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Kulturnachrichten

Dienstag, 6. Mai 2014

Kunstsammler Cornelius Gurlitt gestorben

Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot.

Wie das Amtsgericht München mitteilte, starb er im Alter von 81 Jahren. Gurlitt war der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. In seiner Münchner Wohnung hatte die Staatsanwaltschaft im Februar 2012 1.280 Bilder beschlagnahmt. Mehrere hundert Bilder stehen im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein. Anfang April hatte Gurlitt vertraglich zugesichert, seine Sammlung von Experten untersuchen zu lassen. Geraubte Werke sollten gegebenenfalls an die Erben der früheren Besitzer zurückgegeben werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte dies jetzt als "beispielhaftes Zeichen für die Suche nach fairen und gerechten Lösungen". Gurlitt habe sich zu seiner "moralischen Verantwortung" bekannt.

Ukraine: DJV und ROG sehen Journalisten zunehmend bedroht

Die Lage in der Ost-Ukraine wird für Journalisten immer gefährlicher.

Darauf haben die Organisation "Reporter ohne Grenzen" und der "Deutsche Journalisten Verband" hingewiesen. Der DJV-Vorsitzende Michael Konken forderte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf, sich für den Schutz von Berichterstattern in der Krisenregion einzusetzen. Laut "Reporter ohne Grenzen" sind in den vergangenen Tagen allein in Odessa mehrere Journalisten verletzt worden. Vor allem in Slawjansk würden immer wieder Reporter von Separatisten und ukrainischen Sicherheitskräften festgehalten.

Gauck erinnert in Tschechien an Besatzung und Vertreibung

"Die Geschichte der tschechisch-deutschen Beziehungen ist auch eine Geschichte des Leids."

Mit diesen Worten hat Bundespräsident Joachim Gauck in Tschechien an die deutsche Besatzung des Landes und an die Vertreibung der Sudetendeutschen erinnert. In einer Rede an der Karls-Universität in Prag sagte Gauck, es erscheine manchmal wie ein Wunder, dass beide Länder den Mut zu Verständigung und Versöhnung gefunden hätten. Gauck besuchte anschließend zusammen mit seinem tschechischen Kollegen Zeman das frühere jüdische Ghetto Theresienstadt. Dort waren unter den nationalsozialistischen Besatzern zehntausende Menschen gestorben, die meisten von ihnen Juden.

Baubeginn der Barenboim-Said Akademie

Die neue Barenboim-Said Akademie soll vor allem der kulturellen Versöhnung dienen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte zum Baubeginn in Berlin, mit der Einrichtung trage Deutschland zum Friedensprozess im Nahen Osten bei. Die Studierenden seien Botschafter einer deutschen und europäischen Musikkultur. In dem Institut sollen ab 2016 jährlich bis zu 100 Stipendiaten aus dem Nahen Osten im Geist des West-östlichen Divan Orchesters ausgebildet werden. Der Dirigent Daniel Barenboim und der amerikanisch-palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said haben das Ensemble 1999 in Weimar gegründet. Für die nach ihnen benannte Akademie wird das ehemalige Magazin der Staatsoper Unter den Linden für gut 30 Millionen Euro umgebaut.

Dresdner Semperoper noch länger ohne Intendanz

Eine neue Führung für die Dresdner Semperoper wird wohl nicht vor Sommer 2016 kommen.

Damit rechnet Interims-Intendant Wolfgang Rothe. Die Oper besetzte jetzt statt dessen zwei neu geschaffene leitende Positionen. Ronald H. Adler wird die Funktion eines künstlerischen Beraters einnehmen, Anna Melcher ist neue Chefdramaturgin. Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer sagte, damit könne die Interimszeit "kompetent und voll handlungsfähig" überbrückt werden. Das Kunstministerium hatte dem designierten Opernintendanten Serge Dorny noch vor dessen Amtsantritt fristlos gekündigt. Dorny sollte den Posten ursprünglich im September übernehmen.

