pailletten verziert und wurde nun anonym in einem Paket zurückgeschickt. Jetzt können Besucher von Schloss Moritzburg bei Dresden das Kleid wieder bewundern. - Der Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" wurde 1973 als Ko-Produktion von ČSSR und DDR gedreht. Er wird Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit von zahlreichen Fernsehsendern gezeigt.

Hier geht es zur Homepage von Schloss Moritzburg.

Streit um Pelé-Denkmal vor WM-Auftakt

Die Fußballikone Pelé, eingefangen im Moment des Torjubels bei der WM 1970.

Ein solche Bronzestatue sollte eigentlich jetzt zur WM das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro schmücken. Daraus wird nun wohl nichts. Der beauftragte Bildhauer Victor Henrique Woitschach sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Projekt sei politisch fallengelassen worden. Erst sei die Einweihung von Dezember auf März verschoben worden, und dann sei die zuständige Staatssekretärin für Sport zurückgetreten. Seitdem herrsche Funkstille, sagte der Künstler. Bis zum WM-Auftakt am 12. Juni könne die lebensgroße Statue nun nicht mehr aufgestellt werden. Ein Behördensprecher sagte der Zeitung "O Globo", es gebe noch Unstimmigkeiten mit dem Künstler.

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Fazit

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