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Kulturnachrichten

Mittwoch, 4. April 2018

RomArchive mit neuem Träger

Online-Projekt will Bewusstsein für Kulturgeschichte der Sinti und Roma fördern

Das Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) mit Sitz in Berlin wird künftig Träger der Intitiative "RomArchive" sein. Das teilte das ERIAC anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April mit. Die Projektinitiatoren des "RomArchive" Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey übergeben dann die Verantwortung für das Archiv an ERIAC, welches das Archiv weiterführen und weiterentwickeln wird.
"RomArchive" wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert und ist das größte Kulturprojekt von, für und mit Sinti und Roma, in dem das Prinzip der „Romani Leadership" konsequent umgesetzt wird. Rund 150 Kulturschaffende, Wissenschaftler und Aktivisten, die hauptsächlich zur Minderheit gehören, bilden ein weltweites Netzwerk. In allen entscheidenden Positionen gestalten Roma und Sinti das Archiv, das die Künste und Kulturen der Roma sichtbar machen und ihren Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte veranschaulichen soll. "RomArchive" will durch von Roma und Sinti selbst erzählten Gegengeschichten eine verlässliche Wissensquelle schaffen, die Stereotypen und Vorurteilen mit Fakten begegnen soll. Ab Januar 2019 soll das Archiv online öffentlich zugänglich sein.

Julia Kristeva widerspricht Vorwürfen

Kulturtheoretikerin verneint frühere Geheimdiensttätigkeit

Die französisch-bulgarische Kulturtheoretikerin Julia Kristeva, eine weltweit bewunderte Ikone des französischen Poststrukturalismus, hat mit Empörung auf Berichte reagiert, wonach sie in den 1970er Jahren einer Agententätigkeit für den bulgarischen Geheimdienst nachgegangen sein soll. Vor kurzem war ein umfangreiches Aktendossier des bulgarischen Geheimdienstes aufgetaucht, das eine Zusammenarbeit mit Kristeva dokumentieren soll. Sie war 1965 als Journalistin mit einem Promotionsstipendium nach Paris gekommen, wo sie bis heute lebt. Erstmals widersprach Kristeva nun in der Wochenzeitung "Die Zeit" den Vorwürfen gegen sie. "Die Akte ist voller Fehler. Die Person in dem Dossier ähnelt mir nicht." Kristeva erklärte sich das ZUstandekommen des Dossiers so, dass sich die Autoren der Akte die Berichte über sie ausgedacht haben müssten. "Die Kommunisten betrieben schon damals postfaktische Politik."

Experten-Streit um angebliches Klimt-Frühwerk

Chemiker und Kunsthistoriker bewerten Engelsgemälde unterschiedlich

Der berühmte Wiener Jugendstilmaler Gustav Klimt (1862-1918) soll der Urheber eines Engelsgemäldes sein, das 2012 in einer Garage in Österreich entdeckt wurde. Das behaupten Wissenschaftler um einen hannoverschen Chemiker nach diversen Analysen und der Restauration des Werkes. Ihre Ergebnisse stellten sie in Hannover vor, wo das kreisrunde Bild "Trompetender Putto" im Sprengel Museum aus Anlass von Klimts 100. Todestag zu sehen ist. Die Forscher waren vom Besitzer des Bildes mit ihrer Arbeit beauftragt worden. Klimt-Experten wie der Vizedirektor des Wiener Museums Belvedere, Alfred Weidinger, bezweifeln aber nach wie vor, dass das Gemälde von Klimt stammt. Er ist sich sicher, dass das Gemälde ursprünglich an der Decke der Hofoper in Wien hing. Der Entwurf des Bildes stammte nach seinen Recherchen von Carl Rahl, Eduard Bitterlich habe dann das Original-Deckengemälde ausgeführt.

