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Kulturnachrichten

Montag, 17. April 2017

Osterfestspiele Salzburg und Baden-Baden enden heute

Beide Intendanten mit Auslastung sehr zufrieden

Die Osterfestspiele in Salzburg und in Baden-Baden gehen im Laufe des Abends zu Ende. Der Künstlerische Leiter der Osterfestspiele Salzburg, Christian Thielemann, zog zum Abschluss eine "rundum positive" Bilanz. Die Mehrzahl der Veranstaltungen war ausverkauft. Die Sitzplatzauslastung im Großen Festspielhaus lag bei 95,5 Prozent. 2018 werden die Osterfestspiele am 24. März mit Puccinis Tosca in einer Inszenierung von Philipp Stölzl eröffnet.
Die Osterfestspiele Baden-Baden mit den Berliner Philharmonikern lockten 25 000 Besucher an. Damit sei eine Auslastung von 93 Prozent erreicht worden, teilte Intendant Andreas Mölich-Zebhauser mit. Mit Richard Wagners Oper "Parsifal" wird der britische Dirigent Simon Rattle 2018 noch einmal eine große Neuproduktion leiten. Zusätzlich dirigiert Rattle drei große sinfonische Abende. "Im nächsten Jahr wollen wir Sir Simon einen unvergesslichen Abschied bereiten", sagte Mölich-Zebhauser mit Blick auf den Stabwechsel bei den Berliner Philharmonikern.

Künstler arbeitet am größten Graffito der Welt

Eduardo Kobra feiert auf 5700 qm die Herstellung von Schokolade

Der brasilianische Künstler Eduardo Kobra steht kurz vor der Fertigstellung eines gigantischen Werkes, das als das "größte Graffito-Gemälde" aller Zeiten in die Geschichte eingehen soll. Zusammen mit seinem Team arbeitet er seit Monaten an einer Darstellung zum Thema Schokolade, die an der Schokoladenfabrik Cacau Show bei São Paulo eine Fläche von mehr als 5700 Quadratmetern bedeckt. "Das Gemälde ist eine Hommage an die Menschen in der Kakao-Produktion und ihre enge Beziehung zum Amazonas." In zwei Wochen soll das Kunstwerk fertig sein. Kobras Mitarbeiter nutzen dafür zwölf Plattformen, die mit Hilfe von Kränen in die Höhe gezogen werden. Zu sehen ist ein Ureinwohner, der in seinem bunten Boot auf einem Schokoladenfluss paddelt. Für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro fertigte Kobra bereits eine riesige Darstellung der fünf Kontinente auf rund 3000 qm an.

Bundesverdienstkreuz für Manfred Schlenker

Als Komponist, Dirigent und Chorleiter prägte er die Kirchenmusik in der DDR

Der Brandenburger Kirchenmusiker Manfred Schlenker erhält am Dienstag das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der 91 Jahre alte Komponist, Dirigent und Chorleiter prägte die Kirchenmusik in der DDR. Acht seiner Lieder, darunter "Das Kreuz ist aufgerichtet" und "Komm in unsre stolze Welt", wurden in das Evangelische Gesangbuch aufgenommen. Im katholischen Gesangbuch Gotteslob hat Schlenker die Melodie zu den Liedern "Es wird sein in den letzten Tagen" und "Wir ziehen vor die Tore der Stadt" komponiert. Von 1956 an war Schlenker Domkantor in Stendal, von 1974 bis 1988 in Greifswald. Als Landeskirchenmusikdirektor war er für die Greifswalder Bachwoche verantwortlich und leitete die Kirchenmusikschule Greifswald, das heutige Institut für Kirchenmusik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität.

Neuer Chef am Deutschen Historisches Museum

Amtsantritt des schweizer Historikers Raphael Gross

Der Historiker Raphael Gross hat am Wochenende sein neues Amt als Präsident der Berliner Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) angetreten. Er war im November 2016 vom Stiftungskuratorium einstimmig zum neuen Präsidenten des Hauses Unter den Linden berufen worden. Damals setzte er sich in einem mehrstufigen Verfahren gegen rund 30 Kandidaten durch. Gross, der bislang an der Universität Leipzig lehrte, erklärte, sein Ziel sei es, das Museum "zu einem zentralen Ort zu machen, an dem gesellschaftlich relevante Debatten geführt werden". Gross war unter anderem Direktor des Leo Baeck Instituts in London, Direktor des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main.

