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Kulturnachrichten

Mittwoch, 7. Mai 2014

Gurlitt-Sammlung kommt nach Bern

Die Sammlung des Kunsterben Cornelius Gurlitt kommt in die Schweiz.

Das Kunstmuseum Bern hat Medienberichte bestätigt, wonach der gestern gestorbene Gurlitt seine rund 1.300 Bilder dem Haus in der schweizerischen Hauptstadt vermacht hat. Dies habe man vom Rechtsanwalt des Sammlers mitgeteilt bekommen, erklärt das Museum im Internet. Man sei dankbar und froh, aber auch überrascht, heißt es dort weiter. Schließlich habe man zu Gurlitt keinerlei Beziehung gehabt. Zudem verhehle man nicht, dass das großartige Vermächtnis auch eine erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen aufwerfe. In der wertvollen Sammlung wird Raubkunst vermutet. Gestohlene Werke sollen gegebenenfalls an die Nachfahren der früheren Besitzer zurückgegeben werden. Dazu hat Gurlitt nach Angaben der bayerischen Landesregierung die neuen Besitzer der Sammlung verpflichtet. Seine geliebten Bilder hat der Münchner übrigens vor seinem Tod nicht mehr zu sehen bekommen. Sein Sprecher sagte, obwohl die Staatsanwaltschaft die beschlagnahmten Kunstwerke im April wieder freigegeben habe, seien sie nicht mehr rechtzeitig zu Gurlitt zurückgekommen. Grund der Beschlagnahmung im Jahr 2012 war der Verdacht auf ein Steuer- und Vermögensdelikt gewesen. Die Existenz der Sammlung war bis dahin der Öffentlichkeit nicht bekannt gewesen.

Berlin und Bayern wollen Verjährungsfristen von Raubkunst aufheben

In Berlin und Bayern formiert sich eine Initiative zur Änderung der Verjährungsfristen für NS-Raubkunst.

Nach dem Willen der beiden Länder sollen sich Besitzer eines Kunstwerks aus ehemals jüdischem Besitz unter bestimmten Umständen nicht mehr auf die derzeit geltende Frist von 30 Jahren berufen können - nämlich dann, wenn sie wissen oder wissen müssten, dass der ursprüngliche Erwerb des Kunstwerks unrechtmäßig war. Ein entsprechender Antrag soll nach Angaben des Berliner Justizsenators Thomas Heilmann heute in den Rechtsausschuss des Bundesrates eingebracht werden. - Hintergrund ist der Fall des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, dessen Sammlung mutmaßlich auch Raubkunst umfasst. Gurlitt war gestern im Alter von 81 Jahren in München gestorben.

Provenienzforscher Hartmann: "Es gibt viel noch zu tun"

Der Fall Gurlitt zeigt, dass die Provinienzforscher in Deutschland noch einiges vor sich haben.

So sieht es Uwe Hartmann, Leiter der Arbeitsstelle Provenienzforschung der Staatlichen Museen zu Berlin. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, nach der Washingtoner Konferenz 1998 habe man ausschließlich die öffentlichen Sammlungen nach Werken untersucht, die die Nazis von jüdischen Sammlern beschlagnahmten. Der Fall Gurlitt mache aber deutlich, dass man künftig viel stärker auch private Sammlungen und Museen einbeziehen müsse. Wenn es dort Streit um Raubkunst gebe, übertrage sich das negativ auf das Arbeitsklima in den öffentlichen Einrichtungen.

Hamburger Staatsanwaltschaft prüft Bericht über Elbphilharmonie

Die Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft.

Deren Sprecherin bestätigte einen Bericht des "Hamburger Abendblatts", wonach bereits ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Demnach wird geprüft, ob sich aus dem Abschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Anhaltspunkte für Straftaten ergeben, die noch nicht verjährt sind. - Der Bericht wird heute in der Bürgerschaft debattiert. Er umfasst mehr als 700 Seiten, auf denen dargelegt ist, wie es zu den Mehrkosten und den Bauverzögerungen bei der Elbphilharmonie kommen konnte.

