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Kulturnachrichten

Mittwoch, 15. April 2015

Letztes Buch des ermordeten "Charlie"-Chefs kritisiert Medien

Stéphane Charbonnier weist Vorwurf der Islamfeindlichkeit zurück

In einem kurz vor seiner Ermordung fertiggestellten Buch hat der Chef der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo", Stéphane Charbonnier, den Vorwurf der Islamfeindlichkeit zurückgewiesen. Die Zeitschrift "Le Nouvel Observateur" veröffentlichte jetzt Auszüge aus dem Text. Darin betonte Charbonnier, die umstrittenen Mohammed-Karikaturen hätten nie allen Muslimen gegolten. Er verteidigte die Auffassung, den Islam in der Berichterstattung nicht anders zu behandeln als andere Religionen, alles andere sei Diskriminierung. Der Zeichner ging noch weiter: "Diejenigen, die den Zeichnern von "Charlie Hebdo" jedes Mal, wenn eine Figur einen Bart trägt, Islamophobie vorwerfen, sind nicht nur unehrlich oder böswillig, sie zeigen ihre Unterstützung für den sogenannten radikalen Islam."

Journalist Klaus Bednarz ist tot

Ehemaliger "Monitor"-Moderator starb mit 72

Der Fernsehjournalist Klaus Bednarz ist tot. Er starb gestern im Alter von 72 Jahren in Schwerin. Das bestätigte eine WDR-Sprecherin in Köln. Bednarz galt als einer der profiliertesten und meinungsstärksten TV-Journalisten der Nachkriegszeit. Er wurde vor allem bekannt als Auslandskorrespondent in Moskau und als langjähriger Moderator des ARD-Politmagazins "Monitor". Zuletzt lebte er überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern.

Kunstberater Achenbach steht vor neuem Prozess

Unternehmerfamilie Viehof klagt

Kunstberater Helge Achenbach steht vor einem neuen Prozess. Dabei gehe es um eine Schadensersatzklage eines Mitglieds der Unternehmerfamilie Viehof aus Mönchengladbach in Höhe von insgesamt fast drei Millionen Euro. Das sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts. Nach derzeitigem Stand sei mit der mündlichen Verhandlung in dem Zivilverfahren im Frühjahr 2016 zu rechnen. Ein schriftliches Vorverfahren sei bereits angeordnet worden. Nach Ansicht der Kläger soll Achenbach überhöhte Preise bei dem Verkauf von 58 Papierarbeiten und sieben Ölgemälden von Georg Baselitz und eine Skulptur von Tony Cragg genommen haben. Außerdem gehe es in der Klage um einen komplizierten Darlehensvertrag.

Russland blockiert Hollywood-Thriller über Sowjet-Polizisten

"Kind 44" sollte am Donnerstag anlaufen

Der Hollywood-Thriller "Kind 44" kommt in Russland nicht in die Kinos. Das russische Kulturministerium und ein Filmvertrieb einigten sich darauf, den Film über einen sowjetischen Polizisten, der 1953 eine Reihe grausiger Kindermorde untersucht, nicht zu zeigen. In einer Erklärung des Ministeriums heißt es, man habe entschieden, dass die Veröffentlichung des Films vor den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland unzulässig sei.
Es habe Beschwerden wegen "Verdrehung historischer Tatsachen und vorsätzlicher Interpretation von Ereignissen" gegeben. Der Mystery-Thriller von Regisseur Daniel Espinosa sollte am Donnerstag in den russischen Kinos anlaufen.

Leipzig will bis März 2016 neuen Thomaskantor finden

Findungskommission sucht bereits nach Kandidaten

Leipzig sucht einen neuen Thomaskantor. In der Messestadt hat dazu eine Findungskommission ihre Arbeit aufgenommen. Bis voraussichtlich Ende März 2016 hat das Gremium Zeit, einen geeigneten Musiker zu finden. Die Stelle muss neu besetzt werden, weil der bisherige Thomaskantor Georg Christoph Biller im Januar aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgegeben hatte. Bis Ende März 2016 hat Dirigent Gotthold Schwarz die Leitung des Leipziger Thomanerchores übernommen.

