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Kulturnachrichten

Donnerstag, 1. Mai 2014

US-Forschungsinstitut: Pressefreiheit auf schlechtestem Stand seit mehr als zehn Jahren

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen Journalisten nicht frei berichten können.

Zu diesem Ergebnis kommt das US-Forschungsinstitut Freedom House in seinem Jahresbericht. Damit sei die weltweite Pressefreiheit auf dem schlechtesten Stand seit mehr als zehn Jahren. In vielen Staaten werde die Arbeit für Reporter durch strenge Gesetze oder politische Einflussnahme behindert. Teilweise würde Journalisten verfolgt oder getötet. Schlechte Entwicklungen beobachtete Freedom House unter anderem in Russland, China und Ägypten.

Deutschland landet im Vergleich von 197 Ländern auf dem 18. Platz. Auf den Spitzenplätzen des Rankings liegen die Niederlande, Norwegen und Schweden.

Fernsehmoderator Heinz Schenk gestorben

Der Bembel war sein Markenzeichen.

Heinz Schenk, der frühere Fernsehmoderator der Sendung "Zum Blauen Bock", ist tot. Wie sein langjähriger Manager Horst Klemmer mitteilte, starb er im Alter von 89 Jahren in seinem Wohnort Wiesbaden. Schenk moderierte die Unterhaltungsshow 21 Jahre lang. Er war auch als Sänger und Liedtexter erfolgreich. Einer seiner größten Hits hieß "Es ist alles nur geliehen".

Kurzfilmtage Oberhausen als wichtiges internationales Podium

Das Kurzfilmfestival in Oberhausen ist eines der wichtigsten auf der ganzen Welt.

Diese Aussage sei keinesfalls übertrieben, sagte der Filmhistoriker Andreas Krötzing im Deutschlandradio Kultur. Viele internationale Filmemacher nähmen das Festival als ein wichtiges Podium für diese Sparte wahr. Krötzing hob hervor, dass Kurzfilme nie aus dem Randbereich der Kinobranche herausgekommen seien. In großen Mainstream-Häusern würden sie gar nicht mehr gezeigt, auch im Fernsehen liefen sie oft erst spät nachts. Deshalb werde das Kurzfilmfestival in Oberhausen bei Produzenten und Liebhabern dieser Filmform so sehr geschätzt. Es sei eine der wenigen Veranstaltungen, wo die Produktionen noch öffentlich gezeigt würden.

Die 60. internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen werden heute eröffnet. Bis zum 6. Mai sind fast 450 Filme zu sehen.

Reporter ohne Grenzen besorgt über Verbleib der Journalistin Gao Yu

"Reporter ohne Grenzen" sorgen sich um den Verbleib der regierungskritischen chinesischen Journalistin Gao Yu.

Es gebe seit dem 23. April keine Spur mehr von ihr, teilte die Organisation mit. Gao habe eigentlich an Demonstrationen anlässlich des 25. Jahrestags des Massakers auf dem Tiananmen Platz in Peking teilnehmen wollen. "Reporter ohne Grenzen" forderte die chinesischen Behörden auf, den Verbleib der Journalistin aufzuklären. Gaos Anwalt bestätigte, dass sie seit mehreren Tagen vermisst wird.

Google verzichtet an Unis auf Gmail-Durchsuchung

Ein Prozess in den USA könnte den Internetkonzern Google in die Schranken gewiesen haben.

Das Unternehmen hat jetzt angekündigt, Gmail-Konten von Bildungseinrichtungen nicht mehr zu Werbezwecken zu durchsuchen. Das berichtete das Online-Magazin "heise". Bei Googles Online-Dienst "Apps for Education" werde diese Funktion abgeschaltet. - Damit kommt der Konzern möglicherweise dem Ausgang eines laufenden Prozesses zuvor. Kalifornische Studenten hatten gegen Google geklagt. Sie wehren sich gegen die an vielen Universitäten vorgeschriebene Nutzung der Bildungs-App und die damit verbundene Einrichtung eines Gmail-Kontos.

Ruhrfestspiele in Recklinghausen im Zeichen bekannter Insulaner

Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen widmen sich in diesem Jahr der Kultur verschiedener Inselreiche.

Wie die Veranstalter mitteilten, werden bis Mitte Juni Stücke großer Insulaner gezeigt, zum Beispiel von den beiden irischen Autoren Samuel Beckett und James Joyce. Im Angebot seien zudem Kabarett-Vorstellungen, Jugendtheater und Ballett. Das Kunstfestival heute mit dem traditionellen Kulturvolksfest eröffnet. Am Samstag ist dann die erste große Theatervorstellung zu sehen. Auf dem Programm steht "Der Sturm" von William Shakespeare.

