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Kulturnachrichten

Dienstag, 1. April 2014

Pisa-Studie: Deutsche Schüler bei "kreativem Problemlösen" im Mittelfeld

Was "kreative Problemlösungen" angeht, liegen deutsche Schüler im "guten Mittelfeld".

So lauten die Ergebnisse der jüngsten Pisa-Studie. Bei der Auswertung der OECD ging es nicht nur um das Abrufen von Schulwissen, sondern darum, Alltagsfragen zu bewältigen. Unter anderem mussten die Schüler sich die Funktionsweise einer Klimaanlage erschließen, deren Regler nicht beschriftet waren. Im internationalen Vergleich landeten deutsche Schüler auf den Rängen 12 bis 21 von insgesamt 44. Damit liegt die Bundesrepublik leicht über dem Durchschnitt und unmittelbar vor den USA und Belgien. Allerdings erreichen alleine 20 Prozent der deutschen Schüler nicht das Basisniveau im Problemlösen. Spitzenreiter der fünften Pisa-Studie sind Singapur, Korea und Japan. Die Daten stammen aus dem Jahr 2012.

Deutscher Kulturrat unterstützt Petition für BR Klassik

"Wer schützt eigentlich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor sich selbst?"

Mit dieser Frage reagiert der Deutsche Kulturrat auf den möglichen Verlust der UKW-Frequenz für BR Klassik. Um dem Jugendkanal "Plus" Platz zu machen, soll der Klassik-Sender des Bayerischen Rundfunks ab 2016 nur noch digital empfangbar sein. Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Schmitz verweist auf den Kultur- und Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Deshalb sei es "geradezu widersinnig", die UKW-Frequenz für den Sender abzuschalten. Mit seiner Stellungnahme unterstützt der Kulturrat die Online-Petition "BR Klassik muss bleiben!". Sie war vom Bayerischen Musikrat ins Leben gerufen worden. Der BR-Rundfunkrat will am 22. Mai eine Entscheidung fällen.

Historiker Jaques Le Goff gestorben

Er war einer der Experten für die Geschichte des europäischen Mittelalters.

Der französische Historiker Jaques Le Goff ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb er im Alter von 90 Jahren in Paris. In seiner Forschung beschäftigte sich Le Goff weniger mit der großen Politik, sondern eher mit der sich verändernden Alltagswelt - zum Beispiel mit Themen wie Religiosität und Arbeit. Nach seinem Verständnis bildeten die Werte des Mittelalters die Basis für das heutige Europa. Le Goff studierte in Paris, Prag und Oxford und engagierte sich auch für die Idee der Europäischen Einigung. Seit 1967 war er Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Annales".

Filmkritiker: Nymphomaniac behandelt uraltes Menschheitsproblem

Georg Seeßlen sieht Lars von Triers Film "Nymphomaniac 2" als philosophischen Essay.

Der Filmkritiker hat heute sein Buch "Lars von Trier goes Porno" veröffentlicht. Er sagte im "Deutschlandradio Kultur", "Nymphomaniac 2" transportiere ein Grundproblem, das die bürgerliche Gesellschaft schon seit Jahrhunderten kenne: Liebe und Sex stünden im Widerspruch zueinander. Laut Seeßlen setzt von Trier in seinen Werken den Sex in einen größeren Zusammenhang zur Diskussion des Menschenbildes. Der Regisseur kämpfe damit gegen eine Gesellschaft an, die alles vernünftig und rational erklären wolle. Von Triers Werk "Nymphomaniac 2" kommt am Donnerstag in die Kinos.

Weltbild-Insolvenz eröffnet

Vor knapp drei Monaten meldete die Weltbild-Verlagsgruppe Insolvenz an.

