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Kulturnachrichten

Dienstag, 3. April 2018

Schwedische Schlagerikone gestorben

"Lill-Babs" Svensson gab mehr als 10.000 Konzerte

Die schwedische Schlagerikone Barbro «Lill-Babs» Svensson ist tot. Die Sängerin und Schauspielerin starb im Alter von 80 Jahren kurz nach einer Krebsdiagnose, wie ihre Tochter auf Instagram mitteilte. Svensson war eine der bekanntesten schwedischen Sängerinnen und mit mehr als 10.000 Konzerten sechs Jahrzehnte lang eine Konstante in der schwedischen Musikwelt. 1961 startete sie für ihr Land beim Eurovision Song Contest und trat zwei Jahre später mit den Beatles auf. Im deutschen Fernsehen sang sie Duette wie "Schön ist die Liebe" mit Peter Kraus, mit dem sie 1964 auch durch die DDR tourte. Später berichtete Svensson, die beiden seien drei Jahre lang ein Paar gewesen, bevor sie ihn für einen schwedischen Kollegen verließ.

Neuer Schauspieldirektor für Meiningen

Tobias Johannes Erasmus Rott kommt zur neuen Spielzeit

Mit dem Regisseur Tobias Johannes Erasmus Rott bekommt das Staatstheater Meiningen nach Jahren wieder einen Schauspieldirektor. Rott trete die Stelle mit Beginn der Spielzeit 2018/19 an, teilte das Theater mit. Sie werde unter der Intendanz von Ansgar Haag, der seit der Spielzeit 2005/2006 das Theater leitet, erstmals besetzt. Die Stelle werde auf Wunsch des Kulturstiftungsrates Meiningen-Eisenach neu geschaffen. Rott wurde 1971 im bayerischen Cham geboren, wuchs am Chiemsee auf und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Engagements führten ihn nach Koblenz, Hamburg, Mainz und Potsdam. Seit Jahren arbeitet er vorrangig als Regisseur und inszenierte bereits in Meiningen.

Unesco prüft deutschen Antrag

Theater- und Orchesterlandschaft soll Weltkulturerbe werden

Die Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland soll in die internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen werden. Das Auswärtige Amt habe den Antrag offiziell der Weltkulturorganisation Unesco übergeben, teilte die Deutsche Unesco-Kommission mit. Die Szene zeichne sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt aus. Über die Aufnahme in die internationale Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes entscheidet ein zwischenstaatlicher Ausschuss Ende 2019. Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, sagte, Theater und Orchester trügen wesentlich zur Lebensqualität und Identität bei. "Deutschland hat die reichste Theaterlandschaft der Welt", sagte er. Rund die Hälfte aller Opernhäuser auf der ganzen Welt sei in Deutschland angesiedelt.

US-Drehbuchautor Steven Bochco gestorben

Emmy-Preisträger erlag seiner Leukämie-Erkrankung

Der US-Produzent und Autor Steven Bochco revolutionierte das Fernsehen und ebnete den Weg für erfolgreiche Polizeiserien wie "The Wire". Nun ist er mit 74 Jahren gestorben, wie "Spiegel Online" unter Berufung auf seinen Assistenten mitteilte. Bochco sei am Sonntag in Los Angeles im Kreis seiner Angehörigen an Leukämie gestorben. Der 1943 als Stevan Bozovic in New York geborene Drehbuchautor schrieb in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren erfolgreiche Fernsehserien wie "NYPD Blue", "Polizeirevier Hill Street" und "Doogie Howser, M.D.". Zudem stammen einige Folgen der Kult-Krimiserie "Columbo" von ihm, darunter die Debütepisode "Mord nach Rezept" aus dem Jahr 1971 unter der Regie von Steven Spielberg. Bochco gewann zehnmal die Auszeichnung Primetime Emmy Award.

Rückzieher in Indien bei Strafen für "Fake News"

Überraschende Kehrtwende im Umgang mit Journalisten

Die indische Regierung wollte Journalisten für die Verbreitung angeblicher "Fake News" bestrafen - nach heftiger Kritik machte sie aber schnell einen Rückzieher. In einem ersten Schritt hatte das Informationsministerium zunächst mitgeteilt, die Akkreditierung eines Journalisten werde suspendiert, wenn es eine Beschwerde darüber gebe, dass er Urheber einer gefälschten Nachricht sei oder diese verbreitet habe. Nun kündigte das Büro von Premierminister Narendra Modi überraschend an, auf dieses Vorgehen zu verzichten. Journalisten und Oppositionspolitiker hatten der Regierung vorgeworfen, die Medien vor der Parlamentswahl 2019 verstärkt kontrollieren zu wollen. Das Parlament von Malaysia hatte gerade erst ein Gesetz verabschiedet, das Haftstrafen von bis zu sechs Jahren für die Verbreitung angeblicher "Fake News" vorsieht.