Stararchitekt Gehry erhält Prinz-von-Asturien-Preis

Frank Gehry hat schon viele Auszeichnungen erhalten, aber diese dürfte ihn besonders freuen:

Der kanadisch-amerikanische Architekt erhält den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Künste. Die Jury erklärte in Oviedo, Gehry habe der Architektur neue Impulse gegeben. Seine Bauten seien ein meisterhaftes Spiel mit komplexen Formen. Zu den wichtigsten Werken des 85-Jährigen gehören das Guggenheim-Museum in Bilbao und die Disney-Konzerthalle in Los Angeles. 1989 hatte er bereits den Pritzker-Preis erhalten, die bedeutendste Architektur-Auszeichnung überhaupt.

Malerin Maria Lassnig im Alter von 94 Jahren gestorben

Die Malerin Maria Lassnig ist tot.

Nach Angaben des Joanneum-Museums in Graz starb die Österreicherin im Alter von 94 Jahren in Wien. Lassnig galt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs; sie nahm unter anderem an der Biennale in Venedig und an der Documenta in Kassel teil. Bekannt wurde sie vor allem für ihre Darstellungen des menschlichen Körpers und durch zahlreiche Selbstbildnisse. Während der Nazi-Zeit musste die 1919 in Kärnten geborene Malerin ihr Kunststudium abbrechen, weil ihre Bilder als entartet galten. Später lebte sie in Paris und New York, bevor sie 1980 als erste Frau eine Professur für Angewandte Kunst in Wien antrat.

Kritik an Fluch-Verbot in russischen Medien

Scheinheilig, unaufrichtig, prüde:

So kritisiert der russische Theaterregisseur Kirill Serebrennikow ein neues Gesetz in seinem Land, das das Fluchen in Film und Fernsehen, auf Theaterbühnen und in Internetforen unter Strafe stellt. Das Leben in Russland werde immer heuchlerischer, schrieb Serebrennikow im Internet. Auch sein Regisseur-Kollege Michail Ugarow kritisierte das Gesetz als scheinheilig. Diejenigen, die es beschlossen hätten, würden selbst ständig fluchen. Die neue Regelung war gestern von Präsident Putin unterzeichnet worden und tritt am ersten Juli in Kraft. Verstöße werden mit Geldstrafen von bis zu umgerechnet 1.000 Euro geahndet.

Katholischer Jugendkatechismus "Youcat" bricht Rekorde

Das Buch trägt den stylischen Namen "Youcat".

Der vor drei Jahren erschienene Jugendkatechismus ist laut den Angaben seiner Herausgeber die erfolgreichste katholische Publikation weltweit - nach der Bibel natürlich. Der Geschäftsführer der "Youcat"-Stiftung, Bernhard Meuser, sagte in Augsburg, das Buch habe eine Auflage von 4,5 Millionen gedruckten Exemplaren und sei in 30 Sprachen übersetzt worden. In vielen Staaten sei der Jugendkatechismus zum Auslöser einer jungen Lernbewegung des Glaubens geworden. In Augsburg findet derzeit ein internationaler "Youcat"-Entwicklungsworkshop mit jungen Stipendiaten aus zahlreichen Ländern statt.

Harry-Potter-Autorin Rowling bekommt Schadensersatz von Zeitung

Die "Daily Mail" muss mal wieder Schadenersatz zahlen.

Diesmal ist es "Harry-Potter"-Autorin" J.K. Rowling, die von der britischen Boulvardzeitung eine - Zitat - "erhebliche Summe" erhält. Den genauen Betrag nannte das Blatt in einer heute veröffentlichten Richtigstellung nicht. Die "Daily Mail" hatte im vergangenen Jahr fälschlicherweise berichtet, dass Rowling ihrer Kirchengemeinde vorwerfe, sie schlecht zu behandeln, weil sie alleinerziehend sei. Die Schriftstellerin sah sich dadurch verleumdet und hatte geklagt.