Jetzt hat das Amtsgericht Augsburg das Verfahren eröffnet. Nach Angaben des Insolvenzverwalters sind gleichzeitig 582 Mitarbeiter von der Konzernmutter in eine Auffanggesellschaft gewechselt. In den nächsten Monaten sollen noch weitere Beschäftigte folgen. Mindestens 656 Stellen sollen so gestrichen werden. Die Weltbild-Gruppe mit insgesamt 6.300 Beschäftigten hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Die kirchlichen Gesellschafter waren nicht mehr bereit, weitere Millionenbeträge zuzuschießen.

Britische Konfessionsschulen dürfen Tests nicht verändern

Dürfen konfessionelle Schulen in zentralen Prüfungen Fragen aus religiösen Gründen streichen?

Darüber wird aktuell in Großbritannien diskutiert. Eine jüdisch-orthodoxe Mädchenschule hatte aus den Unterlagen zur Abschlussprüfung Aufgaben zum Thema Evolution gestrichen. Wie die Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, reagierte jetzt die zuständige Schulbehörde; und zwar mit einer Ermahnung. Die Schüler könnten nicht ihr volles Potenzial erreichen, wenn man ihnen den Zugang zu Fragen verweigere, zitiert die Zeitung die Behörde. Außerdem stelle das die Gültigkeit der Tests in Frage.

Projekt in Frankfurt für bessere Studienchancen von Jugendlichen

Die Pisa-Ergebnisse zeigen es regelmäßig: Der Bildungserfolg in Deutschland hängt stark von der sozialen Herkunft ab.

Ein Projekt der Fachhochschule Frankfurt am Main will dem entgegenwirken. Insgesamt 178 Schüler nahmen in den vergangenen Jahren daran teil, die meisten stammten aus Zuwandererfamilien. Man wolle Schüler motivieren und ihnen Mut machen, sagte Projektleiterin Sabrina Müller von der Zentralen Studienberatung der FH der "Frankfurter Rundschau". Die Teilnehmer werden während ihres letzten Schuljahres von Mentoren begleitet und in Workshops über das Studium informiert. So wolle man ihnen Berührungsängste nehmen, erklärt Müller. Offenbar mit Erfolg: Die meisten Teilnehmer sahen sich durch das Programm besser auf den Besuch der Hochschule vorbereitet.

"Reporter ohne Grenzen" begrüßt UNO-Resolution

"Dadurch würdigt die UNO die Rolle von Journalisten, die über Proteste berichten."

Mit diesen Worten begrüßt die Organisation "Reporter ohne Grenzen" eine Resolution des UNO-Menschenrechtsrats zum Schutz von Menschenrechten bei friedlichen Demonstrationen. Die Journalistenorganisation sieht die Einigung als wichtiges Instrument, um die Belange von Reportern zu vertreten. Die Gewalt gegen Journalisten, die über Demonstrationen berichteten, habe im vergangenen Jahr drastisch zugenommen. - Der UNO-Menschenrechtsrat hatte die Resolution auf Vorschlag der Schweiz angenommen.

Zentralrat der Muslime wehrt sich gegen "Islambonus" in Gerichtsurteil

Ehrenmorde lassen sich nicht mit dem Islam begründen.

Das erklärt der Zentralrat der Muslime und reagiert damit auf die Debatte, die ein Urteil des Landgerichts Wiesbaden ausgelöst hat. Dort musste sich ein Deutsch-Afghane wegen Mordes an einer schwangeren Frau verantworten. In die Urteilsbegründung der Richter floss dabei strafmildernd der kulturelle und religiöse Hintergrund des Mannes ein. Politiker und Medien kritisierten in der Folge einen sogenannten "Islambonus" - zu Unrecht, meint der Zentralrat der Muslime. Der Islam verbiete Mord aufs Schärfste. Dem Wiesbadener Richter wirft der Zentralrat außerdem ein - Zitat - "erschreckendes Missverständnis hinsichtlich der Lehren des Islams" vor.

Schauspielhaus Bochum erwirtschaftet nach Jahren wieder Gewinn

Das Sparen hat sich offenbar gelohnt.

