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Kulturnachrichten

Montag, 21. April 2014

Manuskript von letztem Marquez-Roman ist fertig

Der letzte Roman von Gabriel Garcia Márquez könnte posthum erscheinen.

Das Manuskript mit dem Arbeitstitel "Wir sehen uns im August" sei fertig, sagte Márquez' Verleger Cristóbal Pera dem kolumbianischen Rundfunk. Es komme nun auf die Entscheidung der Familie des Autors an. Gabriel Garcia Márquez war am Donnerstag gestorben. In seiner Wahlheimat Mexiko wird heute bei einer feierlichen Trauerfeier an den Literaturnobelpreisträger erinnert. Dazu werden unter anderem die Präsidenten Mexikos und Kolumbiens, Nieto und Santos, erwartet. In Kolumbien findet die zentrale Gedenkveranstaltung morgen in der Kathedrale von Bogota statt.

Vargas Llosa kritisiert Caracas

Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa hat die Regierung Venezuelas scharf kritisiert.

Er sagte der Zeitung "El Nacional", sein Eindruck sei, dass das Land aufgehört habe, eine Demokratie zu sein. Das Regime von Nicolas Maduro sei zunehmend erstarrt und schränke den Raum für die Opposition immer weiter ein. Angesichts der wochenlangen Proteste mit über 40 Toten verurteilte Vargas Llosa auch die Haltung der anderen lateinamerikanischen Staaten. Es sei opportunistisch und feige von ihnen, weiter eine neutrale Position gegenüber der Regierung in Caracas einzunehmen.

Grütters hofft auf Einweihung des Einheitsdenkmals 2015

Bis zum kommenden Jahr soll das Freiheits-und Einheitsdenkmal endlich fertig werden.

Darauf hofft Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, das sei zwar ein ehrgeiziger Wunsch. Dennoch hoffe sie, dass das Denkmal zum 25. Jubiläum der deutschen Einheit eingeweiht werden könne. Urpsprünglich war dies für den 9. November dieses Jahres vorgesehen. Die Bauarbeiten haben sich jedoch aus verschiedenen Gründen verzögert, unter anderem weil im Sockel des Denkmals Fledermäuse wohnen.

Der Entwurf eines Stuttgarter Architekten und der Choreographin Sasha Waltz sieht eine große begehbare Schale vor.

Atheisten gründen ersten Verband in der Türkei

Menschen, die an keinen Gott glauben, haben es in der Türkei nicht immer einfach.

Mit der Gründung des ersten Atheisten-Verbandes in dem Land wollen sie nun die Verständigung mit Muslimen und Christen verbessern. Der Vorsitzende des Verbandes sagte der Zeitung "Hürriyet", keiner Religion anzugehören sei befreiend. Sein Verein wolle aber keinesfalls Gläubige Menschen zu Atheisten machen. Derzeit sei man unter anderem damit beschäftigt, Mitgliedern mit juristischen Mitteln zu helfen, die beispielsweise ihren Platz im Studentenwohnheim oder ihre Arbeit verloren hätten, weil sie sich zum Atheismus bekannten.

Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit.

Kuwait stellt Zeitungen vorübergehend ein

Kuwait gilt als derjenige Golfstaat mit der größten politischen Freiheit und Medienvielfalt.

Dennoch hat die Regierung nun zwei unabhängige Zeitungen vorübergehend eingestellt. Die Blätter dürfen zwei Wochen lang nicht gedruckt werden, weil sie eine Mediensperre der Staatsanwaltschaft missachtet haben. Das teilte die amtliche Nachrichtenagentur "Kuna" mit. "Al Watan" und "Alam Al-Jaun" hatten geschrieben, dass es in Kuwait Pläne zu einem Putsch gegen die Regierung des Emir gebe. Die Staatsanwaltschaft in dem Land ermittelt deswegen und hatte den Medien untersagt, darüber zu berichten.

Historiker betrachtet Sport als Religion

"Die monotheistischen Religionen haben abgewirtschaftet."

