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Kulturnachrichten

Montag, 30. April 2018

WDR-Bereichsleiter sexueller Belästigung beschuldigt

"Tatort"-Koordinator Gebhard Henke bis auf weiteres freigestellt

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat einen weiteren Mitarbeiter nach Vorwürfen sexueller Belästigung freigestellt. Das bestätigte eine WDR-Sprecherin. Es handelt sich dabei um den Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke. Sein Anwalt Peter Raue bestätigte die Freistellung. In einer schriftlichen Erklärung betonte Raue, dass seinem Mandanten kein "einziger konkreter Sachverhalt" genannt worden sei. Henke ist seit 1984 beim WDR tätig und auch als ARD-"Tatort"-Koordinator bekannt. "Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, er weiß nicht, wer gegen ihn einen - welchen? - Vorwurf erhebt. Und dies sollte, bevor die Gerüchteküche brodelt, klargestellt werden", sagte Raue gegenüber der Deutschen Presseagentur. Der WDR wiederum erklärte, es gebe verschiedene ernstzunehmende Hinweise, denen der Sender sorgfältig nachgehen müsse. Erst vor wenigen Wochen war ein ehemaliger ARD-Auslandskorrespondent wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung vom WDR freigestellt worden.

FPÖ von Mauthausen-Gedenkfeier ausgeschlossen

Komitee: FPÖ-Teilnahme wäre "erneute Demütigung" für KZ-Überlebende

Bei den Gedenkfeiern zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen in Österreich sind Politiker der rechtspopulistischen Regierungspartei FPÖ unerwünscht. Das österreichische Mauthausen-Komitee hat FPÖ-Vertreter ausdrücklich ausgeschlossen. Ihre Gegenwart bei den Feierlichkeiten käme einer "erneuten Demütigung" der KZ-Überlebenden gleich, sagte der Vorsitzende des Komitees, Willi Mernyi, der Zeitung "Standard". Das Mauthausen-Komitee lädt bereits seit vielen Jahren aus Prinzip keine Funktionäre oder Mandatsträger der FPÖ zu Gedenkfeierlichkeiten ein. Als Begründung nannte Mernyi Verbindungen der Partei zu rechtsextremistischen und revisionistischen Kreisen. Die FPÖ reagierte verärgert auf den Ausschluss. In einer Presseerklärung der Partei hieß es, die ihre Minister seien offen für einen Dialog mit dem Mauthausen-Komitee.

Französische Sängerin Rose Laurens gestorben

Hit "Africa" eroberte Anfang der 80er Jahre die Charts

Ihr Hit "Africa" stürmte Anfang der 80er Jahre auch in Deutschland die Charts: In der Nacht zum Montag ist die französische Sängerin Rose Laurens mit 65 Jahren nach langer Krankheit gestorben, wie ihr Partner Christian Soulié mitteilte. Die Sängerin hatte in den 70er Jahren mehrere Singles veröffentlicht und 1980 eine Rolle in dem Erfolgsmusical "Les Misérables". 1982 veröffentlichte sie ihr erstes Album "Déraisonnable". Die Single-Auskopplung "Africa" wurde mehr als eine Million Mal verkauft. Im Laufe ihrer Karriere veröffentlichte sie etwa ein Dutzend Alben. Sie arbeitete mit Francis Cabrel, Jean-Jacques Goldman, Yves Duteil und zuletzt mit Pierre Palmade zusammen, mit dem sie ihr letztes Album "ADN" erstellte.

Dresen wird Professor für Filmschauspiel in Rostock

Filmregisseur baut Filmschauspielbereich auf

Filmregisseur Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke") wird Professor für Filmschauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Zum Sommersemester 2018 soll er die neu eingerichtete Professur übernehmen, wie das Bildungsministerium in Schwerin mitteilte. Wissenschaftsministerin Hesse würdigte den 54-Jährigen als erfahrenen und erfolgreichen Filmregisseur, dem Mecklenburg-Vorpommern sehr vertraut sei. "Außerdem verspreche ich mir, dass er durch seine Lehrtätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Films im Land leisten kann", sagte Hesse. Für die Filmschauspielprofessur stelle das Land für acht Jahre zusätzlich 643 800 Euro bereit. Dresen sagte, er freue sich, diesen Bereich an der Hochschule für Musik und Theater Rostock aufzubauen. Dresen ist Sohn des Theaterregisseurs Adolf Dresen und der Schauspielerin Barbara Bachmann. Er wurde in Gera geboren und wuchs in Schwerin auf.