Malaysia: Vorwurf der Volksverhetzung wegen satirischem Video

Ein satirisches Video hat einer malaysischen
Oppositionspolitikerin den Vorwurf der Volksverhetzung eingebracht.

In dem elfminütigen Film macht sich die Abgeordnete Teresa Kok über innenpolitische Fragen lustig. Das hatte vor allem bei islamischen Gruppen Proteste ausgelöst. Sie kritisieren Passagen, die Malaysia als gefährliches Land beschreiben und das Bildungssystem attackieren. Der sozialistischen Politikerin drohen jetzt bis zu drei Jahre Haft. Kok selbst bezeichnet den Film als "politische Satire". Die Vorwürfe seien ein politisches Manöver gegen die Opposition.

Etwa 60 Prozent der 29 Millionen Einwohner Malaysias sind malaiische Muslime. Kok ist nach eigenen Angaben Katholikin. Sie stammt von chinesischen Einwanderern ab.

Suhrkamp-Verlag: Gerichts-Schlappe für Barlach

Im Streit um den Suhrkamp-Verlag hat Miteigentümer Hans Barlach vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen.

Das Oberlandesgericht Frankfurt lehnte eine Klage Barlachs gegen Gesellschafter-Beschlüsse von 2011 als unzulässig ab. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Das Landgericht in Frankfurt hatte Barlach zunächst überwiegend Recht gegeben. Daraufhin ging die Gegenseite um Gesellschafterin Ulla Unseld-Berkéwicz in Berufung. Nun hob das Oberlandesgericht das Landgerichts-Urteil auf.

Die Gesellschafter des Verlages streiten sich seit Jahren vor Gericht. Das Hauptverfahren ist mittlerweile beim Bundesgerichtshof angekommen: Karlsruhe muss über den Sanierungsplan für den inzwischen insolventen Verlag entscheiden.

Islamische Gelehrte: Heilige Stätten in Jerusalem verteidigen

Islamische Religionsgelehrte sprechen von einer "Judaisierung der Heiligen Stadt".

Auf einer Konferenz im jordanischen Amman riefen sie dazu auf, islamische und christliche Stätten in Jerusalem stärker gegen Einflüsse aus Israel zu verteidigen. Laut einer Abschlusserklärung soll sich darum künftig ein eigenes Komitee kümmern. Die Unterzeichner lobten die christlichen Kirchen wörtlich für deren "Widerstand gegen die israelischen Besatzer". An der mehrtägige Konferenz in Amman waren die islamische Universität in Amman, die Islamische Weltliga und Palästinenservertreter beteiligt.

Internetkonferenz Republica ruft zum Kampf für Grundrechte auf

Mehr Engagement gegen staatliche Überwachung - das fordern die Veranstalter der Internet-Konferenz Republica.

Einer der Organisatoren sagte zum Auftakt in Berlin, es gehe darum, das Netz den Geheimdiensten zu entreißen. Diese bezeichnete er als kriminell. Die Konferenz stelle die Grundrechte in den Mittelpunkt. Die Bundesregierung müsse diese endlich wieder durchsetzen.
An der Veranstaltung nehmen rund 6.000 Menschen teil. In den Vorträgen und Diskussionen geht es um den NSA-Überwachungsskandal, Netzkultur und persönliche Identitäten im Internet.

Private Hochschulen bei Studenten immer beliebter

Der Zuwachs ist enorm.

Immer mehr Studenten schreiben sich an privaten Hochschulen ein. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zählten sie im Wintersemester 2012/2013 fast 140.000 Studierende - das sind zehn Prozent mehr als im Wintersemester davor. Insgesamt stieg die Zahl der Studenten in diesem Zeitraum nur um fünf Prozent. Noch deutlicher ist das Plus der Privathochschulen betrachtet man die Entwicklung der letzten 14 Jahre. In dieser Zeit hat sich die Zahl der Studenten fast versechsfacht. Besonders groß war die Nachfrage bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Religionssoziologe : Zeit der Volkskirchen geht zu Ende

"Mit Gottesdiensten allein sind die Menschen nicht mehr zu locken."

