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Kulturnachrichten

Sonntag, 13. April 2014

Max-Planck-Präsident fordert Zugang der Forschung zu Patientendaten

In fünf bis zehn Jahren könnte es normal sein, dass das Genom jedes Menschen vollständig analysiert wird.

Deshalb fordert der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft von der Politik, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man mit diesen Daten umgehen soll. Peter Gruss sagte der "Welt am Sonntag", das Bewusstsein dafür sei noch nicht ausreichend entwickelt. Dabei sei es beispielsweise für die medizinische Forschung sehr wichtig, Zugriff auf möglichst viele Patientendaten zu haben. So könne die Enwicklung neuer Medikamente beschleunigt werden. Gleichzeitig entstünden so aber auch Datenschutz-Probleme. Diese, so Gruss, halte er aber für lösbar.

Großbrand in Valparaíso bedroht Stadtzentrum

In Chile kämpft die Feuerwehr um ein Stück Weltkulturerbe.

In der Hafenstadt Valparaíso wütet ein Großbrand. Rund 500 Häuser sind bereits zerstört worden, zwei Menschen kamen nach Medienberichten ums Leben. Die Sicherheitskräfte befürchten, dass die Flammen auch das historische Stadtzentrum erreichen könnten, das seit 2004 Unesco-Weltkulturerbe ist. Die Ursache des Brandes ist bislang noch unklar. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und tausende Menschen evakuieren lassen.

Greenwald: Edward Snowden will helfen

Es wäre völlig unverantwortlich, den NSA-Skandal in Deutschland zu untersuchen, ohne Edward Snowden zu befragen.

Dieser Meinung ist der britische Journalist Glenn Greenwald. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", niemand könne dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages mehr über die Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste sagen als Edward Snowden. Es gebe noch sehr viel mehr Informationen als das, was bislang veröffentlicht wurde. Er sei sich sicher, so Greenwald, dass Snowden die Arbeit des deutschen Untersuchungsausschusses für wichtig halte und gerne helfen wolle. Greenwald gehört zu den wenigen Vertrauten des früheren NSA-Mitarbeiters und hat viele der von Snowden entwendeten Geheimdokumente veröffentlicht.

Steuern sparen für Kunstfreunde - ein Modell aus den USA

Mit Leihgaben Steuern sparen - das ist unter amerikanischen Kunstliebhabern ein beliebter Trick.

Die "New York Times" erklärt, wie der funktioniert: Ein Sammler aus Kalifornien kauft ein Gemälde in New York. Wenn er seinen Besitz nach Hause holt, wird dort eine sogenannte Gebrauchssteuer fällig. Diese entfällt aber, wenn das Werk vorher mindestens 90 Tage lang in einem anderen Bundesstaat "gebraucht" wurde. Die Zeitung schreibt, das führe dazu, dass in Staaten, die keine Gebrauchssteuer erheben, einige Museen auffallend viele hochkarätige Leihgaben bekämen. Dadurch entgingen dem Staat zwar Einnahmen in Millionenhöhe - gleichzeitig aber bekomme die Öffentlichkeit Zugang zu Kunst.

Proteste in Venezuela: Gewalt gegen Journalisten

Reporter, Kameraleute und Fotografen in Venezuela haben derzeit einen gefährlichen Beruf.

Seit Beginn der Proteste gegen die Regierung vor zwei Monaten sind mehr als 180 Journalisten Opfer von Übergriffen geworden. Nach den Angaben ihrer Gewerkschaft geht die Mehrzahl der Angriffe auf das Konto von Sicherheitskräften. Berichterstatter seien aber auch von Demonstranten beider Seiten bedroht und attackiert worden. In mehreren Fällen hätten die Angreifer Ausrüstungsgegenstände wie Kameras zerstört, 23 Journalisten seien vorübergehend inhaftiert worden.

Juristisches Nachspiel für "Closer" nach Enthüllung von Hollandes Affäre

Als die Zeitschrift "Closer" die Affäre des französischen Präsidenten mit einer Schauspielerin enthüllte, war das eine Sensation.

Doch die Geschichte kommt "Closer" teuer zu stehen. Bereits im März hatte ein Gericht Julie Gayet 15.000 Euro Schadenersatz wegen der Verletzung ihrer Privatsphäre zugesprochen. Mehrere Mitarbeiter des Blattes müssen sich jetzt erneut verantworten. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Nanterre mit. In dem Prozess geht es um ein Foto, das Gayet in ihrem Auto zeigt. Das Innere von Autos zählt nach französischem Recht als privater Raum.

Festtage der Berliner Staatsoper eröffnet

Diese Wagner-Inszenierung galt als gewagtes Experiment.

Gestern Abend nun hat die gemeinsame "Tannhäuser"-Interpretation des Dirigenten Daniel Barenboim und der Choreographin Sasha Waltz in Berlin Premiere gefeiert. Mit dem Abend wurden gleichzeitig die Festtage der Staatsoper eröffnet. Die Aufführung stieß auf ein gemischtes Echo beim Publikum. Während die musikalischen Leistungen von Orchester, Chor und Solisten mit begeistertem Beifall belohnt wurden, gab es für die modernen Choreographien auch Buhrufe.

Schausteller-Pfarrer über seinen Beruf als Seelsorger

Eine Taufe auf einem Autoscooter ist für Conrad Herold mittlerweile völlig normal.

Der Pfarrer kümmert sich im Auftrag der Evangelischen Kirche um die Schausteller in Deutschland. Der Deutschen-Presse-Agentur sagte er, für die Betreiber von Fahrgeschäften und Losbuden sei Religion sehr wichtig. Zu Hochzeiten und Beerdigungen kämen oft mehrere hundert Gäste. Viele legten großen Wert darauf, neue Geschäfte segnen zu lassen. Herold betonte, ihm sei es mittlerweile egal, wo er Gottestdienste feiere - es seien die Gläubigen, die einen Ort zur Kirche machten.

Woody Allen würde gerne mehr in anderen Filmen spielen

Er würde so gerne viel mehr schauspielern - aber man lässt ihn einfach nicht.

In einem Zeitungsinterview hat der Filmemacher Woody Allen den Mangel an Rollenangeboten beklagt. Er habe fast alles angenommen, was ihm andere Regisseure angeboten hätten - aber in all den Jahren, die er nun schon im Filmgeschäft unterwegs sei, sei das sehr wenig gewesen. Allen ist vor allem durch seine eigenen Filme, in denen er meist selbst mitspielt, berühmt geworden.

Gehörlose Schauspielerin Phyllis Frelich gestorben

Die US-Schauspielerin Phyllis Frelich ist tot.

Wie ihre Familie mitteilte, starb sie bereits am Donnerstag im Alter von 70 Jaren in Kalifornien. 1980 gewann sie den wichtigsten Theaterpreis der USA für ihre Darstellung einer gehörlosen Frau in dem Broadway-Stück "Children of a lesser god". Frelich, die selbst auch taub war, trat danach auch in zahlreichen Fernsehserien und Filmen auf.

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