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Kulturnachrichten

Montag, 12. Mai 2014

ESC-Teamchef kritisiert Jury-Beschimpfungen

Conchita Wurst steht für Toleranz - und die sollte man auch der deutschen Jury entgegenbringen.

Das fordert Thomas Schreiber, Teamchef des Eurovision Song Contests und Unterhaltungschef der ARD. Beim ESC werden Jury-Punkte und die Punkte der Fernsehzuschauer verrechnet. Die deutsche Jury hatte Wurst null Punkte gegeben, und war dafür nach dem ESC kritisiert worden. Die deutschen Zuschauer hatten Wurst nämlich als Siegerin gesehen - insgesamt erhielt sie aber so aus Deutschland nur sieben Punkte statt wie aus vielen Ländern acht, zehn oder zwölf.

Intendant: Hersfelder Festspiele brauchen finanzielle Hilfe

Wenn das Niveau gehalten werden soll, brauchen die Hersfelder Festspiele finanzielle Hilfe.

Das hat Intendant Holk Freytag betont. Heute beginnen die Proben für die 64. Saison des Theaterfestivals, das von Mitte Juni bis Anfang August stattfindet. Im kommenden Jahr muss die Veranstaltung mit 400.000 Euro weniger auskommen - weil es ein Millionen-Defizit im kommunalen Haushalt gibt, müssen auch die Festspiele den Gürtel enger schnallen. Freytag hielt den Kommunalpolitikern zugute, dass der diesjährige Etat für die Veranstaltung immerhin nicht angetastet wurde. Freytag und der Hersfelder Bürgermeister hatten lange um die Verteilung der Gelder gestritten. - In diesem Jahr steht bei den Hersfelder Festspielen unter anderem Friedrich Schillers "Maria Stuart" auf dem Programm.

Kleist-Preis 2014 für Marcel Beyer

Den Kleist-Preis erhält in diesem Jahr der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer.

Er spüre in seinen Romanen, Gedichtbänden und Essays die dunklen Verflechtungen von Wissenschaft, Kunst und Politik in der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auf, teilte die Kleist-Gesellschaft in Köln mit. Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert. Bekannt wurde der 48-jährige Beyer mit Werken wie "Flughunde", "Erdkunde" und "Putins Briefkasten".

Forscher hält "Frau Jesus"-Papyrus für Fälschung

Das "Frau Jesus"-Papyrus ist eine Fälschung.

Dieser Meinung ist zumindest Christian Askeland, Gastforscher an der Universität Münster. Das angeblich frühchristliche Papyrus sorgt seit 2012 für Aufregung in der wissenschaftlichen Welt, weil darauf die Rede von Jesu Frau ist. Es soll aus dem 7.-9. Jahrhundert nach Christus stammen. Askeland hat nun laut der Universität Münster herausgefunden, dass der koptische Dialekt, in dem der Text geschrieben wurde, zu dieser Zeit schon ausgestorben war. Auch ein anderes Papyrus desselben Sammlers soll eine moderne Fälschung sein - für Askeland ein weiterer Anhaltspunkt, dass das "Frau Jesus"-Papyrus nicht echt ist.

Anglikanische Kirche veröffentlicht Leitfaden gegen Homophobie in Schulen

Homophobes Verhalten soll nicht toleriert werden.

Das ist der Grundgedanke eines Leifaden, den die anglikanische Kirche für Schulen zusammengestellt hat. Darin setzt sie sich gegen das Mobbing von homosexuellen Schülern ein. Der in London vorgestellte Bericht enthält unter anderem zehn Empfehlungen für kirchliche Schulen. Darunter ist auch, dass die Schüler über die verschiedenen sexuellen Orientierungen aufgeklärt werden sollen.

Der Erzbischof von Canterbury, Welby, hob hervor, kirchliche Schulen setzten bei dem Glauben an, dass ausnahmslos jedes Kind von Gott geliebt werde.

Friedenspfeife und Kopfschmuck: Kontroverse um Fotos von neuseeländischer Politikertochter

Ist das noch Kunst oder schon Beleidigung?