Davon ist der Religionssoziologe Gert Pickel von der Uni Leipzig überzeugt. Seiner Meinung nach ist die Zeit der Volkskirchen vorbei. Im Interview mit der Deutschen Presseagentur gibt er aber Tipps, wie die Kirchen trotzdem noch eine Zukunft haben könnten. Demnach sollen sie ihren sozialen Zweck stärker betonen. Als Beispiel verweist Pickel auf den Erfolg von Tafeln, Chören oder Initiativen gegen Rechtsextremismus. Solche Veranstaltungen hätten einen Sinn und seien offen für Konfessionslose.

Kartographen suchen Lösung für Darstellung der Krim

Wie verläuft künftig die Grenze der Ukraine?

Was in der Weltpolitik vermutlich noch wochenlang debattiert wird, muss von Kartographen jetzt schon geklärt werden. Kartographen des Diercke-Atlasses tüfteln mitten in der Ukraine-Krise an einer Lösung für die Darstellung der Krim. Redakteur Reinhold Schlimm sagte, voraussichtlich werde man die umstrittene Grenze in künftigen Ausgaben durch eine gestrichelte Linie kennzeichnen. Der Hinweis könne "von Russland verwaltet" lauten. Der Diercke-Atlas erklärt Schülern seit mehr als 130 Jahren die Welt.

Norwegen verweigert Dalai Lama offizielle Begrüßung

Der Besuch des Dalai Lama bringt die norwegische Regierung in Verlegenheit.

Aus Angst, China zu verärgern, will kein Spitzenpolitiker das religiöse Oberhaupt der Tibeter offiziell begrüßen. Kritiker werfen der Regierung deshalb Feigheit vor. Die Tageszeitung "Aftenposten" schreibt, das Parlament lege eine banale Unterwürfigkeit an den Tag. Der Druck von China auf Norwegen zeige Wirkung. Das sei gefährlich. Auch die Opposition fordert, den Dalai Lama offiziell zu begrüßen. Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte dagegen, es sei wichtig für Norwegen, das Verhältnis zu China zu normalisieren.
Seit der Dissident Liu Xiaobo 2010 in Oslo den Friedensnobelpreis bekommen hat, herrscht zwischen beiden Ländern Eiszeit.

Hamburger Kunsthalle wird saniert

Die Hamburger Kunsthalle soll international an Bedeutung gewinnen.

Der Gründungsbau von 1869 und die neoklassizistische Erweiterung von 1919 werden deshalb modernisiert. Der Umbau soll den historischen Haupteingang wiederbeleben. Das Treppenhaus wird seit 1919 nicht mehr genutzt und soll als Foyer gestaltet werden. Auch das derzeit geschlossene "Café Liebermann" wird wiedereröffnet. Während der Bauarbeiten bleibt nur die Galerie der Gegenwart mit einer Auswahl von 200 Werken geöffnet. Die Sanierung kostet rund 22 Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes stammt von dem Unternehmer Alexander Otto. Er stellte 15 Millionen Euro an Planungs- und Bauleistungen als Sachspende bereit.

Springer: Digitalgeschäft wächst

Für Konzernchef Matthias Döpfner ist es eine "symbolische Wegmarke".

Das Medienunternehmen Axel Springer hat im ersten Quartal 2014 erstmals über die Hälfte seines Umsatzes im Netz erwirtschaftet. Die Printerlöse sind dagegen geschrumpft. Laut Döpfner sollen die digitalen Bezahlangebote in den kommenden Monaten noch ausgebaut werden. Außerdem will der Konzern im Internet-Bereich weiter expandieren: Zusammen mit einem US-Finanzinvestor übernimmt Springer das Rubrikenportal "yad2" in Israel.

Im vergangenen Jahr hatte der Springer-Verlag seinen Printbereich ausgedünnt und mehrere Regionalzeitungen, TV- und Frauenzeitschriften an die Essener Funke-Gruppe verkauft.

Prominenter Bürgerrechtler in China festgenommen

Sein Beispiel soll offenbar zur Abschreckung dienen.

In China hat die Polizei den Bürgerrechtsanwalt Pu Zhiqiang festgenommen. Ein Anwalt aus Shanghai sagte, Pu sei nach einer Veranstaltung abgeführt worden, bei der es um die gewaltsame Niederschlagung des Volksaufstandes auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking 1989 gegangen sei. Die Behörden wollten demokratisch orientierte Aktivisten davon abhalten, den 25. Jahrestag des Massakers zu begehen.
Pu ist in China sehr bekannt. Er engagiert sich unter anderem dafür, die Arbeitslager abzuschaffen.

US-Gericht : Gebete bei Stadtratssitzungen zulässig

Konservative sehen sich bestätigt, Kritiker sind empört:

In den USA dürfen Stadträte vor ihren Sitzungen weiter beten. Das hat das Oberste US-Gericht in Washington entschieden. Demnach verstoßen christliche Gebete vor den Versammlungen nicht gegen die Trennung von Kirche und Staat. Geklagt hatten eine Atheistin und eine Jüdin in Greece im Bundesstaat New York, wo vor jeder Sitzung gebetet wird. Die Klägerinnen hatten argumentiert, dass sie sich ausgeschlossen und diskriminiert fühlten.

"VroniPlag": viele Plagiats-Verdachtsfälle an der Uni Münster

Der Fall des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Diskussion um Plagiate in Doktorarbeiten ins Rollen gebracht.

Jetzt soll es an der Universität Münster auffällig viele Verdachtsfälle geben. Betroffen ist nach Informationen der Plattform "VroniPlag" vor allem die Medizinische Fakultät. Den Angaben zufolge geht es um Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2011. Der zuständige Dekan will jetzt eine Untersuchungskommission einsetzen, um die Vorwürfe zu klären.

Türkische Regierung will Werke des armenischen Dichters Sayat Nova herausbringen

Er war Dichter, Sänger, Komponist und wurde der "König des Gesangs" genannt.

Die türkische Regierung will die Werke des armenischen Poeten Sayat Nova veröffentlichen. Sie sollen in einem Buch auf armenisch und türkisch herausgebracht werden. Damit betritt die türkische Regierung Neuland. Das Kulturministerium in Ankara hat mit mehreren armenischen Übersetzern Verträge geschlossen. Sayat Nova lebte im 18. Jahrhundert und gilt als Volksdichter der Armenier. Seine Liebeslieder sind bis heute populär.

Wirtschaft und Unis wollen offenbar im Ausland Studenten abwerben

In naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen fehlt den deutschen Hochschulen der Nachwuchs.

Dagegen wollen sie jetzt mit einer neuen Strategie vorgehen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass das Nationale MINT-Forum systematisch Studenten aus dem Ausland anwerben will. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Idee des Forums: wenn mehr Studenten aus dem Ausland kommen, bleiben nach dem Abschluss auch mehr. Bis jetzt kehrt laut Zeitung ein Viertel in die Heimat zurück. Das Forum empfiehlt eine Kampagne unter Führung der Bundesregierung. Dazu könnten ein neues Online-Portal gehören sowie Informationszentren an den Universitäten und ein Stipendium für bedürftige Studenten aus dem Ausland.

Sechs-Länder-Abitur startet

Es könnte der erste Schritt zum Zentralabitur sein.