Nach mehreren Jahren mit Verlusten hat das Schauspielhaus Bochum im Jahr 2013 zum ersten Mal wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Wie das Haus mitteilte, können damit die bisherige Verluste aus den Vorjahren von knapp einer Viertelmillion Euro ausgeglichen werden. Außerdem seien künftige Tariferhöhungen und der Zuschuss zum Stadt- und Kulturfestival "This is not Detroit" gesichert. Intendant Anselm Weber sagte, vor allem mit Blick auf Schreckensszenarien in anderen Städten sei man mit diesem Ergebnis zufrieden. Noch im Jahr 2011 hatte es Berichte über eine drohende Insolvenz des Bochumer Hauses gegeben. Damals hatte das Theater unter anderem die Eintrittpreise erhöht.

Abdel-Samad: Religion gehört nicht in die Politik

Wie kann man einen guten Umgang mit dem Islam finden?

Für den deutsch-ägyptischen Autor Hamad Abdel-Samad gibt es auf diese Frage eine klare Antwort: Man muss ihn politisch entmachten. Abdel-Samad sagte der "taz", wenn Religion politisch oder juristisch am Werk sei, dann habe sie eine große Zerstörungskraft und nehme den Gesellschaften ihre Substanz, ihre Kreativität. Jenseits der Politik habe der Islam aber auch viel Gutes zu bieten, denn er helfe, soziale Probleme zu lösen. Und ein Land wie Ägypten ist für den Autor ohne Spiritualität gar nicht vorstellbar.

Norwegen: Streit um Utøya-Gedenkstätte - Anwohner suchen juristischen Beistand

Alle bisherigen Proteste haben nichts genutzt.

Die Anwohner nahe der norwegischen Insel Utøya haben sich bislang vergeblich gegen die geplante Gedenkstätte für die Breivik-Opfer gewehrt. Deswegen wollen sie jetzt einen Anwalt engagieren. Nach Informationen des Rundfunksenders "NRK" soll er die "Vergewaltigung der Natur" und "Retraumatisierung unschuldiger Zeugen der Tragödie des 22. Juli stoppen". 2011 hatte Anders Breivik bei Anschlägen auf Utøya und in Oslo 77 Menschen getötet. Für die Gedenkstätte soll sinnbildlich an die Wunden erinnert werden - mit einer riesigen Schneise, die in einen Felsen nahe der Insel Utøya geschlagen werden soll. Die Anwohner wollen aber nicht für den Rest ihres Lebens an den 22. Juli erinnert werden, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite.

Deutscher Buchpreis: 167 Romane eingereicht

Für den Deutschen Buchpreis 2014 sind 167 Romane im Rennen.

Damit liegt die Zahl der Einreichungen fast genau auf Vorjahresniveau. Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels stammen 98 Werke aus dem bestehenden Programm der Verlage. Die übrigen kommen im Herbst auf den Markt. Der Deutsche Buchpreis wird traditionell im Herbst vor Beginn der Frankfurter Buchmesse verliehen. Bereits im August wird eine 20 Titel umfassende Longlist bekannt gegeben. Daraus wählt die fünfköpfe Jury unter Vorsitz der freien Kritikerin Wiebke Porombka sechs Titel für die Shortlist. Die Verleihung ist für den 6. Oktober geplant.

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Ugandischer Präsident kritisiert westliche Homosexuelle

Es ist gut einen Monat her, dass das umstrittene Homosexuellen-Gesetz in Uganda in Kraft getreten ist.

Jetzt will Präsident Yoweri Museveni sich auch dafür einsetzen, gegen Schwule und Lesben aus dem Ausland vorzugehen, die in Afrika für Homosexualität werben wollen. Museveni sagte bei einem Gottesdienst in Kampala, Homosexualität sei kriminell und grausam - daher sei eine Bestrafung gerechtfertigt. In Uganda droht Schwulen und Lesben lebenslange Haft. Auch wer homosexuelles Verhalten von Freunden und Bekannten nicht anzeigt, kann belangt werden.