Kabarettist Henning Venske verlässt die Bühne

Abschiedstour startet mit Programm in Hamburg

Der Kabarettist, Schauspieler und Regisseur Henning Venske (79) geht auf Abschiedstour. Zum letzten Mal werde der Altmeister des politischen Kabaretts bis 8. April in Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg mit seinem Programm "Summa Summarum" auf der Bühne stehen. "Selbstbewusst und angriffslustig auch nach 57 Bühnenjahren präsentiert sich dieser in vielen Satire-Kämpfen gestählte Wortakrobat", teilten die Veranstalter mit. Danach geht er bis in den Herbst auf Tour. Zusammen mit seinem Partner Jochen Busse erhielt er 2010 den Ehrenpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis und 2012 den Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises.

Simon Kretschmer geht zu "Correctiv"

Doppelleitung für Berliner Recherchebüro

Das Recherchebüro "Correctiv" bekommt einen weiteren Geschäftsführer. Ab Mai werde sich Simon Kretschmer um die Geschäftsentwicklung sowie den strategischen und organisatorischen Ausbau des Recherchezentrums kümmern, teilte "Correctiv"mit. Er sei dann der zweite Geschäftsführer neben David Schraven, der für die inhaltliche Strategie verantwortlich sei. Kretschmer arbeitete zuvor etwa beim Magazin "Stern".

ARD bringt "Dingsda" zurück ins Fernsehen

Mareile Höppner soll die TV-Show moderieren

Die aus den 1980er und 1990er Jahren bekannte ARD-Sendung "Dingsda" kommt zurück ins Fernsehen. Für den Herbst seien zwölf Folgen im Vorabendprogramm geplant, teilte die ARD mit. Moderiert werde die Show von der bekannten Fernsehmoderatorin Mareile Höppner. Die Weiterentwicklung des Klassikers werde eine Mischung aus Spiel, Unterhaltung und Promitalk bieten. In der Sendung treten jeweils zwei Prominententeams gegeneinander an und müssen über mehrere Runden Begriffe erraten, die in Einspielern von Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren erklärt werden. Das Team, das die meisten Punkte sammelt, gewinnt und spendet seinen Gewinn für einen wohltätigen Zweck. Redaktionell zuständig ist der Bayerische Rundfunk.

165 Romane für Buchpreis eingereicht

Kritikerin Christine Lötscher ist Sprecherin der Jury

Für den Deutschen Buchpreis haben die Verlage 165 neue Romane eingereicht, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte. Die siebenköpfige Jury wird den besten Titel am 8. Oktober, dem Vorabend der Frankfurter Buchmesse küren. Zuvor wird die Jury im August eine 20 Titel umfassende Longlist vorlegen. Im September wird dann die Auswahl auf eine Shortlist von sechs Titeln reduziert. Zur Sprecherin der Jury wurde bei der ersten Sitzung des Gremiums die Kritikerin Christine Lötscher gewählt. Jeder Verlag aus Deutschland, der Schweiz und Österreich konnte maximal zwei Titel einsenden. Aus einer Empfehlungsliste der Verlage kann die Jury aber noch weitere Titel anfordern. Im vergangenen Jahr gewann der österreichische Schriftsteller Robert Menasse mit seinem Roman "Die Hauptstadt" den Deutschen Buchpreis. Er gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen.

NS-Inschrift von Glocke entfernt

Unbekannte drangen in Kirche in Schweringen ein

Unbekannte haben das Hakenkreuz und einen Teil der NS-Inschrift auf der Kirchenglocke im niedersächsischen Schweringen entfernt. Das bestätigte der örtliche Pfarrer Jann-Axel Hellwege, nachdem zunächst die Lokalzeitung "Die Harke" darüber berichtet hatte. Das Blatt druckte ein Bekennerschreiben ab, das an der Kirchentür hinterlassen worden sei. "Schweringen hat ein schmutziges, matschiges, nasses, kurz gesagt: ein extrem häßliches halbes Jahr hinter sich und es wurde Zeit, daß der Frühjahrsputz frischen Wind ins Dorf bringt", heißt es dort. "Wir haben Frühjahrsputz gemacht. Nicht nur das Dorf gereinigt, sondern auch die Glocke." Die Täter seien vermutlich mit einem Schlüssel in die Kirche gelangt, sagte Hellwege. Die Gemeinde will keine Strafanzeige gegen die unbekannten Täter stellen. Vergangenen Sommer hatte die "Hitler-Glocke" von Herxheim am Berg bundesweit Aufsehen erregt. Seit Monaten diskutiert der Gemeinderat über die Glocke, auf der ein Hakenkreuz und die Inschrift "Alles fuer's Vaterland - Adolf Hitler" zu sehen sind. Herxheims Bürgermeister musste wegen relativierender Aussagen über die NS-Zeit in Zusammenhang mit der Glocke zurücktreten.