Ägypten eröffnet Nachbau von Tutanchamuns Grabkammer

Die Grabkammer des ägyptischen Pharaos Tutanchamun soll vor Touristenströmen geschützt werden.

In der Nähe seines Grabes ist ab sofort eine detailgenaue Kopie zu sehen. Wie die Tourismusbehörde erklärte, ist der Nachbau notwendig geworden, weil das Gestein in der Original-Kammer durch die Atemluft der vielen Besucher verändert wurde. Zudem hätten Temperaturschwankungen zu Rissen geführt. Die nachgebaute Grabkammer wurde von Wissenschaftlern aus der Schweiz und aus Spanien angefertigt.

Der britische Archäologe Howard Carter hatte Tutanchamuns Grab 1922 entdeckt.

Anthropologie: Neandertaler sind nicht wegen Unterlegenheit ausgestorben

Der Neandertaler war dem modernen Menschen unterlegen und ist deshalb ausgestorben.

So zumindest lautet die gängige Auffassung unter Wissenschaftlern. Zwei Forscher aus den USA und den Niederlanden sehen das anders. Sie überprüften alte Studien zum Neandertaler und kamen zu dem Schluss, dass viele davon auf falschen Daten beruhen. Die beiden Wissenschaftler selbst stellten ihre eigene Theorie zum Aussterben des Neandertalers vor. Sie meinen: Er habe sich mit dem modernen Menschen gepaart - und weil dieser zahlenmäßig überlegen war, gab es irgendwann auch weniger Neandertaler-Gene. Das habe aber nichts mit Unterlegenheit zu tun, erklären die Forscher.

Die Studie ist im Fachmagazin "PLOS ONE" erschienen.

Evangelische Kirche eröffnet bundesweit erste "Literaturkirche"

"Wir gründen heute eine Geschichtenerzähler-Kirche".

Das sagte der evangelische Landesbischof Ralf Meister bei der Eröffnung der bundesweit ersten evangelischen "Literaturkirche". Nach zwei Jahren Pause nimmt die bisherige Citykirche St. Jakobi in Hildesheim ihre Arbeit als Literaturhaus auf. Der Kulturwissenschaftler Dirk Brall wird als Intendant und künstlerischer Leiter Autoren einladen und Ausstellungen inszenieren. Geplant ist ein umfangreiches Programm mit Kulturveranstaltungen.

Die frühere Sakristei soll als Ort der Stille dienen.

Kardinal Woelki fordert "Kultur des Dabeibleibens"

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat mehr Maßnahmen gefordert, um ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen.

Kurz vor Beginn der bundesweiten "Woche für das Leben" sagte der Kardinal in einem vorab veröffentlichten Beitrag der RBB-Hörfunks, er könne sich eine - Zitat - "Kultur des Dabeibleibens" gut vorstellen. Sterbende benötigten Menschen an ihrer Seite, die bei ihnen blieben und sich ihnen liebevoll und professionell zuwendeten. Die "Woche für das Leben" wird am Samstag in Erfurt eröffnet. Sie ist eine gemeinsame Initiative der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Mit der Veranstaltung wollen sie auf den Schutz des menschlichen Lebens aufmerksam machen.

Daniel Barenboim startet erstes eigenes Musiklabel im Internet

Daniel Barenboim will mit seinem neuen Projekt vor allem junge Leute erreichen.

Der Dirigent und Pianist sagte in Berlin, er werde ein eigenes Musiklabel ins Leben rufen. Über eine Webseite könne man sich dann Aufnahmen mit klassischer Musik runterladen. Zunächst kommen die drei ersten Sinfonien von Anton Bruckner heraus, die Barenboim mit der Staatskapelle Berlin eingespielt hat. Der Musiker erhofft sich von seinem Projekt, vor allem diejenigen zu erreichen, die sich viel in der digitalen Welt bewegen.

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70 Jahre FSK Was Kinder sehen dürfen
Ein Filmausschnitt aus "Gier nach Liebe" (1955), mit dem "zu" tiefen Dekolletee von Brigit Bardot und der dazugehörigen Zurückweisung der FSK (Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Aufgenommen am 10.09.2011 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden. Das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden zeigte vom 20. September bis zum 31. Oktober 2011 unter dem Motto "Die erotischen 50er" Filmplakate, Ausschnitte und Werbematerial von "Skandalfilmen" aus den 50er Jahren. Viele der Filme lösten zum Teil politische Debatten über Erotik und Moral aus.  (dpa / Fredrik von Erichsen)

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, die Altersempfehlungen für Filme vergibt, feiert Geburtstag. Als erstes prüfte die FSK vor genau 70 Jahren den Film "Intimitäten". Wie der Prüfalltag heute aussieht, berichtet die Gutachterin Annette Lohse.Mehr

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