Chinesische Schale für 30 Millionen Dollar versteigert

Telefonanbieter bietet für Kunstwerk aus der Qing-Dynastie

Das Auktionshaus Sotheby's hat eine sehr seltene chinesische Schale aus der Qing-Dynastie für 30,4 Millionen Dollar versteigert. Die Schale wurde im frühen 18. Jahrhundert für die damaligen Herrscher Chinas hergestellt. Ein Telefonbieter aus China habe das seltene Kunstwerk ersteigert, teilte der Vorsitzende von Sotheby's in Asien, Nicolas Chow, mit. Die Verzierungen der Keramik gelten als eine Mischung aus chinesischer und europäischer Kunst und wurden vermutlich von Kunsthandwerkern aus Pekings Verbotener Stadt und Jesuiten hergestellt.

US-Schauspieler Alec Baldwin feiert 60. Geburtstag

Zweite Karriere dank erfolgreicher Trump-Satire

Der US-Schauspieler Alec Baldwin wird heute 60 Jahre alt. Der Hollywood-Star hat in seiner Karriere schon einiges erreicht, den heutigen Ruhm verdankt er aber vor allem seiner satirischen Darstellung des Präsidenten Donald Trump. Der Schauspieler hatte sich schon während des Wahlkampfs offen gegen den Republikaner ausgesprochen und ihn seit dessen Amtsantritt häufig kritisiert. Trumps Kandidatur hatte Baldwin aber auch eine Satire-Rolle in der Comedy-Show "Saturday Night Live" eingebracht und ihm ein ungewöhnliches Comeback beschert. Baldwins "abklingende mittelmäßige Karriere" sei durch seine Trump-Verkörperung in der Comedy-Show gerettet worden, schrieb sogar der US-Präsident selbst jüngst auf Twitter. "Mehr Menschen schauen sich "Saturday Night Live" an als wahrscheinlich jeden anderen Film, den ich je gedreht habe", räumte auch Baldwin kürzlich ein.

Erstes Dackelmuseum in Passau eröffnet

Eintritt für die Vierbeiner ist kostenlos

Mit einigen kurzbeinigen Besuchern hat am Ostermontag in Passau das neue Dackelmuseum geöffnet. Es ist das erste Museum in Deutschland, das dem Dachshund gewidmet ist. Die Initiatoren Josef Küblbeck und Oliver Storz, selbst Herrchen von zwei Dackeln, zeigen in den Räumen nahe dem Passauer Dom etwa 2000 Exponate aus ihrer Privatsammlung. Zu sehen sind Ausstellungsstücke, die den Dackel als Jagd- und Familienhund zeigen, als Symbol für bayerische Gemütlichkeit, als Spielzeug, Stofftier, Weihnachtsdeko oder Olympiamaskottchen. Schon die erste Ankündigung des Museums war auf großes Interesse gestoßen. Dackelfreunde aus ganz Deutschland buchten bereits vorab Führungen oder schickten Sammelstücke zu. Für Dackel ist der Eintritt kostenlos, ein Freigetränk bekommen die Vierbeiner auch.

Mark Zuckerberg räumt Fehler ein

Streit zwischen Facebook und Apple setzt sich fort

Facebook werde noch Jahre brauchen, um die aktuellen Probleme in den Griff zu bekommen, sagte der Gründer des US-Konzerns, Mark Zuckerberg in einem Interview der Website "Vox". "Als wir loslegten, dachte wir daran, wie gut es wäre, wenn sich alle vernetzten könnten, wenn jeder eine Stimme hätte." Deshalb habe man nicht ausreichend auf Risiken und Schattenseiten geachtet. Facebook sei die Probleme zu langsam angegangen, räumte Zuckerberg ein. Zugleich sei man nicht untätig gewesen und jetzt dabei, die Mitarbeiterzahl im Sicherheitsbereich auf 20.000 zu verdoppeln. Zuckerberg stichelte auch gegen Apple-Chef Tim Cook, der jüngst wegen des Datenskandals auf Distanz zu Facebook gegangen war. Zuckerberg sagte nun, Cook mache es sich mit seinem Standpunkt zu leicht und mit seiner Argumentation "lächerlich". Cook hatte in einem Interview unter anderem gesagt: "Die Wahrheit ist, wir hätten tonnenweise Geld mit unseren Kunden schaufeln können - wenn der Kunde unser Produkt wäre. Wir haben uns dagegen entschieden."

Einsatz für Toleranz und Verständigung geehrt

Moses Mendelssohn Medaille geht Amos und Osnat Kollek

Der israelische Filmregisseur und Schriftsteller Amos Kollek und seine Schwester, die Künstlerin Osnat Kollek, erhalten die Moses Mendelssohn Medaille. Wie die gleichnamige Stiftung mitteilte, wird damit deren großes Engagement für Toleranz und Verständigung in der multikulturellen und multireligiösen Bevölkerung Jerusalems gewürdigt. «Damit haben sie ein Erbe, das sie von ihren Eltern übernommen haben, eindrucksvoll weitergeführt", hieß es. Die Geschwister sind die Kinder des für seine Versöhnungspolitik international geachteten einstigen Bürgermeisters von Jerusalem ,Teddy Kollek (1911-2007). Die Medaille wird am 10. April in Wien verliehen. In der Stadt hatte Teddy Kollek seine Kindheit und Jugend verbracht.

