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Kulturnachrichten

Donnerstag, 6. April 2017

"ZDF-Mittagsmagazin" ab 2018 aus Berlin

Grund sind Einsparbemühungen des Senders

Das "ZDF-Mittagsmagazin" wird ab dem kommenden Jahr nicht mehr aus Mainz, sondern aus Berlin gesendet. Durch den Wechsel werde künftig ein gemeinsames Team beim ZDF für das "Mittags-" und das «Morgenmagazin» verantwortlich sein, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut in Mainz. Die Einsparbemühungen des Senders würden durch den Umzug ins Hauptstadtstudio unterstützt. Auch das "ARD-Mittagsmagazin" werde ab 2018 in Berlin produziert, somit ergäben sich Synergieeffekte. Die beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF wollen verstärkt kooperieren, um Einsparpotenziale zu nutzen.

Neues Verfahren für Wahl des Berlinale-Chefs gefordert

Verband der deutschen Filmkritik: "Suche soll offen und transparent sein"

Ein internationales Ausschreibungsverfahren und eine mit Experten besetzte Findungskommission fordert der Verband der deutschen Filmkritik für die Wahl eines neuen Berlinale-Chefs. Der Nachfolger von Dieter Kosslick solle in einem transparenten und offenen Verfahren gefunden werden. Weiter hieß es, Ziel müsse sein, das künstlerische Profil der Berlinale zu schärfen und ihre Verankerung in der internationalen wie nationalen Filmszene zu verbessern. Der Vertrag von Kosslick läuft 2019 aus.

Eröffnung der Berliner Staatsoper erfolgt "schrittweise"

Stadtentwicklungssenatorin skizziert Plan für Eröffnung im Herbst

Die Berliner Staatsoper unter den Linden soll nach der Renovierung in Etappen eröffnet werden. Das erklärte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher im Abgeordnetenhaus. Die Gespräche lägen "in den letzten Zügen", es gehe um eine "stufenweise Inbetriebnahme" im Herbst. Ein vom Intendanten Jürgen Flimm immer wieder genannter Eröffnungstermin am 3. Oktober scheint damit unwahrscheinlich. Die Wiedereröffnung der Staatsoper hat sich bisher um drei Jahre verzögert, die Renovierung wird am Ende statt 239 Millionen Euro circa 400 Millionen kosten.

Leopold Lucas-Preis für Joachim Gauck

Gauck wird für sein "unbeirrtes Engagement für Freiheit und Toleranz" geehrt

Der Leopold Lucas-Preis der Universität Tübingen geht in diesem Jahr an Joachim Gauck. Die Hochschule teilte mit, der frühere Bundespräsident werde für sein "unbeirrtes Engagement für Freiheit und Toleranz" ausgezeichnet. Überreicht wird der Preis am 16. Mai in Tübingen. Dotiert ist die Ehrung mit 50.000 Euro, benannt wurde sie nach dem von den Nationalsozialisten ermordeten Rabbiner Leopold Lucas. Preisträger müssen sich um Toleranz und Völkerverständigung verdient gemacht haben. Vor Gauck wurden unter anderem der Dalai Lama und Richard von Weizsäcker ausgezeichnet.

documenta in Athen für Fachbesucher geöffnet

Am Samstag ist offizielle Eröffnung

Die 14. documenta öffnet heute ihre Pforten für Fachbesucher. Alle anderen können sich die Ausstellung ab Samstag in Athen anschauen, dann findet die offizielle Eröffnung statt. Die diesjährige Ausgabe ist räumlich und zeitlich zweigeteilt: von Samstag bis zum 16. Juli zeigen rund 150 zeitgenössische Künstler an 50 verschiedenen Orten in Athen ihre Kunst, ab dem 10. Juni wird sie am angestammten Ort in Kassel zu sehen sein. Bis zu eine Million Besucher werden erwartet.

Hitler zum Ausmalen: Drogeriekette zieht Malbuch zurück

Motiv sei unangemessen gewesen

Die niederländische Drogeriekette "Kruidvat" hat ein umstrittenes Kindermalbuch aus dem Sortiment genommen. In dem Heft war ein Porträt von Adolf Hitler samt Hitlergruß und Hakenkreuz-Binde abgebildet gewesen. Das Buch war am Montag in die Geschäfte gekommen. In einer Erklärung sprach die Firma ihr "tiefes Bedauern über diesen Vorfall" aus, es sei unangemessen gewesen, das Bild in die Malbücher zum Thema "Fußball" und zum Thema "Schlösser aufzunehmen. Wie dies passieren konnte, werde Gegenstand einer Untersuchung sein. Käufer bekämen ihr Geld zurückerstattet.

Echo-Verleihung in Berlin ohne Live-Übertragung

Nach Neuausrichtung spielen Verkaufszahlen geringere Rolle

Mit neuen Regeln, die auch den künsterischen Gehalt eines Musiktitels bewertet, findet am Abend die Echo-Verleihung der Musikbranche in den Berliner Messehallen statt. Bisher waren vor allem die Verkaufszahlen eines Werks für eine Preisvergabe entscheidend, jetzt fließt auch das Votum der Jury zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. Dem Entscheidungsgremium gehören rund 500 Journalisten, Händler, Produzenten, ehemalige Preisträger und Label-Vertreter an. Die Show wird von den Sängern Sascha und Xavier Naidoo moderiert. Im Fernsehen wird sie erst am Freitag auf VOX gezeigt. Die ARD war wegen zu geringer Quoten in diesem Jahr nicht an einer Übertragung interessiert.

Toni Morrison erhält Emerson-Thoreau-Medaille

Schriftstellerin anglo-amerikanischer Literatur wird für Lebenswerk ausgezeichnet

Für ihr Lebenswerk erhält die Autorin Toni Morrison die renommierte Emerson-Thoreau-Medaille der American Academy of Arts and Sciences. Morrison, die bereits 1993 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden war, ist eine der wichtigsten Vertreterinnen anglo-amerikanischer Literatur. Immer wiederkehrendes Thema in ihren Romanen ist die Sklaverei. Mit "Song of Solomon" (1977), einer Geschichte einer afroamerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg, feiert sie ihren ersten großen Erfolg beim Publikum. 2008 erschien mit "Mercy" ihr vorerst letzter Roman zum Thema der Sklaverei im 17.Jahrhundert. Bis zu ihrer Emeritierung 2006 war sie Professorin für Geisteswissenschaften an der Princeton University. In einer Pressemitteilung zu ihrer Nominierung wird Morrison als "überwältigende Figur in der amerikanischen und Weltliteratur" beschrieben. Am Donnerstag wird sie in Cambridge im US-Staat Massachusetts geehrt. Vorherige Preisträger waren Robert Frost, T.S. Eliot, Katherine Anne Porter, Saul Bellow, Norman Mailer und Philip Roth.

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