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Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. April 2016

US-Popsänger Prince mit 57 Jahren gestorben

Der Sänger wurde in den 80er Jahren zum Weltstar

Der Sänger sei am Donnerstag im Alter von 57 Jahren auf seinem Anwesen Paisley Park in Minnesota gestorben, bestätigte seine Pressesprecherin entsprechende Medienberichte. Der Tod von Prince wurde wenig zuvor von der Promi-Website "TMZ" unter Berufung auf anonyme Quellen gemeldet. Vergangene Woche soll er wegen einer Grippe ins Krankenhaus gebracht worden sein. Zuvor waren zwei seiner Konzerte abgesagt worden. Prince wurde mit seiner innovativen und virtuosen Musik in den 80er Jahren zum Weltstar. Sein Album "Purple Rain" von 1984 gilt vielen als eines der besten Alben der Pop-Geschichte.

Brechts Filmsammlung wird digitalisiert

Darunter unveröffentlichte Zeugnisse der Arbeit Brechts

Die Akademie der Künste will in den kommenden zwei Jahren den filmischen Bestand des Bertolt-Brecht-Archivs digitalisieren und sichern. Anschließend soll die kulturhistorisch bedeutsame Sammlung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Brecht'sche Filmsammlung umfasst den Angaben zufolge 44 Titel auf rund 70.000 Meter Filmmaterial, darunter private Filme, Theaterinszenierungen der 30er bis 50er Jahre, Verfilmungen der Werke Brechts, Probeaufnahmen, Dokumentarfilme, seltene Dokumentationen von Theateraufführungen sowie Porträts und Berichte über Brecht und Helene Weigel. Nach seinem Tod wurde die Sammlung von Helene Weigel um weitere Arbeiten ergänzt. Unter ihnen befänden sich seltene und unikale, teilweise bisher unveröffentlichte Zeugnisse der Arbeit Brechts, hieß es.

Waltraud Meier erhält Richard-Wagner-Preis

Nachwuchspreis geht an griechischen Bassbariton Alexandros Stavrakakis

Die Mezzosopranistin Waldtraud Meier erhält den diesjährigen Richard-Wagner-Preis der Stadt Leipzig. Die 60-Jährige wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Das teilte die Richard-Wagner-Stiftung Leipzig mit. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der Richard-Wagner-Festspiele am 22. Mai in der Leipziger Oper verliehen. Stiftungspräsident Thomas Krakow bezeichnete Meier als "das Ideal einer Wagnersängerin unserer Gegenwart". Sie sei eine große Sopranistin, die stimmliche Intensität mit hoher darstellerischer Intelligenz vereine. Waltraud Meier wurde 1956 in Würzburg geboren und studierte zunächst Anglistik und Romanistik, wandte sich dann aber schnell dem professionellen Gesang zu. Im Alter von 24 Jahren gab sie ihr internationales Debüt in der Rolle der "Fricka" in der "Walküre".

BGH kippt VG-Wort-Ausschüttung

Urheber-Entscheidung zugunsten der Autoren

Im Streit um Tantiemen hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort keine Einnahmen aus Urheberrechten mehr an die Verlage ausschütten darf. Das Geld stehe nach derzeitiger Gesetzeslage ausschließlich den Autoren zu, bestimmten die Karlsruher Richter heute in dem für die Branche wichtigen Urteil. "Damit ist eine jahrzehntelange Praxis der VG Wort hinfällig geworden", sagte der Vorsitzende Richter des zuständigen ersten Senats, Wolfgang Büscher. Ob das auch wirtschaftlich sinnvoll sei, sei dahingestellt. Für die Verlage ist das eine herbe Niederlage, denn nun entgehen ihnen jedes Jahr Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich. Geklagt hatte ein wissenschaftlicher Autor.