Türkisches Gericht verfügt erneut Aufhebung der "YouTube"-Sperre

Der juristische Streit über die Sperrung von "YouTube" in der Türkei geht in eine weitere Runde.

Erneut hat ein Gericht verfügt, dass die Blockade des Internet-Videoportals durch die türkische Telekommunikationsbehörde aufgehoben werden muss. Das Verbot verletze das Recht auf Meinungsfreiheit und stehe im Widerspruch zu europäischer und nationaler Rechtsprechung, hieß es in der Begründung. In den vergangenen Wochen hatten bereits zwei andere Gerichte die Sperrung für nicht rechtens erklärt. "Youtube" wird aber weiterhin von den Behörden blockiert. Über das Portal waren Korruptionsvorwürfe gegen Regierungschef Erdogan und sein Umfeld verbreitet worden.

Medienanalyse: Trend zur Sensationsberichterstattung in Politik

Wer nicht im Bundestag vertreten ist, hat es in den Medien schwer.

Das ist das Fazit einer Analyse des Unternehmens "Media-Tenor", das rund 50.000 Berichte über Politiker und Parteien in Deutschland ausgewertet hat. Dabei gehe es zunehmend um Personen und Sensationen und immer weniger um sachbezogene Politik, heißt es in der Studie. Politiker, die keine Spitzenämter in Regierungen oder Parlamenten inne hätten, fänden nur noch Aufmerksamkeit, wenn sie besonders schrill aufträten in Skandale verwickelt seien. Für die FDP etwa habe dies die Konsequenz, dass die Medien sie aus den Augen verloren hätten.

Kriegsreporterin Rados: "Als Frau hat man immer Nachteile"

Bei der Krisenberichterstattung ist man als Frau im Nachteil.

Diese Aussage kommt aus berufenem Munde - sie stammt von Antonia Rados. Die Österreicherin berichtet seit Jahrzehnten für deutschsprachige Fernsehsender aus den Krisengebieten dieser Welt. Die 60-Jährige sagte der Zeitschrift "Grazia", sei man als Kriegsreporterin zu unterwürfig, werde man über den Tisch gezogen. Sei man aber zu aggressiv, dann werde man schnell als Hexe dargestellt. Rados fügte hinzu, es sei dennoch wichtig, dass auch Frauen harte politische Berichterstattung machen.

"Reporter ohne Grenzen": Keine Zensur mehr in der Ukraine

"Wenn man will, findet man Informationen."

Das meint Oksana Romanjuk, Korrespondentin der Organisation "Reporter ohne Grenzen" in Kiew. Sie sagte im Deutschlandradio Kutur, selbst in der Ostukraine gebe es vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren und nennt als Beispiele das Internet, aber auch lokale und ausländische Medien. Die Zensur, die zu Zeiten des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch geherrscht habe, sei Vergangenheit. - Die Medienexpertin Romanjuk dokumentiert seit Jahren Verstöße gegen die Pressefreiheit in der Ukraine.

Iran will Haftstrafen für Pressevergehen abschaffen

Haftstrafen für sogenannte Pressevergehen soll es künftig im Iran nicht mehr geben.

Das kündigte Kultusminister Ali Dschannati an. Er sagte der Nachrichtenagentur Mehr, Regierung und Justiz hätten sich darauf geeinigt, dass solche Vergehen künftig mit Geldstrafen geahndet werden sollten. - Als Pressevergehen gelten bislang unter anderem Beleidigungen der islamischen Werte und Vorschriften. Bei Verstößen war es üblich, Zeitungen zu schließen und verantwortliche Redakteure zu inhaftieren. Zuletzt betraf dies die reformorientierte Zeitung "Aseman". Das Blatt hatte das islamische Recht auf Vergeltung kritisiert.