Schüler aus sechs Bundesländern machen ab heute zum ersten Mal Abiturprüfungen nach einheitlichen Kriterien. Beteiligt sind Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen. Es geht um die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Kultusministerkonferenz hatte sich bereits im Herbst 2012 auf einheitliche Bildungsstandards in diesen drei Fächern verständigt. Sie sollen vom kommenden Schuljahr an als Grundlage für die Lehrpläne an Gymnasien bundesweit dienen, sind aber nicht bindend. Die sechs Bundesländer hoffen deshalb darauf, dass sich in Zukunft weitere Länder den zentralen Prüfungen anschließen.

Schweden: Internetpranger im Namen der Pressefreiheit

In Schweden reicht die Pressefreiheit sehr weit.

Das zeigt das Beispiel eines Start-up-Unternehmens, über das die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Der Online-Dienst Lexbase ermöglicht es Bürgern herauszufinden, ob etwa ihr Kollege oder Nachbar in ein Gerichtsverfahren verwickelt ist. Die FAZ zitiert Kritiker, die dem Unternehmen vorwerfen, schäbigen Voyeurismus zu begünstigen. Allerdings gibt es nach Angaben der Zeitung zurzeit keine rechtliche Handhabe dagegen. Die Pressefreiheit nach schwedischem Verständnis schlage in den meisten Fällen den Persönlichkeitsschutz.

Prochaska: Der Western liegt vor der Haustür

Andreas Prochaska wollte einen lokalen Western erzählen.

Mit dem Ergebnis - "Das finstere Tal" - ist der österreichische Regisseur beim Deutschen Filmpreis in neun Kategorien nominiert. Prochaska sagte der "Berliner Zeitung", bei der Lektüre der Filmvorlage von Thomas Willmann habe er festgestellt, dass der Western vor der Haustür liege. Er habe zuerst eine Vorstellung davon entwickelt, wie die Landschaft zu diesem Buch aussehen könnte und sie dann in Südtirol gefunden. Bei der Verortung hat laut Prochaska auch der Dialekt der Schauspieler geholfen.

Der "Deutsche Filmpreis" wird am Freitag in Berlin verliehen.

"VroniPlag": viele Plagiats-Verdachtsfälle an der Uni Münster

Der Fall des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Diskussion um Plagiate in Doktorarbeiten ins Rollen gebracht.

Jetzt soll es an der Universität Münster auffällig viele Verdachtsfälle geben. Betroffen ist nach Informationen der Plattform "VroniPlag" vor allem die Medizinische Fakultät. Den Angaben zufolge geht es um Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2011. Der zuständige Dekan will jetzt eine Untersuchungskommission einsetzen, um die Vorwürfe zu klären.

Bundespräsident Gauck besucht Theresienstadt

Mindestens 30.000 Menschen fielen dem Nazi-Terror im Konzentrationslager Theresienstadt zum Opfer.

An ihr Schicksal will Bundespräsident Joachim Gauck erinnern, der heute das ehemalige KZ bei Prag besucht. Auf dem Programm seines Staatsbesuchs steht außerdem eine Rede in der Prager Karls-Universität. Dabei will Gauck die gemeinsame Geschichte Deutschlands und Tschechiens beleuchten.

Staatsrechtler Degenhart: BR-Pläne verfassungswidrig

Darf der BR seinem Klassik-Sender die UKW-Frequenz entziehen, um für den Jugendkanal "PULS" Platz zu machen?

Das fragt die "Süddeutsche Zeitung" und zitiert aus einem neuen Gutachten des Leipziger Staatsrechtlers Christoph Degenhart. Er bezeichnet die Pläne des Bayerischen Rundfunks als "verfassungswidrig". Der BR wolle durch den Tausch eine seiner Kernaufgaben verlagern - die klassische Musik. Dies sei mit der kulturellen Verantwortung und dem öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht vereinbar. BR Klassik soll ab 2018 seinen UKW-Platz räumen. Der Bayerische Musikrat und der Deutsche Kulturrat haben sich bereits dagegen ausgesprochen.