Neue Professuren für geplantes documenta-Institut

Wissenschaftsministerium in Hessen stellt Geld bereit

Für das in Kassel geplante documenta-Institut werden drei weitere Professuren eingerichtet. Das Land Hessen stelle dafür im laufenden Jahr 180.000 Euro und ab 2019 dann 360.000 Euro bereit, teilte das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden mit. Mit dem Geld könne die Universität Kassel zusätzliche Professorenstellen schaffen, die dann Teil der neuen außeruniversitären Forschungseinrichtung werden sollen. Die bereits bestehende documenta-Professur erhielt 2017 die Österreicherin Nora Sternfeld. Das documenta-Institut soll die weltweit bedeutendste Ausstellung für moderne Kunst wissenschaftlich und interdisziplinär erforschen und ihre Geschichte aufarbeiten.

Karikaturist flüchtet aus sozialen Medien

Morddrohungen gegen kritischen Zeichner in Kolumbien

Wegen Morddrohungen zieht sich der kolumbianische Karikaturist Julio Cesar Gonzalez alias "Matador" aus den sozialen Netzwerken zurück. Er werde dort wegen jüngster Drohungen aus dem Lager des rechtskonservativen Ex-Präsidenten Alvaro Uribe keine Bilder mehr veröffentlichen, schrieb er auf Twitter. "Wenn sie zu mir kommen wollen, ich habe keine Leibwächter und nichts dergleichen... Ich habe nur einen Stift und ein Hirn", schrieb der Zeichner. "Für die Leute, die mir folgen, eine Umarmung." Nach seiner Veröffentlichung solidarisierten sich zahlreiche Politiker mit Gonzalez. Die Uribe-Partei "Centro Democratico" distanzierte sich von den Drohungen. Das sei nicht der Stil der Partei; sie lehne jede Gewalt und Hassrede ab.

Frankreich versäumt Rückgabe jüdischer Kunst

Mehr als 2000 gestohlene Werke immer noch in Staatsbesitz

Frankreich kommt einem Bericht zufolge bei der Rückgabe von Raubkunst aus der Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg nicht voran, wie die österreichische Zeitung "Der Standard" berichtet. Noch immer seien mehr als 2.000 Kunstwerke nicht an die früheren jüdischen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben worden, zitiert das Blatt aus einem Bericht für das französische Kulturministerium. Demnach sollen sich noch immer etwa 2108 gestohlene Kunstwerke in staatlichen Sammlungen befinden. Bei 2008 seien die Eigentümer noch nicht ermittelt. Der Autor des Berichts, David Zivie, prangere die Folgen von "40 Jahren Untätigkeit" an und komme zu dem Ergebnis, dass die Anstrengungen Frankreichs für die Rückgabe nicht ausreichten. Zivie fordere nun die Berufung einer Behörde, die sich ausschließlich mit der Rückgabe befassen soll. Kunstwerke, deren Eigentümer nicht mehr ermittelt werden können, sollten als "symbolische Geste" an das Museum für jüdische Geschichte in Paris übergeben werden. Das Kulturministerium in Paris kommentierte den Bericht zunächst nicht.