Nach der Unterzeichnung des Homosexuellen-Gesetzes hatten einige europäische Länder und die USA ihr Hilfe für Uganda gestoppt oder ausgesetzt.

Historiker: Brasilianern fehlt kritische Auseinandersetzung mit Militärdiktatur

Bis in die 80er Jahre hinein herrschte in Brasilien eine Diktatur - aber bis heute hat die Gesellschaft keine Erinnerungskultur an die Opfer entwickelt.

Diese Ansicht vertritt der brasilianische Historiker Ricardo Souza Mendes in der "Frankfurter Rundschau". In dem Land neigten die Menschen dazu, die Vergangenheit zu verdrängen, um damit Schmerzen und Leiden zu überwinden. Eine offene Auseinandersetzung mit der Geschichte werde vermieden. Das zeige sich zum Beispiel daran zeige, dass kein einziger Täter für seine Vergehen während der Diktatur von 1964 bis 1985 zur Verantwortung gezogen wurde. Die politische Rechte versuche die Zeit als "milde Diktatur" schönzureden. Und die militärischen Behörden verweigerten bis heute jeglichen Zugriff auf ihre Archive.

Londoner Oper bringt "Woolfs Works" auf die Bühne

Virginia Woolf hat schon viele Leser mit ihren Büchern bewegt.

Das trifft auch auf den Choreografen Wayne McGregor zu, allerdings nicht nur im übertragenen Sinne. McGregor will das Leben und die Werke der Schriftstellerin mit Tänzern auf die Bühne bringen. Das Stück "Woolfs Works" soll 2015 im Royal Opera House in London aufgeführt werden. Der Leiter des Royals Ballet, Kevin O'Hare, sagte, Woolfs Werke würden von sich aus bereits zu Bewegungen inspirieren, denen man im Tanz nur noch Ausdruck verleihen müsse.

Virginia Wolf ist unter anderem mit Büchern wie "To the Lighthouse" und "Mrs. Dalloway" berühmt geworden.

Richter handelte mit Examensthemen - Ermittlungen auch gegen Prüflinge

Ein Richter in Niedersachsen soll über Jahre hinweg mit Examensthemen gehandelt haben.

Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Verden der Zeitung "Die Welt". Der Justizbeamte soll die Themen bevorstehender Prüfungsarbeiten systematisch an interessierte Examenskandidaten verkauft haben. Im Gegenzug habe er von ihnen mehrere tausend Euro genommen. Der Richter wurde Anfang der Woche in Mailand festgenommen. Er hatte sich nach einer Wohnungsdurchsuchung ins Ausland abgesetzt. Auch gegen die betreffenden Prüflinge soll ermittelt werden.

Petition für Erhalt von BR Klassik auf UKW

BR Klassik muss über Antenne empfangbar bleiben.

Dafür kämpft der Bayerische Musikrat mit einer Online-Petition. Es sei zu befürchten, dass der Bayerische Rundfunk das Programm von 2016 an nicht mehr über UKW, sondern nur noch digital ausstrahlen werde, heißt es darin. Grund dafür sei, die Frequenz für das Jugendradio "Puls" freizumachen. Puls wird bisher vorwiegend digital übertragen. Den Wechsel des Jugendradios auf UKW lehnt auch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien ab, wenn auch aus anderen Gründen. Sie befürchtet, dass die jugendorientierten Programme privater Hörfunksender durch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz benachteiligt werden könnten.

Studie: Mobbing betrifft nicht nur Mauerblümchen

Mobbing betrifft nicht nur Einzelgänger.