Danny DeVito bekommt einen Gedenktag in New Jersey

Der US-Schauspieler will sich mehr für seinen Heimat-Bundesstaat einsetzen

Der US-Bundesstaat New Jersey ehrt den US-Schauspieler Danny DeVito (73) mit einem einen eigenen Gedenktag. Sein Geburtstag, der 17. November, sei nun offiziell "Danny DeVito-Tag", kündigte Gouverneur Phil Murphy an. "Jetzt wo ich eine Ikone bin und einen Danny DeVito-Tag habe, werde ich mein Bestes geben, dass wir in New Jersey Steueranreize verabschieden können, die hier mehr Filmdrehs ermöglichen", sagte DeVito der "New York Times". Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler wurde 1944 in Asbury Park in New Jersey geboren und war mit Filmen wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Der Rosenkrieg" weltberühmt geworden. New Jerseys Gouverneur Murphy hatte vor kurzem bereits den 14. April zum "Bon Jovi-Tag" ernannt. Frontmann Jon Bon Jovi stammt ebenfalls aus dem Bundesstaat.

Franz-Jung-Biograph Fritz Mierau gestorben

Der Literaturwissenschaftler und Essayist starb mit 83 Jahren 

Fritz Mierau, Franz-Jung-Biograph und Mitherausgeber der Franz-Jung-Werkausgabe ist tot. Er starb mit 83 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, wie der Nautilus-Verlag mitteilte. Mierau wurde 1934 in Breslau geboren. Er übersetzte Werke von Sergej Tretjakow, Ossip Mandelstam oder Anna Achmatowa. Gemeinsam mit seiner Frau Sieglinde Mierau war er Mitherausgeber der Franz-Jung-Werkausgabe, die 1997 fertiggestellt wurde. Kurz darauf erschien mit "Das Verschwinden von Franz Jung" seine Biographie über eine der schillerndsten Figuren der deutschen Literaturgeschichte. Im Jahr 2002 veröffentlichte er seine eigene Autobiographie: "Mein russisches Jahrhundert". Für seine Verdienste wurde Mierau unter anderem mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR und mit dem Karl-Otten-Preis des Deutschen Literaturarchivs Marbach ausgezeichnet. Er lebte bis zu seinem Tod in Berlin.

Wachsender Sanierungsstau an Hochschulen

Erwartet werden bis zu 35 Milliarden Euro Finanzierungsdefizit

Experten rechnen mit einem wachsenden Sanierungsstau im Hochschulbau in Deutschland. Die bislang vorgesehenen Mittel reichten nicht aus, um "sowohl den bereits entstandenen Sanierungsstau abzubauen als auch den zukünftig zu erwartenden Werteverlust der bestehenden Hochschulinfrastruktur bis 2025 auszugleichen", heißt es vom HIS-Institut für Hochschulentwicklung. Danach beläuft sich der Finanzierungsbedarf zum Bestandserhalt zwischen 38 und 41 Milliarden Euro. Das Finanzierungsdefizit betrage je nach Szenario zwischen 17 und 35 Milliarden Euro. Dabei sei grundsätzlich mit einer Vergrößerung des Sanierungsstaus zu rechnen, wenn keine zusätzlichen Mittel von den Ländern akquiriert werden können. Auch zwischenzeitlich angekündigte Erhöhungen der geplanten Finanzmittel in einigen Ländern deckten den Finanzbedarf nicht.

Technofestival "Mayday" startet in Dortmund

Größtes Indoor-Festival für elektronische Musik

Am Abend startet in Dortmund mit der "Mayday" das größte Indoor-Festival für elektronische Musik in Deutschland. Bis zu 20 000 Raver werden in den Dortmunder Westfalenhallen in den Mai tanzen. Internationale Künstler wie das Hamburger Duo Moonbootica und Star-DJ Sven Väth legen bis in die Morgenstunden auf. "We stay different", lautet das Motto des Abends: ""Mayday"-Besucher waren immer speziell und sind es auch heute noch - das macht "Mayday" einzigartig", erklärte Veranstaltungsleiter Oliver Vordemvenne. Die "Mayday" vereint eine große Bandbreite elektronischer Musik von Techno über House bis hin zu Goa und Hardstyle. In diesem Jahr erwartet der Veranstalter 35 internationale Künstler auf 3 Bühnen bei der "Mutter aller Raves", das seit 1991 existiert.

Unesco begeht Internationalen Tag des Jazz

All-Star Konzert in Sankt Petersburg

Highlight der weltweiten Feierlichkeiten ist ein All-Star Konzert im russischen Sankt Petersburg. Die Unesco, die Kultur-Organisation der Vereinten Nationen, hatte den 30. April vor sieben Jahren zum Internationalen Tag des Jazz ausgerufen. Menschen in mehr als 190 Ländern der Welt feiern mit tausenden Konzerten, Lesungen und Filmvorführungen die universelle Bedeutung des Jazz. In Deutschland finden Konzerte und Filmabende in Bamberg, Berlin, Bremen, Grafing, Hannover, Hilden, Hochheim, Krefeld, Schwerin statt.

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