Diese Debatte entwickelt sich gerade in Neuseeland um die Fotografien von Stephanie Key, berichtet der "New Zealand Herald" auf seiner Internetseite. Key ist die Tochter des neuseeländischen Premierministers und bereitet sich auf ihr Kunststudium in Paris vor. Auf den umstrittenen Fotografien zeigt sie sich fast nackt mit einem pinkfarbenen Federschmuck auf dem Kopf und einer Friedenspfeife. Eine US-Indianerin, die jetzt in Neuseeland wohnt, hält das für Spott gegenüber den sogenannten "First Nations", den Ur-Einwohnern. Sie forderte Key im Fernsehen auf, sich zu entschuldigen. Der Premierminister selbst sagte laut dem "Herald", er sei "stolz" auf seine Tochter.

Venus vom Hohle Fels wird am endgültigen Ausstellungsplatz in Blaubeuren gezeigt

Sie wurde schon als "prähistorisches Pin-Up" bezeichnet.

Jetzt hat die Venus vom Hohle Fels ihren endgültigen Ausstellungsplatz bezogen. Die Figur aus Mammut-Elfenbein wird nun in einer Vitrine des Urgeschichtlichen Museums im schwäbischen Blaubeuren gezeigt. Sie ist etwa sechs Zentimeter groß und 40.000 Jahre alt. Die Figur hat keinen Kopf, aber deutlich akzentuierte Geschlechtsmerkmale. Um die Venus gab es einen jahrelangen Streit, weil auch Stuttgart und Tübingen die Figur gern gezeigt hätten. Sie wurde vor fünf Jahren in einer der Eiszeit-Höhlen auf der Schwäbischen Alb rund um Blaubeuren entdeckt.

Netzneutralität: US-Telekommunikations-Behörde nimmt umstrittene Pläne zurück

In den USA gab es viele Proteste gegen die Einschränkung der Netzneutralität.

Die Telekommunikationsbehörde hatte geplant, dass Firmen gegen Bezahlung schnellere Internetverbindungen nutzen können. Jetzt haben die Proteste dagegen offenbar Wirkung gezeigt: Wie das "Wall Street Journal" berichtet, will die Behörde die Pläne für eine bezahlte Überholspur im Netz abschwächen. Es soll die Zusicherung geben, dass Daten, für die nicht zusätzlich bezahlt wurde, genauso schnell übertragen werden wie alle anderen Daten.

Beim Thema Netzneutralität in Deutschland hatte letztes Jahr die Telekom für Aufregung gesorgt. Es ging um eine geplante Volumen-Drosselung für Internet-Flatrates. Davon wären eigene Streaming-Dienste aber ausgenommen gewesen. Dieses Vorhaben hatte dann aber ein Gericht gestoppt.

Reaktionen auf Sieg der Dragqueen Conchita Wurst beim ESC

"Das ist ein Beweis für den Verfall des modernen Europas".

So hat der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski in einem Fernsehinterview den Sieg der Dragqueen Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest kommentiert. Auch in Russland stieß der Erfolg von Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth auf Kritik. Die russisch-orthodoxe Kirche sieht darin die "kulturelle Legitimierung der Sünde in der modernen Welt". Die regierungsnahe Zeitung "Istwestja" schrieb, das sei ein "Zirkus mit einer bärtigen Frau" gewesen. In Deutschland hatten die Feuilletons Wursts Sieg weitgehend positiv gewertet: Er zeige die "Stärke Europas", schrieb zum Beispiel "Die Welt".

UNO-Sonderbeauftragter Brown: "Blutiger Krieg gegen Grundrecht auf Bildung"

"Das ist die letzte Schlacht in einem blutigen Krieg gegen das Kinder-Grundrecht auf Bildung."

Mit diesen Worten verurteilt der Sonderbeauftragte für Bildung der Vereinten Nationen, Gordon Brown, die Entführung der mehr als 200 Schülerinnen in Nigeria. In einem Gastbeitrag für die Zeitung "Die Welt" schreibt Brown, Millionen von Kindern auf der ganzen Welt könnten immer noch nicht zur Schule gehen. Das sei nicht nur eine moralische Krise sondern auch eine verschwendete wirtschaftliche Chance, kritisierte der frühere britische Premierminister. - Die nigerianischen Schülerinnen waren vor rund drei Wochen von der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram verschleppt worden.

Litauen: Denkmalschutzbehörde prüft Entfernung von Sowjetskulpturen

Vielen Litauern sind die sowjetischen Skulpturen im Zentrum der Hauptstadt Vilnius seit Jahren ein Dorn im Auge.

Jetzt prüft die nationale Denkmalschutzbehörde, ob den Statuen der Status als nationales Kulturerbe aberkannt werden kann. Dann könnten sie ohne weiteres abgebaut werden. Behördenleiterin Diana Varnaitë kündigte eine Expertenkonferenz an. Sie sagte, um den Wert der Werke zu ermitteln, müsse man auch die öffentliche Meinung berücksichtigen. Die Skulpturen von 1952 stehen auf der "Grünen Brücke" über dem Fluss Neris. Zu sehen sind unter anderem Soldaten, Studenten und Arbeiter.

Polen: Kampagne gegen ehemaligen Außenminister Bartoszewski

Für seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit hat Wladyslaw Bartoszewski zahlreiche internationale Auszeichnungen bekommen.

In seinem Heimatland haben Nationalkonservative aber jetzt eine Kampagne gegen den ehemaligen polnischen Außenminister gestartet. Eine Abgeordnete der Partei "Recht und Gerechtigkeit" kritisierte Bartoszewski als "Viehhirten". Die national-konservative Presse bezeichnet den früheren Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung als "deutschen Einflussagenten". Der angebliche Beweis: Bartoszewski habe 2001 einen Preis der Robert-Bosch-Stiftung in Höhe von umgerechnet gut 65.000 Euro angenommen und sich damit kaufen lassen.

Debatte um Skandal-Film "Welcome to New York"

Auf den Filmfestspielen in Cannes wird "Welcome to New York" nur außer Konkurrenz zu sehen sein.

In dem Film von Regisseur Abdel Ferraras geht es um den Sexskandal des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn. Produzent Vincent Maraval erklärte jetzt gegenüber dem britischen "Telegraph", er werde wegen des Werks bedroht. In Frankreich selbst wird der Film mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle nicht in den Kinos zu sehen sein. Der Vertreiber "Wild Bunch" bietet ihn statt dessen nur über das Internet an. - Strauss-Kahn war im Mai 2011 nach dem Vergewaltigungsvorwurf eines New Yorker Zimmermädchens als Chef des Internationalen Währungsfonds zurückgetreten. Der Strafprozess gegen ihn wurde aber wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau eingestellt.

Studie: Gemeinsinn wächst im Osten langsamer

Die Menschen in Deutschland halten besser zusammen als noch vor knapp 25 Jahren.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Laut den Sozialforschern ist der Zusammenhalt dort am größten, wo es Wohlstand gibt, die Umgebung städtisch ist und die Gesellschaft relativ jung. Darum gehe der Prozess im Osten Deutschlands langsamer voran. Der Zusammenhalt habe sich seit der Wiedervereinigung zwar auch dort verbessert, allerdings wachse der Abstand zu den westdeutschen Bundesländern. Demnach ist der Gemeinsinn in Hamburg am größten. Die ostdeutschen Länder belegen die fünf letzten Plätze. - Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler der Jacobs University Bremen Befragungen und amtliche Statistiken von 1990 bis 2012 aus.

China: Forderungen nach Freilassung Liu Xiaobos

Liu Xiaobo bekommt offenbar Unterstützung aus China.

Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" schreibt, sprachen sich Teile des Nachwuchses der politischen Elite des Landes für eine Freilassung des Dissidenten aus. Demnach forderte die Gruppe die Kommunistische Partei Chinas auf, mit diesem Schritt das internationale Ansehen der Volksrepublik zu verbessern. Der Schriftsteller und Menschenrechtler war 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Jahr später wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Autor Abdel-Samad verteidigt sich gegen Kritik

"Gerade wenn die Verhältnisse unübersichtlich werden, muss man genauer hinsehen."

Mit diesen Worten wehrt sich der deutsch-ägyptische Autor und Politologe Hamed Abdel-Samad gegen Kritik. Der Journalist Joseph Croitoru hatte Abdel Samad vorgeworfen, sein Buch "Der islamische Faschismus" sei geschichtsverzerrend und stemple die Muslimbruderschaft als Faschisten ab. Abdel-Samad verteidigte sich jetzt in der Zeitung "Die Welt". Der Antisemitismus sei immer identitätsstiftend für islamistische Bewegungen gewesen. Croitoru kenne einfach die Fakten nicht hinreichend.

Kulturstaatsministerin Grütters eröffnet Liebermann-Garten

Kulturstaatsministerin Grütters hat die Bemühungen der Bundesregierung zur Restitution von NS-Raubkunst unterstrichen.

Bei diesem Thema werde Deutschland seine Anstrengungen verstärken, sagte die CDU-Politikerin anlässlich der Eröffnung des wiederhergestellten Gartens der Liebermann-Villa in Berlin. Es gehe dabei aber nicht in erster Linie um die Rückgabe materieller Werte, sondern darum, die Opfer mit vielfach zerstörten Lebensläufen anzuerkennen, betonte Grütters.

Der jüdische Maler Max Liebermann zählt zu den bedeutesten Vertretern des deutschen Impressionismus. Er hatte im Garten seiner Sommerresidenz zahlreiche Bilder gemalt. Die Sanierung des Areals wurde vom Bund mit rund 260.000 Euro gefördert.

Feuilletons zu ESC: Conchita Wurst zeigt Stärke Europas

"Der Eurovision Song Contest zeigt: Europa ist stärker, als es denkt."

Mit diesen Worten bilanziert die Zeitung "Die Welt" den Sieg der vollbärtigen Dragqueen Conchita Wurst aus Österreich. Mit der Wahl habe Europa dem Wettbewerb eine "hochpolitische Note" gegeben. Ähnliches ist in der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen. Die Künstlerin habe dem ESC mit ihrer klaren Haltung eine neue alte Richtung verpasst. Schließlich sei der Wettbewerb 1956 geschaffen worden, um Musik über Ländergrenzen hinauszutragen. Und "Spiegel Online" schreibt: "Es geht beim ESC um Politik - immer und diesmal noch wesentlich mehr als sonst."

Snowden soll Ehrenmitglied des CCC werden

Der Chaos Computer Club will Edward Snowden zum Ehrenmitglied machen.

Der Verein teilte mit, man werde dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter eine Mitgliedschaft vorschlagen. Außerdem plant der CCC, Snowden finanziell zu unterstützen. Von der Bundesregierung forderte der Verein erneut, Snowden Asyl zu gewähren. Außerdem müsse Berlin ihn vor Auslieferungsgesuchen der USA schützen. Der NSA-Untersuchungsausschuss hatte vergangene Woche beschlossen, Snowden als Zeugen zu vernehmen. Der CCC setzt sich für eine Anhörung in Deutschland ein.

Iran verhaftet Journalisten

Im Iran ist der reform-orientierte Journalist Serajeddin Mirdamadi verhaftet worden.

Das meldet die staatliche Narichtenagentur IRNA unter Berufung auf seinen Anwalt. Dieser erklärte, ein Gericht in Teheran habe Serajeddin vorgeworfen, gegen religiöse Gesetze verstoßen zu haben. Er war bereits zuvor beschuldigt worden, Unwahrheiten über die Regierung zu verbreiten, befand sich aber gegen Kaution auf freiem Fuß. Der Journalist kehrte erst im vergangenen Jahr nach der Amtsübernahme von Präsident Hassan Ruhani in den Iran zurück. Unter Ruhanis Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad war er 2009 ins Exil geflüchtet.

Christoph Waltz: Kann jetzt mein Können zeigen

Christoph Waltz bezeichnet seine erfolgreiche Karriere als Glücksfall und nicht als Verdienst.

Der österreichische Schauspieler sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", nach seinem Erfolg mit "Inglorious Basterds" 2009 bekomme er alle Möglichkeiten, das zu zeigen, was er könne. Das Filmgeschäft habe sich für ihn in den vergangenen Jahren um 180 Grad gedreht. Seine frühere Arbeit bezeichnet Waltz als "ungeheuer frustrierend". Es habe immer eine Diskrepanz geherrscht zwischen seinem Können und dem, was er habe machen müssen, sagte der zweifache Oscar-Preisträger.

Kirche: Debatte um schottische Unabhängigkeit sorgt für Spaltung

Jetzt will die schottische Kirche vermitteln.

Der oberste Geistliche der anglikanischen Church of Scotland hat sich zur Debatte über die mögliche Unabhängigkeit von Großbritannien zu Wort gemeldet. Referend John Chalmers sagte, der Streit darum drohe so heftig geführt zu werden, dass Gemeinden und sogar Familien entzweit werden könnten. Im September will Schottland ein Referendum über seine Unabhängigkeit abhalten. Chalmers lud bereits jetzt zu einem "Versöhnungsgottesdienst" nach der Abstimmung ein.