"James Bond"-Regisseur Guy Hamilton gestorben

Der Brite wurde 93 Jahre alt

Der "James Bond"-Filmregisseur Guy Hamilton ist tot. Er starb im Alter von 93 Jahren im spanischen Palma de Mallorca, wie ein örtliches Krankenhaus mitteilte.
Hamilton führte Regie bei mehreren "James Bond"-Filmen, darunter "Goldfinger", "Diamantenfieber" und "Der Mann mit dem goldenen Colt". Sein gesamtes Filmschaffen umfasste mehr als 20 Filme. Bereits vor seinem Engagement für "James Bond"-Filme war er als Regisseur bekannt. Mit dem "Manuela" war Hamilton 1957 für den Goldenen Bären nominiert. Guy Hamilton hatte zuletzt auf Mallorca gelebt. Schauspieler Roger Moore, der den Geheimagenten James Bond in mehreren Filmen darstellte, teilte über Twitter mit, er sei "unglaublich, unglaublich traurig" über den Tod Hamiltons.

Neue Chefin für Dresdner Kunstsammlungen

Marion Ackermann wird ab November Generaldirektorin

Die Leiterin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Marion Ackermann, wird neue Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Sie folgt dort auf Hartwig Fischer, der seit Anfang April das berühmte British Museum in London als Direktor leitet. Ackermann ist promovierte Kunsthistorikerin und seit 2009 künstlerische Direktorin der landeseigenen Kunstsammlung in Düsseldorf. Sie gilt als Expertin für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Ackermann hatte in der Kunstsammlung NRW konsequent mehr Künstlerinnen präsentiert und auch jungen Künstlern eine Bühne gegeben. Außerdem kaufte sie für NRW Werke wichtiger Künstlerinnen an, die wenig in Museen vertreten sind und trieb zudem die Digitalisierung und Internetpräsenz des Hauses voran. Für die neue Verantwortung in Dresden steigt Ackermann vorzeitig aus ihrem Vertrag in Düsseldorf aus, der vor zwei Jahren bis 2023 verlängert worden war. Am 1.November soll sie das neue Amt in Dresden antreten.

Goldene Toilette für New Yorker Guggenheim Museum

Installation des Künstlers Maurizio Cattelan

Das New Yorker Guggenheim-Museum bekommt ein goldenes Klo. Der italienische Künstler Maurizio Cattelan (55) werde das Toiletten-Kunstwerk Anfang Mai in einem der Waschräume des berühmten Ausstellungshauses installieren, berichtete die "New York Times". "Es besteht das Risiko, dass die Menschen das als Witz sehen, aber ich sehe es nicht als Witz", sagte Cattelan, der eigentlich vor einigen Jahren seinen Rückzug aus der Kunstwelt bekannt gegeben hatte. "Es ist nicht meine Aufgabe, den Menschen zu sagen, was ein Werk bedeutet. Aber ich glaube, dass die Menschen eine Bedeutung in diesem Werk sehen werden." Das Klo besteht aus 18-karätigem Gold und es kann und soll benutzt werden.

Gletschermumie Ötzi erhält Doppelgänger

Bozener Museum mit 3-D Kopie

Der Gletschermann Ötzi hat mehrere Doppelgänger aus dem 3-D-Drucker bekommen. Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen stellte drei maßstabsgetreue Nachbildungen des 5000 Jahre alten Urzeitmanns vor. Die vom US-Paläokünstler Gary Staab kolorierten Nachbildungen bestehen aus Wachs. Zur Nachbildung wurden auch Computertomografien der Mumie genutzt. Einer der Harz-Ötzis soll demnächst auf Wanderausstellung gehen, die anderen Nachbildungen sollen zu Lehrzwecken an einem Institut in New York eingesetzt werden. Der nach seinem Fundort im Ötztal in Österreich benannte Ötzi hatte nach seinem Tod 5000 Jahre lang im Eis gelegen, ehe ein Alpengletscher ihn 1991 freigab. Der Fund der Mumie war eine archäologische Sensation.