Comicverfilmung "Black Panther" ist Kinohit

Einer der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten

Der Kinohit "Black Panther" um einen schwarzen Superhelden hat es auf die Liste der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten geschafft. Nach Angaben des Disney-Studios spielte die Comicverfilmung von Ryan Coogler weltweit 1,28 Milliarden Dollar ein, wie das US-Branchenblatt "Variety" berichtete. Auf der globalen Top-Ten-Liste nimmt der Film damit den zehnten Platz ein, der Disney-Film "Frozen" rutschte auf den elften Rang ab. Die Liste der zehn Spitzenreiter wird von "Avatar - Aufbruch nach Pandora", "Titanic" und "Star Wars: Das Erwachen der Macht" angeführt.

Wertvoller Gemäldefund in der Abstellkammer

Museumsdirektor entdeckte verschollenes Kunstwerk

In einer Abstellkammer hat ein Museumsdirektor im US-Bundesstaat Iowa zufällig ein Gemälde mit Millionenwert entdeckt. Er hatte eigentlich nach Fahnen aus dem US-Sezessionskrieg gesucht, als er Anfang 2016 in den selten benutzten Abstellraum des Hoyt Sherman Place-Museums ging, sagte ein Sprecher des Museums. Eingequetscht zwischen einem Tisch und der Wand entdeckte er dann aber ein Gemälde, das sich nun als verschollen geglaubtes Barock-Werk entpuppte, das einst im New Yorker Metropolitan Museum hing. Experten zufolge handele es sich um das im 16. Jahrhundert entstandene Bild "Apollo and Venus" des niederländischen Malers Otto van Veen, das zwischen vier und elf Millionen Dollar wert sein könnte. Ein Sammler habe das Bild offenbar dem Metropolitan Museum geliehen, es dann aber mit nach Iowa genommen, wo seine Enkelin es später dem Hoyt Sherman Place-Museum spendete. Dort verschwand es in der Abstellkammer. Nach ausgiebiger Restauration will das Museum das Gemälde nun dauerhaft ausstellen.

Riesige Dinosaurier-Fußabdrücke entdeckt

Abdrücke in Schottland sollen 170 Millionen Jahre alt sein

Auf der schottischen Isle of Skye sind riesige Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt worden, die 170 Millionen Jahre sein sollen. Die Abdrücke seien in einer Lagune auf der Insel gefunden worden, teilte die Universität von Edinburgh mit. Es handle sich um einen Fund von weltweiter Bedeutung, da er wichtige Aufschlüsse über die Jura-Periode und die Evolution der Dinosaurier gebe. Die Wissenschaftler dokumentierten 50 Fußabdrücke in der Gegend in Schottland. Der größte Abdruck messe 70 Zentimeter und stamme von einem Sauropoden, hieß es. Sauropoden waren bis zu zwei Meter groß. Auch Abdrücke von Theropoden, einem Vorfahren des Tyrannosaurus Rex, wurden entdeckt.

Christo schafft Kunstwerk im Hyde Park

Verhüllungskünstler plant Außenprojekt in London

Der Verhüllungskünstler Christo plant erstmals ein größeres Außenprojekt in Großbritannien. Er wird eine Skulptur im Londoner Hyde Park erschaffen die "The Mastaba" heißen soll. Das Kunstwerk in einem See der Grünanlage soll vom 18. Juni bis zum 23. September zu sehen sein. Mastabas sind trapezförmige Grabbauten der altägyptischen Kultur. Das etwa 500 Tonnen schwere Kunstwerk in der Nähe des Kensington-Palastes soll aus 7506 Ölfässern bestehen und 20 Meter hoch werden. Der in Bulgarien geborene Künstler ist unter anderem mit der Verhüllung des Berliner Reichstags 1995 berühmt geworden, die er mit seiner 2009 gestorbenen Frau Jeanne-Claude verwirklicht hatte.

Hollywood-Stern für Eva Longoria

Ehrenplatz für Schauspielerin aus "Desperate Housewives"

Die Rolle als verzweifelte Hausfrau Gabrielle Solis in der Serie "Desperate Housewives" machte die US-Schauspielerin Eva Longoria weltbekannt. Bald können Fans ihren neuen Ehrenplatz auf dem "Walk of Fame" in Hollywood besuchen. Am 16. April soll Longoria mit einer Sternenplakette auf dem Hollywood Boulevard verewigt werden, wie die Betreiber der Flaniermeile mitteilten.