Zukunftsforscher: Trend zum Recycling-Haus

Das eigene Haus wird für die Deutschen immer unattraktiver.

Das hat der Zukunftsforscher Harry Gatterer beobachtet. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das liege daran, dass die Lebensentwürfe flexibler würden. So trennten sich Paare heute häufiger. Auch der Gedanke an Vererbung stehe nicht mehr im Vordergrund. Gatterer erwartet statt dessen einen Trend dahin, alte Gebäude umzugestalten oder Recycling-Häuser zu planen. Dabei werde schon beim Bau des Hauses daran gedacht, die Materialien später wiederzuverwerten.

Berichte: Münchner Finanzinvestor steigt bei Weltbild ein

Nach monatelanger Suche ist für den insolventen Weltbild-Konzern offenbar ein Investor gefunden.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wird die Münchner Investment-Firma Paragon bei der Verlagsgruppe einsteigen. Ein entsprechender Vorvertrag sei bereits mit Weltbild-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz unterzeichnet worden. Ziel sei es, das Gesamtgeschäft aus Online-, Katalog- und Filialhandel als Ganzes fortzuführen. Weltbild gehörte bislang der katholischen Kirche und hatte im Januar Insolvenz angemeldet.

Autor Jörg Albrecht in Abu Dhabi festgenommen

Jetzt weiß man, wo er war: Der Schriftsteller Jörg Albrecht hat im Emirat Abu Dhabi mehrere Tage in Haft hinter sich gebracht.

Er war offizieller Gast einer Buchmesse im Emirat. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtete, wurde der Berliner Autor vom Geheimdienst verhaftet, als er mit seinem Tablet Fotos in einer Straße aufnahm, in der auch Botschaften liegen. Der Verdacht lautete offenbar auf Spionage. Albrecht kam erst nach drei Tagen gegen Kaution frei, durfte das Land aber nicht verlassen. Die deutsche Botschaft ist eingeschaltet. Der Wallstein-Verlag kritisierte, die Messeleitung habe keine Anstrengungen unternommen, um den Aufenthaltsort des Autors zu klären.

Wallraff weist Kritik an McDonald's-Honoraren zurück

Günter Wallraff hat zuletzt unappetitliche Zustände in Filialen von "Burger King" enthüllt.

Jetzt berichtet "Der Spiegel", der Autor habe zwei Mal an Diskussionsrunden des Konkurrenten McDonald's teilgenommen. Dafür erhielt er auch Honorare - einmal 3.000, einmal 5.000 Euro - die er an seine Stiftung und an Bedürftige weitergab. Wallraff bestätigte die Angaben inzwischen der "Deutschen Presse-Agentur". Ausdrücklich verneinte er aber einen Zusammenhang zu seinen Burger-King-Recherchen. Wallraff betonte zudem, er habe sich beide Male mit seiner grundsätzlichen Kritik an der Fastfood-Kultur und an McDonald's nicht zurückgehalten. Auch sehe er in der Verwendung seiner Honorare nichts Verwerfliches.

Hendricks würdigt ehemalige deutsch-deutsche Grenze als wichtiges Naturerbe

"Das "Grüne Band" ist als lebendes historisches Denkmal ein eindrucksvolles Symbol für die friedliche Wiedervereinigung."

Das sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der Rhön und würdigte die Bedeutung der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Naturerbe. Das "Grüne Band" besteht nach dem Mauerfall 1989 in diesem Jahr seit 25 Jahren. Hendricks nahm in der Rhön an der zentralen Auftaktveranstaltung zum bundesweiten Wandertag zur biologischen Vielfalt teil.

Washington Monument wieder für Touristen geöffnet

Drei Jahre lang war das Washington Monument nach Erdbebenschäden nicht zugänglich.

Jetzt kann der rund 160 Meter hohe Obelisk wieder von Touristen besichtigt werden. Bei einem Beben im August 2011 waren zahlreiche Risse und Löcher entstanden, durch die Regenwasser ins Mauerwerk eingedrungen war. Die Restaurierung kostete umgerechnet knapp elf Millionen Euro. Das Monument aus weißem Marmor entstand vor 130 Jahren zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Fünf Jahre lang war es das höchste Bauwerk der Welt, bevor der Eiffelturm ihm den Rang ablief.

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