Dieser Meinung ist der israelische Historiker Moshe Zimmermann. Er sagte im Deutschlandfunk, mittlerweile sei der Fußball auf dem Weg zur "größten Weltreligion" zu werden. Schon heut sei Sport als Religion anerkannt. Der Fußball habe den Vorteil, dass er problemlos neben anderen Religionen existieren könne. Ähnlich sieht es Hermann Queckenstedt vom Diözesanmuseum in Osnabrück. Er wies auf die Gemeinsamkeiten von Fußball und Religion hin. Für ihre Anhänger gebe es bei beiden Gemeinschaftserlebnisse, Gesänge und Mythen. Kirchen müssten die Gefühle von Fans ernst nehmen.

Kunstmuseum in den Niederlanden wegen Feuers evakuiert

Die zweitgrößte van-Gogh-Sammlung der Welt hängt eigentlich in einem niederländischen Kunstmuseum im Grünen - jetzt musste sie umziehen.

Grund ist ein Feuer im niederländischen Nationalpark Hoge Veluwe, in dem das Kröller-Müller-Museum für Moderne Kunst liegt. Der Heidebrand hat mindestens 350 Hektar Land zerstört. Einem Parksprecher zufolge mussten rund 300 Gemälde in ein feuerfestes Depot gebracht werden, darunter auch Werke von Picasso und Mondrian. Zur Brandursache ist noch nichts bekannt.

Freizeitverhalten: Forscher sprechen von neuen "Superarbeitern"

Viel Zeit für die eigenen Hobbies zu haben - das war früher ein Privileg der Reichen.

Mittlerweile aber sind es vor allem die Reichen, die mehr Zeit bei der Arbeit verbringen als die Armen. Das geht aus einer Studie der Universität Oxford hervor. Demnach arbeiteten Universitätsabsolventen im Jahr 2005 acht Stunden pro Woche länger als nicht-Akademiker. Noch im Jahr 1965 war das Verhältnis umgekehrt. Die Forscher sprechen von einer neuen Klasse hochbezahlter "Superarbeiter". Diese Menschen profitierten von verbesserten Arbeitsbedingungen und ansprechenderen Aufgaben im Job und hätten deshalb weniger Bedürfnis nach Ausgleich in der Freizeit.

Astronomen vermuten Meteoriten über Murmansk

Russische Astronomen befassen sich derzeit mit einem Internetvideo.

Es wurde Samstag Nacht in der Nähe der Stadt Murmansk von einem Autofahrer aufgenommen. Zu sehen ist ein heller Punkt, der sich auf die Erde zubewegt und dann explodiert. Experten vermuten, es könnte sich dabei um einen Meteoriten handeln, allerdings sind dafür noch weitere Untersuchungen nötig. Ähnliche Aufnahmen waren im Februar 2013 in Tscheljabinsk entstanden. Dort hatte die Explosion eines Meteoriten über der Millionenstadt Dächer abgedeckt und Fernsterscheiben bersten lassen.

Alistair MacLeod gestorben

Der kanadische Schriftsteller Alistair MacLeod ist tot.

Wie sein Verleger mitteilte starb er gestern im Alter von 77 Jahren. MacLeod war vor allem für seine Kurzgeschichten bekannt. Sein einziger Roman "Land der Bäume" wurde 2001 mit dem Impac-Literaturpreis ausgezeichnet. Neben seiner Arbeit als Autor hatte Alistair MacLeod an der Universität von Windsor in Kanada Englisch und kreatives Schreiben gelehrt.

Ex-Boxer "Hurricane" Carter gestorben

Der frühere schwarze US-Boxer Rubin "Hurricane" Carter ist tot.

Er starb im Alter von 76 Jahren in den USA. Carter wurde 1967 weltberühmt, als er zu Unrecht wegen des Mordes an drei Weißen verurteilt wurde. 19 Jahre später bezeichnete ein Bundesgericht das Urteil als rassistisch motiviert und hob es auf. Carter wurde für die US-Bügerrechtsbewegung zur Symbolfigur für Rassismus bei Polizei und Justiz. Bob Dylan widmete ihm sein Lied "Hurricane", im Jahr 2000 spielte Denzel Washington die Rolle des Boxers in einer Verfilmung von dessen Leben.

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