Seit 23:05 Uhr Fazit

Sonntag, 19.08.2018
 
Seit 23:05 Uhr Fazit

Kulturnachrichten

Sonntag, 19. August 2018

Kunst- und Filmprojekt mit Berliner Mauer geplant

Europäischer Zyklus soll im Herbst vorgestellt werden

Die Berliner Festspiele planen im Herbst ein Kunst- und Filmprojekt, für das unter anderem die Berliner Mauer symbolisch wieder aufgebaut werden soll. Es sei Teil eines europäischen Zyklus. In Berlin sei im Herbst die Weltpremiere mit dem Titel "Freiheit" geplant, Premieren in Paris mit dem Namen "Brüderlichkeit" und in Londonmit dem Namen "Gleichheit" würden folgen. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet, dass für das Großprojekt die Berliner Mauer an prominenten Orten in Berlin Mitte aufgebaut und zum 9. November symbolisch niedergerissen werden solle. Eine Sprecherin der Berliner Festspiele betonte, Genehmigungen bei den Berliner Behörden und Gespräche mit den Anwohnern sowie Partnern für das Projekt seien noch nicht abgeschlossen.

Grütters will Verlagspreis ausloben

Kulturstaatsministerin will Verlagsszene den Rücken stärken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will angesichts der schwierigen Lage auf dem Buchmarkt kleine und mittlere Verlage stärken. "Nach dem großen Erfolg mit dem Deutschen Buchhandlungspreis arbeiten wir als Bund daran, auch einen Verlagspreis auszuloben", sagte Grütters der Deutschen Presse-Agentur. "Das würde den Verlagen deutschlandweit den Rücken stärken und Aufmerksamkeit für ihre Arbeit schaffen." Derzeit steht die Verlagsszene nach Einschätzung von Grütters massiv unter Druck. Grund ist vor allem die immer noch ausstehende Anpassung des EU-Urheberrechts an die digitalen Herausforderungen. Zudem müsse weiter um den Erhalt der Buchpreisbindung und die niedrigere Mehrwertsteuer für E-Books gekämpft werden. Fünf Bundesländer haben bereits einen Preis für Verlage. Auch die Kurt Wolff Stiftung zeichnet alljährlich einen unabhängigen Verlag als beispielhaft aus. Sie stehe mit allen Akteuren in Verbindung, um eine gemeinsame Lösung zu finden, so Grütters.

Pergamonmuseum-Ausweichquartier öffnet im Herbst

80 antike Kunstwerke werden zu sehen sein

Trotz der Sanierung des Pergamonmuseums ist der weltberühmte Pergamonaltar von November an zumindest teilweise wieder für Besucher zu sehen. Wie die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, eröffnet dann das Ausweichquartier direkt gegenüber der Museumsinsel. In dem temporären Gebäude sollen rund 80 Kunstwerke aus der antiken Metropole Pergamon zu sehen sein, darunter vor allem der originale Telephos-Fries des Altars. Eine 3D-Visualisierung soll einen Gesamteindruck der riesigen Anlage vermitteln. In einem Rundturm zeigt der Künstler Yadegar Asisi zudem ein riesiges, nach wissenschaftlichen Kriterien überarbeitetes Panorama der Stadt. Die Wiedereröffnung des Pergamonmuseums ist nach erheblichen Verzögerungen frühestens für 2023 geplant.

Zentralrat der Juden kritisiert deutsche Schulbücher

Forderung nach Pflichtbesuchen in KZ-Gedenkstätten

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat die Darstellung des Judentums in deutschen Schulbüchern scharf kritisiert: Es gebe dort zuweilen Bilder, die eher an das judenfeindliche Propagandablatt "Stürmer" aus der Nazi-Zeit erinnerten als an eine sachliche Darstellung, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Viele Lehrbücher stellten das Judentum nur sehr rudimentär dar und beschränkten sich auf die Zeit zwischen 1933 und 1945. Schuster sprach sich auch dafür aus, einen Besuch einer KZ-Gedenkstätte für jeden Schüler zur Pflicht zu machen. Der Zentralratspräsident forderte zudem, dass Lehrkräfte an Schulen mit einer hohen Zahl von Schülern aus Migrantenfamilien besonders für den Umgang mit Antisemitismus geschult werden.

Kulturnachrichten hören

Mai 2018
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Rapperin Ebow"Jedes Wort muss sitzen"
Die Rapperin Ebow (Magdalena Fischer)

"Die Ära der Fuckboys ist vorbei", rappt Ebow in ihrem Song "Punani Power". Sie fordert, dass Rap feministischer und queerer werden solle. Schließlich sei die Sprache im Rap "unser einziges Instrument". Umso mehr müsse auf diese geachtet werden.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur