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Kulturnachrichten

Sonntag, 4. Mai 2014

Birma Jüngste Fortschritte bei der Pressefreiheit wieder in Gefahr

Vor zwei Jahren habe es für Birmas Journalisten Grund zur Hoffnung gegeben,

schreibt die "Bangkok Post". Inzwischen bewerten Nichtregierungsorganisationen wie "Freedom House" oder "Reporter ohne Grenzen" die Lage wieder schlechter. Journalisten würden von den Behörden verhaftet und gegängelt und von wütenden Mobs bedroht. Ein neues Mediengesetz, das im März in Kraft getreten ist, ermächtigt das Informationsministerium, Medien die Lizenz zu entziehen, die gegen vage definierte Bestimmungen verstoßen haben. - Vor zwei Jahren hatte Birma das Zensurgesetz gestrichen, Reporter durften aus dem Exil zurückkehren und zum Jahresende 2012 saß kein Journalist mehr im Gefängnis.

Simons: "Erneuerung des Theaters findet über Klassiker statt"

"Die Erneuerung des Theaters findet immer über die Klassiker statt."

Das sagte der Regisseur und Intendant der Münchner Kammerspiele, Johan Simons, im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Auch die Werke von Autoren wie Heiner Müller gingen immer auf sie zurück. - Im Interview sagte Simons, dass er sich sehr über die Einladungen zweier Stücke der Kammerspiele zum Berliner Theatertreffen gefreut habe. Sowohl "Fegefeuer in Ingolstadt" als auch "tauerbach" hätten neue Formen der Ästhetik gefunden. Simons bedauerte, dass es ihm dennoch nicht gelungen sei, Menschen fürs Theater zu begeistern, die sonst nicht dorthin gingen. - Simons ist gestern mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet worden.

NSA-Ausschuss: Bundesregierung lehnt Herausgabe von Dokumenten ab

Der Streit um eine mögliche Aussage Edward Snowdens in Berlin ist noch nicht beendet, da droht neues Ungemach im NSA-Ausschuss.

Nach Informationen von "Spiegel Online" will die Bundesregierung dem NSA-Untersuchungsausschuss keinen vollständigen Einblick in ihre Unterlagen gewähren. Informationen über Verhandlungen zu einem No-Spy-Abkommen sollen die Parlamentarier nicht einsehen dürfen. Sie seien tabu, weil es sich um ein "laufendes Verfahren handle", sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter dem Medium. Martina Renner, Obfrau der Linksfraktion im Ausschuss, will die Unterlagen notfalls einklagen, sagte sie der Onlineausgabe des "Handelsblatts".

Mit dem No-Spy-Abkommen soll die USA der Bundesrepublik garantieren, keine illegalen Geheimdienstaktivitäten auf deutschem Boden durchzuführen. Bisher gibt es dazu wenig Konkretes.

Architekt Chipperfield: Stadtentwicklung braucht einen Plan

"Es gibt zwei Denkrichtungen: Einerseits will man, dass eine Stadt ihr Aussehen bewahrt - andererseits will man Investment."

Das sagte der Architekt David Chipperfield im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Im Interview übte er Kritik an der Londoner Stadtplanung, die sich vor allem am Interesse der Investoren orientiere. Deren Ziel sei es nicht, schöne Straßen zu bauen, sondern möglichst viele Quadratmeter Bürofläche zu schaffen. Deshalb befürworte er, wenn es - wie in Berlin - Stadtentwicklungspläne gebe. Zwar ließen sich Investoren von zu vielen Vorschriften abschrecken, doch wenn die Regelungen zu lasch seien, "töte" das eine Stadt. - In der britischen Hauptstadt sind 230 neue Hochhäuser geplant.

Ulay: Kunst mit Abramović war Beziehungsarbeit

"Eine so intensive Liebschaft, wie wir sie gelebt haben, ist auf Dauer wie Öl und Feuer."

So erinnert sich Frank Uwe Laysiepen - besser bekannt als Ulay - an seine Beziehung mit der Performancekünstlerin Marina Abramović. Der "Welt am Sonntag" sagte er, ihre gemeinsame Kunst sei ein Stück Beziehungsarbeit gewesen, sie hätten ihre Körper als Medium gebraucht, um Konflikte und Aggressivität auszudrücken. - Im Interview widersprach Ulay Abramovićs Darstellung, sie hätten sich nach der Performance "The Lovers" getrennt.

Bei "The Lovers" liefen Abramović und Ulay sich 2400 Kilometer auf der Chinesischen Mauer entgegen.

San Francicos Bürgermeister wirbt für ein George-Lucas-Museum

Der 4. Mai ist ein inoffizieller Feiertag für alle Fans der Star-Wars-Saga.

Passend zu diesem Datum hat San Franciscos Bürgermeister angekündigt, ein Museum für die Kunstsammlung und Filmerinnerungsstücke des Star-Wars-Erfinders George Lucas eröffnen zu wollen. Seinen Mitarbeitern hat er aufgetragen, bis Ende Mai nach geeigneten Plätzen zu suchen. Die besten sollen dem Filmemacher präsentiert werden. Der hatte angekündigt, 300 Millionen Dollar in ein "Lucas Cultural Arts Museum" investieren zu wollen. - San Francisco geht allerdings nicht allein ins Rennen. Auch Chicagos Bürgermeister fahndet bereits nach einem guten Ort für das Museum.

Kritik an Sex und Gewalt in US-Serie "Game of Thrones"

Grausame Gewaltszenen und Sex unter Geschwistern -

in den USA scheint die Kritik an der Fernsehserie "Game of Thrones" zu wachsen. Zuschauer empören sich in Blogs, bei Facebook und Twitter über die Fantasy-Saga des Senders HBO. Laut einem Bericht der "New York Times" warnen Kritiker, dass die gezeigte Brutalität die Zuschauer abstumpfen lasse. Der US-Schriftsteller George R. R. Martin, auf dessen Romanreihe die Serie beruht, verteidigte sich gegenüber der Zeitung. Vergewaltigungen und Gewalt gebe es in jedem Krieg der Geschichte. Sie auszulassen sei falsch und unehrlich.

Fiktive Band Fraktus feiert zweites Comeback auf der Thalia-Bühne

Mit einem Kinofilm über drei angebliche Elektro-Pioniere begann die Geschichte der fiktiven Band Fraktus.

Gestern Abend feierten die "Musiker" ihr Comeback auf der Bühne des Hamburger Thalia Theaters. Mit viel Ironie und gewohnt kunstvollem Dilettantismus schlüpften Rocko Schamoni, Heinz Strunk und Jacques Palminger in die Rollen der Band-Mitglieder Dickie, Torsten und Bernd. Ergänzt wurde der Anarcho-Abend von Mitgliedern des Thalia-Ensembles, die als Roadies, Backgroundsängerinnen und Managerin ihren Auftritt hatten. - Der Film "Fraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte" erzählt mit dokumentarischen Mitteln das angebliche Comeback der erfundenen 1980er-Jahre Band Fraktus.

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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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