Norwegische Studie: Kunst im öffentlichen Raum verfällt

Nicht fachgerecht untergebracht, beschädigt oder gleich ganz verschwunden:

Um Norwegens Kunstwerke im öffentlichen Raum ist es laut einer Studie gar nicht gut bestellt. Die zuständige Behörde erkennt gravierende Mängel bei rund der Hälfte der untersuchten Grafiken, Keramiken und Gemälde. Die Vorsitzende des Verbands bildender Künstler, Hilde Tørdal, kritisiert in der Zeitung "Aftenposten", dies sei mehr als eine Verschwendung von Steuergeldern. Für die Künstler stelle es ein Problem dar, wenn ihren Arbeiten so wenig Respekt gezollt werde. - Die norwegische Behörde für Kunst im öffentlichen Raum verfügt über ein Budget von umgerechnet rund sieben Millionen Euro pro Jahr.

BR-Hörfunkchef Wagner verteidigt geplante Digitalisierung von BR Klassik

Wir können das junge Publikum nicht allein den Privatanbietern überlassen.

So argumentiert der Hörfunkchef des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, wenn es um den möglichen Verlust der UKW-Frequenz für das Programm BR Klassik geht. Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", der Bayerische Rundfunk erreiche zu wenig junge Menschen. Als öffentlich-rechtlicher Sender habe man aber den Auftrag, die Gesamtheit der Bevölkerung zu erreichen. Außerdem wolle man der Kultur nichts Böses tun, betont Wagner. BR Klassik besitze von den analog verbreiteten Wellen bereits jetzt den höchsten Digitlisierungsgrad. - Der Bayerische Rundfunk plant, den Klassik-Kanal zu digitalisieren und stattdessen die Jugendwelle "Puls" über die UKW-Frequenz zu verbreiten.

"Kölner Stadt-Anzeiger" lobt Schauspiel-Standort Mülheim

Das Schauspiel Köln hat aus der Not eine Tugend gemacht.

Zu diesem Schluss kommt der "Kölner Stadt-Anzeiger". Die ehemaligen Fabrikhallen in Mülheim hätten sich nicht nur als Ausweichquartier bewährt, sondern seien für den Stadtteil selbst eine Bereicherung, die es zu erhalten gelte. Die Zeitung schlägt vor, den Spielort weiterhin zu nutzen, beispielsweise für Tanz oder Veranstaltungen der freien Szene. - Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Schauspiel Köln wird zurzeit saniert und soll ab dem kommenden Jahr wieder bespielt werden.

Kurzfilmtage Oberhausen prämieren politische Filme

Politische Filme stehen hoch im Kurs.

Nach der Preisverleihung der 60. Kurzfilmtage Oberhausen lässt sich dieser Satz auf Filmemacher wie Jury anwenden. Ausgezeichnet wurde der paraguayanische Spielfilm "La Estancia", in dem sich der Regisseur mit dem Streit um Landrechte und dessen brutalen Folgen auseinandersetzt. Einen weiteren Preis erhielt die Dokumentation "Gangster Backstage" über Gang-Mitglieder aus Südafrika. Im deutschen Wettbewerb wurde ein Animationsfilm prämiert, der sexuellen Missbrauch der Nachwendezeit in Thüringen thematisiert. - Im Rahmen des sechstägigen Festivals wurden 440 Filme aus mehr als 60 Ländern gezeigt.

Proteste in Frankreich gegen Versteigerung von "Mein Kampf"

Die französische Beobachtungsstelle für Antisemitismus wendet sich direkt an Kulturministerin Aurélie Filipetti.

Sie müsse einschreiten und den Verkauf einer Originalausgabe von Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" verhindern, fordert die jüdische Organisation. Im Katalog des Auktionshauses werde das Buch wie ein Kunstwerk angepriesen - dabei sei Hitler vor allem ein Krimineller und Mörder. Das Exemplar aus dem Jahr 1925 soll am 16. Mai in Paris versteigert werden. Der Verkaufswert wird auf bis zu 4.000 Euro geschätzt.