Geplante Gurlitt-Ausstellungen verschoben

Grund ist der anhaltende Rechtsstreit um das Testament von Cornelius Gurlitt

Wegen des anhaltenden Rechtsstreits um das Testament von Cornelius Gurlitt können geplante Ausstellungen von Kunstwerken aus seinem Nachlass nicht mehr in diesem Jahr realisiert werden. Für die Umsetzung der Projekte nehme man nun Kurs auf 2017, teilten das Kunstmuseum Bern und die Bundeskunsthalle in Bonn mit. Zur Begründung verwiesen die Museen auf eine am Vortag erlassene Verfügung des Oberlandesgerichts München. Das Gericht will prüfen, ob der Sohn eines NS-Kunstsammlers beim Verfassen seines letzten Willens im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Gurlitts Cousine Uta Werner erhebt Anspruch auf die Sammlung, deren Fund die Kunstwelt 2013 in Atem hielt, und will verhindern, dass sie - wie von Gurlitt testamentarisch verfügt - an das Kunstmuseum Bern geht. Die beiden Museen hatten Anfang April erklärt, Werke aus der Gurlitt-Sammlung für den kommenden Winter in zeitgleichen Ausstellungen in Bonn und in Bern zeigen zu wollen.

ARD ist gegen Senkung des Rundfunkbeitrags

Überschüsse machen laut KEF eine Senkung um 30 Cent möglich

Die ARD hält die von der Finanzkommission KEF empfohlene Senkung des Rundfunkbeitrags für den falschen Weg. "Wir haben klar gegen eine Senkung plädiert", sagte die ARD-Vorsitzende und MDR-Intendatin Karola Wille in Potsdam. "Wir haben in unserer Stellungnahme gegenüber den Ländern zwei Dinge deutlich gemacht: Zum Einen, dass in der Empfehlung der KEF noch ein paar Risiken drinstecken, beispielsweise nicht berücksichtigte Ertragsausfälle", sagte Wille. "Und man hätte natürlich die Möglichkeit, wenn man jetzt erneut wie in den vergangenen Jahren eine Rücklage bildet, sie dann für den Finanzbedarf ab 2021 heranziehen zu können." Nach dem Vorschlag der Expertenkommission KEF soll der monatliche Rundfunkbeitrag wegen eines Überschusses von mehr als einer halben Milliarde Euro ab dem Jahr 2017 um 30 Cent auf 17,20 Euro im Monat sinken. Die Entscheidung darüber liegt bei den Ländern. Nach Ansicht der KEF könnte der pro Haushalt erhobene Beitrag danach ab 2021 auf bis zu 19,40 Euro steigen.

Botschafter protestieren gegen Lollapalooza-Festival

Spektakel soll in der Nähe des sowjetischen Ehrenmals stattfinden

Gegen das Rockfestival Lollapalooza im Treptower Park in Berlin formiert sich politischer Widerstand. Zehn Botschafter ehemals sowjetischer Staaten bitten darum, das Open-Air an einen geeigneteren Standort zu verlegen. Das geht aus einem Brief an Regierungschef Michael Müller und Bezirksbürgermeister Oliver Igel hervor. Die Botschafter unter anderem aus Russland, Kasachstan und Usbekistan halten ein Konzert in unmittelbarer Nähe des sowjetischen Ehrenmals, einer Friedhofsstätte, für "absolut unangemessen und inakzeptabel sowie störend für die Ehre und das Andenken an die Gefallenen". Eine Sprecherin des Bezirksamts bestätigte die Existenz des Schreibens. Das sowjetische Ehrenmal werde aber nicht Teil des Lollapalooza, betonte sie. Es gebe Gespräche zwischen Land, Festival-Veranstaltern und Botschaftern. Schärfere Auflagen für die Konzerte würden geprüft. Genehmigt ist das Festival, bei dem Anfang September Rockbands wie Kings of Leon oder Radiohead spielen sollen, demnach noch nicht.

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