Auftraggeber für Degenhards Gutachten ist nach Informationen der Zeitung der Privatsenderverband VPRT.

Kartographen suchen Lösung für Darstellung der Krim

Wie verläuft künftig die Grenze der Ukraine?

Was in der Weltpolitik vermutlich noch wochenlang debattiert wird, muss von Kartographen jetzt schon geklärt werden. Kartographen des Diercke-Atlasses tüfteln mitten in der Ukraine-Krise an einer Lösung für die Darstellung der Krim. Redakteur Reinhold Schlimm sagte, voraussichtlich werde man die umstrittene Grenze in künftigen Ausgaben durch eine gestrichelte Linie kennzeichnen. Der Hinweis könne "von Russland verwaltet" lauten. Der Diercke-Atlas erklärt Schülern seit mehr als 130 Jahren die Welt.

Welt-Mütter-Report : Lebenssituation von Müttern in Deutschland hat sich verbessert

In Finnland leben Mütter am besten, in Somalia am schlechtesten.

Das geht aus dem Welt-Mütter-Report hervor, den die Kinderschutzorganisation Save the Children in Berlin vorgelegt hat. Darin kommt Deutschland auf Rang acht, das ist ein Platz weiter vorne als im Vorjahr. Laut den Autoren der Studie gibt es bei den Bedingungen für Mütter eine enorme Kluft. Während etwa in Schweden eine von rund 14.000 Frauen wegen Komplikationen bei der Geburt sterbe, sei es im Tschad eine von 15 Frauen. Bewertet werden in dem Report die Gesundheit von Müttern, Kindersterblichkeit, Schulbildung, Einkommen und gesellschaftspolitischer Status von Frauen.

Kuratorin Leysen: Festivals müssen Künstler in den Mittelpunkt rücken

"Künstler sollen für ein Festival ohne ökonomischen, politischen und ästhetischen Druck arbeiten können."

Dieser Meinung ist Frie Leysen, Kuratorin für Schauspiel der Wiener Festwochen. Die Belgierin sagte der "taz", Künstler müssten mittlerweile viel zu sehr den Regeln des institutionalisierten Kulturbetriebs folgen. Die Wiener Festwochen sind laut Leysen eines der reichsten Festivals Europas. Deshalb habe man auch die Verantwortung, unbekannte, noch nicht etablierte Künstler zu präsentieren. Den deutschen Theatern und Kulturpolitikern rät die Kuratorin, flexibler zu sein und über neue Formen nachzudenken. Sie brauchten nicht mehr Geld, sondern müssten es nur innerhalb der Häuser anders einsetzen.

Die Wiener Festwochen beginnen am Freitag.

Stiftung in Hollywood: Scharia-Gesetzgebung in Brunei ist inakzeptabel

Die neue islamische Gesetzgebung in Brunei geht manchen zu weit - auch in Hollywood.

Der Fond für hilfsbedürftige Mitarbeiter in der Filmindustrie, Motion Pictures & Television Fund, hat dazu aufgerufen, sämtliche Hotels in Beverly Hills zu boykottieren, die in den Händen des Sultans und der Regierung Bruneis liegen. Damit will die Stiftung ein Zeichen setzen gegen das neue Scharia-Recht in dem südostasiatischen Land. Der Direktor der Stiftung sagte, man könne nicht tolerieren, dass Abtreibung und homosexuelle Beziehungen künftig mit Peitschenhieben und Steinigungen bestraft werden sollen. - Auch andere Einrichtungen in Hollywood wollen die betreffenden Hotels meiden.