Russland und Ukraine im Finale des Eurovision Song Contest

Applaus für die Sängerin aus der Ukraine, Buhrufe für die Starterinnen aus Russland:

Die Reaktionen des Publikums beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest können durchaus politisch interpretiert werden. Für das Finale am Samstag haben sich dennoch beide Länder qualifiziert. Weitere Teilnehmer der Endrunde in Kopenhagen sind Ungarn, Schweden, die Niederlande, Island, Armenien, Montenegro, Aserbaidschan und San Marino - fast alle gehen mit Balladen ins Rennen. Am Donnerstag werden im zweiten Halbfinale die weiteren Finalteilnehmer ermittelt. Für die Künstler aus dem Gastgeberland Dänemark sowie den Ländern, die maßgeblich zur Finanzierung des Wettbewerbs beitragen - darunter Deutschland - steht die Teilnahme bereits fest.

Großteil der "Le Monde"-Chefredaktion tritt zurück

Bei der altehrwürdigen Zeitung "Le Monde" rumort es gewaltig.

Sieben leitende Redakteure des Pariser Blatts sind von ihren Posten zurückgetreten. In einem Brief an "Le Monde"-Direktorin Natalie Nougayrède begründen sie den Schritt mit mangelndem Vertrauen und fehlender Kommunikation, die es ihnen unmöglich mache, ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Unterzeichner reagieren damit auf eine von Nougayrède angekündigte Umstrukturierung. Sie wollen die Zeitung aber nicht verlassen, sondern als Redakteure weiterarbeiten.

Proteste gegen Beverly Hills Hotel

Das Beverly Hills Hotel war schon immer ein Platz für die Hollywood-Elite.

In diesen Tagen findet man die Protagonisten allerdings eher auf der Straße statt in den luxuriösen Räumen. Die Proteste richten sich gegen den Eigentümer des Beverly Hills Hotels, eine Gruppe von Investoren um den Sultan von Brunei. Dort wurde in der vergangenen Woche die Scharia eingeführt, was dem Sultan nichts als Lob entlockte. Die Demonstranten – darunter die Talkmaster Jay Leno und Ellen DeGeneres – verweisen darauf, dass das Gesetz des Islam unter anderem homosexuelle Handlungen unter Strafe stelle und Steinigungen erlaube. Ihrem Boykott-Aufruf sind laut CNN bereits einige Gäste und Veranstalter gefolgt.

Brasilien: Organisation kritisiert Gewalt gegen Journalisten

Die brasilianische Regierung muss dafür sorgen, dass Reporter sicher über Demonstrationen berichten können.

Das fordert das "Komitee zum Schutz von Journalisten" mit Blick auf die Fußball-WM ab Juni. Nach Angaben der Organisation sind während der vergangenen dreieinhalb Jahre unter Präsidentin Dilma Rousseff mindestens zehn Journalisten wegen ihrer Arbeit ermordet worden. Vor allem Reporter, die über die Proteste gegen die Fußball-WM berichtet hätten, seien bedroht und schikaniert worden. Die Demonstranten kritisieren die hohen Kosten der WM und fordern, das Geld statt dessen in Bildung und den Bau von Wohnungen zu investieren.

Getty-Stiftung gibt Förderentscheidungen bekannt

Fünf Millionen Dollar für 40 Institutionen von San Diego bis Santa Barbara:

So lässt sich der erste Teil der neuen Förderentscheidung der Getty-Stiftung umreißen. Das Geld fließt im Rahmen des seit drei Jahren laufenden Großprojekts "Pacific Standard Time" – diesmal in Ausstellungen und Projekte, die sich mit Kunst aus Lateinamerika befassen. Gefördert werden zum Beispiel gleich drei Schauen des Los Angeles County Museum of Art. Auch das Museum für zeitgenössische Kunst bekommt Geld für sein Projekt über abstrakte Kunst aus Brasilien, Chile, Argentinien und der Karibik. Die Getty-Stiftung hat weitere Förderentscheidungen angekündigt. Die Ausstellungen sind für 2017 geplant.

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