Farhad Showghi erhält Peter-Huchel-Preis

Lyriker wird heute in Staufen geehrt

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Farhad Showghi erhält heute den diesjährigen Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden. Der 56-Jährige wird mit der Auszeichnung für seinen im vergangenen Jahr erschienenen Gedichtband "Wolkenflug spielt Zerreißprobe" gewürdigt. Der Preis zählt zu den bedeutendsten Ehrungen für Lyrik im deutschsprachigen Raum. Er ist nach dem Lyriker Peter Huchel (1903-1981) benannt und wird jährlich in Staufen vergeben. Stifter des Preises sind das Land Baden-Württemberg und der Südwestrundfunk.

Spotify geht an die Börse

Musikstreamingdienst mit 71 Millionen zahlenden Abonnenten Marktführer

Bei seinem heutigen Börsenstart in New York will das schwedische Unternehmen Aktien im Wert von etwa bis zu einer Milliarde Dollar (800 Millionen Euro) in Umlauf bringen. Allerdings will Spotify in einem ungewöhnlichen Verfahren keine neuen Aktien verkaufen, sondern nur bereits bestehende Anteile in den Handel bringen. Bei dem von dem Musikstreamingdienst gewählten Verfahren der Direktplatzierung werden keine Zwischenhändler eingeschaltet. Dies spart Kosten, allerdings wird auch kein frisches Geld eingesammelt.

Türkei will Dündar auf Interpol-Fahndungsliste setzen

Ehemaliger "Cumhuriyet"-Chefredakteur lebt zurzeit in Deutschland

Die Türkei will den in Deutschland lebenden Journalisten Can Dündar auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation Interpol setzen. Ein Istanbuler Gericht habe das Justizministerium aufgefordert, Dündar mittels einer sogenannten Red Notice bei Interpol suchen zu lassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem sei ein Haftbefehl ausgestellt worden. Hintergrund seien Veröffentlichungen aus dem Jahr 2015 in der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", die Waffenlieferungen der türkischen Regierung an islamistische Rebellen in Syrien belegen sollen. Der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur war im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht kassierte das Urteil Anfang März jedoch und entschied, dass Dündar sich in einem neuen Verfahren auch wegen "Spionage" verantworten müsse.

Winnie Madikizela-Mandela ist tot

Ex-Frau von Nelson Mandela wurde 81 Jahre alt

Die Ex-Frau des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, Winnie, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Ihr Sprecher bestätigte entsprechende Berichte südafrikanischer Medien. Winnie Madikizela-Mandela war die zweite Ehefrau des im Jahr 2013 verstorbenen ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Die Ex-Frau des weltberühmten Anti-Apartheid-Kämpfers war im Januar mit Nierenproblemen in ein Krankenhaus in Johannesburg eingewiesen worden. Der spätere Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela verbrachte wegen seines Kampfes gegen die Apartheid 27 Jahre im Gefängnis, bei seiner Freilassung 1990 wurde er von Winnie empfangen. Das Paar hatte sich jedoch während der Gefängniszeit entfremdet und trennte sich 1992, nach 38 Jahren Ehe folgte 1996 die Scheidung.

Naomi Campbell fordert "Vogue Afrika"

Campell nimmt zur Zeit an der "Arise Fashion Week" in Lagos teil

Model Naomi Campell fordert in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters das Modemagazin "Vogue" auf, eine afrikanische Ausgabe des Blattes herauszubringen. Campell hält sich momentan in der nigerianischen Handelsstadt Lagos auf, um an der "Arise Fashion Week" teilzunehmen. "Es sollte eine "Vogue Afrika" geben", sagte sie, "es gab eine arabische Ausgabe, die afrikanische wäre der nächste Schritt." Herausgeber Condé Nast International hat bisher nicht auf die Forderung reagiert.

Kim Jong Un guckt K-Pop

Nordkoreanischer Machthaber zeigte sich "tief bewegt"

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich nach Berichten der nordkoreanischen Staatsmedien vom ersten Auftritt südkoreanischer Popmusiker in Pjöngjang seit 13 Jahren "tief bewegt" gezeigt. Das Konzert im Großen Theater im Osten Pjöngjangs habe sein Verständnis der Populär-Kunst auf südlicher Seite vertieft, wurde der Diktator zitiert. Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap soll Kim der erste der drei bisherigen nordkoreanischen Machthaber aus der Herrscher-Dynastie der Kims gewesen sein, der einem Konzert südkoreanischer Musiker beigewohnt hat. Das Konzert kam als Folge der Annäherung beider Länder seit Anfang des Jahres zustande. Die südkoreanische Delegation umfasst neben in Südkorea gefeierten Popstars (K-Pop) auch Regierungsvertreter und ein Taekwondo-Showteam.

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