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Kulturnachrichten

Sonntag, 20. April 2014

Christen weltweit feiern Auferstehung Jesu

Christen in aller Welt haben mit Osterfeuern und besonders feierlichen Gottesdiensten das Fest der Auferstehung Jesu begangen.

Auch in Deutschland feierten heute Nacht mehrere tausend katholische und evangelische Gemeinden den Höhepunkt des Kirchenjahres. Viele Kinder und Erwachsene wurden getauft und so in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Heute Vormittag erreichen auch die Feierlichkeiten in Rom ihren Höhepunkt. Auf dem Petersplatz wird Papst Franziskus seine Osterbotschaft mit dem traditionellen Segen "Urbi et orbi" verkünden, also "der Stadt und dem Erdkreis".

Marx: Verkündung des Evangeliums ist wichtigste Aufgabe der Kirche

Die Verkündung des Evangeliums - das ist die erste und wichtigste Aufgabe der Kirche.

Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Zugleich betonte der Münchener Kardinal, die Institution dürfe nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen. Die Kirche sei lediglich ein Instrument. Entsprechend gehe es auch nicht um ihre Selbsterhaltung, sondern darum, wie das Evangelium neu zur Sprache gebracht werden könne.

Philosoph Brock: Putin hat den Westen mit dessen eigenen Argumenten geschlagen

Putin hat das Verhalten des Westen in der Krim-Krise konterkariert.

Dieser Auffassung ist der Philosoph und Künstler Bazon Brock. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der russische Präsident entgehe dem Vorwurf, ein Diktator zu sein, indem er sich westlicher Argumente bediene - nämlich demokratische Legitimation, Wiedervereinigung oder Selbstbestimmungsrecht. Das Zynische daran sei, dass der Westen durch Putin erkenne, wie haltlos das eigene Verhalten sei. Putin hätte nicht so vorgehen können, wie er es tat, wenn nicht auch die Europäische Union mit den gleichen Mitteln versucht hätte, die Ukraine in ihr Bett zu ziehen, betonte der Philosoph.

Beierlein über seinen Film zu den Nürnberger Prozessen: Archivmaterial war schockierend

"Es hat mir als Mensch gut getan, dass ich von der Schule verwiesen wurde."

Das sagte der Medienmanager und Journalist Hans Beierlein der "Welt am Sonntag". Er habe seinen Wissensdurst danach anders gestillt und sich als 16-Jähriger als Journalist versucht. Als er Ende der 50er Jahre über die Nürnberger Prozesse in seiner Heimatstadt las, sei die Idee entstanden, einen Dokumentarfilm über die Verhandlungen zu drehen. Handwerklich sei der Film nicht überragend gewesen, sagte Beierlein rückblickend. Die Auszeichnung mit dem Bundesfilmpreis hat laut Beierlein wohl eher seiner Rechercheleistung gegolten. An die Auswertung der Archiv-Aufnahmen kann er sich immer noch lebhaft erinnern. "Alles hat mich geschockt. Alles", sagte Beierlein.

Sein Dokumentarfilm sei später in der ganzen Welt gezeigt worden und in vielen Ländern auf großes Interesse gestoßen.

Ägypten: Grab eines Forschers aus der Pharaonenzeit entdeckt

Die Grabbeilagen lassen augenscheinlich darauf schließen: Hier muss ein Dichter beerdigt worden sein.

In Ägypten haben spanische Archäologen eine Grabstätte mit einer gut erhaltenen Mumie entdeckt. Daneben fanden die Wissenschaftler zahlreiche Gegenstände, wie eine Rohrfeder und ein Tintenfass aus Bronze. Nach Angaben des Ministers für Altertümer, Mohammed Ibrahim, gehörte der Dichter zur Priesterklasse des Pharaos. Er habe großen Einfluss auf das intellektuelle und kulturelle Leben seiner Zeit gehabt. Das entdeckte Grab stammt aus der Zeit um 600 vor Christus.

Die spanischen Archäologen haben es zusammen mit ägyptischen Forschern freigelegt.

Studie: Deutsche Verlage haben kaum Gewinneinbußen

Den deutschen Medienverlagen geht es einer Untersuchung zufolge besser als erwartet..

Der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Seufert von der Universität Jena sagte der Nachrichtenagentur dpa, trotz schrumpfenden Marktes büßten die Unternehmen in den vergangenen Jahren kaum Gewinne ein. Sie hätten es durch Kosteneinsparungen geschafft, sich zu stabilisieren. Seufert analysierte die Bilanzen der Medienwirtschaft anhand der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von 1991 bis 2011. Demnach ist die Zahl der Mitarbeiter im Verlagswesen seit Anfang der 90er Jahre um 85.000 gesunken. Das entspreche einem Rückgang von 24 Prozent. Heute gebe es noch gut 265.000 Beschäftigte in der Branche.

Französische Journalisten nach zehn Monaten Geiselhaft wieder frei

Zehn Monate lang waren sie in der Gewalt ihrer Entführer in Syrien - jetzt sind vier französische Journalisten freigekommen.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Dogan mitteilte, fanden türkische Soldaten die Männer in der Nacht zu Samstag an der Grenze. Ihre Augen seien verbunden gewesen, die Hände gefesselt. Frankreichs Präsident Hollande sagte, die Reporter seien trotz allem bei guter Gesundheit. Heute früh werden sie in Paris erwartet.

Künstler Triegel ließ sich in der Osternacht taufen

Für den Maler Michael Triegel war es genau die richtige Zeit.

In der vergangenen Nacht hat er sich in Dresden taufen lassen. Triegel sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, er habe sich mehr als 30 Jahre lang mit dem Wahren, Guten und Schönen beschäftigt - und eben auch mit Religion. Das habe bei ihm auch Spuren hinterlassen. Der Maler wurde 2010 mit seinem Porträt von Papst Benedikt XVI. bekannt. Sein jüngstes Gemälde mit dem Titel "Kreuzgang" ist für den Katholikentag in Regensburg bestimmt. Triegel lebt und arbeitet in Leipzig.

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