Initiative in Stuttgart für Zeichentrick-Ampelmotive

Auch in anderen Gemeinden gibt es Versuche ungewöhnliche Ampeln aufzustellen

Eine private Initiative wünscht sich in Stuttgart eine Ampel mit Motiven der SWR-Maskottchen "Äffle und Pferdle". Dafür wurden laut Klaus Winter, Vorstand eines "Äffle und Pferdle"-Fanclubs schon über 12 000 Online-Unterschriften gesammelt. Nach dem Ende der Abstimmung will man die Ergebnisse an Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn überreichen. Winter hofft neben dem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt auf das Vermarktungspotenzial der beiden Maskottchen. Auch an anderen Orten versuchen Kommunen, ihre eigenen Lichtanlagen aufzustellen: In Bamberg kämpft man um eine Ausnahmegenehmigung für eine Sams-Ampel und zwar mit Unterstützung der Pressestellenleiterin Ulrike Siebenhaar. In Augsburg geht es um eine Ampel mit dem Kasperle der Augsburger Puppenkiste. In vielen Fällen entsprechen die Ideen aber nicht den gesetzlichen Vorschriften. Dennoch hoffen die Initiatoren auf Erfolg, denn es gibt schon Beispiele für "die etwas andere Ampel": In Zwickau oder Dresden gibt es die Ampelfrau und in Erfurt gibt es sogar Ampeln mit Bäckergesellen, Geburtstagskindern und Hexen.

US-Gitarrist Bruce Langhorne gestorben

Er war eine der wichtigsten Figuren in der Folk-Rock-Szene in den 50er und 60er Jahren

Der US-Gitarrist Bruce Langhorne ist tot. Der Mann, der Bob Dylan zu dessen Hit "Mr. Tambourine Man" inspirierte, sei bereits am Karfreitag im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in Venice in Kalifornien gestorben, berichtete eine Freundin der Familie. Als Todesursache nannte sie Nierenversagen. Langhorne studierte klassische Violine und begann erst mit 17 Jahren Gitarre zu spielen. In den 50er und 60er Jahren wurde er eine der wichtigsten Figuren der Folk-Rock-Szene in Greenwich Village und spielte mit Joan Baez, Gordon Lightfoot, Buffy Sainte-Marie und anderen. Am bekanntesten ist wohl seine Mitarbeit an Dylans fünftem Studioalbum "Bringing It All Back Home" von 1965, auf dem er auf mehreren Liedern zu hören ist. Langhorne schrieb auch zahlreiche Filmmusiken.

Särge von vermutlich fünf Erzbischöfen gefunden

Versteckte Krypta bei Renovierungsarbeiten im Lambeth Palace entdeckt

Bauarbeiter haben in London bei Renovierungsarbeiten in der säkularisierten Kirche Mary-at-Lambeth eine versteckte Krypta mit den Särgen von vermutlich fünf Erzbischöfen von Canterbury gefunden. Zum Vorschein kam, laut britischen Medien, eine Gruft mit 30 Bleisärgen aus dem 17. Jahrhundert. "Wir fanden viele Särge - und auf einem stand eine goldene Krone", sagte der Baustellenleiter Karl Patten dem Sender BBC. Bei dem Objekt habe es sich um eine Bischofsmütze gehandelt, erklärte Christopher Woodward. Er leitet das Gartenmuseum, dass sich nun in dem Kirchengebäude befindet. Entdeckt wurden die Särge bereits im vergangenen Jahr, doch der Fund war bis zum Abschluss der Arbeiten geheim gehalten worden, berichtete der "Telegraph". Noch sind nicht alle Särge identifiziert.

Datenschutzbeauftragte billigt Gesichtserkennungstest

Testläufe am Berliner Südkreuz sollen im dritten Quartal starten

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff billigt den von den Sicherheitsbehörden geplanten Test biometrischer Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Das Projekt sei "für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen", erklärte Voßhoff auf Anfrage. Das ändere allerdings nichts an "grundsätzlichen Bedenken" gegen die Technologie. Bei dem Test werden per Videoüberwachung erfasste Gesichter mit Aufnahmen von Freiwilligen in einer Datenbank abgeglichen. Das Bundesinnenministerium will das System zu Beginn des dritten Quartals ausprobieren. Der Test soll bis zu sechs Monate dauern. Es gibt aber Einschränkungen durch ein Datenschutzkonzept: Passanten wird die Möglichkeit gegeben, der Testzone auszuweichen, außerdem soll es umfassende Informationen und Löschpflichten geben.

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