Das legt eine amerikanische Studie an der University of California in Davis nahe. Gerade Jungendliche, die relativ beliebt seien, würden besonders leicht zu Mobbing-Opfern. Die Wissenschaftler meinen, dass ausgerechnet für die Jugendlichen das Mobbing-Risiko steige, die an ihrer Schule an Popularität gewinnen. Außerdem werden die Folgen der Ausgrenzung demnach schlimmer - möglicherweise, weil diese Schüler mehr zu verlieren haben, wenn sie auf der sozialen Leiter höher klettern. Nur die obersten fünf Prozent auf der Popularitäts-Skala bleiben der Studie zufolge von Belästigungen verschont. Die Soziologen haben für ihre Untersuchung die sozialen Verbindungen von 4.000 jungen Menschen an 19 Schulen untersucht.

Die Opfer von Mobbing litten verstärkt unter Angst und Depression - dabei waren die psychologischen Folgen für die gerade erst beliebter gewordenen Jugendlichen zum Teil schlimmer als für die Kids, die sich an ihre Opferrolle schon gewöhnt hatten.

Ehemaliger Burgtheater-Direktor Hartmann inszeniert nicht in Salzburg

Die Salzburger Festspiele verzichten auf Matthias Hartmann.

Wie das Kuratorium des Festivals gestern Abend bekannt gab, wird der entlassene Intendant des Wiener Burgtheaters nicht wie geplant das Stück "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus inszenieren. Man suche einen neuen Regisseur, hieß es weiter, denn an der Entscheidung werde sich nichts mehr ändern. Vor wenigen Tagen hatte das Burgtheater in Wien bereits sein Angebot an Hartmann zurückgezogen, die Uraufführung seines eigenen Stückes "Der falsche Film" zu inszenieren. - Hartmann war im März infolge des Finanzskandals am Burgtheater fristlos entlassen worden.

Kulturkreis: Unternehmen werden Kultur auch in Krisenzeiten unterstützen

Das Energieunternehmen Eon steht unter Sparzwang und will jetzt ein Gemälde seiner Kunstsammlung versteigern lassen.

Mit dem Erlös soll die Kulturförderung des Konzerns weiter finanziert werden. Der Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, Stephan Furcht, sieht darin aber keinen Grund zur Besorgnis, dass Konzerne in Krisenzeiten Geld für den Kunstbetrieb zurückhalten. Er sagte der Deutschen-Presse-Agentur, die Unternehmen sehen im Kulturengagement eine gesellschaftliche Verantwortung. Und diese bestehe auch in schweren Zeiten weiter.

Schriftart-Wechsel soll sparen helfen

Tinte sparen statt Papier:

Mit dieser Idee macht gerade ein 14 Jahre alter Schüler in den USA Schlagzeilen. Er schlägt dem Weißen Haus vor, auf offiziellen Dokumenten die Schriftart zu wechseln, und zwar von Times New Roman zu Garamond. Damit, so argumentiert er, könne die US-Regierung pro Jahr umgerechnet 290 Millionen Euro sparen. Seine Begründung: Garamond-Buchstaben seien dünner und verbrauchten damit weniger Tinte - und die sei in der Menge im Übrigen teurer als französisches Parfum. An seiner Schule hat der Junge erste Recherchen angestellt, um den Erfolg seiner Idee zu überprüfen.

Britische Geigerin Benedetti wehrt sich gegen Sexismus

Wenn es um Frauen in der klassischen Musik geht, dann will Nicole Benedetti einen Satz überhaupt nicht hören: "Sex sells".

Die britische Geigerin sagte dem "Telegraph", der Erfolg von Frauen habe nichts mit ihrem Aussehen zu tun. Ein solcher Sexismus sei für sie sehr frustrierend. Laut Benedetti gebe es auch einen Wandel in der Branche. Vor zehn Jahren habe es mehr Top-Geiger gegeben - heute könne sie hingegen mehr Frauen aufzählen, die mit ihrem Instrument den internationalen Durchbruch geschafft hätten. Benedetti selbst gewann vor zehn Jahren den BBC-Preis für junge Musiker. Seitdem ist sie auf vielen Bühnen der Welt aufgetreten.