Berichte zu Germanwings-Absturz sorgen für Beschwerderekord beim Presserat

430 Eingaben gingen ein

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen hat der Deutsche Presserat so viele Beschwerden über Medienberichte bekommen wie bei keinem anderen Ereignis bisher. Rund 430 Eingaben seien dazu eingangen, teilte die Selbstkontrolle der Printmedien in Berlin mit. Gefragt wurde oft, ob der Name des Kopiloten genannt werden dürfe. Kritisiert wird auch die Veröffentlichung von Opferfotos, erklärte Presserats-Sprecher Tilmann Kruse. Die Ausschüsse wollen sich Anfang Juni mit der Kritik beschäftigen und danach die betroffenen Medien um eine Stellungnahme bitten.

Stiftung: "Hass-Sprache" im Internet konsequent stoppen

Broschüre soll über "Hate Speech" aufklären

Die Amadeu Antonio Stiftung hat ein nachdrückliches Vorgehen gegen rassistische Hetze im Internet und den sozialen Medien gefordert. "Es geht um den Kampf um eine zukünftige Kultur der Kommunikation. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass jetzt die Weichen gestellt werden für die Normalisierung einer hasserfüllten Rede", erklärte die Stiftungsvorsitzende Anetta Kahane in Berlin anlässlich der Präsentation einer Broschüre der Stiftung zum Umgang mit "Hate Speech". Die sogenannte Hass-Sprache verbreitet sich zunehmend im Internet, etwa in Leserkommentaren zur Onlineartikeln. Die Publikation mit dem Titel "Geh sterben" soll helfen, "Hate Speech" und ihre Codes zu identifizieren und Gegenstrategien zu entwickeln.

Koran-Expertin erhält Leopold-Lucas-Preis

Angelika Neuwirth erhält 50.000 Euro

Die Arabistin und Kulturwissenschaftlerin Angelika Neuwirth erhält den mit 50.000 Euro dotierten Leopold-Lucas-Preis der Universität Tübingen. Sie wird damit für ihre Forschungen zu Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Koran geehrt, teilte die Hochschule mit. Der Leopold-Lucas-Preis würdigt Leistungen auf dem Gebiet der Theologie, Geistesgeschichte, Geschichtsforschung und Philosophie. Geehrt werden Personen, die sich um Toleranz und Völkerverständigung verdient gemacht haben.

Beisetzung von Grass im engsten Familienkreis

Ein Termin steht noch nicht fest

Günter Grass soll nach Auskunft des Behlendorfer Bürgermeisters Andreas Henschel im engsten Familienkreis an seinem Wohnort beigesetzt werden. "Einen Termin dafür gibt es noch nicht", sagte Henschel der Deutschen Presse-Agentur. Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger war am Montag im Alter von 87 Jahren gestorben.Eine offizielle Gedenkfeier für den Schriftsteller ist für Anfang Mai im Lübecker Theater vorgesehen.

Sophie und Maximilian weiter häufigste Namen

Studie erfasst etwa neun von zehn Neugeborene

Sophie und Maximilian bleiben in Deutschland die populärsten Vornamen. Diese Namen wählten Eltern auch im Jahr 2014 am häufigsten für ihre neugeborenen Kinder aus, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden mitteilte. Auf dem zweiten Platz folgen wie schon 2013 Marie und Alexander. Diese Namen liegen seit Jahren statistisch an der Spitze, weil sie auch oft als Zweitnamen vergeben werden. Bei den Erstnamen ermittelten die Sprachforscher neue Spitzenreiter: Hanna/Hannah und Louis/Luis lösten Mia und Ben ab. Erfasst wurden mehr als 600 000 Kinder - etwa neun von zehn Geburten 2014. Fast 900 000 Namen wurden gezählt, es waren 56 000 verschiedene. Neue Namen auf der Liste waren Frea, Famous oder Fynnyu, aber auch Shakur, Excel oder Teddox.

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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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