"Met Ball" in New York spielt Jahres-Budget für Kostüm-Institut ein

Die "Party des Jahres" in New York schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Einerseits gibt es einen riesigen Promi-Auflauf, so auch in diesem Jahr: Beyoncé, Rihanna, David und Victoria Beckham waren gestern Abend nur einige Stars auf der Gala. Diese erfüllt für das Metropolitan-Museum gleichzeitig einen anderen besonderen Zweck. Die Feier, die auch "Met-Ball" genannt wird, spielt nämlich das gesamte Jahres-Budget der Kostüm-Abteilung des Museums in die Kassen. Die Einnahmen des Abends werden auf mehrere Millionen Dollar geschätzt.

Die Spendengala für die Kostüm-Abteilung steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Diesmal wurde beim "Met-Ball" eine Ausstellung über das Werk des Modeschöpfers Charles James eröffnet, der vor allem für ausladende Ballroben bekannt ist.

Stiftung in Hollywood: Scharia-Gesetzgebung in Brunei ist inakzeptabel

Die neue islamische Gesetzgebung in Brunei geht manchen zu weit - auch in Hollywood.

Der Fond für hilfsbedürftige Mitarbeiter in der Filmindustrie, Motion Pictures & Television Fund, hat dazu aufgerufen, sämtliche Hotels in Beverly Hills zu boykottieren, die in den Händen des Sultans und der Regierung Bruneis liegen. Damit will die Stiftung ein Zeichen setzen gegen das neue Scharia-Recht in dem südostasiatischen Land. Der Direktor der Stiftung sagte, man könne nicht tolerieren, dass Abtreibung und homosexuelle Beziehungen künftig mit Peitschenhieben und Steinigungen bestraft werden sollen. - Auch andere Einrichtungen in Hollywood wollen die betreffenden Hotels meiden.

Regierungskritische Blogger in Vietnam festgenommen

In Vietnam haben die Behörden zwei regierungskritische Blogger verhaftet.

Wie die Nachrichtenagentur ap berichtet, wird ihnen ein Verstoß gegen Artikel 258 vorgeworfen. Damit wird der Missbrauch der freiheitlich demokratischen Rechte geahndet, die Staatsinteressen verletzen. In ihren Blogs haben die Dissidenten unter anderem Abhandlungen von Bürgerrechtlern verbreitet. In Vietnam geht die Regierung mit großer Härte gegen Menschen vor, die für grundlegende demokratische Rechte eintreten.

New Yorker Kunstauktion mit Triptychon von Bacon

Ein halbes Jahr nach der Rekordversteigerung eines Triptychons von Francis Bacon legt Christie's nach.

Das Auktionshaus versteigert in seiner Frühjahrsauktion ab heute Abend Bacons Werk "Three Studies for a Portrait of John Edwards" aus dem Jahr 1984. Sein Wert wird auf knapp 58 Millionen Euro geschätzt. Im vergangenen November hatte Bacons Triptychon "Three Studies of Lucian Freud" überraschend 102 Millionen Euro eingebracht. Es ging als das teuerste bisher versteigerte Bild in die Kunstgeschichte ein. Bei seiner Frühjahrsauktion in New York bietet Christie´s außerdem Werke von Monet, Picasso und Matisse sowie die mannshohe "Popeye"-Skulptur von Jeff Koons.

Kunstmuseum Kolumba zum Museum des Jahres gekürt

Die Jury hat vor allem die Architektur des Gebäudes überzeugt.

Das Kolumba Museum des Erzbistums Köln ist von deutschen Kunstkritikern als "Museum des Jahres" ausgezeichnet worden. Der Entwurf für das puristisch anmutende Haus stammt vom Schweizer Architekten Peter Zumthor. Das Gebäude wurde über einer im Krieg zerstörten Kirche errichtet. Bei der Feier in Köln wurde zudem die Sammlung gelobt, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spanne. Der Titel "Ausstellung des Jahres" ging an das Museum Folkwang in Essen - für die Schau "Kairo - Offene Stadt". Das Museum Abteiberg in Mönchengladbach wurde für die Präsentation "Lonelyfingers - Konversationsstücke" geehrt, die zur besonderen Ausstellung des Jahres gekürt wurde.

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