Entwicklungsminister Müller wirbt für mehr Engagement in Afrika

Afrika steht nicht nur für Krisen und Kriege - es ist auch ein Kontinent im Aufbruch.

Mit diesen Worten hat der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, die deutschen Unternehmen aufgefordert, ihr Engagement in Afrika zu verstärken. Müller sagte im Deutschlandradio Kultur, Deutschland könne seine Zusammenarbeit durch Wirtschaftspartnerschaften, Hochschulaustausch und ein deutsch-afrikanisches Jugendwerk ausbauen. Immerhin sechs afrikanische Staaten verbuchten ein Wirtschaftswachstum im zweistelligen Bereich. Gleichzeitig sprach Müller davon, den Lebensstandard in Deutschland zu überdenken.

Garnisonkirche in Potsdam als "Symbol bürgerschaftlichen und kirchlichen Engagements"

Ein Symbol des gemeinsamen bürgerschaftlichen und kirchlichen Engagements.

Das soll der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche nach dem Wunsch der neuen Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst werden. Angesichts von Bedenken gegenüber dem Projekt wolle sie die Diskussion über historische Fragen fortsetzen, betonte die Pfarrerin, die ihr Amt heute offiziell antritt. Die Garnisonkirche gilt als Symbol der Verbindung von Preußentum und Nationalsozialismus. Im März 1933 reichten sich hier Reichspräsident von Hindenburg und Kanzler Adolf Hitler demonstrativ die Hände. Die 1753 fertiggestellte barocke Garnisonkirche wurde 1945 durch Bomben schwer beschädigt, die Ruine 1968 im Auftrag der DDR-Regierung gesprengt. 2017 soll sie wieder aufgebaut sein.

Architektur-Professorin: Umbau von Kirchen wird häufige Aufgabe

Kirchen umzubauen - das könnte künftig eine häufige Aufgabe für Architekten sein.

Die Wolfsburger Architektur-Professorin Gesche Grabenhorst sagte dem Evangelischen Pressedienst, die Herausforderung sei dabei, die Gebäude so zu konstruieren, dass man sie anderweitig gut nutzen könne - jedoch ohne die Historie des Sakralbaus zu verleugnen. Der Umbau richte sich vor allem daran aus, wie eine ehemalige Kirche später genutzt werden solle. Grabenhorst hatte 2008 eine evangelische Kirche zur Synagoge umgebaut und hatte dafür einen Preis erhalten. Derzeit gestaltet sie eine evangelische Kirche in Hannover zu einem internationalen Chorzentrum um.

Amnesty International prangert Menschenrechtslage in Bahrain an

Um die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist es in Bahrain schlecht bestellt.

Das erklärte Amnesty International kurz vor dem Formel-1-Rennen am kommenden Wochenende. In dem arabischen Königreich sei die Lage der Menschenrechte äußerst prekär. So komme es in Bahrain immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. In dem Wüstenstaat verlangt die schiitische Bevölkerungsmehrheit mehr Mitsprache und Reformen. Das Golfkönigreich wird von einem sunnitischen Herrscherhaus regiert.

Star-DJ Frankie Knuckles gestorben

Mit seiner Art, elektronische Tanzmusik aufzulegen, erfand er ein eigenes Music-Genre.

Der Erfinder des "House", Frankie Knuckles, ist tot. Wie die "Chicago Tribune" berichtet, starb der Musiker mit 59 Jahren in New York. Knuckles legte in den 70er Jahren in einem Chicagoer Club auf und kombinierte R&B- und Soulmusik. So sorgte er für eine völlig neue Mix- und Auflegetechnik. Später gründete der Grammy-Gewinner eigene Clubs und arbeitete unter anderem für Depeche Mode und Michael Jackson.

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April 2014
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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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