Schwedische Schlagerikone gestorben

"Lill-Babs" Svensson gab mehr als 10.000 Jahrzehnte

Die schwedische Schlagerikone Barbro «Lill-Babs» Svensson ist tot. Die Sängerin und Schauspielerin starb im Alter von 80 Jahren kurz nach einer Krebsdiagnose, wie ihre Tochter auf Instagram mitteilte. Svensson war eine der bekanntesten schwedischen Sängerinnen und mit mehr als 10.000 Konzerten sechs Jahrzehnte lang eine Konstante in der schwedischen Musikwelt. 1961 startete sie für ihr Land beim Eurovision Song Contest und trat zwei Jahre später mit den Beatles auf. Im deutschen Fernsehen sang sie Duette wie "Schön ist die Liebe" mit Peter Kraus, mit dem sie 1964 auch durch die DDR tourte. Später berichtete Svensson, die beiden seien drei Jahre lang ein Paar gewesen, bevor sie ihn für einen schwedischen Kollegen verließ.

Neuer Schauspieldirektor für Meiningen

Tobias Johannes Erasmus Rott kommt zur neuen Spielzeit

Mit dem Regisseur Tobias Johannes Erasmus Rott bekommt das Staatstheater Meiningen nach Jahren wieder einen Schauspieldirektor. Rott trete die Stelle mit Beginn der Spielzeit 2018/19 an, teilte das Theater mit. Sie werde unter der Intendanz von Ansgar Haag, der seit der Spielzeit 2005/2006 das Theater leitet, erstmals besetzt. Die Stelle werde auf Wunsch des Kulturstiftungsrates Meiningen-Eisenach neu geschaffen. Rott wurde 1971 im bayerischen Cham geboren, wuchs am Chiemsee auf und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Engagements führten ihn nach Koblenz, Hamburg, Mainz und Potsdam. Seit Jahren arbeitet er vorrangig als Regisseur und inszenierte bereits in Meiningen.

Unesco prüft deutschen Antrag

Theater- und Orchesterlandschaft soll Weltkulturerbe werden

Die Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland soll in die internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen werden. Das Auswärtige Amt habe den Antrag offiziell der Weltkulturorganisation Unesco übergeben, teilte die Deutsche Unesco-Kommission mit. Die Szene zeichne sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt aus. Über die Aufnahme in die internationale Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes entscheidet ein zwischenstaatlicher Ausschuss Ende 2019. Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, sagte, Theater und Orchester trügen wesentlich zur Lebensqualität und Identität bei. "Deutschland hat die reichste Theaterlandschaft der Welt", sagte er. Rund die Hälfte aller Opernhäuser auf der ganzen Welt sei in Deutschland angesiedelt.

US-Drehbuchautor Steven Bochco gestorben

Emmy-Preisträger erlag seiner Leukämie-Erkrankung

Der US-Produzent und Autor Steven Bochco revolutionierte das Fernsehen und ebnete den Weg für erfolgreiche Polizeiserien wie "The Wire". Nun ist er mit 74 Jahren gestorben, wie "Spiegel Online" unter Berufung auf seinen Assistenten mitteilte. Bochco sei am Sonntag in Los Angeles im Kreis seiner Angehörigen an Leukämie gestorben. Der 1943 als Stevan Bozovic in New York geborene Drehbuchautor schrieb in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren erfolgreiche Fernsehserien wie "NYPD Blue", "Polizeirevier Hill Street" und "Doogie Howser, M.D.". Zudem stammen einige Folgen der Kult-Krimiserie "Columbo" von ihm, darunter die Debütepisode "Mord nach Rezept" aus dem Jahr 1971 unter der Regie von Steven Spielberg. Bochco gewann zehnmal die Auszeichnung Primetime Emmy Award.

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